Hallo DerRatlose2017,
ich wundere mich hier doch sehr über einige Kommentare, und möchte zum Ausdruck bringen, dass ich Deine Reaktionen nach Eurem „Problemfall“ ausgesprochen positiv empfinde, und es richtig gut finde, dass Dich Gedanken wie die von maryquitecontrary zum Umdenken und Handeln gebracht haben..
Ich denke, dass es ja wohl jedem Elternteil so geht, dass es mal kurzzeitig auf dem Schlauch steht und nicht recht weiß, wie es reagieren soll, vor allem, wenn es um die eigenen Pubertierenden geht. Unglücklicherweise war bei Euch das Problem des berechtigten Privatsphäreanspruchs mit dem Problem der berechtigten Verarbeitung des Todesfalls verquickt.
Erstmal, es gibt keinen Grund, warum man Gegenstände eines geliebten Menschen entsorgen soll. Wenn diese einen in der höchst individuellen Trauerverarbeitung weiter begleiten sollen, weil sie einem wichtig sind, dann ist das eben so. Dass das Leben dennoch weitergeht, zeigst Du ja Deinen Kindern, indem Du ja nun nicht in einem Museum verharrst.
Ich finde es richtig gut, dass Du die Kleidung Deiner Frau aufgehoben hast, und würde Dich darin bestärken, sie Euren Töchtern zur Verfügung zu stellen, und zwar nicht nur der Großen, die jetzt zu Frau wird, sondern auch der Kleinen, die ihre Identität in ein paar Jahren suchen wird. Ich finde es auch toll, dass Du mit der Großen ins Gespräch gekommen bist, und das könnte sogar das größere Vermächtnis Deiner Frau in Bezug auf ihre Kleidung sein:
Mithilfe der Kleidung, aber auch, weil Deine Tochter sich (vielleicht zum jetzigen Zeitpunkt zum Glück!) über das Besuchsverbot in Deinem Zimmer hinweggesetzt hat, könnt Ihr supergut ins Gespräch kommen über die Mutter, das Vermissen, das Heranwachsen Eurer Tochter, wie ähnlich sie ihr womöglich ist, wie gut ihr die Kleidung steht, dass Du Dich freust, die Anteile ihrer Mutter in ihr zu sehen, aber auch, wie das ist mit dem Vermissen und der Liebe, und wieviel Privatsphäre ein Mensch für seine Gefühle braucht. Deine Tochter wird das verstehen, denn ich glaube kaum, dass sie es gutheißen würde, wenn Du in ihren Schränken finden würdest, womit sie sich über Liebe, Sex usw. beschäftigt.
Wenn Ihr im Gespräch bleibt, hast Du über die Kleidung die wunderbare Gelegenheit, Deine Tochter als verständnisvoller Vater beim Erwachsenwerden zu unterstützen. Ich bin mir sicher, Deine Frau würde es begrüßen.
Mit den High-Heels könnte Töchterlein ja zumindest auf dem Flur laufen üben. Macht unglaublich viel aus, sich als Frau zu fühlen.Irgendwann hat’s Deine Frau ja auch mal gelernt.
Und lasst der Lütten auch noch etwas über.
Antworten
Ergebnis 41 bis 50 von 64
Thema: Probleme mit Tochter
-
14.09.2017, 10:57
AW: Probleme mit Tochter
Viele Grüße vom Limonadenbaum
"Lass Dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar!"
- Astrid Lindgren -
-
14.09.2017, 11:54
-
14.09.2017, 12:08Inaktiver User
-
14.09.2017, 12:10
-
14.09.2017, 13:36
AW: Probleme mit Tochter
Was ist daran denn "gruselig"??
Einer 15-Jährigen macht es vermutlich einfach Spaß, High Heels
"in echt" auszuprobieren. Ein Mädchen in dem Alter assoziiert sie
mit erwachsen werden, mit Weiblichkeit, mit Attraktivität ... man träumt
so vor sich hin und freut sich auf "später", wenn man "darf".
Alles ganz normal und altersgemäß, würde ich sagen.
-
14.09.2017, 14:09
AW: Probleme mit Tochter
Wenn Du glaubst, das wäre auf die Pubertät zurückzuführen darfst Du mich gerne mal daheim besuchen. Dann weißt Du, wie das aussieht
. Da wird nicht in Ruhe geredet und heimlich was genommen, da werden Türen geknallt, die Musik bis zum Anschlag aufgedreht und die Augen verdreht wenn einer was sagt
. Nicht, dass sie damit durchkommen würden, aber es passiert trotzdem ständig. DAS ist ein Kräfte messen.
Teilweise werden die Mädels ihre Gefühle weder selbst perfekt einordnen können noch in Worte fassen. Von daher würde ich da nachsichtig sein. Gib ihnen die Kleider und lass sie entscheiden, was sie damit machen wollen. Du kannst sie ja ohnehin nicht tragen...
Wenn Du etwas im Schlafzimmer hast, das wirklich niemand sehen soll, dann räum es weg oder schließ es ein. Kinder sind von Natur aus neugierig und das Verbotene hat immer seinen Reiz. Sie werden da wieder rein gehen, irgendwann. Vermutlich ohne böse Hintergedanken.„Es ist schwer, das Glück in uns zu finden, und es ist ganz unmöglich, es anderswo zu finden.“
Nicolas Chamfort
-
14.09.2017, 14:45
AW: Probleme mit Tochter
ich weiß schon wie Pubertät aussieht: Ist 15 und bei uns zu Hause und das von dir Geschilderte kenne ich zu gut und die kleine schaut genau zu, ganz genau....

Lösung ist denke ich gefunden; manchmal steh ich eben mal kurz auf´m Schlauch. Soll passieren.
Nachsichtig bin ich auf der einen Seite schon, aber ich bin andererseits der Meinung das sich alle an Regeln halten sollten, mich eingeschlossen und das funktioniert auch (mehr oder weniger). Ich lerne jeden Tag dazu und ich weiß auch, das ich in der Erziehung Fehler mache. Wahrscheinlich mehr wie ich wahr haben will. Aber es ist wie es ist...
// Ich möchte mich nochmal bei denen bedanken, die mir Denkanstöße und Lösungen aufgezeigt haben. Ich möchte aber auch nicht verschweigen, das ich manches mehr als "Papa-bashing" ansehe. //
-
14.09.2017, 14:47
-
14.09.2017, 14:51
AW: Probleme mit Tochter
@Kleinfeld: oh, wenn ich so manche Mamas und Papas bei Elternabenden höre...
-
14.09.2017, 14:53Inaktiver User


Irgendwann hat’s Deine Frau ja auch mal gelernt.
Zitieren

