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  1. User Info Menu

    Wie schafft ihr das???

    Hallo!

    Kurz zu meiner Situation:
    Mein Mann hat sich vor drei Monaten von mir getrennt. Wir haben ein gemeinsamen Sohn und einen Sohn, den ich mit in die Ehe gebracht habe.
    Aktuell wohnen wir noch alle zusammen. Aber ein Auszug steht bevor, sobald eine passende Wohnung gefunden wird...

    Heute war die erste Situation, bei der ich gemerkt habe, dass es auf einen "Machtkampf" um das gemeinsame Kind kommen wird/ könnte...

    Ich habe mir ganz fest vorgenommen, meine Gefühle hinten anzustellen und nur zum Wohle des Kindes zu handeln. Das heißt, das ich ohne Einschränkung dem Vater die Möglichkeit geben möchte, für seinen Sohn da zu sein, sich um ihn zu kümmern etc.
    Das heißt auch, dass ich dazu bereit sein möchte, dass das Kind bei seinem Papa schlafen kann und mit ihm in den Urlaub fahren kann oder andere Unternehmungen machen kann... Was halt alles so dazu gehört.

    Aber ich merke schon jetzt, dass mir das fürchterlich schwer fallen wird!!!
    Der Gedanken daran, dass ich mein Kind nicht jeden Tag sehen kann und ihn bei mir haben kann, bricht mir das Herz!

    Wie soll ich es denn als Mutter schaffen, meinen Sohn nicht täglich bei mir zu haben?! Ich kann und möchte nicht auf mein Kind "verzichten"! Aber ich möchte auch nicht, dass der Papa auf sein Kind verzichten muss.

    Ich habe keine Ahnung, wie ich das schaffen soll...

    Gibt es unter euch jemanden, der ähnlich gefühlt hat und bei dem dann doch alles "gut" wurde???

    Viele Grüße
    Bianca2003

  2. Inaktiver User

    AW: Wie schafft ihr das???

    Wie alt sind denn die Kinder? So ungefähr - Kindergartenalter, Grundschule...

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    AW: Wie schafft ihr das???

    Der Große ist neun Jahre und der Kleine drei Jahre.

    Hauptsächlich geht es um den Kleinen, da der Große sehr an mir hängt und auch den größten Teil bei mir sein wird. Leider besteht bei meinem Mann auch kein großes Interesse an dem Großen. Er wird ihn nur mal besuchen.
    Bei dem Kleinen wäre es der Wunsch des Vaters, ihn wöchentlich im Wechsel zu betreuen.
    Das möchte ich aber nicht. Mir wäre es lieber, wenn beide Elternteile das Kind täglich sehen und das Kind dann dort schläft, wo es gerade "passt".

    Der Vorstellung meinen Sohn nicht täglich sehen zu können, macht mich fertig.

  4. Inaktiver User

    AW: Wie schafft ihr das???

    Na ja, einen Dreijährigen immer eine ganze Woche im Wechsel beim Vater zu lassen, das finde ich auch ein wenig problematisch.

    Das Kind mit 3 Jahren immer gerade dort schlafen zu lassen, "wo es gerade passt" ist mMn nicht schlau. Kinder brauchen klare Strukturen. Warum nähert ihr euch nicht an und macht mal geregelte Besuchszeiten aus. Seht, wie es klappt, wenn der Kleine ein paar Stunden mit dem Vater alleine ist und z.B. zum Mittagsschlaf hingelegt wird. Dann könnt ihr ausweiten.

    Du wirst das schaffen! Alles Gute.

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    AW: Wie schafft ihr das???

    Liebe TE,

    mein Tipp ist in solchen Fällen das Jugendamt. Wir haben da sehr viel Hilfe und gute Anregungen bekommen. Dem Vater wurde klar gemacht, dass nicht SEIN Wohlergehen zählt, sondern das des Kindes. Das hat er verinnerlicht und seitdem klappt die konstruktive Kommunikation viel besser.
    Wir waren uns auch nicht spinnefeind oder so, aber der Termin beim Jugendamt hat uns einfach Klarheit gegeben. Wir sind gemeinsam dorthin, was dort sehr positiv gewertet wurde.
    Mein Noch-Mann wollte auch das Wechselmodell, musste aber recht bald einsehen, dass er dazu einfach beruflich nicht die Möglichkeit hat. Es ist ja niemand mehr da, der zuarbeitet und immer einspringt, wenn er kurzfristig nicht kann (vorher ich).
    Er sieht unsere Tochter jetzt wirklich oft, uns geht es allen gut damit. Für unsere Tochter ist es besser, seitdem klar geregelt ist, wann sie wo ist. Vorher hatte sie das Gefühl, sie muss Gerechtigkeit herstellen und sich gleichmäßig verteilen, was für ein Kind einfach viel zu viel Verantwortung ist. Jetzt weiß sie, dass ihr Vater und ich uns darum kümmern.
    Beim Jugendamt wurde uns dringend geraten, fixe Regeln zu machen weil sonst fast immer einer den Kürzeren zieht und den Lückenbüßer macht während der andere sich die Rosinen raus pickt. Ich kann zu 100 % sagen, dass es genau so laufen würde bei uns. Da muss ich so schon immer dagegen halten, ohne feste Absprache hätten wir längst den größten Streit.
    Manchmal piekst es schon, wenn meine Tochter nicht da ist. Aber ich weiß, sie hat eine gute Zeit mit ihrem Papa. Ich nutze die freie Zeit dann bewusst für mich, mache Sport, räume in Ruhe die Wohnung auf, lege mich in die Badewanne. Und plane schöne Aktivitäten mit meiner Tochter, wenn sie wieder bei mir ist.
    Da bekommt man einfach irgendwann Routine, auch wenn es natürlich trotzdem immer mal Tage gibt, wo ich es lieber anders hätte.

    Alles Gute für Dich.
    „Es ist schwer, das Glück in uns zu finden, und es ist ganz unmöglich, es anderswo zu finden.“
    Nicolas Chamfort

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    AW: Wie schafft ihr das???

    Zitat Zitat von Bianca2003 Beitrag anzeigen
    Bei dem Kleinen wäre es der Wunsch des Vaters, ihn wöchentlich im Wechsel zu betreuen.
    Wechselmodell finde ich persönlich recht gut. Könnt Ihr das denn beide leisten bzw. mit Euren Jobs vereinbaren?

  7. gesperrt

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    AW: Wie schafft ihr das???

    Im Kindergarten lässt du dein Kind auch bei den Erzieherinnen. Wo ist da der Unterschied?

    Im Übrigens halte ich deine Haltung für sehr gefährlich. Wieso hast du massive seelische Probleme, wenn du dein Kind mal ein oder zwei Tage nicht siehst?
    Das ist weder gut für dich noch für dein Kind. Denn du überträgst deine innere Haltung unbewusst auf dein Kind und verhinderst so, dass es die Zeit mit dem Vater als gut empfinden kann. Denn es spürt deine Zerrissenheit.
    Außerdem stehst du dir selbst im Weg. Da ist noch ein anderes Kind, das dich braucht.
    Was ist mit der Zeit, die du für dich gewinnst? Als Alleinerziehende stehst du normalerweise 24/7 für deine Kinder parat. Das mal an einigen Tagen und Nächten nicht tun zu müssen, verschafft dir eine Pause, die du für dich nutzen solltest: zum Ausspannen und Energietanken. Denn deine Kraft ist nicht unendlich.

    Finde eine Regelung, die dem Kind gut tut:
    Unter der Woche kann der Vater das Kind auch durchaus zweimal oder dreimal nachmittags vom Kindergarten holen und bis zum Abendessen betreuen. Danach steht die Übergabe zu dir an.
    Jedes zweite Wochenende komplett beim Vater tut deinem Kind gut. Eventuell ginge auch grundsätzlich ein Abend am Wochenende. Wegen der Ferien müsst ihr euch frühzeitig absprechen.

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    AW: Wie schafft ihr das???

    Zitat Zitat von willichdas Beitrag anzeigen
    Wechselmodell finde ich persönlich recht gut. Könnt Ihr das denn beide leisten bzw. mit Euren Jobs vereinbaren?
    Ich könnte es ohne Probleme. Der Papa eher nicht. Zwar zum größten Teil, aber er muss recht flexibel sein im Job.

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    AW: Wie schafft ihr das???

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    Im Kindergarten lässt du dein Kind auch bei den Erzieherinnen. Wo ist da der Unterschied?
    Ich habe ja auch nie gesagt, dass ich ein Problem damit habe, dass der Papa sein Kind betreut oder sich darum kümmert.
    Das macht er jetzt und das kann er auch weiterhin!

  10. gesperrt

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    AW: Wie schafft ihr das???

    Wirklich?

    Oder welche Interpretation lassen deine Zeilen sonst zu?

    Zitat Zitat von Bianca2003 Beitrag anzeigen
    Der Gedanken daran, dass ich mein Kind nicht jeden Tag sehen kann und ihn bei mir haben kann, bricht mir das Herz!

    Wie soll ich es denn als Mutter schaffen, meinen Sohn nicht täglich bei mir zu haben?! Ich kann und möchte nicht auf mein Kind "verzichten"!
    Es liest sich einfach nicht gesund.

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