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  1. Registriert seit
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    Kind kommt in die Schule, was wurde bei euch anders?

    Hallo,
    wie hat sich euer Leben bei Einschulung verändert?
    Mir ist da leicht mulmig zumute was Hausaufgaben und Lernen angeht.
    Betreuung ist geregelt allerdings ohne Hausaufgaben oder lernen.
    Wie sieht das bei euch mit der Auslastung aus? Habt ihr da Nachmittags noch was wie Vereine etc. gemacht?


    Danke und viele Grüße

  2. VIP Avatar von xanidae
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    AW: Kind kommt in die Schule, was wurde bei euch anders?

    Was meinst du mit Auslastung? Dass das Kind nicht ausgelastet ist?

    Ich bin ein großer Freund von unverplanter Freizeit, wenn Kinder in der Betreuung sind und dann noch Hausaufgaben machen müssen.

    Kinder, die Vereine mögen, äußern diesen Wunsch gerade im Schulalter. Meine Kinder gingen ab der 2. Klasse freiwillig in ein Spiel-/Sportangebot, des Sportvereins, das jedoch keine Spiele/Wettkämpfe am Wochenende nach sich zog, denn das wollten sie auf keinen Fall.

    Meine Kinder hätten im Hort Hausaufgaben machen können, haben sie aber meistens doch zuhause gemacht, weil sie dort lieber gespielt haben.
    Ich kann mit nicht erinnern, dass ich groß mit ihnen gelernt o.ä. hatte.
    Bei uns gibt es die Regel: nur wer seine Pflichten (Lernen/Hausaufgaben, Haushaltsaufgaben) erfüllt kann Privilegien (TV, iPad, Konsole) nutzen.

    Was ist denn dein Kind für ein Kind? Lieber Freispiel als organisiertes Spiel oder umgekehrt?

    „Eternal peace is probably overrated“ Klaus - The Umbrella Academy

  3. Moderation Avatar von skirbifax
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    AW: Kind kommt in die Schule, was wurde bei euch anders?

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Was meinst du mit Auslastung? Dass das Kind nicht ausgelastet ist?

    Ich bin ein großer Freund von unverplanter Freizeit, wenn Kinder in der Betreuung sind und dann noch Hausaufgaben machen müssen.
    So sehe ich es auch und so habe ich es auch gehandhabt.

    Ich habe auch bewusst gerade am Anfang nicht mit ihnen gelernt/sie angehalten, weil sie selbst lernen sollten, sich zu organisieren, zu beurteilen, ob etwas gut oder nicht so gut ist. Man kennt ja seine Kinder und so wusste ich auch, dass ich ihnen das durchaus zutrauen kann. Zum Zutrauen gehört übrigens auch dazu, dass mal etwas schief läuft und sie (natürlich mit Unterstützung wenn nötig) damit auch fertig werden müssen.

    Sport hat gerade mein Sohn sehr exzessiv ab der 5. Klasse betrieben. Für mich war der interessanteste und zugleich auch schwierigste Lernprozess, dass man Kindern etwas zutrauen muss, dass man ihnen vertrauen muss und dass sie ihren eigenen Weg gehen. Die Begleitung auf diesem Weg, auch wenn man selbst meint, dass es anders laufen müsste, erfordert von einem selbst sehr viel.

    Ja, sie verändern sich durch die Schule, sie werden selbständiger und unabhängiger. Manchmal dachte ich nur wow - das sind deine Kinder? Ich fand es spannend sie zu begleiten, ihnen zur Seite zu stehen. Womit ich nicht sagen möchte, dass ich alles immer richtig gemacht habe. Aber Vertrauen zueinander und Zutrauen in den anderen waren und sind bis heute unsere Basis.
    Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
    Christian Morgenstern


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  4. Moderation
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    AW: Kind kommt in die Schule, was wurde bei euch anders?

    Mein Sohn ist dieses Jahr in die Schule gekommen, mit Hausaufgaben- und Nachmittagsbetreuung. An einem Tag gibt es einen privaten Kurs von fünf bis sechs. Mehr würde ich zumindest nicht forcieren.

    Abends schaue ich meist einmal kurz in die Schultasche (alle drin? Irgendwelche Elternbriefe? Aufgaben gemacht?). Mehr mache ich nicht.

    Er macht bisher eigentlich immer die Aufgaben in der dafür vorgesehenen Zeit. Freiwillige Zusatzaufgaben, die es irgendwie ziemlich oft gibt, macht er nicht, da spielt er lieber. Finde ich aber auch okay.
    Always be a little kinder than necessary. – James M. Barrie

    Moderation in den Foren "Rund um den Job", "Rund ums Eigenheim", "Fehlgeburt" und "Wissenschaft und Umweltschutz"


  5. Registriert seit
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    AW: Kind kommt in die Schule, was wurde bei euch anders?

    Zitat Zitat von Cariad Beitrag anzeigen
    Mein Sohn ist dieses Jahr in die Schule gekommen, mit Hausaufgaben- und Nachmittagsbetreuung. An einem Tag gibt es einen privaten Kurs von fünf bis sechs. Mehr würde ich zumindest nicht forcieren.

    Abends schaue ich meist einmal kurz in die Schultasche (alle drin? Irgendwelche Elternbriefe? Aufgaben gemacht?). Mehr mache ich nicht.

    Er macht bisher eigentlich immer die Aufgaben in der dafür vorgesehenen Zeit. Freiwillige Zusatzaufgaben, die es irgendwie ziemlich oft gibt, macht er nicht, da spielt er lieber. Finde ich aber auch okay.
    Hier ist das sehr ähnlich. Die in der Hausausgabenzeit erledigten Aufgaben lasse ich mir allerdings ab und an von unserer Kleinen zeigen und erklären - allein um zu sehen, ob sie das auch verstanden hat. In der Schule selbst ist sie in zwei Arbeitsgemeinschaften (während der Hortzeit) und erlernt ein Instrument an einer Musikschule. Das hat sie sich übrigens alles selbst ausgesucht. Ach ja, und einmal die Woche ist (außerschulischer) Sport, auch selbst gewählt.


  6. Registriert seit
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    AW: Kind kommt in die Schule, was wurde bei euch anders?

    Man hat mehr Verpflichtungen und ist immer irgendwie involviert, zumindest muss man ein Auge auf alles haben.

    In der Kindergartenzeit konnte man auch mal 5 gerade sein lassen. Während der Schulzeit ist alles eben nicht mehr so relaxt, entspannt und lässig, weil die Kinds es auch nicht mehr sind.

    Der Ernst des Lebens fängt durchaus da an.

    Außerdem fangen andere an, dein Kind zu beurteilen. Auch wenn es nett ausfällt, viele finden das nicht schön. Ich beurteile auch anderer Leute Kinder und merke schon an den Blicken der Eltern, dass es sehr ernst genommen wird und ihnen etwas ausmacht, wenn man etwas zu kritisieren hat.

  7. Avatar von Spatz22
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    AW: Kind kommt in die Schule, was wurde bei euch anders?

    Gerade anfangs, wenn man noch nicht gut einschätzen kann, wie's läuft, finde ich Nachkontrolle wichtig.
    Sind Hausaufgaben gemacht, gab es Elternbriefe, ist der Kleber noch voll, die Stifte gespitzt, die Pausenbrotbox geleert, die Sachen für morgen gepackt (Stundenplankontrolle) etc...
    Es gibt eben Kinder, die kriegen das lange allein nicht hin, weil sie einfach ein chaotisches Naturell haben...und da bewirkt gerade Rückzug als Hinführung zur Eigenverantwortung das Gegenteil.
    Da gibt's Kinder, die stopfen halbfertige ABs in den Ranzen statt in die Arbeitsmappe, finden sie dann nicht mehr, vergessen Hefte daheim, müssen sich andauernd Kleber oder Scheren leihen, weil sie daheim auf dem Schreibtisch liegen, da sammeln sich verschimmelte Brotreste am Boden der Tasche, Einträge im Hausaufgabenheft werden übersehen usw...
    ...von Zeit zu Zeit denke ich über's Dickwerden nach...... wieviel Badewasser könnte ich jährlich sparen....!

    "Aus der Kindheit kommt so einiges, aber man könnte die auch mal beenden und JETZT für sich einstehen."
    (von Rotweinliebhaberin)

  8. Avatar von bunte-Kuh
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    AW: Kind kommt in die Schule, was wurde bei euch anders?

    Mein Leben wurde unbeständiger. Im Kindergarten war um halb eins Feierabend: jeden Tag Kindchen holen, fertig.

    In der Schule war mal um viertel nach elf Schluß, mal um zwölf, mal um eins... das geht, wenn man ein Kind hat. Aber wenn man drei hat (eins in der Schule, zwei im Kindergarten), kann das durchaus Unruhe in den Tagesablauf bringen.

    Gerade im ersten Schuljahr des ersten Kindes würde ich davon absehen, zusätzliche Termine in den Nachmittag zu packen. Später läuft sich das ein, aber man muß sich ja nicht schon gleich am Anfang zusätzlichen Stress aufhalsen.

    Keine Panik - lass dich erstmal darauf ein. Viel Glück!


  9. Registriert seit
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    AW: Kind kommt in die Schule, was wurde bei euch anders?

    Anfangs habe ich einiges nachgesehen, aber eher selten. Er macht Hausaufgaben im Hort, das funktioniert gut.

    Gerade im ersten Jahr viel fragen nach irgendwelchen Infozetteln, die Flut ist enorm, da die Kinder ja noch nicht lesen und schreiben können. DAS wird zum Glück weniger im Lauf der Jahre.

    Mäppchen habe ich auch einige Zeit kontrolliert etc., aber die Kinder dürfen auch wirklich viel in der Schule lassen bei uns (unserer schleppt gerne alles mit, warum auch immer).

    Geholfen und verbessert habe ich selten, ist auch nicht gewünscht, zudem habe ich festgestellt, dass es von den Lehrern ganz anders erklärt wird wie von uns Eltern - das kann dann auch kontraproduktiv sein.

    Die ersten Wochen war er abends ziemlich fertig - Schule ist halt was anderes wie Kindergarten.

    Wir haben jetzt die Umstellung auf Klasse 5, da bin ich mal gespannt, wie das dann wird.

  10. Moderation Avatar von skirbifax
    Registriert seit
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    AW: Kind kommt in die Schule, was wurde bei euch anders?

    Zitat Zitat von Spatz22 Beitrag anzeigen
    Gerade anfangs, wenn man noch nicht gut einschätzen kann, wie's läuft, finde ich Nachkontrolle wichtig.
    Sind Hausaufgaben gemacht, gab es Elternbriefe, ist der Kleber noch voll, die Stifte gespitzt, die Pausenbrotbox geleert, die Sachen für morgen gepackt (Stundenplankontrolle) etc...
    Es gibt eben Kinder, die kriegen das lange allein nicht hin, weil sie einfach ein chaotisches Naturell haben...und da bewirkt gerade Rückzug als Hinführung zur Eigenverantwortung das Gegenteil.
    Völlig richtig. Ich meinte aber auch, dass man ja sein Kind kennt. Und, das möchte ich doch noch betonen, auch ein "Chaot" kann durchaus seine Ordnung im vermeintlichen Chaos haben. Deshalb finde ich, dass am Anfang beobachten sehr, sehr wichtig ist. Erst wenn man feststellt (die halbe Zeit das Zeug nicht dabei zu haben wäre so ein Zeitpunkt), dass es eben nicht so funktioniert, habe ich eingegriffen. Allerdings gemeinsam, d. h. nicht ich sage, wie es sein muss, sondern anhalten, dass sie es selbst tun.

    Da war dann eher bei uns das Problem, dass Kinder (geht bis zur Abschlusklasse so ) noch nicht die Übersicht haben. Sie vergessen, dass Kleber z. B. auch nachgekauft werden muss. Morgens festzustellen, dass er alle ist, ist im Grunde zu spät. Hier habe ich immer dafür gesorgt, dass Nachschub vorhanden war.

    Eine kleine Geschichte: In der Klasse meines Sohnes haben sie in der Adventszeit Pakete für die Weihnachtstrucker gepackt. Es gab eine Packliste, die verschiedenen Zutaten wurden in der Klasse aufgeteilt. Meinte mein Sohn zu mir, dass er sich Mehl und Zucker ausgesucht habe, weil wir das immer zu Hause haben und wir deshalb keinen weiteren Aufwand haben. Das war so ein Moment, an dem ich "wow" gedacht habe.
    Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
    Christian Morgenstern


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