Ich finde den Ton, der hier angeschlagen wird, auch (unnötig) harsch, das hat tatsächlich was von Beissreflex, egal, wodurch der ausgelöst wird.
Tja, die TE hat nur mit dem neuen Partner einen Kompromiss gefunden, dabei aber Ex-Mann und Tochter nicht gefragt.
Auch auf Entfernung kann man Kontakt halten, es ist nur nicht so bequem.
Zinn hat ja vorgeschlagen, bis zum ersten Schulwechsel nach Klasse 4 oder 6 zu warten, das ging im allgemeinen hau-drauf unter.
Nein, nicht automatisch (angesichts von 1632 und 1687 BGB).
Ob sie sich so schnell umgewöhnt, sei mal dahingestellt, es kämen dann ja auch noch eine Tochter des neuen Partners dazu und viel Konfliktpotenzial in der Patchworksituation dort. Ob ein Zusammenleben zu dritt bzw zu viert funktionieren würde, weißt du nicht.
Der Wunsch nach Unabhängigkeit ist ja verständlich, aber die muss ja nicht durch Wechsel der Abhängigkeit von Mann 1 zu Mann 2 kommen.
Es gibt Programme für Wiedereinsteigerinnen nach Familienphasen, du könntest eine Weiterbildung beantragen bei der Agentur für Arbeit, um deine Chancen auf bezahlte Arbeit zu verbessern. Es wurde ja schon gesagt, wenn die Beziehung mit deinem neuen Partner scheitert, landest du schneller bei Hartz4 als du gucken kannst.
Klar, die Zeiten bei deinem neuen Partner würde eine Weiterbildung reduzieren, aber das ist ja ein überschaubarer Zeitraum.
Du hättest einfach umziehen können, aber eure Tochter kannst du nicht einfach mitnehmen, das wurde ja schon ein paar mal geschrieben, da ihr gemeinsames Sorgerecht hat.
Genau so wenig kann dein Ex-Mann nicht einfach umziehen und sie mitnehmen.
Da bleiben Bus + Bahn oder Auto des neuen Partners.
Das fasst es ja ganz gut zusammen.
Mit ein bißchen Teilzeit wird es eng mit dem Lebensunterhalt.
Aber ob man mit 39 keine Chance auf gutbezahlte Arbeit hat, ist zumindest fragwürdig.
Schlimm ist, dass es fahrlässig ist, weil du dabei geltendes Recht ignorierst. Falls du das alleinige Sorgerecht bekommen würdest, wäre das möglich, es ist aber unwahrscheinlich.
Versuch, eine Lösung mit deinem Ex-Mann zu finden, wenn das scheitert, kannst du das alleinige ABR beantragen - das würde ich an deiner Stelle vor einem Umzug machen. Deine Chancen würden erheblich steigen, wenn du am potenziellen neuen Wohnort Arbeit hättest, also musst du dich in der Hinsicht engagieren.
Wenn du das alleinige ABR nicht bekommst und das an den Vater geht, kannst du umziehen und euer Kind am WE sehen, es ist Abwägungssache, ob dir die neue Beziehung das wert wäre.
Antworten
Ergebnis 311 bis 320 von 1339
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06.04.2017, 18:55
AW: Kann der Vater meiner Tochter meinen Umzug mit Kind verhindern?
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06.04.2017, 18:57
AW: Kann der Vater meiner Tochter meinen Umzug mit Kind verhindern?
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06.04.2017, 19:18Inaktiver User
AW: Kann der Vater meiner Tochter meinen Umzug mit Kind verhindern?
@ Jessicas_Mama,
ich könnte mir vorstellen, Du fragst besser so wenig wie möglich, sondern triffst Deine Entscheidungen und sprichst so wenig wie möglich darüber.
Angela Merkel hat mal gesagt, das beste Mittel ist manchmal Schweigen. Wie wahr.
Manche Dinge muss frau mit sich selbst ausmachen - ist nicht gegen Männer gemeint
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06.04.2017, 19:36
AW: Kann der Vater meiner Tochter meinen Umzug mit Kind verhindern?
Schussel, du kennst weder meine Beiträge zu ähnlichen Thematiken noch meine Einstellung dazu.
Manchmal ist der Vater die bessere Wahl.
Grundsätzlich gehören beide Elternteile zu einem gesunden Aufwachsen. Aus diesem Grund ist es ideal, wenn sie nah beieinander wohnen.
Für mich ist es ebenso gruselig, wenn Väter sich nicht mehr um die Kinder kümmern, sie weder besuchen noch anrufen noch Kontakt über WA oder Mail halten. Für ein Kind ist es so, als ob der Vater mit der Trennung plötzlich gestorben ist.
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06.04.2017, 22:33
AW: Kann der Vater meiner Tochter meinen Umzug mit Kind verhindern?
Also ist das keine allgemeingültige Regel oder Gesetzestext, sondern beruht auf zwei Einzelfällen, wo es möglicherweise um berufliche Chancen oder Umzug zur Familie ging? Dann wären die Vorraussetzungen "vernünftige und nachvollziehbare Erwägungen“ (OLG Düsseldorf, Beschluß vom 15. Mai 2006 - II-3 UF 57/06) zwar erfüllt, eine generelle km-Grenze lässt sich daraus aber noch nicht ableiten.
Es scheint keine eindeutige Regel und unterschiedliche Urteile zu geben:
" Wenn bei einem Umzug gegen den Willen eines Elternteils und ohne dabei die erforderliche alleinige elterliche Sorge oder zumindest das Aufenthaltsbestimmungsrecht zu haben, der Vater schnell reagiert, so wird er am bisherigen Wohnsitz einen Antrag auf Übertragung des Sorgerechtes stellen und auf diese Weise den Plan der Mutter, einfach ohne Zustimmung und ohne gerichtliche Entscheidung faktische Verhältnisse schaffen zu wollen, wirksam vereiteln. "
Umzug eines Elternteiles mit den KindernGeändert von PollyEsther (06.04.2017 um 22:42 Uhr)
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06.04.2017, 22:55
AW: Kann der Vater meiner Tochter meinen Umzug mit Kind verhindern?
Die war genauso grausam, nur in die andere Richtung...
Meine Mutter beschloß mal eben genau dasselbe wie hier im Strang verhandelt wird - da war ich fünf Jahre alt.
Ohne irgendeine Vorwarnung wurde meine Familie aufgelöst, meine Mutter zog zu meinem mir neu verordneten Stiefvater, meinen leiblichen Vater durfte ich von einem Tag zum nächsten nicht mehr sehen.
Meine Oma hat auch so Sprüche gedroschen wie "Das Kind gehört doch IMMER zur Mutter!"
Ich erspare mir hier eine Aufzählung der Schäden und Tics, die mich durch meine Kindheit begleitet haben.
Aber du, Irma - deine hier beschriebene Ansicht läßt einem das Blut in den Adern gefrieren!Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.
Oscar Wilde
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07.04.2017, 06:58
AW: Kann der Vater meiner Tochter meinen Umzug mit Kind verhindern?
Ich kenne auch mehrere Fälle, wo die Mutter innerhalb der Stadt und auch innerhalb von einem 50km Radius umziehen durfte obwohl die Väter Einspruch erhoben.
Ich kenne Fälle wo der Umzug nicht gestattet wurde.
Ich kenne Fälle wo Kinder und Jugendliche zum anderen Elternteil am Heimatort zogen, um nicht mit dem Elternteil bei dem sie bisher lebten, umziehen zu müssen.
In allen Fällen wurde genau hingeschaut und einen Verfahrensbeistand eingesetzt. Das Gericht kann auch eine Überprüfung der elterlichen Fähigkeiten einleiten lassen.
In den Fällen, wo die Mutter mit Kind umziehen durfte ohne dass der väterliche Einspruch galt, war es so gewesen, dass die Väter eine 14tägige Besuchsregelung hatten.
In den Fällen wo das Gericht den Umzug verbat gab es eine intensivere Umgangsregelung bis zur Wechselregelung. Für die Kinder wäre auch jedes Mal ein Schulwechsel, bzw. ein nicht zumutbarer Schulweg (ab 45 Min für Grundschulkind) oder keinen Vereinsbesuch mehr zur Folge.
All das ist Ermessensache und man kann natürlich nicht einschätzen, wie ein Gericht entscheiden würde.
Grundsätzlich gilt doch der gesunde Menschenverstand:
Ein Kind, das seit vier Jahren wöchentlich von Samstag bis Mittwoch beim Vater ist und von Mittwoch bis Samstag bei der Mutter. Würde ein Umzug in diesem Radius eine große Veränderung im gewohnten Umfeld ergeben.
Natürlich sagt das Kind, dass es beide Elternteile haben möchte. Kinder in Trennungsfamilien stehen unter einem ständigen Loyalitätskonflikt. Insbesondere wenn ein Elternteil - wie hier die Mutter - mit dem anderen Elternteil - hier der Vater - nicht zufrieden ist bzw. ihn als Ursache für ihre Unzufriedenheit ansieht (die finanzielle Abhängigkeit).
Ich denke, folgende Vorschläge, die hier gemacht wurden, sollten noch mal überdacht werden:
- ein Gespräch mit allen Erwachsenen vielleicht findet sich noch eine Lösung, die hier nicht bedacht wurde
- ein Umzug in eine Stadt in der Mitte (zwischen Wohnort Ex-Frau und Ex-Mann)
- ein Gespräch beim Kinderschutzbund oder beim Jugendamt um sich bezüglich einer Lösung beraten zu lassenImmer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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07.04.2017, 08:32
AW: Kann der Vater meiner Tochter meinen Umzug mit Kind verhindern?
Meiner Erfahrung nach hoffen Kinder jenseits jeder Vernunft und Einsicht auf eine Versöhnung ihrer Eltern, selbst wenn neue Partner und weitere Kinder da sind und es oberflächlich so ausschaut, als ob sie sich in die Situation gut hineingefunden haben (in meinem Fall Kinder bei der Trennung 1 und 4, heftige Reaktion des älteren Kindes 10 (!) Jahre später). Und das ging weit über den Klassiker "Du bist nicht mein Vater, du hast mir gar nichts zu sagen!" hinaus.
A reader lives a thousand lives before he dies... The man who never reads lives only one.
(George R. R. Martin)
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07.04.2017, 08:52Inaktiver User
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07.04.2017, 09:22Inaktiver User



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