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  1. Registriert seit
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    AW: Vater macht unabgesprochen brutalen Kampfsport mit Sohn

    Zitat Zitat von Halleluja Beitrag anzeigen
    Mir kam es aber schon merkwürdig vor, dass der Vater Kinder-Eltern-Selbstverteidigung macht, da der Vater im Milieu zuhause ist und immer schon Kampfsport mit Messer und Machete für die Straße gemacht hat. Wie sich im intensiven Gespräch mit meinem Sohn herausstellte, ist es in Wirklichkeit militärisches Krav Maga, also die härteste Variante. Dort lehren sie beispielsweise Knochen und Gelenke brechen durch Drehen und Tritte, etwa in die Kniekehle. Das gefällt mir gar nicht. Das hat auch nichts mehr mit Selbstverteidigung zu tun.
    doch doch genau das ist Selbstverteidigung. und die kochen auch nur mit Wasser...

    Konkret: befürchtest du, dass dein Sohn während des Trainings verletzt wird? hat er zum Beispiel regelmässig blaue Flecken oder Schrammen nach dem Training? Klagt über Schmerzen durch Schläge? Dass die Lehrer über die Grenzen der Schüler hinaus gehen? - da wär für mich ein Grund, dorthin nicht zu gehen.

    und wird die rechtliche Lage vermittelt, also zum Beispiel, was als Notwehr zählt, und was nicht? (einem körperlich überlegenen angreifenden Menschen durch ein Tritt ins Knie das Knie kaputt zu machen, geht. Ihn dann noch in den Kopf zu treten, wenn er am Boden liegt, geht nicht)



    Ich habe vorsichtig versucht, meinem Sohn das zu erklären. Er (11 Jahre) fing bitterlich an zu weinen. Es ist wirklich das einzige Band mit seinem Vater.
    Dann würde ich es ihm lassen! Offenbar gefällt es ihm, und er hat keine Angst, dorthin zu gehen, sondern freut sich im Gegenteil - ist doch gut so.


    Ich finde es auch unerhört, dass der Vater, der kein Sorgerecht hat, das einfach entscheidet und Tatsachen schafft.
    du wirst wohl de nVater auch nicht immer befragen, bevor du dein Kind in die Waldjugend, ins Tennis oder die Theater-AG schickst bzw ihm diese Aktivitäten erlaubst?


    Und auf einer anderen Ebene möchte ich auch nicht, dass meinem Kind suggeriert wird, dass das Böse überall und immer auf ihn lauert.
    muss auch nicht suggeriert werden. Nein auch nicht in einem Selbstverteidigungskurs.

    Die Lektion "falls mal was Böses kommt, weisst du, wie du damit umgehen kannst, wie du dich schützen kannst" - finde ich allerdings eine hervorragende Lektion. Mütter können ihre Kinder nicht immer, ständig und überall vor dem Bösen, das es ja tatsächlich gelegentlich gibt, behüten.


    Außerdem habe ich Sorge, dass er, wenn er in die Pubertät kommt, vielleicht die ersten Mal heimlich was trinkt, mit seinen Freunden unterwegs ist, eventuell dann eben genau solche Techniken mal anwendet .
    gute Kampfsportschulen sind SEHR dezidiert darin, dass Schlägereien auf der Strasse nicht gehen! Da fliegen auch mal Leute raus, wenn sie sowas bieten.

    und auch als Mutter kannst du durchaus gelegentlich darauf hinweisen, dass sich verteidigen in Ordnung ist, angreifen aber nicht. (das haben mir meine Eltern auch ganz ohne Kampfsportaktivität immer so beigebracht...)

    Sehe ich das Thema, den Sport, insgesamt zu kritisch?
    ich denke, ja.

    Es gibt natürlich schlechte Schulen - aber es gibt auch viele gute, seriöse Schulen, denen die Gefahren bewusst sind und die sorgfältig darauf achten, dass die Schüler verantwortungsvoll mit ihrem Wissen und Können umgehen.


    Wir haben jetzt die Kompromisslösung, dass er nur an den Samstagen geht, wo er bei seinem Vater ist. Da ungefähr 8 Samstage im Jahr ausfallen, scheint mir das o.k. Was meint Ihr? Danke
    Das scheint mir relativ sinnlos zu sein.

    Warum sollte er nicht an den Samstagen gehen, wo er bei dir ist? Er sieht dich ja wohl sowieso ständig, seinen Vater wenig...

    ich würde es ihm lassen.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  2. Registriert seit
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    AW: Vater macht unabgesprochen brutalen Kampfsport mit Sohn

    Zitat Zitat von skirbifax Beitrag anzeigen
    Daraus den Umkehrschluss zu ziehen, es würde angeleitet ernsthaft zu verletzen, ist in meinen Augen einfach nicht statthaft.
    Natürlich wird dazu angeleitet, zu verletzen. Sonst hätte so ein Kurs ja sein Ziel vollkommen verfehlt! Man geht ja auch in den Strickkurs, weil man praktisch stricken lernen will und tut es dann auch.

    Wichtig ist, dass die Rahmenbedingungen klar sind - halt eben, Verteidigung und nicht Angriff (und das an Beispielen durchexerzieren, was gemeint ist), die rechtliche Lage kennen, keine Schlägereien starten.

    Wenn der Junge happy ist... ist doch alles gut.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

  3. Moderation
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    AW: Vater macht unabgesprochen brutalen Kampfsport mit Sohn

    Ich beneide das Kind jetzt ein bißchen. Als Mädchen durfte ich nie "gefährliche" Sachen machen oder die halbe Nacht Actionfilme gucken, ich mußte das immer heimlich tun.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


  4. Registriert seit
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    AW: Vater macht unabgesprochen brutalen Kampfsport mit Sohn

    Danke für die vielen Gedanken. Ich werde meinem Sohn auch weiterhin erlauben, dorthin zu gehen. Mir scheint das Glück meines Sohnes das Wichtigste dabei zu sein. So hat er wenigstens etwas Freude mit seinem Vater. Ich werde nur aufmerksam bleiben. In der Tat werden einige Griffe oder Tritte dort so vermittelt, dass man sagt, wenn du jetzt dieses und jenes weitermachen würdest, würdest du damit folgende Verletzungen bewirken. Man sagt. wie es geht und gleichzeitig lass das.

  5. Moderation Avatar von Margali62
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    AW: Vater macht unabgesprochen brutalen Kampfsport mit Sohn

    Ich, also ICH, würde da mal hingehen und mir das anschauen.
    Moderatorin im Forum

    Trennung und Scheidung,
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    Über das Kennenlernen
    Reine Familiensache

  6. Moderation Avatar von skirbifax
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    AW: Vater macht unabgesprochen brutalen Kampfsport mit Sohn

    Zitat Zitat von Halleluja Beitrag anzeigen
    In der Tat werden einige Griffe oder Tritte dort so vermittelt, dass man sagt, wenn du jetzt dieses und jenes weitermachen würdest, würdest du damit folgende Verletzungen bewirken. Man sagt. wie es geht und gleichzeitig lass das.
    Ich gebe mal ein Beispiel aus einer Sportart, die nichts mit Selbstverteidigung zu tun hat, Handball. Natürlich lernt man dort auch etwas robuster im Zweikampf den Ball zu erobern, natürlich lernen sie auch so zu fallen, dass womöglich ein 7-Meter rausspringt. Aber: Greift man von hinten in den Wurfarm (= der Spieler holt zum Wurf aus) und zieht, besteht die Gefahr, dass du dem anderen die Schulter auskugelst. Natürlich sagt man den Spielern, dass das passieren kann - ein verantwortungsvoller Trainer verbietet hier aber gleichzeitig das zu tun. Denn das Ziel ist zwar ein Spiel zu gewinnen - allerdings ohne den anderen zu verletzen. Wie man die Schulter gezielt auskugeln kann (und noch ein paar Sachen mehr) weiß jeder Handballer.
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  7. Registriert seit
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    AW: Vater macht unabgesprochen brutalen Kampfsport mit Sohn

    Zitat Zitat von Margali62 Beitrag anzeigen
    Ich, also ICH, würde da mal hingehen und mir das anschauen.
    Ich würde vielleicht sogar mal mitmachen.

    Ein Kind in frühen Jahren mit Kampfsport (oder -kunst) in Berührung zu bringen, gehört mit zum Besten, was man ihm bieten kann. Es schult die Beweglichkeit, Schnelligkeit, Reaktionsfähigkeit und - noch wichtiger - Disziplin, Ausdauer, Durchhaltevermögen, Konzentrationsfähigkeit, Frustrationstoleranz.

  8. Avatar von Hair
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    AW: Vater macht unabgesprochen brutalen Kampfsport mit Sohn

    I
    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Ich beneide das Kind jetzt ein bißchen. Als Mädchen durfte ich nie "gefährliche" Sachen machen oder die halbe Nacht Actionfilme gucken, ich mußte das immer heimlich tun.
    Da kann ich mich nur anschließen. Ist doch super, dass er das lernt und dazu auch noch so früh.
    Dadurch wird er doch kein Schläger.
    Aber Du hast die Sicherheit, dass er nie gemobbt werden wird.

    Dass er rücksichtsvoll gegenüber Unterlegenen und Schwächeren ist, dafür kannst Du ja sorgen.


  9. Registriert seit
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    AW: Vater macht unabgesprochen brutalen Kampfsport mit Sohn

    Ja.
    Und Skifahren und Fußball sind viel gefährlicher als Kampfsport.

  10. Avatar von overknee
    Registriert seit
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    AW: Vater macht unabgesprochen brutalen Kampfsport mit Sohn

    Ich würde mir zeigen lassen, was er gelernt hat. Da kann man doch bestimmt selbst was lernen, das Interesse muss gar nicht geheuchelt sein. Interesse am Hobby des Kindes zeigen, ist doch nie verkehrt.
    Und wenn Du merkst, dass geht in eine vollkommen andere Richtung, dann kannst Du immer noch intervenieren.

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