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  1. Inaktiver User

    Kindesunterhalt

    Hallo,
    ich hoffe, ich bin hier mit meinem Anliegen richtig?! Vielleicht hat hier jemand Erfahrung und kann mir ein bisschen weiterhelfen.

    Ich habe mich, noch sehr frisch, von meinem Partner (nicht verheiratet) getrennt. Wir haben ein gemeinsames Kind, das bei mir bleiben wird.
    Ich habe mich schon etwas bezüglich des Unterhalts belesen; demnach weiß ich, dass, da mein Partner (also Ex) nicht so wahnsinnig viel verdient, die Berechnung des Unterhalts als Mangelfall erfolgen wird.
    Momentan ist es so, dass mein Ex einen Kredit für sein Auto und Schulden ans Jugendamt (wegen seines älteren, mittlerweile nicht mehr minderjährigen Kindes) zahlt. Soweit ich herausgefunden habe, würden diese Ausgaben bei der Berechnung des Unterhalts vom unterhaltspflichtigen Einkommen abgezogen werden; dann noch der Selbstbehalt abgezogen ergibt den Unterhalt, der meinem Kind zusteht. Das wäre schon mit "nur" den beiden zusätzlichen Ausgaben nicht mal die Hälfte, was unserem Kind im Nicht-Mangelfall eigentlich zustünde.
    Da ich mit dem Kind in der (noch) gemeinsamen Wohnung bleibe zieht mein Ex aus - da kaum Rücklagen vorhanden sind (die wenigen gemeinsamen teilen wir), muss/will er sich für eine neue Wohnung einen Kredit nehmen. Wird dann diese Rate auch noch mit vom unterhaltspflichtigen Einkommen abgezogen, bleibt an Unterhalt mehr oder weniger so gut wie gar nichts mehr übrig.
    Kann denn wirklich alles sowas für den Unterhaltszahlenden berücksichtigt werden? Also dass er quasi noch und nöcher Kredite o.Ä. aufnimmt und dann für den Unterhalt nichts mehr über bleibt?

    Finanziell kann ich über den Unterhalt hinaus von ihm eh schon nichts erwarten, das haben die letzten Jahre mir deutlich gezeigt. Da finde ich es einfach ätzend, wenn er sich dann mit Ratenzahlungen auch noch mehr oder minder aus der Affäre ziehen kann.
    Alleine mit meinem Kind werde ich eh auf's Geld achten müssen, auch wenn wir nun sicher nicht am Hungertuch nagen werden, aber trotzdem.
    Wie sieht es denn aus wegen Unterhaltsvorschuss - den bekommt man doch nur, wenn der Vater gar nicht zahlt, oder? Oder kann man eine Aufstockung beantragen? Und in welcher Höhe ist ein Unterhaltsvorschuss überhaupt möglich - das was dem Kind eigentlich nach DD-Tabelle zusteht oder "nur" das nach Berechnung?
    Wenn ich beim Jugendamt einen Unterhaltstitel erwirken würde, werden da dann für die Höhe auch mögliche Ratenzahlungen etc. beim Vater berücksichtigt?

    Ich will hier überhaupt nicht jammern; ich finde ich verdiene nicht schlecht (habe daher auch keinen Anspruch auf irgendwelche Beihilfen) und bin daran, dass ich keine Rücklagen habe auch selber schuld, dadurch dass ich mich jahrelang finanziell habe ausnutzen lassen. Ich finde es nur zum K*tzen, dass ich künftig quasi alle Kosten für's Kind alleine tragen muss und der Vater mit einem minimalsten Unterhalt evtl. sich ein schönes Leben macht.

    Ach ja, einen Termin bei der Erziehungsberatungsstelle zur Beratung wg. Unterhalt und Umgang habe ich, der ist allerdings erst Mitte Februar. Ich bin mir auch noch unschlüssig, ob ich ihn vllt. lieber alleine wahrnehmen soll, andererseits wollen mein Ex und ich soweit wie möglich "friedlich" auseinander gehen; gehe ich alleine dahin, würde er es bestimmt in den falschen Hals bekommen, sich übergangen fühlen. Und was mache ich, wenn er bereits zu Anfang/Mitte Februar eine Wohnung findet/auszieht, dann bereits die dritte Rate an der backe hat und es noch keinen Unterhaltstitel gibt?! ...

    Sorry, falls das alles zu wirr ist. Und zu lang. Ich mache mir einfach tausend Gedanken momentan, was wird, wenn mein Ex ausgezogen ist und wie wir dann zurecht kommen - vom Emotionalen meines Kindes mal ganz abgesehen. Ich habe das Gefühl, egal wie ich es mache, ich mache es verkehrt und habe so Angst, dass unser Kind mehr als nötig leidet. Gerade weil ich momentan nicht mehr einschätzen kann, wie mein Ex künftig zu seinen Worten "er wird immer für uns da sein" stehen wird, wegen verletzter Eitelkeit...
    Aber danke für's Lesen.
    Geändert von Inaktiver User (24.01.2019 um 11:33 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Kindesunterhalt

    Vor noch und nöcher Kredite aufzunehmen steht ja noch die Schufa... bei wenig Gehalt und schon einen Kredit und Schulden beim Jugendamt glaube ich das eher nicht...

    Und das Jugendamt geht in Vorleistung bei dir und holt sich dann vom Ex den Unterhalt zurück...


  3. Registriert seit
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    AW: Kindesunterhalt

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vor noch und nöcher Kredite aufzunehmen steht ja noch die Schufa... bei wenig Gehalt und schon einen Kredit und Schulden beim Jugendamt glaube ich das eher nicht...
    Das interessiert viele Banken eher nicht mehr, vorallem die Onlinebanken nicht.

    Und das Jugendamt geht in Vorleistung bei dir und holt sich dann vom Ex den Unterhalt zurück...
    Genau so ist es.
    Deswegen zählt er ja noch Altschulden dort ab.

    Ob ein Leben mit dem Selbstbehalr von max. 1080€ als schönes Leben zu bezeichnen ist, nun ja.

    Du kennst den Mann und seinen Umgang mit Geld. Erwartest du wirklich, dass sich da was ändert?

    Du kannst nur schauen, das du mit deinem Einkommen (Gehalt/ Kindergeld) zurecht kommst. Wenn dazu der Umzug in eine günstigere Wohnung gehört, dann geh das an.
    Verlassen kannst du dich nur zu hundert Prozent auf dich.


  4. Registriert seit
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    1.827

    AW: Kindesunterhalt

    Ihr seid nicht verheiratet, wie habt ihr denn das Thema Unterhalt fürs Kind bisher geregelt?

  5. Inaktiver User

    AW: Kindesunterhalt

    Zitat Zitat von na_ich Beitrag anzeigen
    Deswegen zählt er ja noch Altschulden dort ab.
    Das weiß ich.

    Ob ein Leben mit dem Selbstbehalr von max. 1080€ als schönes Leben zu bezeichnen ist, nun ja.
    Dass davon keine großen Sprünge drinnen sind, ist mir vollkommen klar.
    Schön meine ich in dem Sinne, dass er nichts weiter für's Kind zahlt, was im täglichen Leben so anfällt - abgesehen von den Tagen an denen das Kind dann bei ihm ist, wo dann aber Kleidung etc. ja gar nicht mit reinfallen.

    Du kennst den Mann und seinen Umgang mit Geld. Erwartest du wirklich, dass sich da was ändert?
    Eben darum, ich kenne ihn. Und daher weiß ich eben auch, dass sich nichts ändern wird. Deswegen mache ich mir meine Gedanken, damit nicht jedesmal wieder ich die Dumme bin, die zusehen muss wo sie bleibt.

    Du kannst nur schauen, das du mit deinem Einkommen (Gehalt/ Kindergeld) zurecht kommst. Wenn dazu der Umzug in eine günstigere Wohnung gehört, dann geh das an.
    Verlassen kannst du dich nur zu hundert Prozent auf dich.
    Wenn man sich auf andere verlässt, ist man verlassen. Deswegen habe ich das nie getan und werde es auch nie. Deswegen habe ich immer geschaut, dass ich zur Not auch alleine klar komme.
    Mit meinem Gehalt und Kindergeld werde ich soweit zurecht kommen, trotzdem muss ich sehen wo ich bleibe. Dennoch ärgert es mich, dass er sich wieder aus allem rausnehmen kann, dass wieder alles an mir hängen bleibt.
    Vielleicht ärgere ich mich aber auch einfach nur, dass ich so furchtbar dumm war mich all die Jahre so ausnehmen zulassen um schlussendlich dazustehen, wie ich jetzt dastehe...selbst schuld halt...

    Ihr seid nicht verheiratet, wie habt ihr denn das Thema Unterhalt fürs Kind bisher geregelt?
    Wir wohnen zusammen, da haben weder er noch ich Unterhalt für's gemeinsame Kind gezahlt. Haushaltskosten haben wir gemeinsam getragen, alles Zusätzliche für's Kind ich. Wenn Geld gefehlt hat, habe ich es ausgeglichen, er hat sich darauf ausgeruht... -.-'


  6. Registriert seit
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    AW: Kindesunterhalt

    Ich hab eben deinen anderen Strang gelesen und sorry- da klingt das alles doch ein bisschen anders.

    Zum einen- du hast ein sehr ungesundes negatives Selbstbildnis! Daran solltest du arbeiten 🙂.

    Ich bin jetzt auch eher der nicht so kontaktfreudige Mensch und mich kostet es manches Mal große Überwindung, auf Andere zuzugehen.

    Ich tu‘s trotzdem, weil ich auch die Erfahrung gemacht hab, dass meine Scheu unbegründet war. Und wenn’s am Ende nicht so der Bringer war - so what? Zu verlieren hab ich meist nichts dabei, aber zu gewinnen möglicherweise.

    Bau dir ein Grundgerüst für dein Leben auf. Im Normalfall sollte es ohne Hilfe zu stemmen sein.
    Notfallkontakte sind hilfreich, eben genau dafür- den Notfall.

    Sich auf andere verlassen, birgt immer ein Risiko. Kann aber klappen. Man muss sich die Leute dafür nur sehr genau aussuchen.

    Das der Vater sich da uU finanziell eher wenig bis nicht einbringt, ist ärgerlich. Aber hilft es dir weiter, wenn du da drüber haderst?

    Geh zum JA und lass den Unterhalt festsetzen. (7Jahre zu spät, das ist meine Meinung).
    Lass dir dort erklären, wie das ggf. mit dem Unterhaltsvorschuss läuft. Dann hast du erstmal das nötige Wissen, welcher Schritt wann zu tun ist.

    Arbeitest du voll? Kannst du evtl. Stunden aufstocken?
    Wieso hast du bisher nicht die Steuerklasse 2?

    Und zu guter letzt- dein Kind hat mehr von einer glücklichen, zufriedenen Mama als von unzufriedenen Eltern und unguter Stimmung daheim. Eine heile Familie wohnt nicht zwangsläufig unter einem Dach.


  7. Registriert seit
    08.09.2011
    Beiträge
    12.895

    AW: Kindesunterhalt

    Gut, dass du unter dieses Kapitel einen Schlussstrich ziehen möchtest. Es kann und wird dir und dem Kind nur besser gehen.

    Grundsätzlich gilt, dass der Kindsvater den Unterhalt in voller Höhe leisten muss, den die Düsseldorfer Tabelle für sein Gehalt angibt. Schulden, Altschulden, lange Arbeitslosigkeit entbinden ihn nicht von der Pflicht, sich eine gut bezahlte Arbeit zu suchen und den Unterhalt zu leisten. Dieses Geld steht seinem Kind zu.

    Am einfachsten ist es für dich, wenn du die Beistandsschaft und Vorschuss beantragst. Damit bekommst du den Mindestsatz für dein Kind gleich und kannst damit die nächsten Jahre rechnen. Zum anderen muss das Jugendamt das Geld direkt beim Vater eintreiben, so dass du außen vor bist und dich nicht länger mit Nichtzahlungen oder Teilzahlungen herumärgern muss.

    Wenn der Kindsvater wieder einen Kredit aufnimmt, dann ist es seine Angelegenheit und reduziert seine Unterhaltspflicht dem Kind gegenüber gar nicht.

    Bezüglich der Wohnung und den Kosten - es gibt mehrere Wege.
    Es wäre gut zu wissen, wie alt dein Kind ist.... denn das Alter bedingt auch die eine oder andere Rechtslage.
    Deine Idee, erst einmal in der alten Wohnung zu bleiben und in Ruhe eine günstigere Wohnung zu suchen, ist gut. So kann das Kind die Trennung verdauen und ihr könnt euer gemeinsames Leben beginnen.
    Wenn du ein oder zwei Zimmer untervermieten kannst, dann tu das. Das Geld tut euch beiden gut, wenn eine weitere Person im Haushalt für euch eine Bereicherung darstellt.
    Der Wohnungswechsel ist gut, wenn ihr euch dadurch Wege erspart, sprich näher zur Schule oder zu deiner Arbeit. Damit entfallen lange Fahrtwege und vielleicht könnt ihr sogar zu Fuß gehen, was richtig Geld spart. Ideal ist ein Wohnungswechsel bei Übertritt deines Kindes in einer andere Schule. Neue Wohnung, neue Schule, neues Umfeld - das ist dann ein einziges Abenteuer.
    Ist dein Kind älter als sieben, acht Jahre, dann nimm es mit ins Boot eines sparsameren Lebens. Es gibt viele Spartipps im Sparstrang. Mal ein paar Anstöße: Kündige unnötige Abonnements, gehe mit Kind nur noch einmal im Monat essen, kauft gemeinsam bewusst und sparsam ein und kocht jeden Tag miteinander. Leg jeden Monat eine feste Summe auf die Seite, damit du unvorhergesehene Dinge bezahlen kannst - z.B. eine Kinderbrille, die Autoreparatur oder auch den dritten Schulausflug. Verkaufe alles Überflüssige und stelle die Freizeit auf möglichst viele, finanziell sparsame Unternehmungen um. So ersetzt z.B. ein Bibliotheksausweis der Stadtbücherei eine teure Einkaufsliste beim Buchhändler.

    Baue dir ein soziales Umfeld auf. Können deine Eltern das Kind mal am Wochenende nehmen? Wenn ja, dann organisiere das. Es verschafft dir Luft und Zeit, damit du mal durchatmen kannst. Du wirst die nächsten Jahre nämlich viel zu tun haben. Für Krankheiten deines Kindes brauchst du am besten eine Leihoma auf Abruf, eine liebe ältere Nachbarin tut's auch. Auch seine Eltern dürfen sich einbringen. Selbst wenn sie "nur" in den großen Ferien das Kind für eine Woche nehmen - die Zeit mit dem Kind sollen und dürfen sie genießen und du hast den Rücken frei.

    Wenn du mehr Stunden arbeiten kannst, dann tu das. Je eher du Vollzeit arbeitest, desto besser ist das sowohl für deine Rente als auch für einen gut gefüllten Geldbeutel. Ansonsten überlege dir, ob du irgendeinen Nebenjob annehmen kannst.
    "beinhalten" wird wie "halten" konjugiert, als "beinhält", und gehört zur Kategorie schlechtes Deutsch. Warum nicht "enthalten", "umfassen" oder "bedeuten"?

    Sorge dich nicht, lebe!




    Bunny Maja Lukas (14.2.)
    Maxi (3.3.2017)
    Bella (27.8.2018)

  8. Inaktiver User

    AW: Kindesunterhalt

    Zitat Zitat von na_ich Beitrag anzeigen
    Geh zum JA und lass den Unterhalt festsetzen. (7Jahre zu spät, das ist meine Meinung).
    Lass dir dort erklären, wie das ggf. mit dem Unterhaltsvorschuss läuft. Dann hast du erstmal das nötige Wissen, welcher Schritt wann zu tun ist.
    Warum hätte ich bereits vor 7 Jahren den Unterhalt festsetzen lassen sollen? Damals habe ich zwar bereits mit meinem Leben gehadert, war aber weit von einer Trennung entfernt. Warum also sollte ich, wenn ich mit dem Kindsvater zusammenwohne, nicht an Trennung denke, Unterhalt festsetzen?

    Arbeitest du voll? Kannst du evtl. Stunden aufstocken?
    Wieso hast du bisher nicht die Steuerklasse 2?
    Nein, ich kann nicht voll arbeiten, das ist mit der Betreuung des Kindes nicht möglich.
    Und wieso sollte ich bisher Steuerklasse 2 haben? Ich wohne bisher (und noch bis er eine Wohnung gefunden hat) mit dem Kindsvater zusammen, da steht mit die SK 2 nicht zu. Ändern werde ich diese nach Auszug, wenn ich de facto mit Kind alleine wohne.

    Und zu guter letzt- dein Kind hat mehr von einer glücklichen, zufriedenen Mama als von unzufriedenen Eltern und unguter Stimmung daheim. Eine heile Familie wohnt nicht zwangsläufig unter einem Dach.
    Das weiß ich, deswegen habe ich jetzt den Schlussstrich gezogen.

  9. Inaktiver User

    AW: Kindesunterhalt

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    Es wäre gut zu wissen, wie alt dein Kind ist.... denn das Alter bedingt auch die eine oder andere Rechtslage.
    Unser Kind wird 7.

    Wenn du ein oder zwei Zimmer untervermieten kannst, dann tu das. Das Geld tut euch beiden gut, wenn eine weitere Person im Haushalt für euch eine Bereicherung darstellt.
    Nein, das ist nicht möglich. Falls es so rüber kam, wir wohnen nicht in einer sonst wie großen Wohnung und jemand Fremdes hier haben will ich auf gar keinen Fall. Ich bin froh, wenn mein Ex auszieht und ich endlich ganz unabhängig mein Ding machen kann.

    Mal ein paar Anstöße: Kündige unnötige Abonnements, gehe mit Kind nur noch einmal im Monat essen, kauft gemeinsam bewusst und sparsam ein und kocht jeden Tag miteinander. Leg jeden Monat eine feste Summe auf die Seite, damit du unvorhergesehene Dinge bezahlen kannst - z.B. eine Kinderbrille, die Autoreparatur oder auch den dritten Schulausflug. Verkaufe alles Überflüssige und stelle die Freizeit auf möglichst viele, finanziell sparsame Unternehmungen um. So ersetzt z.B. ein Bibliotheksausweis der Stadtbücherei eine teure Einkaufsliste beim Buchhändler.
    Danke für die Tipps. Das weiß bzw. berücksichtige ich allerdings bereits alles, daran liegt es nicht. Ich habe nur bisher alles Geld immer nur für uns genutzt, nahezu sämtliche Sachen, abgesehen von der "normalen" Haushaltsführung alleine bezaht - Urlaube etc. und es darüber hinaus versäumt mir selbst Rücklagen zu bilden. Kamen außergewöhnliche Kosten, war dies bisher kein Problem, denn ich hatte das Geld mal eben im Monat. Das wird aber natürlich, wenn ich mit Kind alleine bin anders, denn dann trage ich ja schon die Wohnungskosten etc. + alle Kindkosten alleine. Falls es so rüberkam, als hätte ich dann ein komplettes Problem: Das habe ich nicht. Ich komme sehr gut mit meinen Finanzen hin, habe auch kein Problem damit mal einen Monat mehr zurückzustecken. Es hapert nur bisher an den Rücklagen, die ich mir aber so viel wie möglich in der Zeit, in der mein Ex noch hier wohnt, aufbauen werde. Sorry, falls das missverständlich rüberkam.

    Können deine Eltern das Kind mal am Wochenende nehmen? Wenn ja, dann organisiere das.
    Auch seine Eltern dürfen sich einbringen. Selbst wenn sie "nur" in den großen Ferien das Kind für eine Woche nehmen - die Zeit mit dem Kind sollen und dürfen sie genießen und du hast den Rücken frei
    Das ist beides nicht möglich, da meine Eltern zu weit weg wohnen und krank sind bzw. selbst noch arbeiten. Und zu den anderen Großeltern besteht - aus guten Gründen - kein Kontakt.

    Wenn du mehr Stunden arbeiten kannst, dann tu das. Je eher du Vollzeit arbeitest, desto besser ist das sowohl für deine Rente als auch für einen gut gefüllten Geldbeutel. Ansonsten überlege dir, ob du irgendeinen Nebenjob annehmen kannst.
    Mehr Stunden funktioniert aus Betreuungsgründen nicht, ist prinzipiell auch nicht nötig.

    Ich will nochmal klar stellen:
    Es geht mir nicht darum, unbedingt mehr Geld im Geldbeutel zu haben.
    Falls dies so rüber kam - entschuldigung, dann habe ich mich missverständlich ausgedrückt.
    Es nervt mich einfach, dass der Vater sich unter Umständen so ziemlich entziehen kann, aufgrund Mangelfall. Aber dass ich das ja offenbar über Unterhaltsvorschuss vermeiden kann, ist gut zu wissen.
    Ich habe die ganzen Jahre in denen wir zusammen sind oft zurückgesteckt, in denen er fleißig die Hände aufgehalten hat ohne einen Cent dazuzugeben. Erwacht bin ich leider erst jetzt - viel zu spät und ohne Rücklagen. Und ich möchte einfach ungern, dass der Vater sich, sollte er trotz allem theoretischen Reden, dass er für uns da ist, fleißig zahlt und sich an Unkosten beteiligt etc., einen "Bock" bekommen, möchte ich ihn ungern aus der Verantwortung entlassen seinen Teil dazubeizutragen. Wenn ich dies mit einem Unterhaltstitel, Unterhaltsvorschuss etc. verhindern kann, umso besser.


  10. Registriert seit
    08.09.2011
    Beiträge
    12.895

    AW: Kindesunterhalt

    Vielleicht solltest du beide Stränge zusammenführen. Denn mit der Trennung und den Bedenken vor der Zukunft hängt auch der Unterhalt dran.

    Dass du mit deinem Geld prinzipiell auskommst, finde ich gut. Nur wenn du bisher keine Rücklagen gebildet hast, kann dir eine Anwaltsrechnung oder eine Mietverhöhung oder eine Wohnungskündigung ungeahnte zusätzliche unnötige Probleme bereiten.
    Du brauchst einen kleinen Puffer von mindestens 500 Euro, besser 1000 Euro, damit du jederzeit Waschmaschine und Trockner ersetzen kannst. Der große Puffer sollte mindestens drei Monatsgehälter umfassen, damit du im Falle eines Falles ein halbes Jahr überbrücken kannst. Außerdem lässt ein Berg Geld dich einfach ruhiger schlafen.
    Sparen bekommst du am leichtesten hin, wenn du unnötige Ausgaben reduzierst und gleichzeitig Geld zurücklegst. Aber da erzähle ich dir sicherlich nicht viel Neues.

    Warum ist die Betreuungssituation so, dass du nicht Vollzeit arbeiten gehen kannst?
    Momentan hast du nämlich nur deinen Verdienst zur Verfügung, den du als eher knapp empfindest.

    Den Kontakt zu seinen Eltern kannst du einschränken. Ganz außen vor lassen solltest du sie nur dann, wenn sie dir nicht helfen oder dir bewusst schaden wollen.

    Mit dem Titel hast du einen verbrieften Anspruch in der Hand, damit dein Kind Geld bekommt. Kommt der Vater der Pflicht nicht nach, läuft der Unterhalt auf. Sterben seine Eltern, bekommt der Kindsvater weniger Geld, weil vom Erbe zuerst die Unterhaltsschulden getilgt werden müssen.
    "beinhalten" wird wie "halten" konjugiert, als "beinhält", und gehört zur Kategorie schlechtes Deutsch. Warum nicht "enthalten", "umfassen" oder "bedeuten"?

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