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  1. Avatar von luftistraus
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    AW: Abgrenzung nach oben - die bleiben lieber unter sich

    Zitat Zitat von Adreaa Beitrag anzeigen
    Jemand von euch fragte, welche Art Gespräche ich mir wünsche. Ich würde mich z.B. tiefer über Kindererziehung austauschen. Aber wenn ich mitbekomme, dass es üblich ist, Klapse auf den Po oder Backpfeifen zu geben, vergeht mir die Lust.
    Die Aufzählungen in dem Artikel über die anderen Elternhäuser mögen Klischee sein, aber ich erlebe immer wieder, dass nachmittags schon der Riesenfernseher mit Kindersendungen läuft... während des Besuches.
    Oder die Kinder wischen auf den Tablets herum.
    Mmmh... ist halt schwierig Toleranz zu erwarten wenn man selbst keine hat (Kinder schlagen ausgenommen)

    Zitat Zitat von Adreaa Beitrag anzeigen
    Auch Kommunalpolitik interessiert mich. Die Antworten dazu sind kurz und klingen entweder so, als wäre beim andern kein Interesse da oder es kommen in anderem Zusammenhang Sprüche, die auf rechtes Gedankengut schließen lassen.
    Religion und Politik sind sehr heikle Themen, die ich z.B. nur mit Personen bespreche die ich schon viel besser kenne.



    Zitat Zitat von Adreaa Beitrag anzeigen
    Da fühle ich mich unwohl. Wenn eine Mutter Kaffeedrinkdosen, Trinkbeutel und einzeln verpackte Kekse zum Spielplatz mitnimmt, ist es keine gute Idee, mit ihr über das Thema Umweltschutz oder Ernährung zu sprechen.
    Warum nicht? Der Ton macht die Musik




    Zitat Zitat von Adreaa Beitrag anzeigen
    Gerne würde ich ehrenamtlich arbeiten, aber mir fehlt einesteils wegen der Arbeit die Zeit, zum anderen wegen meines Kindes, das ich abends für Versammlungen nicht alleine zuhause lassen kann. Auch deswegen wäre ein größeres soziales Netz gut.
    Primär ein soziales Netzwerk für die Kinderbetreuung?

    Und dann willst du ehrenamtlich arbeiten, obwohl du die Zeit gar nicht dafür hast?
    Warum dann überhaupt drüber nachdenken und äußern? Weil es gut rüberkommt, das du ehrenamtlich helfen möchtest?



    Zitat Zitat von Adreaa Beitrag anzeigen
    Vielleicht habt ihr mehr als ich den Eindruck vermittelt, eure Welt sei "in Ordnung". Ich befürchte, als alleinerziehende Mutter, zudem ohne betreuende Großeltern in der Nähe, hält man meine Welt für eher nicht "in Ordnung".
    Puh, ich glaub die einzige die mit Ihrem Dasein ein Problem hast, bist du selbst. Und andere spüren das.... das kommt einfach nicht authentisch rüber..... von solchen Personen halte ich auch Abstand.


    Die Welt ist bei niemandem in Ordnung. In jeder Familie gibt es das berühmte "schwarze Schaf" oder auch mehrere...... Affären gibt es überall und einige Alkoholiker wandeln auch darunter.

    ---------

    Ich bin echt überrascht welche Vorurteile du gegen die Menschen in deinem Dorf hast.
    Auch deine ambivalenten Äußerungen "Ich wünsche mir Kommunikation/Freundschaft vs. wenn die mit Trinktüten kommen habe ich keine Lust zum reden"

    Sorry wenn ich dir das so schreibe, aber im echten Leben würdest du außer ein "Hallo" von mir auch nichts weiter kriegen
    Before you argue with someone, ask yourself, is that person even mentally mature enough to grasp the concept of different perspectives. Because if not, there's absolutely no point.

  2. Avatar von luftistraus
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    AW: Abgrenzung nach oben - die bleiben lieber unter sich

    @TE

    Ich möchte dir gerne erzählen wie sich auch völlig unterschiedliche Charaktere/Einstellungen voneinander profitieren.

    Nachbarin glaubt an Schüssler Salze, Karten legen, Esoterik, Umweltschutz usw.

    Als ich krank war, kam sie direkt angelaufen mit Ihren Salzen, Globuli, und wollte mir die Karten legen damit sie mir die richtigen geben kann. Dazu noch ein Kräutertrunk und Magnete....

    Ich habe freundlich gelächelt, mich bedankt und dazu gesagt " Du weißt das dies für mich alles Unfug ist?"

    Sie lächelte auch und meinte: "Das ist völlig egal, ich bin davon überzeugt und wenn es dir hilft ist dies die Hauptsache"

    Also hab ich Karten gezogen und den Trunk genommen.

    Ob es geholfen hat? Keine Ahnung, ich lebe nach der Weisheit: Ohne Medizin ist man 14 Tage krank, mit 2 Wochen

    ------

    Der springende Punkt:

    Die Nachbarin hat sich Gedanken um mich gemacht. Sie hat ihre Freizeit geopfert und das Zeug vorbereitet, angerührt und was weiß ich - obwohl sie wusste das ich eine ganz andere Meinung habe.

    Sie kennt meinen Standpunkt und ich Ihren. Wir können darüber offen sprechen aber müssen nicht immer drüber diskutieren. Wir sind uns einig das wir da völlig anders ticken. Trotzdem ist diese Frau mittlerweile einer Freundin sehr nahe. Weil die mir wichtigen Werte da sind......
    Before you argue with someone, ask yourself, is that person even mentally mature enough to grasp the concept of different perspectives. Because if not, there's absolutely no point.

  3. Avatar von Blila1
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    AW: Abgrenzung nach oben - die bleiben lieber unter sich

    Zitat Zitat von luftistraus Beitrag anzeigen
    Mmmh... ist halt schwierig Toleranz zu erwarten wenn man selbst keine hat (Kinder schlagen ausgenommen)
    Toleranz ist kein Kriterium, wenn es um grundsätzlich unterschiedliche Vorstellungen von Lebensweisen geht, die bei einem engeren Kontakt zwangsläufig Teil des Lebens der TE werden - durch die Kinder. Da kollidieren nicht nur Ansichten, wenn eigene Bemühungen torpediert werden. Konkret: TV und Tablets werden vermutlich sparsam und gezielt genutzt. Wenn die Kinder woanders aber Knöpfchen drücken, statt sich was einfallen zu lassen, wird das daheim auch schwieriger. Ich hatte das Problem, dass die Mütter hier "Caprisonne" und Kinderschokolade als ausgesprochen praktische für den Spielplatz sahen, wo ich grundsätzlich nur Wasserflasche und einen Apfel hatte und den weder geschält noch zerteilt.

    Ehrenamtlich kann seine Fähigkeiten und Kompetenzen einsetzen und damit effizienter nützen als täglich sich auf dem Spielplatz über Waschmittel auszutauschen (hier waren es Fruchtzwerge)


  4. Registriert seit
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    AW: Abgrenzung nach oben - die bleiben lieber unter sich

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    @kenzia, was meinst du denn damit? Was machen sie denn daraus und wie sollte man das beeinflussen können? Ich weiß, dass weibliche Taktik im Gegensatz zu männlicher Taktik ist, sich kleiner und “unbedrohlicher“ zu machen als frau ist.
    Die Frage ist, ob es um meinen Selbstwert geht- den ich in meine Beschreibung von mir lege- oder ob ich das große Gesamte im Blick haben möchte.

    Worte wirken auf uns, das wird keiner abstreiten und "macht" etwas mit uns.
    Was möchte ich erreichen? Ist im Leben immerzu die Frage, die wir uns stellen können (sozusagen den ganzen Tag) und darüber nachdenken, macht Sinn.

    Nehmen wir speziell nun "ich bin Psychologin"- gibt es dazu genauso eine Definition in Menschen, wie bei jedem anderen Beruf.
    Und es ist nicht selten, dass die Überzeugung herrscht, so jemand hätte den Röntgenblick und würde bei jedem Satz sofort bis in die Seele schauen können- alle Geheimnisse erkennen!
    "da muss ich ja aufpassen, was ich sage"- ist keine seltene Reaktion auf diesen Beruf- kennt vielleicht die TE auch!

    Ich habe das selbst schon erlebt- stand dabei- und muss zugeben, dass ich damals selbst so über Psychologen gedacht habe
    Und vielleicht trifft hier der Begriff "bedrohlich" tatsächlich- so kann jemand empfunden werden, der einem in die Seele schauen "kann"

    Übrigens könnte das ein Grund sein, warum ihr Eheprobleme erzählt werden- sie ist doch Psychologin und wird doch bestimmt einen guten Rat dafür haben.

    Ob ich eine andere Bezeichnung (die keine genaue Definition im Gegenüber auslöst) wähle, hat doch mit "kleiner machen" gar nichts zu tun.
    Oder ist mein Wert tatsächlich von meiner Berufsbezeichnung abhängig?

    Ich habe in meinem Leben so einige Doktoren kennengelernt, die sich schlicht als "Herr oder Frau Müller" vorgestellt haben.
    Wenn sich später heraus stellte, dass sie einen Doktor hatten, habe ich immer nur "den Hut davor ziehen" erlebt.
    Von dem einen oder anderen habe ich später im Gespräch dann den Satz gehört "ich will einfach normal behandelt werden- sobald ich sage Doktor, verhalten sich die Menschen anders".

    Haben sich diese Menschen- es waren sowohl Männer als auch Frauen dabei- nun kleiner gemacht?
    Ich selbst habe den Eindruck keine Sekunde gehabt- eher lag in ihnen eine große Sicherheit, denn wer sollte ihnen diese Titel (Beruf) nehmen?

    Es ist letztlich ein grundsätzlich spannendes Thema, denn es stellt sich im Leben ja öfter die Frage, ob ich "ich" sein will (also mich darstellen, wie es für mich wichtig ist) oder meine Wirkung in den Fokus zu stellen- und damit das große Ganze im Blich zu haben.
    Es geht dabei immer nur um MICH.
    Weil ich etwas erreichen will, gehe ich auf den Tanz mit dem Gegenüber ein - das machen wir zB auch in jedem Vorstellungsgespräch, wo wir doch gut ankommen wollen. Wir machen das ganz oft im Alltag, oft unbewusst.

    Ich schätze, dass dieses Thema keines für die TE ist- und doch findet sich dieses "ich" auch in den anderen Beschreibungen bei ihr wieder.
    Der eigene Anspruch verhindert verhindert die Offenheit das zu sehen, was sich hinter Aussagen oder Verhalten zeigen könnte.

    Die Alternative ist immer noch wegziehen - würde ich, wenn es wirklich als so schlimm empfunden wird- dann auch machen.


  5. Registriert seit
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    AW: Abgrenzung nach oben - die bleiben lieber unter sich

    Zitat Zitat von Adreaa Beitrag anzeigen
    Man kann es Schwarz-Weiß-Denken nennen, für mich ist Gewalt in der Erziehung indiskutabel. Ich diskutiere nicht darüber. Ich missioniere niemanden. Ich wechsele das Thema. .
    Ich bin da grundsätzlich bei dir, sich unterhalten kann man dennoch und seine Meinung sagen.
    Nicht jedes Gespräch ist "psychologisch", nur weil man redet oder seine Sichtweisen erzählt oder belegt, warum man es macht.

    Zitat Zitat von Adreaa Beitrag anzeigen
    Ich verurteile niemanden wegen Eheproblemen. Ich bin geschieden. Ich finde es nur nicht nett, wenn ich das Gefühl habe, ich werde nur als Abladestelle gebraucht, sonst besteht kein Interesse an meiner Person..
    Hervorhebung von kenzia

    Und das wird dir überall in Deutschland so gehen, wetten?
    Menschen haben ihr Leben und keiner hat auf dich (oder einen anderen) gewartet.
    Das ist eine Realtiät, die sich nicht gut anfühlt, wenn man in einen neuen Lebensraum zieht.

    Menschen richten ihr Leben ein und füllen es.
    Gerade wer kleine Kinder hat, hat oft Wallung genug und beim besten Willen kaum Kapazität an dem Aufbau für eine neue Freundschaft.

    Zitat Zitat von Adreaa Beitrag anzeigen
    Ich habe nichts gegen große Fernseher. Ich finde nur nicht, dass dieser den ganzen Tag laufen sollte, um die Kinder zu bespaßen, vor allem wenn Besuch da ist. Auch da sage ich nichts, sondern nehme es zur Kenntnis..
    Aber nicht nur-du wertest es negativ und distanzierst dich von diesen Menschen.
    Zitat Zitat von Adreaa Beitrag anzeigen
    In Großstädten gibt es das auch, das hat tatsächlich nichts mit dem Land zu tun, ist mir früher in der Form aber nie begegnet. Ich hatte keine Freunde oder Bekannten, die das so hielten. .
    Hervorhebung von kenzia

    Klar denn das waren Menschen, die DU dir mit ausgesucht hast im Laufe des Lebens- die hatten deine Werte und Vorstellungen.
    Wieviele waren das von allen Menschen, die du kennst? sicher im 0, % Bereich- Menschen, die passen, zu finden- ist also durchaus auch die Nadel im Heuhaufen und dauert Zeit!

    Zitat Zitat von Adreaa Beitrag anzeigen
    Ich missioniere niemanden wegen seiner politischen Einstellung. Ich finde einfach den Austausch mit rechts Gesinnten nicht interessant..
    Zitat Zitat von Adreaa Beitrag anzeigen
    Das Thema Umweltschutz ist mir wichtig. Da kann ich mich heißreden, genau deswegen vermeide ich das Thema bei Menschen bei denen ich damit nicht auf Gegenliebe stoßen werde..
    Und das ist gut- mich würdest du damit auch nicht lange am Tisch halten- mich nerven diese Diskussionen dazu sehr......dann lieber über das Wetter reden

    Adreaa, wie wäre es, wenn du dir deinen intellektuellen Austausch über Telefon mit deinen alten Freunden suchst und ansonsten die Menschen um dich herum, als nette Nachbarn einsortieren?
    Dein Anspruch ist - in meinen Augen- zu hoch.......warum sollten die Menschen Interesse an dir haben? Noch dazu, wenn doch sicher deine innere Ablehnung auch nach außen wirkt (tut es- wissen wir alle).

    Aus eigener Erfahrung vom Dorf kann ich dir sagen, dass jeder Mensch ZEIT braucht um sein Herz zu öffnen. Es ist normal, dass es lapidar und unwichtig beginnt- auch, dass einem Eheprobleme erzählt werden obwohl im Gegenzug keine Freundschaft vorhanden ist.
    Kennst du "Der kleine Prinz"? Dass man sich vertraut machen muss......und das dauert Zeit.

    Wer weiß, vielleicht wartet die eine oder andere Freundschaft noch auf dich- dort in dieser kleinen Stadt.
    Solange du aber soviel Abwertung in dir spürst- ist DEIN Herz mal sicher zu
    Und sollten alle wirklich zu sehr von dir abweichen- pack deinen Koffer und zieh um!

    Auf diese 200km kultureller Unterschied bist du gar nicht eingegangen.
    Tatsächlich kann das eine große Rolle spielen- vor 70 Jahren gabs Fehden zwischen Dörfern und Traditionen, die nur 6 km auseinander lagen.
    Das sollte man nicht unterschätzen.
    Geändert von skirbifax (23.11.2019 um 19:58 Uhr) Grund: Zitatveränderung gekennzeichnet

  6. Avatar von luftistraus
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    AW: Abgrenzung nach oben - die bleiben lieber unter sich

    Zitat Zitat von Blila1 Beitrag anzeigen
    Toleranz ist kein Kriterium, wenn es um grundsätzlich unterschiedliche Vorstellungen von Lebensweisen geht, die bei einem engeren Kontakt zwangsläufig Teil des Lebens der TE werden - durch die Kinder. Da kollidieren nicht nur Ansichten, wenn eigene Bemühungen torpediert werden. Konkret: TV und Tablets werden vermutlich sparsam und gezielt genutzt. Wenn die Kinder woanders aber Knöpfchen drücken, statt sich was einfallen zu lassen, wird das daheim auch schwieriger.
    Ich verstehe was du meinst, habe da einfach eine andere Haltung dazu.

    Mein Kind ging in die Schule (wie jedes Kind) und dort gab es schon im Grundschulalter Kids mit Smartphone und freiem Internet. Natürlich wollte mein Kind das auch so haben. Genauso der Trend mit den Nerf Waffen.....

    Mit beidem war ich nicht einverstanden und habe meinem Kind gesagt. Das die Welt wie ein großer Regenbogen ist und jede Mutter/Vater die Erziehung/Regeln anders macht. In diesem Fall hat er einfach Pech gehabt.....

    Mit dem Problem das Kinder bei sich zuhause Knöpfchen drücken, wird man sowieso konfrontiert.


    Zitat Zitat von Blila1 Beitrag anzeigen
    Ich hatte das Problem, dass die Mütter hier "Caprisonne" und Kinderschokolade als ausgesprochen praktische für den Spielplatz sahen, wo ich grundsätzlich nur Wasserflasche und einen Apfel hatte und den weder geschält noch zerteilt.
    Wo ist das Problem dabei? Weil dein Kind das auch wollte und du deswegen Diskussionen hattest?
    Before you argue with someone, ask yourself, is that person even mentally mature enough to grasp the concept of different perspectives. Because if not, there's absolutely no point.

  7. Avatar von marylin
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    AW: Abgrenzung nach oben - die bleiben lieber unter sich

    Ich frage mich, warum man näheren Kontakt zu Menschen will, deren Verhaltensweisen einem sowieso nicht passen? Denn eins ist ja klar: auch bei häufigen Kontakt, anfreunden etc. ist es ratsamer, seine Meinung über TV, Caprisonne etc. für sich zu behalten. Es darf nämlich jeder halten, wie er mag.
    Ich selbst habe auch null Interesse daran, mit Menschen, die ganz andere Ansichten haben, im dümmsten Fall mir noch vorleben wollen, wie es "richtig" geht, näheren Kontakt aufzubauen.

    "Es besser können/wissen/machen" - sowas strahlen manche Menschen auch einfach aus und vermitteln dies, ohne sich dessen immer bewusst zu sein. Nicht "die anderen" haben immer Schuld - machmal liegts auch an einem selbst. Oder es passt eben einfach nicht... Daran sind aber auch nicht immer "die anderen" schuld. Die können im Übrigen so leben wie sie wollen und müssen sich keine Gedanken darum machen, ob da jemand ist, der gern dazugehören will, aber eben einfach nicht "passt" Warum auch?
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


  8. Avatar von schafwolle
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    AW: Abgrenzung nach oben - die bleiben lieber unter sich

    Zitat Zitat von Adreaa Beitrag anzeigen
    Ich habe nichts gegen große Fernseher. Ich finde nur nicht, dass dieser den ganzen Tag laufen sollte, um die Kinder zu bespaßen, vor allem wenn Besuch da ist. Auch da sage ich nichts, sondern nehme es zur Kenntnis.

    ... ich erlebe immer wieder, dass nachmittags schon der Riesenfernseher mit Kindersendungen läuft... während des Besuches.
    Oder die Kinder wischen auf den Tablets herum.
    (Hervorhebungen von mir)

    Hier wurde schon so viel Kluges geschrieben, dass ich mich fast nicht
    traue, ganz banale Fragen (zu meinem besseren Verständnis für die Situation)
    zu stellen ;).

    Wenn Du derartige Situationen "immer wieder" und scheinbar live erlebst,
    dann schließe ich daraus, dass Du selbst öfter dieser Besuch bist.

    Das würde bedeuten, dass Du Anschluss und somit eine gewisse Akzeptanz
    gefunden hast.

    Oder habe ich Deine Aussagen falsch gedeutet?


    Das Thema Umweltschutz ist mir wichtig. Da kann ich mich heißreden, genau deswegen vermeide ich das Thema bei Menschen bei denen ich damit nicht auf Gegenliebe stoßen werde.
    Du scheinst Menschen vorschnell abzuurteilen.
    Im weitesten Sinn würde ich das als Schubladendenken werten.
    Angesichts Deines Berufes wundert mich das umso mehr.


    Zitat Zitat von Adreaa Beitrag anzeigen
    Dort grüße ich, wen ich kenne, halte Smalltalk.
    Darüberhinaus passiert nicht viel.
    Auch von Deiner Seite nicht, nehme ich an?
    In wie fern ergreifst auch Du mal die Initiative?


    Ich würde mich z.B. tiefer über Kindererziehung austauschen. Aber wenn ich mitbekomme, dass es üblich ist, Klapse auf den Po oder Backpfeifen zu geben, vergeht mir die Lust.
    Nun ja, bedauernswerterweise ist das vielleicht üblich bei einigen Eltern.
    Aber bei allen?? Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

    Ich habe den Eindruck, dass Dein "Filtersystem" recht einseitig ausgerichtet
    ist - und Du Dir damit selbst Deine zwischenmenschlichen Barrieren errichtest.


    Am Spielplatz kam ich mit Müttern ins Gespräch, die über ihre Ehe klagten oder das Verhältnis zu den Schwiegereltern.
    Jau. Aber auch hier sollte Deine Menschenkenntnis gut genug funktionieren,
    um diese Art Gespräch richtig einzusortieren, oder?

  9. Avatar von animosa
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    AW: Abgrenzung nach oben - die bleiben lieber unter sich

    Ich erzähle mal kurz, was ich in Bezug auf Gewalt ggü. Kindern erlebt habe:

    Wir hatten freundschaftlichen Umgang mit unseren neu hinzugezogenen Nachbarn.

    Eines Tages erzählte mir der älter Sohn, er war 8 Jahre alt, dass seine Eltern ihn und seinen kleinen zweijährigen Bruder schlagen mit einen Stock.

    Ganz davon abgesehen, dass ich nicht wusste, wie ich reagieren sollte ... Ich hatte damit nicht gerechnet und war überfordert, kam nicht der Gedanke auf, dass ich den Kontakt zu den Eltern meiden wollte.

    Ich holte mir Rat von Fachkräften. Und die schlugen vor, ins Gespräch zu kommen und Anlaufstellen zu erwähnen (wie Pro Familia), auch auf Mutter-Kind-Kuren hinzuweisen und Prospekte dazu mitzugeben.

    Man entwickelt sich weiter, wenn man sich nicht verschanzt hinter seinen edlen Wertvorstellungen. Man kann sicher viel bewirken und trotzdem lernen, sich abzugrenzen. Und dadurch wird man auch für andere Menschen attraktiver (als Nebeneffekte).
    Geändert von animosa (23.11.2019 um 11:16 Uhr)

  10. Avatar von animosa
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    AW: Abgrenzung nach oben - die bleiben lieber unter sich

    Das alles erinnert mich an meine Kindheit. Da haben die Eltern und die Lehrer dafür gesorgt, dass Kinder nicht mit Kindern spielen, die nicht gut genug waren. Wo das Elternhaus nicht stimmte oder woran auch immer das gelegen hat. Ich hatte auch so eine Freundin. Sie hatte einen Vater, der war Alkoholiker. Damit war sie auch in Verruf geraten bei anderen Eltern und bei den Lehrern. Und sie war immer so traurig. Wenn ich mit ihr gespielt habe, dann zeigte sich eine ganz tolle Fantasie und es hat unheimlichen Spaß gemacht. Ich habe so schöne Kindheits-Erinnerungen an diese Freundschaft mit ihr.

    Aber was können die Kinder dafür? Ich begreife nicht, wie Erwachsene so etwas machen können.

    Ach ja das eigene Kind ist dann mehr am Tablet als es vorher war. Weil es ja so negativ beeinflusst wurde. Da sind doch die Eltern überfordert. Die können nicht mit den Herausforderungen der heutigen Zeit umgehen.
    Aber nein, es sind die anderen Eltern.

    Schön für die Kinder! Die finden dann schwer einen Umgang. Genauso wie die Eltern.
    Geändert von animosa (23.11.2019 um 11:38 Uhr)

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