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    AW: Vater kümmert sich nicht

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Den Kontakt unterbinden würde ich nicht.
    Der Kindsvater wird wohl nicht ausschließlich schlechte Eigenschaften haben.
    Dem stimme ich zu - den Kontakt unterbinden oder abbrechen würde ich nicht.
    Aber ich würde den Kontakt auch nicht "forcieren" - wenn er nicht will, dann will er nicht (ob die Neue "dahintersteckt" oder nicht), und wenn die Sache einschläft, dann ist es eben so.
    Und wenn daraus die Situation entsteht, dass das Kind ihn gar nicht kennt und er es dann nicht "plötzlich" abholen kann - dann ist es eben so.

    raui, du willst das beste für dein Kind - aber das kannst du nur gegeben wie der Vater nun einmal ist.
    Und ich habe immernoch den Eindruck, dass es mehr um deine eigene Verletztheit geht als um "das beste fürs Kind".
    Besser für das Kind ist, wenn du dich an dem Thema nicht aufreibst - und innerlich akzeptierst, dass er sich jedenfalls zur Zeit nicht kümmern will. Wenn du dahinterstehst, kannst du zu gegebener Zeit sagen, dass der Papa sich um eine andere Familie kümmern muss o.ä., und dann ist das für das Kind ok.

    Am schlimmsten ist, wenn der Vater Dinge ankündigt und dann nicht einhält - dann lieber gar nicht.


    Hast du alleiniges Sorgerecht?

    Und wie war dein Verhältnis zu seinen Eltern die ganzen Jahre lang?

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    AW: Vater kümmert sich nicht

    Zitat Zitat von raui Beitrag anzeigen
    Und er bekommt natürlich jetzt noch nichts davon mit, aber irgendwann wird er fragen: "Wer ist mein Papa? Wo ist er? Warum kommt er nicht zu mir? Hat er mich lieb?"
    Ja, natürlich, das wird unweigerlich kommen, wenn es gar keinen Kontakt
    gibt. Je nach seinem Alter wirst Du dann die undankbare Aufgabe haben,
    ihm eben altersgemäße Antworten zu geben.


    Und wenn jetzt der Kontakt abbricht, wird es sicher in ein paar Jahren auch schwieriger, den Kontakt wieder aufzunehmen.
    Selbst wenn jetzt ein Kontaktabbruch stattfände, dann ist auch der nicht
    in Stein gemeißelt. Man kann ja immerhin darauf hoffen, dass der Mann
    irgendwann einsieht, was er da eigentlich macht.

    Solange Dein Kind relativ klein ist, würde eine dann neue Kontaktaufnahme
    bestimmt nicht so schwierig.

    Ganz nebenbei - der Kleine hat ja auch ein Halbgeschwister - ungefähr im
    gleichen Alter, oder?


    Zitat Zitat von raui Beitrag anzeigen
    Einen Brief in Form einer Mail habe ich schon geschrieben, aber es gibt keine Antwort.
    Drucke auf alle Fälle diese Mail aus und hebe sie gut auf.
    Wenn Dein Sohn später Fragen stellt und alt genug für die Wahrheit ist, dann
    wirst Du etwas in der Hand haben, das dokumentiert, dass Du Dich eingesetzt hast.


    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Am schlimmsten ist, wenn der Vater Dinge ankündigt und dann nicht einhält - dann lieber gar nicht.
    Ja, das ist nervig für die Mutter und verunsichert Kinder mehr als alles andere.

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    AW: Vater kümmert sich nicht

    Ich weiss, dass ich den Vater so nehmen muss, wie er ist.
    Und klar geht es um meine eigene Verletztheit, aber wirklich nur in Bezug auf meinen Sohn! Es geht nicht um mich persönlich!

    Wie sollte ich auch nicht verletzt sein, wenn der eigene Sohn vom Vater nicht beachtet wird. Ich bin ja nicht aus Stein und ein sensibler Mensch. Ich weiss auch, dass es für meinen Sohn besser wäre, ich würde mich nicht dran aufreiben, aber es ist als Aussenstehender leicht gesagt, man solle cool und souverän mit der Situation umgehen. Wie oft habe ich schon gesagt bekommen, dass das Kind meine Angespanntheit und Traurigkeit spürt. Und dabei auch indirekt den Vorwurf, ich wäre ja dran schuld, dass er zum Bsp. ein Schreikind war. Ich wäre auch lieber darüber hinweg und völlig cool.

    Ich werde meinem Kind auch nicht guten Gewissens sagen können, dass der Papa sich um eine andere Familie kümmern muss. Wieso auch? Bloß weil ich als Partnerin nicht mehr gewollt bin, soll auch das Kind mit leiden? Er hat eine Verantwortung übernommen. Das Kind kann nichts dafür! Wieso muss ich jetzt akzeptieren, dass die andere Familie wichtiger ist? Und nein, ICH will ihn als Partner nicht zurück! Ich will nur, dass er Verantwortung für seinen Sohn übernimmt! Das geht doch bei anderen getrennten Familien auch!

    Ich habe das alleinige Sorgerecht, aber er wollte im Nachhinein das Sorgerecht mit haben. Auf die Großeltern möchte ich jetzt nicht eingehen. Sie können sich aus verschiedenen Gründen nicht so kümmern und darum geht es mir auch nicht.

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    AW: Vater kümmert sich nicht

    Zitat Zitat von raui Beitrag anzeigen
    . Ich wünsche mir das möglichst Beste für ihn und dazu gehört für mich halt auch ein guter Vater-Sohn-Kontakt. Meinem Kind geht es gut bei mir. Und er bekommt natürlich jetzt noch nichts davon mit, aber irgendwann wird er fragen: "Wer ist mein Papa? Wo ist er? Warum kommt er nicht zu mir? Hat er mich lieb?"
    Nochmal: so eine Beziehung ist schön, wenn es sie gibt. Es gibt sie aber weit seltener als es den Anschein hat. und auch die gut gemeinte Zuwendung eines Vaters ist noch lange keine Garantie für eine gute Beziehung.
    Wie dein Kind die Fehlstelle empfinden wird, liegt schon auch an dir. Mit der Haltung "du armes Kind, ich hätte es mir so sehr für dich gewünscht, aber dein Vater will/macht nicht..." wird er das Defizit stärker empfinden als wenn ihr euer Leben einfach ohne ihn einrichtet. Viele Kinder haben keinen präsenten Vater, viele haben einen, mit dem sie nicht klar kommen, den sie fürchten oder verachten. Sicher wird dein Kind fragen, nun, dann hat der Papi eben eine andere Familie, wie bei vielen anderen Kindern auch. Manche Familien können Wünsche erfüllen, manche kaum das Essen auf den Tisch bringen. Vielleicht kann der Opa so ein bisschen "Ersatz" sein, vielleicht auch, trotz allem, die Großeltern väterlicherseits - du kannst ihnen ja ab und an ein Foto schicken und ein bisschen was vom Enkel erzählen. und vielleicht gehst du auch eine neue Beziehung ein und dein Kind hat einen liebevollen Stiefvater. Vielleicht findet er auch eine andere Bezugsperson. Vor allem aber zählt eure Beziehung und deine Gelassenheit.
    Wie erwähnt: für meine beiden Freundinnen ist der Vater kein Thema, er war es wohl mal zwischendurch, aber auch nur eines neben anderen

  5. gesperrt

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    AW: Vater kümmert sich nicht

    Zitat Zitat von raui Beitrag anzeigen

    Wie oft habe ich schon gesagt bekommen, dass das Kind meine Angespanntheit und Traurigkeit spürt. Und dabei auch indirekt den Vorwurf, ich wäre ja dran schuld, dass er zum Bsp. ein Schreikind war. Ich wäre auch lieber darüber hinweg und völlig cool.

    .
    Ich verstehe dich sehr gut! Aber du antizipierst etwas, das vor allem in deinem Kopf stattfindet, DEINE Prägung, die durchaus auch meine ist, die aber keine objektive Wahrheit ist, sondern unsere derzeitige gesellschaftliche Sicht repräsentiert. In Frankreich und England wurden (und werden immer noch) Kinder oft schon früh aus der Familie gegeben: zu Ammen, Betreuerinnen, zum Unterricht, in Schulen, auf Unis (z.B. Jane Austen und ihre Schwester kamen erst als fertige Kleinkinder wieder in ihre Familie und waren nur wenige Jahre später schon wieder auf einer Boarding School, in ihrer Familie lebten kleine Jungs, die von ihrem Vater unterrichtet wurden). Trotzdem hatten sie offenkundig eine glückliche Kindheit.

    Zitat Zitat von raui Beitrag anzeigen
    Ich werde meinem Kind auch nicht guten Gewissens sagen können, dass der Papa sich um eine andere Familie kümmern muss. Wieso auch? .
    stimmt. er muss nicht, er will. es reicht, wenn du deinem Kind sagst, dass er eine andere Familie HAT.

    Zitat Zitat von raui Beitrag anzeigen
    Bloß weil ich als Partnerin nicht mehr gewollt bin, soll auch das Kind mit leiden? .
    Ob das Kind wirklich leidet, hängt durchaus auch von dir ab. Es wird später mal hinfallen und sich verletzen, vielleicht sogar heftig. Deine Art des Umgangs damit kann den Schmerz verstärken; es kann ihn nicht völlig wegzaubern, aber dein Kind kann lernen, sich auch nicht darauf zu konzentrieren

    Zitat Zitat von raui Beitrag anzeigen
    Wie oft habe ich schon gesagt bekommen, dass das Kind meine Angespanntheit und Traurigkeit spürt. Und dabei auch indirekt den Vorwurf, ich wäre ja dran schuld, dass er zum Bsp. ein Schreikind war. .
    Das ist natürlich völliger Schwachsinn

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    AW: Vater kümmert sich nicht

    Zitat Zitat von raui Beitrag anzeigen
    Ich weiss auch, dass es für meinen Sohn besser wäre, ich würde mich nicht dran aufreiben, aber es ist als Aussenstehender leicht gesagt, man solle cool und souverän mit der Situation umgehen.
    Dass du verletzt bist, ist völlig klar und nachvollziehbar - und da macht dir sicher auch keiner einen Vorwurf.
    Das ist ja auch eine heftige Geschichte, die dein Ex da abgezogen hat - und jetzt kümmert er sich noch nicht einmal um euer Kind. Und du hast alleine ein Jahr mit einem Baby gewuppt - das ist ja auch kräftezehrend.

    Trotzdem ist deine Aufgabe jetzt, dir zu "erarbeiten", dass du loslässt und "souverän" wirst - und nicht, den Vater "an Land zu ziehen".
    Und wenn du das möchtest, dann schaffst du das im Laufe der Zeit auch.

    Gut, dass du alleiniges Sorgerecht hast - das sollte auch so bleiben.

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    AW: Vater kümmert sich nicht

    Ich würde immer die Tür offen halten wegen des Sohnes. Lieber jetzt sporadischen Kontakt als gar keinen. Es kann sich etwas entwickeln und das ist das einzige was du tun kannst in Bezug auf das Kind- nicht den Kontakt kappen.
    Dass seine Eltern sich ab und an melden, ist ja schon mal was. Ich würde dann immer wieder ein aktuelles Bild schicken und mich im Namen meines Kindes bedanken. (edit: oh, ich sehe gerade, Illa hatte den Gedanken schon) Mehr kann man nicht tun als Mutter.

    Eine Frage: Wie hat er sich denn zu seinen Kindern aus 1. Ehe nach der Trennung verhalten?

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    AW: Vater kümmert sich nicht

    Vielen lieben Dank!
    Ja, ich weiss, dass ich souveräner mit der Situation umgehen muss, aber im Moment schaffe ich es einfach noch nicht. Es ist aber mein Ziel und ich arbeite täglich daran. Es geht mal mehr und mal weniger gut. Zur Zeit gerade eben wieder weniger.

    Ja, Ilazumgeier, Du hast recht: Mutter Vater Kind ist die Idealsituation, die viele heutzutage auch nicht mehr haben. Und uns geht es sonst gut. Ich habe einen guten Job (also nach der Elternzeit wieder) und ich bin für den Kleinen da. Und er ist ein fröhlicher kleiner Junge und sehr aufgeschlossen und aktiv. Er ist wirklich wunderbar!
    Und es stimmt, mein Umgang mit der Situation ist wie beim Hinfallen wichtig. Sicher werde ich, bis das aktuell wird mit dem Nachfragen, auch besser damit umgehen können. Danke, dass Du es mir so vor Augen geführt hast!

    Um die Kinder aus 1.Ehe kümmert er sich rührend, was ich immer toll fand. Aber auch so ein Punkt, dass mich die Ignoranz meinem Sohn ggü so verletzt.

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    AW: Vater kümmert sich nicht

    Zitat Zitat von raui Beitrag anzeigen
    Um die Kinder aus 1.Ehe kümmert er sich rührend ...
    Wie viele Kinder hat denn der Mann insgesamt?
    Und darf ich fragen, wie alt er ist?

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    AW: Vater kümmert sich nicht

    Zitat Zitat von raui Beitrag anzeigen
    Um die Kinder aus 1.Ehe kümmert er sich rührend, was ich immer toll fand. Aber auch so ein Punkt, dass mich die Ignoranz meinem Sohn ggü so verletzt.
    Du darst das nicht aus der Perspektive Deines Sohnes sehen. Es ist nicht so, dass Dein Sohn nicht liebenswert ist, sondern der Vater liebt nicht. Wahrscheinlich sind die Kinder aus 1.Ehe gefühlt "seine" Kinder. Wohingegen Eurer Sohn "Dein" Kind ist. Und mit Dir hat er abgeschlossen, deshalb auch mit Kind inklusive. So könnte es sein. Vielleicht ist er von seinem selbsterzeugten Chaos selbst überfordert und kann das nicht zugeben und vernünftig regeln. Es kann sein, dass er später Zugang zu seinem Sohn findet, dann wird er sehen müssen, ob das reicht oder eben nicht. Es wird für Dich und Deinen Sohn eine lebenslange Wunde bleiben, dass der Vater ihn nicht so wichtig nimmt wie seine anderen Kinder. Aber, wie das im Leben so ist, man kann mit Wunden leben lernen und auch wenn es nicht freiwillig geschieht, es zwingt einen zu einer Entwicklung, die einem an anderer Stelle auch wieder gut tun wird.

    Ich kann da ein bisschen mitreden, leider. Mein Vater hatte 3 Kinder von 3 verschiedenen Frauen. Ich war die Älteste, meine Eltern haben sich wegen dem 2.Kind getrennt und dann kam die 3.Frau usw. Um keines hat er sich gekümmert, das ist der Unterschied zu diesem Fall hier. Keines der Kinder "brauchte" eifersüchtig sein auf die anderen, alle hatten keinen Vater. Es war immer sehr eigenartig für mich und es hat ganz sicher auch viel von meinem Selbstbewusstsein gekostet. Aber ich habe gelernt, dass die Frage "Liebt mich mein Vater?" nicht lebensentscheidend für mich sein sollte. Ich musste mich unabhängig davon machen. Und das ist, sachlich gesehen, auch die einzige Chance für Deinen Sohn und damit Dich: Niemand ist (nur) liebenswert, WENN andere einen lieben und das auch offen zeigen. Nein, man ist von sich allein heraus so liebenswert wie man eben ist. Und viele Menschen entdecken das - auch wenn das nicht immer (nur) die eigenen Eltern sind.

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