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  1. Registriert seit
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    AW: Vater macht unabgesprochen brutalen Kampfsport mit Sohn

    Zitat Zitat von Halleluja Beitrag anzeigen
    Danke für die vielen Gedanken. Ich werde meinem Sohn auch weiterhin erlauben, dorthin zu gehen. Mir scheint das Glück meines Sohnes das Wichtigste dabei zu sein. So hat er wenigstens etwas Freude mit seinem Vater. Ich werde nur aufmerksam bleiben. In der Tat werden einige Griffe oder Tritte dort so vermittelt, dass man sagt, wenn du jetzt dieses und jenes weitermachen würdest, würdest du damit folgende Verletzungen bewirken. Man sagt. wie es geht und gleichzeitig lass das.
    Selbst beim ach so sanften Aikido wird in der Regel erklärt, welche Verletzungen man dem Anderen beibringen kann, wenn man bestimmte Hebel über gewisse Punkte hinauszieht etc. Ist ja auch wichtig, dass man weiß, bis dahin ist es harmlos und Training, und ab da kann ich ernsthaften Schaden zufügen. Auch zum Schutz des Trainigspartners, damit man nicht aus Jux durchzieht, um mal zu sehen, was passiert.

    Ein Grund, weshalb ich trotzdem bei jedem(!) Kampfsport hingehen und mir das angucken würde ist schlichtweg, dass ich gerade im Kampfsport beobachte, dass dort auch Dinge (Aufwärmübungen etc.) getrieben werden, die irgendwie traditionell überliefert sind, wo man aber heute weiß, das tut dem Körper nicht wirklich gut. (Simpelstes Beispiel: Kniekreisen, das Knie ist ein Scharnier- und kein Kugelgelenk.) Bei Parcours habe ich das auch schon beobachtet. Und gerade bei einem Kind würde ich da schon ein Auge drauf haben, dass die Trainer da nix unsinniges (im sportlichen Sinne) treiben, das Körperteile dauerhaft schädigen kann.


  2. Registriert seit
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    AW: Vater macht unabgesprochen brutalen Kampfsport mit Sohn

    Liebe Halleluja,
    ich habe mich jetzt hier durchgewühlt und meinen Senf kriegst du jetzt auch noch ;-):
    Ich mache seit 12 Jahren Karate - in einem soliden "Spießerverein", wir machen nicht mal Wettkämpfe nach Punkten. Inhaltlich ist es so, dass wir unseren Schülern "brutale" Techniken beibringen, das ist der Sinn aller Selbstverteidigung, wir machen ja kein Ballett und kein Hallenhalma. ABER: 1. kann man nicht plötzlich Leute killen, weil man bestimmte Techniken 3 Mal geübt hat, das ist der große Kampfsportmythos, den ich gern ausräume. 2. wird in GUTEN Dojos gelehrt, dass der Gegenangriff zur Verteidigung das letzte Mittel ist (Notwehr, Nothilfe) und dass man, gerade als Kampfsportler, solche Auseinandersetzungen tunlichst vermeiden sollte.
    3. Werden die Techniken langsam aufgebaut und ein Anfänger lernt anderes als einer, der schon 8 Jahre trainiert.

    Und, das stimmt leider: Es gibt Sch...vereine, wo die Klopper, Nazis, Gängsta und Idioten trainieren.
    Guck doch mal, ob bei dir in der Nähe auch ein "guter" Club ist, i.d.R. kann man in mehreren Vereinen trainieren und dein Sohn könnte dort dann auch sehen, dass auch "ordentliche" Typen Kampfsport/Kampfkunst machen und lernen, wie unterschiedlich man sich verhalten kann. Und wenn's nur zum Probetraining ist, schaden wird es nicht.

    Und letztlich: Wenn du ein reflektiertes, kritisches, offenes und liebevolles Elternvorbild für ihn bist, wird er selbst merken und ansprechen, wenn in diesem Club was quer läuft oder er nicht hinwill.

    Und ganz zum Schluss: Jugendamt kontaktieren, Beratung
    suchen.
    Alles Gute!


  3. Registriert seit
    20.09.2016
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    AW: Vater macht unabgesprochen brutalen Kampfsport mit Sohn

    Mein Sohn hat auch Krav Maga gemacht - er war neugierig, wo ich immer hingehe und wovon ich blaue Flecken hatte - überspitzt gesagt :).
    Krav Maga ist Selbstverteidigung und man lernt, wie man sich in schwierigen Situationen verhalten sollte. Auch wird die mentale Stärke und nicht nur die körperliche Fitness trainiert. Meinem Sohn hat es gut getan, er hat dann aufgehört, weils ihm dann mit Schule/Fussball zu anstrengend wurde.

    Dir würde ich raten, aus den Machtspielchen rauszukommen..
    Du willst alles bestimmen - kannst du nicht immer. Manchmal gibt es Situationen, in denen solltest du dich für dein Kind einfach nur freuen (das sein Vater etwas mit ihm macht) und nicht versuchen ihm das einzige was ihn verbindet zu unterbinden. Es muss dir nicht gefallen, aber wenn es halbwegs seriös geführt wird, dann wird dein Sohn viel fürs Leben mitnehmen können.

    Auch wenn ich mich jetzt weit aus dem Fenster lehe - aber du solltest an deiner Einstellung zum Vater EURES Sohnes arbeiten. Dringend! Denn du reibst dich auf, ziehst deinen Sohn mit rein. Aber finde einen Weg, damit umzugehen und deinen Frieden mit der Situation zu finden.
    Er mag ein Arsch sein, gewisse Neigungen haben - aber damit musst du lernen umzugehen.. irgendwann hast du den Mann genug geliebt um mit ihm ein Kind zu haben.. er kümmert sich um sein Kind. Lass ihn diese Zeit und solange er dein Kind nicht gefährdet (im Gegenteil er macht mit ihm etwas, was sein Selbstbewusstsein stärkt und ihm auch mental stärkt) lass ihn doch! Egal wieviel du dich ärgerst, versuchst es zu verhindern - es wird das Gegenteil bewirken...

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