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  1. Moderation Avatar von skirbifax
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    AW: Sommerzeltlager - Vater ist dagegen

    Ich weiß nicht, wie du finanziell gestellt bist. Ich hatte ähnliche Probleme, bei mir hat gewirkt, dass mein Anwalt meinem Ex angekündigt hat, dass er eine Gehaltspfändung bei seinem Arbeitgeber vornehmen wird. Niemals mehr musste ich auf den Kindesunterhalt warten. Ein Schreiben des Anwalts mit diesem Inhalt kann sehr heilsam sein.

    Es ist zwar rechtlich nicht möglich, dennoch finden viele Firmen Wege sich vom Arbeitnehmer zu trennen, wenn Gehaltspfändungen - insbesondere Unterhaltsforderungen - vorliegen. Gerede wird es auf jeden Fall geben. So kann er selbst entscheiden, ob er zahlt oder ob er das mit allen negativen Folgen durch seinen Arbeitgeber durchführen lassen will. Ein Brief eines Anwalts ist hier wirkungsvoller, als wenn du das machst. Der Weg, den ereS aufzeigt, ist etwas schneller und kostengünstiger, weil kein Anwalt eingeschaltet wird. Im Grunde sollte dir ja daran gelegen sein, dass er seine Arbeitsstelle behält.
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    AW: Sommerzeltlager - Vater ist dagegen

    So, ich hatte gerade ein Telefonat mit meiner Ansprechpartnerin bei der Beratungsstelle. Sie wird in Kürze ein gemeinsamer Termin mit mir und dem Vater organisieren (ohne einer Person, die zwischen uns vermittelt, ist kein Gespräch mit ihm möglich).
    Ich habe ihr mein aktuelles Problem geschildert. Der Sommerzeltlager ist nur ein Teil des Problems. Des Weiteren fordert der Vater, dass ich seine Genehmigung / Zustimmung für den Urlaub innerhalb Deutschland sowie in Dänemark einhole.
    Für Dänemark wäre ich noch bereit dies zu tun, damit keine Diskussionen aufkommen. Für Deutschland sehe ich es nicht ein.

    Die Frau bei der Beratungsstelle hat gemeint, dass ich ihm vorerst in meiner E-Mail die Gründe schildern soll, warum ich das Kind beim Sommerlager angemeldet habe. Außerdem soll ich ihn darauf hinweisen, dass wir das Thema näher beim gemeinsamen Gespräch angehen können. Wegen anderen Themen wird sie das Gespräch so lenken, dass der Vater seine Forderung fallen lässt, indem sie das Kinde in den Vordergrund stellt und nicht uns.

    Bin gespannt, wie es weitergeht...


  3. Registriert seit
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    AW: Sommerzeltlager - Vater ist dagegen

    Zitat Zitat von skirbifax Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, wie du finanziell gestellt bist. Ich hatte ähnliche Probleme, bei mir hat gewirkt, dass mein Anwalt meinem Ex angekündigt hat, dass er eine Gehaltspfändung bei seinem Arbeitgeber vornehmen wird. Niemals mehr musste ich auf den Kindesunterhalt warten. Ein Schreiben des Anwalts mit diesem Inhalt kann sehr heilsam sein.
    Mein Problem ist gerade folgendes: Ich muss einerseits mit ihm eine Umgangslösung finden, sowie die Lösung bezüglich seiner Zustimmung für meine Urlaubsziele.
    Andererseits muss ich "böse" sein und um den Kindesunterhalt zu kämpfen.
    Wenn ich zu ihm "böse" bin, wird er ja genau so mir gegenüber sein. Und alleine schon aus Trotz und verletzen Stolz mir Steine in den weg legen.

    Dabei würde ich so gerne alles friedlich lösen...

  4. Avatar von Klecksfisch
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    AW: Sommerzeltlager - Vater ist dagegen

    Ich würde mich schlau machen, ob das alles Gründe sein können, um das alleinige Sorgerecht zu beantragen.
    Ich bin eine Raupe und du ein Reh. Doch ich werd Schmetterling und du wirst Filet.

    Die Sache mit dem streiten ist die, wenn man etwas zurückhält, arbeitet es auf lange Sicht gegen euch (Dalai Lama)

    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)



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    AW: Sommerzeltlager - Vater ist dagegen

    Milerchen,

    du machst das schon und alles richtig.

    Mit dem Titel und der Beistandschaft bekommst du den Kindesunterhalt. Den brauchst du ja, damit das Kind in aller Ruhe groß werden kann. Wenn der Kindsvater das als Kampfansage sieht, hat er nicht verstanden, dass dieses Kind auch sein Kind ist.

    350 km Entfernung zwischen Vater und Sohn sind eine Menge Kilometer. Hat der Kindsvater tatsächlich gedacht, dass ihr hinter ihm herzieht? Oder dass er als Vater sich um den Umgang so drücken kann?
    Du bist sehr milde gewesen, dass du im ersten Jahr den Umgang Kind - Vater nicht eingefordert und durchgesetzt hast. Das kannst und solltest du nun über die Moderation tun: Dem Kind stehen jedes zweite Wochenende und die Hälfte der Ferien mit dem Vater als Umgang (mindestens!) zu. Das wird zum nächsten Streit führen, denn allein mit den hälftigen Ferien sind seine väterlichen Urlaubstage weg. Aber - das ist die gesetzliche Regelung, die für dich zählt.

    Für Dänemark die offizielle Erlaubnis des Vaters zu bekommen, ist okay. Setz doch schon einmal ein Schreiben auf, das er beim Termin nur noch zu unterschreiben braucht. Vor dem Moderator wird er sich kaum zieren oder später behaupten, dass er von dir (mit vorgehaltener Waffe? Dem BGB?) dazu gezwungen worden ist.
    Innerhalb Deutschlands brauchst du keine Erlaubnis. Du kannst jederzeit mit deinem Kind irgendwohin fahren und Urlaub machen - es sei denn, das kollidiert mit den Vaterterminen. Aber noch habt ihr keine, also fällt das weg.

    Andersherum gilt die Regelung übrigens auch. Wenn der Kindsvater mit Sohn im Ausland z.B. Italien Urlaub machen will, braucht er dafür deine Erlaubnis. Daran hat der Mann wahrscheinlich nicht gedacht.

    Jetzt schicke ich dir noch eine große Portion Kraft für die nächsten Monate. Dieses Jahr wird für dich wahrscheinlich noch einmal sehr stressig - mit dem Kindsvater, den Anfeindungen und der Scheidung. Such dir selbst moralische Unterstützung, wo du dich mal in Ruhe aussprechen kannst. Denn wenn du alles alleine schultern musst, ist es gut, von anderer Seite Respekt und Anerkennung zu hören.
    "beinhalten" wird wie "halten" konjugiert, als "beinhält", und gehört zur Kategorie schlechtes Deutsch. Warum nicht "enthalten", "umfassen" oder "bedeuten"?

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  6. Inaktiver User

    AW: Sommerzeltlager - Vater ist dagegen

    Zitat Zitat von Klecksfisch Beitrag anzeigen
    Ich würde mich schlau machen, ob das alles Gründe sein können, um das alleinige Sorgerecht zu beantragen.
    Theoretisch sind das Gründe, er zahlt nicht, kümmert sich nicht, lebt 350 km weit weg und legt ihr Steine in den Weg, wo er nur kann.

    Bei mir war das exakt genauso und ich habe Klage eingereicht mit der Absicht, das alleinige Sorgerecht zu erhalten.

    Ich habe es trotzdem nicht bekommen, aber meine Anwältin hat immerhin durchgesetzt, dass ich Vollmacht in allen rechtlichen Umständen sowie alleiniges Aufenthaltsbestimmungsrecht bekam. Damit komme ich auch recht gut zurecht, brauche nur in sehr wenigen Fällen seine Unterschrift. Z.B. nicht mal zur Anmeldung bei der weiterführenden Schule.

    Die Gerichte sind sehr zurückhaltend bei der Zuteilung des alleinigen Sorgerechts. Trotzdem würde ich das unbedingt versuchen, und du darfst dich mit einer Ablehnung nicht abspeisen lassen. Da muss eine Regelung her.

    Die Umgangsregelung kannst du gleich mit verhandeln lassen, habe ich nicht gemacht, weil meine Tochter den Vater eh nicht sehen wollte. Da hat er z.B. auch nicht drauf bestanden. Er wollte uns nur einschränken, wo er konnte.

  7. Avatar von Klecksfisch
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    AW: Sommerzeltlager - Vater ist dagegen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Ich habe es trotzdem nicht bekommen, aber meine Anwältin hat immerhin durchgesetzt, dass ich Vollmacht in allen rechtlichen Umständen sowie alleiniges Aufenthaltsbestimmungsrecht bekam. Damit komme ich auch recht gut zurecht, brauche nur in sehr wenigen Fällen seine Unterschrift. Z.B. nicht mal zur Anmeldung bei der weiterführenden Schule.
    Das ist doch schon mal ein Erfolg. Vielleicht wäre das ein Möglichkeit für die TE. Ich würde es auf jeden Fall versuchen.
    Ich bin eine Raupe und du ein Reh. Doch ich werd Schmetterling und du wirst Filet.

    Die Sache mit dem streiten ist die, wenn man etwas zurückhält, arbeitet es auf lange Sicht gegen euch (Dalai Lama)

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  8. Registriert seit
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    AW: Sommerzeltlager - Vater ist dagegen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Theoretisch sind das Gründe, er zahlt nicht, kümmert sich nicht, lebt 350 km weit weg und legt ihr Steine in den Weg, wo er nur kann.

    Bei mir war das exakt genauso und ich habe Klage eingereicht mit der Absicht, das alleinige Sorgerecht zu erhalten. Ich habe es trotzdem nicht bekommen...
    Zitat Zitat von Klecksfisch Beitrag anzeigen
    Vielleicht wäre das ein Möglichkeit für die TE.
    Nein, bitte kein Antrag auf das alleinige Sorgerecht. Jetzt ist es dafür viel zu früh und nur Wasser auf die väterlichen Mühlen.

    Die alleinige Sorge wird dann einem Elternteil erteilt, wenn der andere Elternteil nachweislich seinen Pflichten nicht nachkommt. Da ist ein Jahr viel zu wenig, um das abschließend von Richterseite aus beurteilen zu können. Mehr Zeit und deutlichere Anzeichen des väterliches Dazwischenfunkens sind wesentlich zielführender als der jetzige zu frühe Antrag.

    In einem Jahr, wenn die Scheidung ausgesprochen ist, zeigt sich doch, wenn der Vater weiterhin Terror beim Urlaub macht, wenn er die Umgangsregelung nicht einhält, wenn er die Mutter in Fragen der Schule und Freizeitgestaltung nicht unterstützt, sondern sie am besten noch schriftlich als unfähig vor den Behörden hinstellen will. Wenn Milerchen dann den Antrag auf alleine Sorge stellt, hat sie bessere Karten.
    Denn die gemeinsame Sorge soll ja im Interesse des Kindes sicherstellen, dass die Eltern im Bezug auf das Kind sachlich und höflich miteinander umgehen. Nur wenn das nicht (mehr) geht, bekommt ein Elternteil die alleine Sorge.
    "beinhalten" wird wie "halten" konjugiert, als "beinhält", und gehört zur Kategorie schlechtes Deutsch. Warum nicht "enthalten", "umfassen" oder "bedeuten"?

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  9. Inaktiver User

    AW: Sommerzeltlager - Vater ist dagegen

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    Nein, bitte kein Antrag auf das alleinige Sorgerecht. Jetzt ist es dafür viel zu früh und nur Wasser auf die väterlichen Mühlen.

    Die alleinige Sorge wird dann einem Elternteil erteilt, wenn der andere Elternteil nachweislich seinen Pflichten nicht nachkommt. Da ist ein Jahr viel zu wenig, um das abschließend von Richterseite aus beurteilen zu können. Mehr Zeit und deutlichere Anzeichen des väterliches Dazwischenfunkens sind wesentlich zielführender als der jetzige zu frühe Antrag.

    In einem Jahr, wenn die Scheidung ausgesprochen ist, zeigt sich doch, wenn der Vater weiterhin Terror beim Urlaub macht, wenn er die Umgangsregelung nicht einhält, wenn er die Mutter in Fragen der Schule und Freizeitgestaltung nicht unterstützt, sondern sie am besten noch schriftlich als unfähig vor den Behörden hinstellen will. Wenn Milerchen dann den Antrag auf alleine Sorge stellt, hat sie bessere Karten.
    Denn die gemeinsame Sorge soll ja im Interesse des Kindes sicherstellen, dass die Eltern im Bezug auf das Kind sachlich und höflich miteinander umgehen. Nur wenn das nicht (mehr) geht, bekommt ein Elternteil die alleine Sorge.
    Sie kann damit noch warten, aber wo siehst du denn hier Tendenzen, dass er sich bessert?

    Zunächst steht ja auch noch die Beratung an. Dort könnte man auch eine Regelung anstreben. Wenn er dann kooperiert, mags klappen. Nach allem, was ich hier aber gelesen habe, bezweifle ich, dass es dem Vater ums Kindeswohl geht.


  10. Registriert seit
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    AW: Sommerzeltlager - Vater ist dagegen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sie kann damit noch warten, aber wo siehst du denn hier Tendenzen, dass er sich bessert?
    Ich sehe keine Tendenz, dass sich der Kindsvater um einen normalen Umgang mit Kind und seiner Nochehefrau bemüht. Aber - nur weil wir hier keine Besserung sehen, muss ein Familiengericht dieser Auffassung nicht folgen. Denn die alleinige Sorge "entrechtet" den Kindsvater, und genau das wollen die Familienrichter nicht, weil die gemeinsame Sorge in 90% der Fälle besser fürs Kind ist und und zwischen den Eltern eine Gesprächsgrundlage ist.
    Nur die 10% "Deppen" nutzen das gemeinsame Sorgerecht, um dem anderen Elternteil das Leben schwer zu machen. Deswegen spielt die Zeit für Milerchen, wenn der Kindsvater den Unterhalt nicht zahlt bzw. erst auf Androhung der Gehaltspfändung, keinen Umgang hat und bei jeder Urlaubsreise sein Einverständnis geben will. Wie will der Kindsvater im Dezember erklären, dass er sein Kind in den letzten 24 Monaten dreimal für jeweils zwei Tage gesehen hat? Das kann er nicht überzeugend tun, so dass ein Familienrichter dann die alleine Sorge der Mutter übertragen kann, weil der Kindsvater nachweislich über viele Wochen und Monate hinweg seinen Pflichten nicht nachgekommen ist.
    "beinhalten" wird wie "halten" konjugiert, als "beinhält", und gehört zur Kategorie schlechtes Deutsch. Warum nicht "enthalten", "umfassen" oder "bedeuten"?

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