Mir fällt dazu nur ein: Du solltest Deinerseits auch zum örtlichen Jugendamt gehen (dort, wo das Kind wohnt). Wenn die Mutter auch schon bei diesem Jugendamt war, umso besser, dann kennen sie Euch schon.
Auf einem Spielplatz in einer anderen Stadt, 2-3 Stunden, und im Beisein der Mutter - das mutet schon skurril an, und finde ich für ein 14 monatiges Kind auch nicht gerade so "förderlich".
Habt Ihr Bekannte im Wohnort Deines Sohnes, wo Du Dich mit ihm treffen könntest? Dann wäre das unter "Aufsicht" (scheint der Mutter wichtig zu sein), aber sie muss selbst nicht persönlich anwesend sein. Kälte zwischen den Eltern ist für ein Kind nicht gut. Uns wurde deshalb diese Variante mit Freunden oder Verwandten, die bei den Treffen dabei sind, vom Jugendamt empfohlen. In unserem Fall gab es aber keine passenden "Kandidaten".
Ich kann die Mutter verstehen, ich kann aber Dich verstehen ... Von daher wäre Hilfe von außen für beide wichtig und entlastend.
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07.07.2016, 20:02
AW: Trennung, allein(weiter)erziehung, Umgangsrecht und -sinn
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08.07.2016, 09:28
AW: Trennung, allein(weiter)erziehung, Umgangsrecht und -sinn
Wieso soll der Vater des Kindes unter Aufsicht sein Besuchsrecht wahrnehmen? Ich würde sofort zu einem Anwalt gehen, dieser kann einen Eilantrag beim Amtsgericht auf Umgang stellen.
Alles andere kann danach geregelt werden. Auf solch ein Theater würde ich mich nicht einlassen. Wem soll das dienen?
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08.07.2016, 10:53
AW: Trennung, allein(weiter)erziehung, Umgangsrecht und -sinn
In solchen Situationen wird einem klar, dass man ohne Unterstützung Schiffbruch erleidet. Es ist wirklich schwierig, hier richtige Massnahmen zu ergreifen. Was ich nicht möchte, ist aus verletztem Stolz o.ä. Gefühlen überzureagieren, das kriegen die Kinder dann ab. So war ich als erstes bei einer Beratungsstelle, die inzwischen 4 Terminvorschläge für ein gemeinsames Gespräch angeboten haben. Die hab ich ihr auch weitergeleitet mit der Bitte, sich bis zum kommenden Sonntag für einen zu entscheiden. Sollte sie das ablehnen, werde ich den nächsten Schritt gehen, also die Ablehnung melden und beim zuständigen JA vorstellig werden. Sollte da auch keine einvernehmliche Einigung getroffen werden können, gehts zum Anwalt.
Meine "Ur-Ex" (23 j. Beziehung, Tochter, Enkelin) arbeitet selbst beim JA und eine Freundin ist ehrenamtlich in einer Kinder-Notdienststelle tätig. Mit beiden stehe ich im Kontakt, was sehr hilfreich ist. Parallel habe ich Kontakt zur Organisation "Väteraufbruch" aufgenommen und ein erstes Treffen wahrgenommen.
Aus allen Informationen versuche ich nun eine vernünftige Handlungsroutine heraus zu arbeiten. Ein neuer Aspekt kam nun hinzu, den ich wenn überhaupt nur ganz hinten im Kopf hatte. Wenn sie durch die unübersehbare Überforderung (hier sind sich alle s.o. einig) evtl. unbewusst auf einen crash hinsteuert, besteht zwar akuter Handlungsbedarf, der aber möglichst nicht direkt durch mich initiiert werden sollte. Das verstehe ich gut, denn schnell landet man in der "Buhmann-Kiste" (sagt Väteraufbruch). Sehe ich auch so. Und ganz wichtig, alles dokumentieren (ges. Kommunikation, Bilder, etc.). Kinder-Notdienst meint, Verbündete vorort suchen, da hier manchmal ganz schnell dramatische Situationen entstehen können. Das ist keine Angstmache, sondern Erfahrung. Hmm..
Ziel sollte sein, dass Einsicht (möglichst durch sanften Druck von aussen, z.B. Familienhilfe) einkehrt und Hilfe angenommen wird. Die Hürde ist aber noch nicht genommen. Je nachdem, ob sie einem der Termine zustimmt, kommt nächste Woche entweder gemeinsames Beratungsgespräch oder eben JA. Bis dahin heisst es Ruhe bewahren und sachlich bleiben.
Eine interessante Seite hierzu vaterlos.euGeändert von xanidae (08.07.2016 um 19:45 Uhr) Grund: Direktlink entfernt
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08.07.2016, 16:52
AW: Trennung, allein(weiter)erziehung, Umgangsrecht und -sinn
Hallo Eagle,
auch wenn jetzt dafür ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt ist, wäre es eigentlich sehr wichtig, wenn auch Du das Sorgerecht für Deinen Sohn hättest.
Sobald Du mit dem Jugendamt Kontakt hast (und es klingt so, als wenn das nötig wird), solltest Du ganz sachlich danach fragen. Es ist heutzutage "Gang und Gebe", dass beide Eltern das Sorgerecht bekommen. (und auch behalten selbst wenn ein Elternteil gar nicht mehr in der Lage ist, sich um seine Kinder kümmern, wie ín unserem Fall)
Es ist also überhaupt nicht verwerflich und in keinster Weise gegen die Mutter gerichtet, wenn auch Du als Vater das Sorgerecht FÜR Deinen Sohn beantragst und übernimmst.
Es hofft natürlich keiner, dass es zu einer Überforderungssituation bei der Mutter kommt, aber nur mit gemeinsamen Sorgerecht kann Dein Sohn dann ohne Probleme von Dir betreut werden.
Das sollte ganz sachlich angesprochen und geregelt werden können - wenn beide Eltern verantwortungsvoll mit ihrem Kind umgehen.
Das soll keine Angstmache oder Dramatisierung sein, aber ein Krankenhausaufenthalt kann z.B. schnell mal nötig werden, was dann? Gibt es Freunde/Verwandte vorort, die sich dann um alle 3 Kinder kümmern?
Dein Vorgehen, ihr einen Termin zu setzen für die Entscheidung zur Beratung, ist gut. Wenn das nicht klappt, solltest Du wirklich zum Jugendamt gehen. Sieh es als Handeln FÜR Deinen Sohn, nicht gegen die Mutter. Mir wurde in den letzten Jahren Beratung/Betreuung immer wieder gesagt: zuerst die Kinder! Wie es den Eltern damit geht, ist zweitrangig, sie sind erwachsen und können sich gflls. selbst Hilfe holen, Kinder nicht.
Wünsche weiterin Geduld, aber auch Klarheit und Mut!
Grüße, Renka
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11.07.2016, 15:04
AW: Trennung, allein(weiter)erziehung, Umgangsrecht und -sinn
Ist sie auf einen der Terminvorschläge eingegangen?
„Der Zeitpunkt ist immer richtig, um das Richtige zu tun.“
―Nelson Mandela
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13.07.2016, 10:33
AW: Trennung, allein(weiter)erziehung, Umgangsrecht und -sinn
Nein, sie hat die zeit verstreichen lassen und hat nicht darauf reagiert. Parallel dazu hat sie sich aber selbst direkt ans JA gewendet und dort eigene Beratungsgespräche geführt und eine Mediation beantragt, wie ich dann erfahren habe. Obwohl das eigentlich nicht der übliche Weg ist, sondern erst eine Vorberatung in Anspruch nimmt. Nun denn..
Daraufhin habe ich beim JA angerufen und mit der zuständigen SB gesprochen, die war recht kühl und hat sich wohl gewundert, dass ich nicht nur anrufe, sondern auch meine Bereitschaft zu einer Mediation bekundete. Wer weiss was ihr erzählt wurde. Im weiteren Verlauf habe ich vorsichtig die dortigen Zustände angesprochen und Sorge geäußert, ob die Überforderung dort nicht eine Hilfe oder Unterstützung erfprderlich machen würde, da ich ja nun nicht mehr zur Verfügung stehen kann. Die SB wolle veranlassen, dass Jemand dort mal vorbeischauen wird. Ein Lichtblick? Mittlerweile geht es mir ja mehr darum, dass der Kleine halbwegs gesund dort wachsen kann.
Ansonsten wird mir nun recht massiv der Umgang immer mehr mit wechselnden Orten und sehr kurzfristigen Terminvorschlägen erschwert. Statt wie ursprünglich ab 11:00 Uhr (Spielplatz), nun abends zuvor mitgeteilt, dass Morgen (also heute) der Umgang um 09:00 Uhr stattfinden soll. Die Nachricht habe ich ja dann auch erst morgens um 08:30 bekommen, also keine Chance die 120Km rechtzeitig zu bewältigen.
Hab ihr dann geschrieben, dass ich das als Behinderung des Umgangs sehe und es dem JA melden werde und außerdem zum Thema bei der Mediation machen werde. Wie gesagt, ich möchte den steten und "formalen" Weg gehen und nicht den "Hammer" rausholen, da ich befürchte, dass sich das alles auf die Kinder übertragen könnte. Für heute habe ich abgesagt und sie gebeten, mir zukünftig rechtzeitig Terminvorschläge zu unterbreiten, die auch den Zeitrahmen von 4 Std. bieten und für mich machbar sind. Bin gespannt..
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14.07.2016, 09:28
AW: Trennung, allein(weiter)erziehung, Umgangsrecht und -sinn
Tja, sie spielt nun die Karte, dass du den Umgang nicht wahrnimmst, indem du fast jeden absagst. Sie schafft Tatsachen. Merkst du nichts?
Warum rufst du nur beim JA an? Wieso gehst du nicht persönlich vorbei?
Latsch hin, zeige die Anrufliste und die SMS, wenn du welche bekommen hast, und beschwere dich gleich. Sonst wird das nie was.
Und den "Hammer" mit dem Familiengericht wirst du auspacken müssen, weil sie dich loswerden will.
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15.07.2016, 11:16
AW: Trennung, allein(weiter)erziehung, Umgangsrecht und -sinn
Von meiner Seite aus, war das der erste Umgangstermin, den ich aus den genannten Gründen abgesagt habe.Tja, sie spielt nun die Karte, dass du den Umgang nicht wahrnimmst, indem du fast jeden absagst. Sie schafft Tatsachen. Merkst du nichts?
Meine gr. Tochter hat das alles schon mal durchgemacht, war ein Riesenzinnober mit dem KV (der allerdings auch wirklich zu blöd ist), jedenfalls hat die kl. Tochter (was ja meine Enkelin ist) über die sich Jahre hingezogenen Streits über das AG irgendwann psychischen Schaden genommen und befindet sich mit 7 in begleitenden Therapie.Und den "Hammer" mit dem Familiengericht wirst du auspacken müssen, weil sie dich loswerden will.
Und ich hab damals versucht, die Gemüter zu besänftigen, aber alle wollten letztlich Krieg und ihre Macht ausüben. Ergebnis, der KV ist nun komplett raus, gar kein Umgang mehr, Distanzgebot usw..
Meine jetzige Ex und ihr Ex-Mann haben sich einen 3-jährigen Scheidungskrieg "gegönnt", wovon ich den Rest noch mitbekommen habe. Der Kleine ist ja sogar noch "ehelich" geboren worden, dann gings ganz schnell mit der Scheidung. Aber wer hat da den grössten Schaden genommen? Ihre beiden Mädels.
Klar, wenn ich die Geschichten mehr und mehr lese, kommt in mir auch die Wut hoch, doch grundsätzlich möchte ich selbst sowenig Druck wie möglich ausüben aber soviel Klartext wie nötig reden. Was ich z.T. hier und in anderen Foren lese, ist nicht gerade ermunternd. Meist wird, je nach Gusto der zuständigen SB'n und Richter Druck seitens der/des rausgedrängten als Psychoterror ausgelegt, selbst wenn es genau umgekehrt ist. Wichtig wäre, es, wenn von "neutraler Seite" her ein Ortstermin stattfände, um die dortigen Verhältnisse mal zu prüfen. Kann mir gut vorstellen, dass denen das gar nicht gefallen wird.
Gestern hat mich die bestellte Mediatorin angerufen und wir haben für nächste Woche einen Termin ausgemacht, zunächst ich allein. Wenn das in eine einseitige Richtung gehen sollte, also meine Wünsche und Ziele nicht berücksichtigend, werde ich das sicher anders handhaben. Ich finde ein Versuch ist das Wert, hoffe ich jedenfalls.
An dieser Stelle möcht ich mal ganz herzlich bedanken für die Kommentare und Hinweise. Für mich ist das alles ein Albtraum und bin so damit beschäftigt, dass ich aufpassen muss, mich nicht für irgendeinen verletzten Stolz hinreissen lassen möchte und alles andere Wichtige darüber vernachlässige.Geändert von eaglegeorge (15.07.2016 um 11:28 Uhr)
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15.07.2016, 11:42


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