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  1. Registriert seit
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    Die Gefühle in den Griff bekommen...

    Hallo zusammen!

    Meine Geschichte ist kurz zusammengefasst folgende:
    Vor ca. 5 Jahren hat mich mein damaliger Mann verlassen, weil ihm die Liebe zu mir verloren gegangen war. Vier Jahre zuvor hatte er mich betrogen, die Affäre flog zufällig auf. Wir rauften uns damals wieder zusammen, aber es war war eben nicht von Dauer - er ging. Unsere gemeinsamen Kinder blieben bei mir.

    Ca. ein halbes Jahr danach erzählte er von seiner neuen Freundin und dass diese von ihm schwanger ist. Das traf mich sehr, obwohl ich eigentlich in der "Wutphase" war, ihn nicht zurückwollte. Die Kinder wussten es auch schon vor mir.

    Nach weiteren zwei Jahren wurde das nächste Kind geboren. Das hat mich natürlich nicht mehr so umgehauen, weil einfach schon einiges an Zeit vergangen war.

    Nun zu meinem heutigen Problem:
    Er ist nach wie vor ein verantwortungsvoller Vater für unsere beiden gemeinsamen Kinder, aber ich tue mich so unendlich schwer damit, mich darüber zu freuen.
    Die Kinder gehen gern zu ihm und der neuen Familie, fahren auch gemeinsam in den Urlaub. Sie sind jedes zweite Wochenende bei ihm, übernachten noch einmal in der Woche und hälftig die Ferien.

    Ich sollte mich freuen, aber es fällt mir schwer. Erzähle ich anderen von dem guten Umgang mit den Kindern, wird das alles als ganz toll angesehen... Aber hey, ist das nicht seine gottverdammte Pflicht, sich zu kümmern? Warum wird das, was eigentlich normal sein sollte, gelobt? Ich weiß ja, dass es reichlich negative Beispiele gibt, aber irgendwie finde ich das "Lob" so wenig gerechtfertigt.

    Meine Kinder sind alt genug, auch so am Nachmittag noch mal beim Papa vorbeizuschauen (er wohnt nicht weit entfernt) und ich muss dann auch immer wieder mit meiner Eifersucht kämpfen. Sind die Kinder lieber bei ihm? Gehen sie vielleicht rüber, um mit ihren Halbgeschwistern und der Freundin Zeit zu verbringen (während er vielleicht noch bei der Arbeit ist)? Dort ist alles schön? Das sind Gedanken, die mich überfallen... ich bin eifersüchtig - kein schönes Gefühl...

    Ich habe so Angst, dass ich an solchen Dingen verbittere...

    Meinen Kindern gegenüber erwähne ich meine Gedanken nicht, ich verliere auch kein böses Wort über ihren Papa - das alles bleibt in meinem Kopf...

    Ich frage mich wirklich, ob ich noch ganz normal bin, nach so langer Zeit noch solche Gefühle zu haben, verletzt und eifersüchtig zu sein... Ich will das nicht, aber es erwischt mich immer mal wieder.

    Danke schön mal allen, die bis zum Schluss gelesen haben - vielleicht habt ihr Tipps, wie ich das überwinden kann oder ein paar aufbauende Zeilen für mich...

    Liebe Grüße raus in die virtuelle Welt von
    Milanea


  2. Registriert seit
    10.09.2018
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    1.646

    AW: Die Gefühle in den Griff bekommen...

    Ach Arme.... der Frühling kommt. Gib dir die Chance auch wieder glücklich zu sein - geh raus und flirte. Such dir ein Hobby oder ein Ehrenamt... egal was, nur sitz nicht zuhause rum und verfalle in dumpfes brüten.

    Dein Exmann hat ein neues Leben und da wird auch nicht immer alles rosig sein, dass ist es doch nie und du weißt das auch.

    Eifersucht ist ein schlechter Ratgeber.

    Guck auf dich und das was du hast!!


  3. Registriert seit
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    AW: Die Gefühle in den Griff bekommen...

    Hallo Milanea,

    die Trennung damals- ging von deinem Mann aus und das bedeutet, dass du das nicht gewollt hast.

    Inwiefern hast du diese Trennung aufgearbeitet?
    Wie sehr kannst du deinem heutigen Leben zustimmen?
    Hast du deinen Mann- deine Ehe- verabschiedet?

    ich vermute, du hängst noch in einer Endlosschleife, in der alte Gefühle immer noch ihr "Unwesen"treiben.
    Und ich stelle es mir schwer vor alleine "zurück zu bleiben" während der andere offenbar sein Glück gefunden hat (man selbst war es ja sichtbar nicht).

    Das Lob des "guten Vaters" können tatsächlich häufig die Väter einfahren, die sich einbringen- und da bin ich ganz bei dir- was selbstverständlich sein sollte!
    Ja- es IST unfair, denn kein Mensch erwähnt den schwierigen Alltag als alleinerziehende Mutter während der Vater, der "sich kümmert" ein Fähnchen aufgesetzt bekommt.

    Es gibt also mehrere Themen, die in dir wirken und dann auch das Gefühl der Konkurrenz der "anderen Familie".
    Auf Verstandesebene kann ich dir sagen, dass du als Mutter unersetzbar bist.
    Keiner kann diesen Platz jemals einnehmen.
    Dass beim Vater "merh los" ist, weil dort schon 4 Personen leben, kann durchaus sehr interessant und anziehend sein.
    Würdest du deine Kinder fragen, würdest du sicher erfahren, dass beide Zuhause ihre eigenen Qualitäten haben und das des Vaters keinesfalls besser ist- nur anders eben.
    Unterschätze nicht das Nest und die Sicherheit, die eure Dreier-Zelle hat!

    Das Wissen muss jetzt nur noch dein Herz erreichen

    ich vermute, dass hier auch wieder der Trennungsschmerz zu finden ist.
    Wie gerne würdest du IN einer Ehe und mit dem Vater DAS Zuhause bieten...?
    Und es geht dabei gar nicht mal um diesen Mann sondern vor allem um den Traum, der nicht gelebt werden konnte.

    In meinen Augen:
    Gehe in die Trauerarbeit für deine Trennug und finde inneren Frieden.
    Danach bist du dort nicht mehr gebunden und wieder frei.
    Du wirst alles anders ansehen können - es wird für dich leichter werden.
    Vor allem wirst du selbst wieder ein neues Leben anfangen können.

    alles Gute für dich
    kenzia


  4. Registriert seit
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    AW: Die Gefühle in den Griff bekommen...

    Buchtipp zum Thema:

    Wenn´s am schönsten ist von Astrid Ruppert

    ...finde ich sehr empfehlenswert!

    Alles Gute Dir!


  5. Registriert seit
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    AW: Die Gefühle in den Griff bekommen...

    Kenzia hat das alles sehr schön auf den Punkt gebracht.

    Was mich interessieren würde: Wie ist denn dein Leben in der Zeit seit der Trennung verlaufen?

    Kann es sein, dass da ein Stück (entschuldige bitte das böse Wort) Neid mitschwingt? Nach dem Motto: Er hat mich betrogen. Er hat unsere Beziehung zerstört. Und doch ist er heute glücklich und ich nicht. Während ich hier tagtäglich den Großteil der Erziehungsarbeit mache, ist er mit dem, was eigentlich selbstverständlich sein sollte, der strahlende Superdaddy.

    Hier kann ich dir nur den Rat geben: Lebe dein Leben. Hab Freude daran und schau, dass du diese Gedanken los wirst. Hab keine Scheu, professionelle Hilfe anzunehmen.


  6. Registriert seit
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    AW: Die Gefühle in den Griff bekommen...



  7. Registriert seit
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    AW: Die Gefühle in den Griff bekommen...

    Hallo zusammen!

    Erstmal euch allen lieben Dank für eure Antworten - ich werde heute später nochmal einzeln auf alles eingehen, im Moment fehlt grad die Zeit.
    Aber eines schon an alle: Allein euer Mitgefühl, eure Ratschläge und netten Worte haben mich heute schon lächeln lassen...

    Später mehr!
    Danke!!!
    Milanea

  8. Avatar von Beachnoodle
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    AW: Die Gefühle in den Griff bekommen...

    Liebe TE für mich klingtes als hättest du mit dieser Trennung nicht abgeschlossen.

    Wenn Du mal hinschaust, er hat auch 2 Kinder in der neuen Familie, um die er sich sicherlich täglich mit kümmert ausserdem hat er eure Kinder. an den beschriebenen Zeiten d.h. Da sind dort 4 Kinder zu betreuen, die Alle auch was von ihrem Papa wollen. Dass ist schon nicht einfach und sehr gut dass er sich kümmert.

    Du schielst nach deren Leben, wohl weil sie eine eine „ komplette“ Familie sind? Bist du noch eifersüchtig? Was wöre wenn Du einen Partner hättest?
    Auf dem Boden der Tatsachen liegt eindeutig zuwenig Glitzer


  9. Registriert seit
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    AW: Die Gefühle in den Griff bekommen...

    Hallo, dharma--,

    ja, du hast recht, rausgehen muss man, vielleicht eine neue Liebe? Das täte wahrscheinlich gut.
    Ich bin langsam... mit dem Verarbeiten wie mit dem verlieben. Wahrscheinlich werde ich ein sehr langes Leben haben, damit ich alles schaffen kann.
    Wenn draußen die Vögel zwitschern, werde ich mal an deinen Tipp denken!!!

    Liebe Grüße, milanea


  10. Registriert seit
    30.04.2018
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    AW: Die Gefühle in den Griff bekommen...

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Hallo Milanea,

    die Trennung damals- ging von deinem Mann aus und das bedeutet, dass du das nicht gewollt hast.

    Inwiefern hast du diese Trennung aufgearbeitet?
    Wie sehr kannst du deinem heutigen Leben zustimmen?
    Hast du deinen Mann- deine Ehe- verabschiedet?

    ich vermute, du hängst noch in einer Endlosschleife, in der alte Gefühle immer noch ihr "Unwesen"treiben.
    Und ich stelle es mir schwer vor alleine "zurück zu bleiben" während der andere offenbar sein Glück gefunden hat (man selbst war es ja sichtbar nicht).


    ich vermute, dass hier auch wieder der Trennungsschmerz zu finden ist.
    Wie gerne würdest du IN einer Ehe und mit dem Vater DAS Zuhause bieten...?
    Und es geht dabei gar nicht mal um diesen Mann sondern vor allem um den Traum, der nicht gelebt werden konnte.
    Hallo, Kenzia,
    du triffst es gut.
    Die Trennung ging von ihm aus, ja - und im Laufe der Zeit wurde ich mir immer bewusster, dass es nicht meine Traumbeziehung war. Wir hatten kein gutes Gleichgewicht miteinander.
    Den Mann vermisse ich nicht, das Leben als Familie, als eingeschworene Gemeinschaft für die Zeit, die man zusammen hat - das ist es was fehlt. Und zu sehen, dass er es neu hat, tut weh. Ich weiß ja, dass ich mein eigenes Leben in die Hand nehmen muss.
    Und in vielen Bereichen klappt es mittlerweile - die Gedanke an mich werden durchaus mehr, aber das Gefühl ist halt eben noch nicht ganz verschwunden. Manchmal reichen kleine Situationen, um das Gefühl aufleben zu lassen. Und ich muss aufpassen, dass das alles bei mir bleibt und ich nicht meine Kinder damit konfrontiere.

    Aber ich habe mich viel mit der Trennung beschäftigt, geredet mit Freundinnen (unter anderem eine Psychologin, die auch Paarberatunge und so etwas macht...), viel gelesen und ich denke eigentlich, dass ich alles mittlerweile ganz gut aufgearbeitet habe - aber wer kann schon sagen, wann man damit fertig ist?
    Ode braucht man immer professionelle Hilfe?

    Kenzia, habe vielen Dank für deine Gedanken.

    LG, milanea

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