Liebe Bianca,
was du schreibst und dich umtreibt, verstehe ich gut. Mir ging es vor einem Jahr genauso. Mein Kind war gerade ein Jahr alt und der Gedanke daran, dass es regelmäßig beim Papa ist und nicht hier, war kaum zum Aushalten. Wir haben alles ganz langsam gesteigert. Zuerst hat die Betreuung in meiner Wohnung stattgefunden, also der ehemals gemeinsamen. Dann, als mein Ex eine neue Wohnung gefunden hat, stundenweise bei ihm, dann nach einigen Monaten auch mit Übernachtung. Wir haben nun seit einiger Zeit die Regelung, dass unser Kind eine Nacht pro Woche beim Papa schläft und insgesamt so ca. zwei Tage von ihm betreut wird pro Woche. Es läuft gut.
Und weißt du was? Mittlerweile freue ich mich auf den freien Abend. Das hätte ich nicht für möglich gehalten.
Gib dir Zeit. Die Situation ist neu und euer Kind ist noch klein. Du musst nicht alles auf einmal "können".
Alles Liebe!![]()
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Ergebnis 11 bis 18 von 18
Thema: Wie schafft ihr das???
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17.10.2017, 21:04
AW: Wie schafft ihr das???
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18.10.2017, 09:52
AW: Wie schafft ihr das???
man darf auch nicht vergessen, dass die meisten väter das im trennungsfall auch müssen - sie leben vorher auch mit ihren kindern zusammen und sehen sie dann wesentlich weniger.
bei den langsam steigern sollte man nicht so sehr auf die eigenen befindlichkeiten rücksicht nehmen, sondern einfach auch schauen, was das beste fürs kind ist - wenn es beiden eltern sehr nahe steht, ist das wechselmodell ideal, wenn es sich mit den jeweiligen jobs vereinbaren lässt.Liebt Menschen und benutzt Dinge, weil das Gegenteil niemals funktioniert - The Minimalists
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18.10.2017, 11:56Inaktiver User
AW: Wie schafft ihr das???
Meine Guete!
Ich finde das voellig normal, dass eine Mutter so fuehlt, wenn es um ihr 3jaehriges Kind geht. Wichtig ist doch, dass sie weiss, dass sie lernen muss, damit umzugehen, und nach Loesungen sucht, wie sie das schaffen kann.
Die Trennung von dem normalen Zusammenleben mit den Kindern ist fuer viele, Maenner und Frauen, und auch fuer die Kinder, sehr schwer. Vor allem, wenn sie so klein sind. Daran ist nichts "ungesund" - ungesund waere es, wenn die Konsequenz daraus waere, dass die Mutter sich an ihr Kind klammert, den Vater ausschliesst, ihm das Kind entzieht etc. Davon lese ich hier ueberhaupt nichts. Sondern Reflexion und das Bemuehen, mit diesen Gefuehlen umzugehen.
TE, du hast schon gute Tipps bekommen. Du schaffst das schon! Und ich kenne eigentlich keine AE, die es nicht irgendwann auch zu schaetzen weiss, dass sie in den Vaterzeiten mal Zeit fuer sich hat
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18.10.2017, 12:22
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18.10.2017, 12:35
AW: Wie schafft ihr das???
In unserem Land gibt es das Wechselmodell öfter, keine Ahnung, was ich davon halten soll, ich selbst bin nicht getrennt, habe es nur bei vielen schon gesehen. Ich kann aber in die Kinder nicht reingucken.
Generell finde ich bei 3-jaehrigen wöchentliches Abwechseln nicht angebracht und auch erschreckend. Ausserdem weiss ich nicht wie das arbeitsmässig gehen soll, eine Woche lang arbeiten, eine Woche kurz oder wie?
Jedenfalls hilft es dir vielleicht Bianca, wenn du deinen eigenen Vorschlag machst. Es gibt ja auch, dass du abholst, dein Kind 2 Stunden betreust und es dann vom Papa abgeholt wird oder umgekehrt. Mache einen Gegenvorschlag, wie du es dir vorstellen kannst, ggf. nicht 50%, sondern eben so wie es für das Kind am besten und für alle machbar ist. Vielleicht könnt ihr euch entgegenkommen.
WE in jedem Fall abwechselnd.
Ich finde es auch nicht ungesund, sondern vóllig normal. Es geht nicht um das Kind mal oder einen Tag die Woche beim Papa zulassen, sondern nur noch 50% zu sehen und viele Tage nicht bis das Kind gross ist.
Auch Papas haben natürlich das Recht das zu betrauern. Das hat nix mit Kindergarten zu tun.
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18.10.2017, 12:38
AW: Wie schafft ihr das???
Wahrscheinlich so, wie es sich der Vater meiner Tochter auch vorgestellt hat. Er nimmt das Kind pro Forma die Hälfte der Zeit und wenn er nicht kann springe ich ein. Er müsste dann keinen Unterhalt bezahlen und ich betreue für ihn kostenlos. Da hat die Dame vom Jugendamt einmal herzhaft lachen müssen bei dem Vorschlag, den ich seltsamerweise auch nicht annehmen wollte

Ich finde die Gefühle der TE auch ganz normal, gerade weil das Kind eben noch klein ist. Aber man wächst da rein. Alle Beteiligten wachsen da rein.„Es ist schwer, das Glück in uns zu finden, und es ist ganz unmöglich, es anderswo zu finden.“
Nicolas Chamfort
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18.10.2017, 12:41
AW: Wie schafft ihr das???
Beim wochenweisen Wechsel weiß ich echt auch nicht wie das gehen soll. Wir hätten wenn Tageweise gewechselt. Ich kann doch nicht eine Woche voll arbeiten und die andere dann fast gar nicht nachmittags. Auch für das Kind finde ich das doof. Wie sollen da Freundschaften entstehen, wenn man immer eine ganze Woche nicht da ist (in der Nachbarschaft zum Beispiel). Eine Woche ist für so kleine Kinder einfach sehr lange. Es kann höchstens funktionieren wenn man sehr nah beisammen wohnt. Würde ich jetzt aber auch nicht haben wollen, obwohl mein Ex und ich uns noch/wieder gut verstehen. Aber ich würde mich kontrolliert fühlen und für meine Tochter wäre die Abgrenzung sicher schwerer.
„Es ist schwer, das Glück in uns zu finden, und es ist ganz unmöglich, es anderswo zu finden.“
Nicolas Chamfort
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18.10.2017, 13:36Inaktiver User
AW: Wie schafft ihr das???


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