Das ist ein sehr guter Zeitpunkt! Laut meiner Anwältin ist die Umgangsregelung Voraussetzung für die Scheidung, also DASS eine existiert. Bei uns war ein Aktenzeichen Ersatz für die Umgangsregelung, weil noch nicht abschließend geregelt und noch eigenes Gerichtsverfahren, aber der Punkt wird abgefragt und deine Chance ideal zu intervenieren "Nein, noch nicht ausreichend geklärt!" Kann natürlich das Scheidungsverfahren zeitlich verzögern, aber eine verbindliche und faire Lösung wäre das doch wert.
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Thema: Betreuung in den Ferien
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25.03.2017, 18:04
AW: Betreuung in den Ferien
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25.03.2017, 19:59
AW: Betreuung in den Ferien
Ja das ist es eben. Ich gönne ihm seine Auszeiten und seine Reisepläne so ist es ja nicht. Andererseits denke ich halt, dass Kinder in der Schule nicht umsonst viel Ferienzeit haben und auch Auszeiten brauchen und ich glaube nicht dass ich das allein abdecken kann. Mich ärgert auch, dass ich ihn im Voraus mehrfach drauf angesprochen hatte...
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25.03.2017, 20:00
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25.03.2017, 20:04
AW: Betreuung in den Ferien
Ja das ist die eine Seite bzw die aktuelle Seite des Problems. Grad sind es erstmal die Sommerferien um die es geht, weil er ja dann auch kein Kindergartenkind mehr ist dass heißt ich kann die Ferienbetreuung dort nicht mehr in Anspruch nehmen für ihn. Mein Ex weiß genau, dass wir noch keine Zusage haben. Und mir geht es andererseits auch darum, dass er Anfang des Jahres noch gesagt hat er nimmt ihn mind. 3 Wochen in den Ferien und möchte auch Weihnachten mit ihm feiern weil ich das letztes Jahr mit dem Kind bei meinen Eltern im Ausland verbracht habe. Jetzt halt wieder eine 180*Wende
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25.03.2017, 21:46Inaktiver User
AW: Betreuung in den Ferien
Ich kann Dir nur raten: bau lieber nicht auf Sand.
Eigene Erfahrung:
Ich habe mit dem Ex eine notarielle Scheidungsfolgenvereinbarung, wo das alles haarklein (seinetwegen so detailliert, er hatte immer wieder neue Einwände) aufgeschrieben ist. Schon ein Jahr nach der Scheidung war das Ding sein Papier nicht mehr wert, mein Ex 300 km weggezogen und nicht gewillt, die Kinder zu holen und zu bringen. Für Bus/Bahn sind sie viel zu klein gewesen, seit 3 Jahren reisen sie hier und da im Fernbus zu ihm (wo ich auch bringen und abholen muss, auf meine Kosten). Sie sehen ihn seit der Scheidung vielleicht 40 Tage im Jahr (davon die Hälfte als halbe Tage, wegen An- und Abreise). Gemeinsamer Urlaub hat nie stattgefunden. Ferienbetreuung durfte ich immer schön selbst zahlen (wir hatten reichlich Unterhaltsauseinandersetzungen, auch per Anwalt). Beim Jugendamt war ich auch, da durfte ich mir anhören "ach sonst wollen immer die Mütter verweigern, sein Sie doch froh, dass sie ihren Vater überhaupt sehen, zwingen kann man ihn nicht."
Überbrückt habe ich die Ferien mit eigenem Urlaub, Ferienprogrammen, Absprachen mit anderen Eltern, Homeoffice (hoch lebe mein Arbeitgeber, echt jetzt). Meine Kinder waren 5 und 8 bei der Trennung,
Ggf. die Gemeinde nerven für Hortplätze, bei uns gab es 45 für alle Kinder, und ich hab so lange genörgelt, bis ich einen hatte. Hier gibt es nicht mal eine verlässliche Grundschule. Die stehen nach 4 Stunden wieder auf der Matte... Seit sie in der weiterführenden Schule sind, ist es das Betreuungsschlaraffenland mit offener Ganztagsschule, und die ist gratis. Mein Ex musste den Hort mitbezahlen, ohne Essen, hälftig. Eigentlich geht das nach Einkommen, aber ich war diese ganzen blöden Streitereien um 10 Euro oder so echt leid (und das wusste und weiß er und nutzt das total aus).
Bei manchen Städten / Gemeinden gibt es auch "Leih-Omas", da würde ich mich mal kundig machen. Geht ja nicht nur um Ferien, sondern auch: was, wenn Dein Kind krank ist? Heute noch stellen mich Dienstreisen teilweise vor heftiger Herausforderungen...
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27.03.2017, 14:15
AW: Betreuung in den Ferien
Liebe TE,
ich würde den Umgang über das Jugendamt regeln lassen. Unsere Mitarbeiterin beim JA ist wirklich sehr nett und hilfreich. Mein Noch-Mann pickt sich ja gerne mal die Rosinen raus, daher war ich nicht gewillt, das alles mit ihm "unter der Hand" auszumachen. Er ist aus allen Wolken gefallen, als ihm die freundliche Dame eröffnet hat, dass er die Hälfte der Ferien abzudecken hat. Er meinte bloß, dass das nicht ginge. Nach einigem hin- und her rechnen kam raus, dass es bei uns insgesamt 11 Wochen Schulferien gibt. Wir haben beide jeder 6 Wochen frei. Geht also schon. Ist man halt überhaupt nicht mehr flexibel, aber so ist das Leben. Mit schulpflichtigen Kindern ist die Flexibilität ja sowieso nur noch theoretischer Natur.
Wir sind jetzt in der glücklichen Lage, dass unser Gastschulantrag bewilligt wurde und wir an der Wunschschule einen Hortplatz haben. Da gibt es dann sehr viel weniger Ferien als bei der offenen Ganztagsschule, in die unsere Tochter eigentlich hätte gehen sollen. Dennoch werde ich darauf bestehen, dass auch der Vater seinen Teil leistet. Notfalls wieder mit dem Jugendamt. Die Sprache versteht er mittlerweile.
Ich möchte vermeiden, dass meine Tochter wirklich ständig in den Hort gehen muss, wenn Ferien sind. Klar, das ist ein Luxusproblem, aber sie braucht die Ferien eben auch zur Erholung. Uns hilft auch noch meine Mutter mit, aber leider weiß ich, dass man sich darauf nie verlassen kann. Was nicht an meiner Mutter liegt, ganz im Gegenteil. Aber in dem Alter kann man eben auch schnell mal ernsthaft krank werden und ausfallen. Von daher ist das ein netter Bonus, darf aber nicht fix auf Dauer eingeplant werden.
Mein Tipp also: Jugendamt. Die vermitteln in solchen Fällen. Hat der Vater denn eigentlich keine Lust, auch mal die Ferien mit seinem Sohn zu verbringen? Es muss ja jetzt am Anfang ja nicht unbedingt der komplette Jahresurlaub sein, aber die Hälfte davon würde ich schon erwarten und entsprechend drauf hinarbeiten. Wehret den Anfängen. Er macht es sich gerade ziemlich gemütlich. Wenn Du ihm eine gangbare Lösung für dieses Jahr präsentierst, wird er noch weniger Anlass haben, für die nächsten Jahre was daran zu ändern. Das würde ich echt nicht einsehen, zumal es (auch) zu Lasten Deines Sohnes geht. Klar ist es nervig, so etwas haarklein ausfechten zu müssen. Aber das würde ich als Investition in die Zukunft sehen.„Es ist schwer, das Glück in uns zu finden, und es ist ganz unmöglich, es anderswo zu finden.“
Nicolas Chamfort
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29.03.2017, 12:20
AW: Betreuung in den Ferien
Das würde ich auch so machen.
Meistens sind das ja Regelungen wie "alle 14 Tage am Wochenende und die hälftigen Ferien". Zumindest kenne ich das so aus meinem Umfeld, wenn man sich auf "klassische Umgangsregeln" geeinigt hatte. Und das wurde meines Wissens dann direkt bei der Scheidung festgelegt.
Für diesen Sommer, wo die Ferien wegen Wechsel Kindergarten/Schule extrem lang sind, könntest Du im Kindergarten mal fragen ob er länger in die Betreuung kann auch wenn er kein Kindergartenkind mehr ist. Bei einer Kollegin ging das (berufstätige verheiratete Eltern haben nämlich das gleiche Probleme im "Wechseljahr").
Oder Dich erkundigen ob es Ferienangebote von Stadt oder Kirche gibt. Die bieten ja oft Tagesprogramme über 2 oder 3 Wochen.
Alternativ: Fußballcamp o.ä., falls Dein Sohn Interesse hat. So etwas gibt es hier auch über 2-3 Wochen von 8-16 Uhr.
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29.03.2017, 14:49
AW: Betreuung in den Ferien
Schreib in die Scheidungsvereinbarung hinein, dass der Vater die Hälfte der Betreuungskosten zu übernehmen hat, wenn er das Kind nicht selbst in den Ferien nimmt. Damit hast du keinen Ärger wegen der Kosten für eine "Oma", das Ferienlager oder einen Ferienkurs.



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