Antworten
Seite 3 von 7 ErsteErste 12345 ... LetzteLetzte
Ergebnis 21 bis 30 von 61
  1. Inaktiver User

    AW: Tochter (6 Jahre) und mein neuer Freund = 2 Welten

    Nach nur drei Monaten Bekanntschaft und Zusammensein kann und darf es nicht Aufgabe des neuen Partners (oder auch einer neuen Partnerin) sein, in irgendeiner Form in Erziehung des Kindes einzugreifen oder da irgendwas zu bewerten.
    Da heißt es love it or leave it.
    Wenn's nicht passt und bereits JETZT das ein oder andere stört oder irgendetwas angepasst werden muss, ist es das halt nicht.
    Für beide.

  2. User Info Menu

    AW: Tochter (6 Jahre) und mein neuer Freund = 2 Welten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nach nur drei Monaten Bekanntschaft und Zusammensein kann und darf es nicht Aufgabe des neuen Partners (oder auch einer neuen Partnerin) sein, in irgendeiner Form in Erziehung des Kindes einzugreifen oder da irgendwas zu bewerten.
    Reine Spekulation meinerseits:

    die TE könnte Angst haben, dass sich der Neue aus dem Staub macht, wenn
    sie ihm Einhalt gebietet.

  3. Inaktiver User

    AW: Tochter (6 Jahre) und mein neuer Freund = 2 Welten

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Reine Spekulation meinerseits:

    die TE könnte Angst haben, dass sich der Neue aus dem Staub macht, wenn
    sie ihm Einhalt gebietet.

    Vermute ich auch.

    Es ist befremdlich, einen Partner nach so kurzer Zeit überhaupt einem jungen Kind bereits so zu präsentieren und ihn dann noch obendrein an der Tochter, nach 3 Monaten Bekanntschaft überhaupt, herumerziehen und herumkritteln zu lassen.

    Wie schnell das Kind mit dem Rad fährt, geht ihn nun wirklich nichts an, wie viel Marmelade ihr schmeckt - absurd.

    Tischmanieren - Angelegenheit der Mutter.

    Du solltest dir ernsthaft überlegen, warum du diesen Mann derart rasch deiner Tochter vor die Nase setzt und ihn ungehemmt an ihr rumerziehen lässt. Wie würdest du dich fühlen, wenn deine Mutter so mit dir umgegangen wäre?

  4. User Info Menu

    AW: Tochter (6 Jahre) und mein neuer Freund = 2 Welten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie würdest du dich fühlen, wenn deine Mutter so mit dir umgegangen wäre?
    Das halte ich für einen guten Denkansatz.

  5. User Info Menu

    AW: Tochter (6 Jahre) und mein neuer Freund = 2 Welten

    Drei Monate sind nun wahrlich eine kurze Zeitspanne, in manchen Konstellationen haben sich die neuen Partner und die Kinder da noch nicht einmal kennengelernt.


    Ich darf mal zwei Aspekte in den Raum stellen.

    Zum einen: Es wäre für mich ein Unterschied, ob sich die Tochter so gibt, wie sie ist und den Freund akzeptiert hat und sich deshalb so verhält, als wäre sie mit Mama alleine am Tisch und die hat das mit dem Schmatzen und dem Redefluss nie gestört. Es ist also kein Fremdkörper da und sie fühlt sich wohl.
    Oder testet die Tochter aus, wie weit sie gehen kann?

    Über die erste Version würde ich mich freuen und gemeinsam daran feilen, dass Töchterlein eben nimmer schmatzt und dazwischenredet, weil das auch für später mal von Vorteil sein kann (nicht alle unschönen Angewohnheiten sind gleich eine Charakterfrage und Ronja Räubertochter-like).

    Bei zweiter Version sollte genau hingehört werden, warum Tochter testet.

    Zum anderen:
    Generell wird hier im Forum sehr häufig gesagt, dass sich der oder die Neue aus der Erziehung herauszuhalten habe, das geht sie/ihn schlicht nix an usw. - bei drei Monaten, klar, ja, logisch.
    Aber in die Zukunft gedacht... irgendwann hat das der neue Partner verinnerlicht und wenn dann die Tochter kommt und mal Hilfe braucht oder Du mit Deiner Tochter Hilfe brauchst, weißt Du wie schnell dann ein "Du hast mir immer gesagt, dass mich das nichts angeht" gesprochen ist? Was soll das für eine Beziehung werden?

  6. User Info Menu

    AW: Tochter (6 Jahre) und mein neuer Freund = 2 Welten

    Zum Verhalten des Partners (Kind erziehen) bzw. der TE (neuen Partner so früh dem Kind zuzumuten) möchte ich nichts schreiben - dazu habe ich zu wenig Infos.

    Da ich selbst eine Tochter ähnlichen Alters und offenbar auch Charakters (und ebenfalls Einzelkind) habe, möchte ich aber etwas zu meinen Erfahrungen am Esstisch schreiben:

    Auch mein Kind neigt zum Schmatzen. Und ganz ehrlich: Ich bin jemand, der sich zum Glück nur vor sehr wenigem ekelt - Spinnen, Schlangen, Körperausscheidungen, Dreck; alles kein größeres Problem. Aber Schmatzen macht mich fertig. Das wird nur noch (knapp) von quietschender Kreide getoppt. Ich selbst erinnere mich daran, dass in meiner eigenen frühen Kindheit mein Bruder geschmatzt hat - das fand ich schon damals furchtbar ekelhaft. Ich glaube mittlerweile: Die einen ekeln sich vor Spinnen und können nichts dagegen tun - die anderen vor Schmatzen. Dein Freund wird sich also an dieser Stelle nicht ändern können. Und: Deiner Tochter das Schmatzen abzugewöhnen wird möglicherweise sehr, sehr schwer. Bei uns wird das wohl als einer der wenigen positiven Aspekte der Corona-Krise übrig bleiben: Durch die wegfallenden Mahlzeiten in der Schule haben wir's geschafft, dass unsere Tochter jetzt fast gar nicht mehr schmatzt. Dass schmatzende Kinder aber mittlerweile als gesellschaftsfähig gelten, sehe ich bei mir im Freundes- und Bekanntenkreis. Da sitzen 6-Jährige am Tisch, reißen schmatzend ihre Münder auf - Zerkautes fällt wieder raus - und keinen stört's. Ich komme aus dem Staunen nicht mehr heraus und merke: Ekelgefühle sind offenbar etwas seeeehr Individuelles.

    Und was das Reden betrifft: Wenn wir zu dritt am Tisch sitzen, kam's noch vor einem Jahr schon vor, dass unsere Tochter vor lauter Hibbeligkeit alle Aufmerksamkeit an sich riss. Es gab Mahlzeiten, da kam dadurch überhaupt kein Gespräch zustande. Manchmal störte es uns, manchmal nicht. Aber wir haben sie damals schon auch darauf aufmerksam gemacht, dass wir Erwachsenen auch gerne miteinander sprechen würden. Das ist mittlerweile zum Glück besser geworden.

    Das nur als Denkanstoß. Wie man damit am Besten umgeht ist sicher individuell.

  7. Inaktiver User

    AW: Tochter (6 Jahre) und mein neuer Freund = 2 Welten

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Reine Spekulation meinerseits:

    die TE könnte Angst haben, dass sich der Neue aus dem Staub macht, wenn
    sie ihm Einhalt gebietet.
    Möglich.
    Ich habe eher das Gefühl, sie möchte es gern jedem recht machen und hat möglicherweise grundsätzlich ein Problem damit, sich durchzusetzen.
    So schafft sie es weder, ihrer Tochter (z. B. im Bereich Tischmanieren) gegenüber Grenzen zu setzen, noch sich im Bezug auf den Umgang mit ihrem Kind dem neuen Mann gegenüber abzugrenzen.

    ... (... nur so in den Raum geworfen, ich gebe zu, der anderen Strang der TE tat einiges zu dieser Einschätzung...).

  8. Inaktiver User

    AW: Tochter (6 Jahre) und mein neuer Freund = 2 Welten

    Zitat Zitat von Cathitree Beitrag anzeigen

    Bei vielem hat er grundsätzlich recht, ich glaube nur, dass sie viel besser aus eigener Erfahrung lernt.


    Im großen und ganzen möchte ich sie natürlich als Gesellschaftsfähig erziehen. Ihr aber gleichzeitig vermitteln, dass sie gut ist, wie sie ist, ohne sie zu brechen.

    Wenn wir zu dritt sind, kritisiert er sie, wohl weil er das in seiner Familie nur so kennengelernt hat.
    Ich würde beiden gerne etwas mehr Rücksicht vermitteln.
    Du willst etwas, was nicht funktionieren wird.

    Er bringt den Grad Erziehung rein, den Du nicht gemacht hast.
    Deine Tochter als Ronja Räubertochter zu sehen, ist etwas befremdlich, da Kinder in dem Alter und generell immer wieder Grenzen austesten.
    Wenn Sie keine bekommen, machen Sie, was Sie wollen und Du hast schnell den Punkt erreicht, lieber Sie zu lassen, um der lieben Ruhe wegen.

    Das ist nicht der Weg für Euch Beide.

    Dann kommt er, setzt Grenzen, und wird natürlich anecken.

    Du bist gerade in der Zwickmühle, liest man Dich, weil er stellvertretend für Dich... Und teilweise mit stiller Zustimmung von Dir, handelt.

    Überspitzt:
    Du benutzt ihn, um bei ihr gut dazustehen.

    So funktioniert es aber nicht.

    Auch in intakten Familien sind sich in den Punkten Mutter und Vater einig.
    Arbeiten Beide unterschiedlich, nehmen sie eine Rolle bei den Kids ein.

    Streiten sie sich aber darüber vor den Kids, nutzen die so eine Lage aus und spielen Mamma und Papa gerne mal gegeneinander aus.

    Bei einer Person von Aussen wird so eine Haltung gar nicht akzeptiert.
    Und auch die 6-jährige merkt sehr genau, wie unwohl Dir dabei ist.

  9. Inaktiver User

    AW: Tochter (6 Jahre) und mein neuer Freund = 2 Welten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich habe den eindruck, liebe te, es geht nicht um die welt deiner tochter und die deines neuen freundes.

    sondern: er zeigt auf wo du nichts tust und deine tochter einfach laufen lässt.

    die angesprochenen welten sind: deine, laisse-faire und seine.

    findet sich ein mittelweg? wenn du bei einer 6jährigen schon die waffen streckst bezüglich der tischmanieren (aber dann könnte sie ja erst recht und provozieren) sehe ich von deiner seite keinerlei anzeichen von erziehung deiner tochter gegenüber. auch kein wollen.

    und dann liegen nicht deine tochter und er im clinch.




    wie schon gesagt wurde: schmatzen geht gar nicht. da stehe ich auf und bin satt.


    ps. ich kenne den film ronja räubertochter. ich kann mich nicht erinnern dass sie geschmatzt hat.
    Da bin ich dabei.
    Wenn das Elternteil da keine Erziehung leisten möchte und er soll sich das nur angucken.....das kann nicht gut gehen.
    Und wenn er beim Fahrradfahren sagt sie soll vorsichtiger, langsamer, fahren halte ich das fürfürsorglich.

  10. Inaktiver User

    AW: Tochter (6 Jahre) und mein neuer Freund = 2 Welten

    Ich finde die Zeitspanne von 3 Monaten auch- wirklich viel zu kurz.

    Von mir ausgehend: würde ich weder wollen, dass nach so einer Zeit ein neuer Partner an meinem Kind rumschraubt- noch würde mir, in umgekehrter Lage, in den Sinn kommen, das Kind des Partners er-ver-ziehen zu wollen.

    Für mich wäre der Weg- wenn mich was stört- das dem Elternteil zu sagen und erst einmal hören, was er/sie dazu denkt.
    Dann- kann man über gemeinsame Wege nachdenken.
    Stell dir vor, das Kind ist 16 und so jemand meint, erziehen zu müssen........das würde einem gut um die Ohren fliegen

    Ob es einen "Erziehungsgrund" gibt- spielt dabei gar keine Rolle- wir reden hier über Ansichten und nur weil sich zB viele einig sind, dass Schmatzen nicht so toll ist- muss das die Mutter in ihrem Hausstand nicht schlimm finden (und darum sollte es doch gehen).

Antworten
Seite 3 von 7 ErsteErste 12345 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •