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  1. Inaktiver User

    AW: entspannte Trennung....irritiertes Kind...was tun?

    Zitat Zitat von Anna_Mary_Jones Beitrag anzeigen
    Erstmal zu unserer Paarebene ... Wir sind beide im Reinen und die Trennung ist beidseits sozusagen "durch". Ich bin darüber nicht traurig. Es war für mich die richtige Entscheidung und möchte daran auch nichts ändern. Von seiner Seite sieht das meines Empfindens nach genauso aus.

    Selbstverständlich ist bei mir auch nicht immer Sonnenschein. Ich fühle mich schon manchmal einsam und bin ein Mensch dem man die Gefühle direkt am Gesicht ablesen kann auch wenn ich versuche soetwas hinunterzuspielen. Sie kennt halt ihre Mama.

    Sie möchte halt immer wissen "warum?". Ich erkläre, dass Erwachsene um zusammen leben zu können sich auf eine ganz besondere Art lieben sollten und dass das bei Mama und Papa eben nicht mehr der Fall ist. Ich weiß nicht, wie ich es ihr sonst erklären soll.
    Wir wollen immer gerne, dass unangenehme Gefühle weggehen- wir wollen sie weghaben- und bei unseren Kindern wollen wir ihnen diese am liebsten ersparen.
    Die Wahrheit ist aber, dass das Leben traurige Situationen bringt und sie auch betrauert werden dürfen.

    Du magst mit der Beziehung als Paar "durch sein"- dennoch gibt es unzählige Aspekte, die dennoch nun betroffen sind und mit denen Du nun klarkommen musst.
    Hier war im Forum doch auch grad der strang mit dem Gefühl des Versagens nach der Trennung- ein Gefühl, was soviele Menschen in sich haben......um nur einen Aspekt zu nennen, der doch ganz unabhängig vom Expartner ganz viele Emotionen aufbringt.

    Ja- Deine Tochter kennt Dich und Du solltest keinesfalls irgendwas "herunterspielen".
    Ja- es ist gerade schwierig- ja, ich habe mir das Leben anders vorgestellt- ja- ich fühle mich manchmal einsam und überfordert.
    Und ja- das alles ist ein Prozess, durch den man durchgehen muss und das ist kein Drama sondern eine Herausforderung, die Du schaffen wirst. Auch Du brauchst etwas Zeit......wie lange dauert es bis aus einer Blüte eine Frucht wird??
    Und nie mehr wird es eine Blüte sein (Verlust) und doch wie wunderbar die Frucht (neue Chancen).

    Die Grenze von "normal trauern" und "zuviel" ist natürlich kaum zu erkennen- und das Deine Tochter da auch ein wenig von Dir übernimmt, ist auch zu vermuten nach Deinen Zeilen.
    WIchtig finde ich, dass man dem Kind das Gefühl von Sicherheit und Stabilität gibt.
    Mama weiß, wo es lang geht!
    Wenn das klar ist, dann kann man auch trauern und weinen.....aber alles hat seine Zeit und darf dann auch da sein (was ja für Dich genauso gilt wie für Deine Tochter).

    Die Gefühle Deines Exmannes kamen hier nun gar nicht zur Sprache- die natürlich auch ein großes Maß ausmachen können, falls er mit allem noch nicht zutiefst einverstanden ist.

    lg kenzia

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    AW: entspannte Trennung....irritiertes Kind...was tun?

    Zitat Zitat von Anna_Mary_Jones Beitrag anzeigen
    Hallo,
    ich lebe seit 1,5 Jahren von meinem Partner getrennt. Wir waren 11 Jahre zusammen. Unsere Tochter wird im August 9.
    Anfänglich schien es so als würde sie die Trennung gut verkraften. Nun eineinhalb Jahre später zeigt sich jedoch, dass sie sehr damit kämpft.
    Wir haben uns ohne Schlammschlacht und ohne große Streitereien getrennt. Sind beide nach wie vor Single und pflegen einen ziemlich entspannten Umgang. Er nimmt auch mal an gemeinsamen Mahlzeiten mit teil und kümmert sich insgesamt auch viel um unsere Süße.
    Wir sind beide Vollzeit arbeiten und dadurch durch unterschiedliche Arbeitsrhythmen auch darauf angewiesen uns in die Betteuung reinzuteilen. Das klappt auch alles ganz gut.
    Ich dachte immer es ist gut für die Püppi, wenn die Eltern immernoch Seite an Seite für sie da sind trotz der Trennung.Aber sie fängt jetzt an alles erst so richtig ernst zu nehmen. Ich hab das Gefühl, sie versteht nicht warum wir nicht mehr zusammen sind wenn doch der Umgang weiterhin so gut verläuft und weint deshalb jeden Abend. Ich weiß einfach nicht wie ich es ihr erklären kann und was ich tun kann um ihre Trauer zu mildern.
    Hat jemand einen Tip?
    Ich glaube das ist das Alter dafür.....
    Mein Sohn hat keinen Kontakt zu seinem leiblichen Vater. Der Vater will nicht und seit mein Sohn 3 ist bin ich mit meinem jetzigen Partner zusammen. In genau dem gleichen Alter wie deine Tochter jetzt ist wurde das plötzlich akut: er fragte nach seinem leiblichen Vater, und hat oft darum geweint. Er hat jahrelang nicht gefragt. und dann plötzlich.....
    Das ging eine Weile. Ich hab dann bei ihm gesessen und ihm die Situation erklärt so gut es ging.
    Das ging dann vorbei und er hat seit Jahren nicht mehr gefragt.

    Ich weiss nicht was in dem Alter passiert aber ich glaube sie gehen in eine mehr erwachsene Phase des Denkens über, erkennen mehr zusammenhänge....

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    AW: entspannte Trennung....irritiertes Kind...was tun?

    Und Geschwister hat er sich dann auch gewünscht, oder einen Hund

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    AW: entspannte Trennung....irritiertes Kind...was tun?

    Bei uns kam die Trennung vor 1 Jahr und 3 Monaten. Auch hier eine sehr entspannte Trennung mit wenig Streit. Im August erfolgte die räumliche Trennung, seit Januar habe ich einen neuen Partner der jetzt zu mir und den Kindern ins Haus zieht. Partner und Ex verstehen sich, wir unternehmen auch durchaus etwas zu fünft mit den Kindern (mein Ex hat noch keine neue Partnerin).

    Wir haben getrauert, ich, die Kinder, mein Mann. Mein Mann und ich sind auf der Paarebene gescheitert, aber wir verstehen uns weiterhin super und sind auch für die Kinder da. Die Kinder (J 8/M bald 6) mögen meinen neuen Partner.

    Meiner Tochter ist es aktuell wichtig, dass wir uns nicht scheiden lassen. Haben wir nicht vor (aus wirtschaftlichen Gründen), aber sie hat Angst damit ihren Papa zu verlieren. Ich erkläre ihr regelmäßig, dass sie den Papa nie verlieren wird, da ihr Papa immer ihr Papa bleiben und für sie dasein wird. Mein Sohn profitiert von dem Umgang mit 2 Männern. Eine gewisse Trauer kommt immer wieder hoch.
    Sie wünschen sich den Papa zurück, er soll wieder einziehen. Ich denke, dieser Wunsch ist normal, egal ob die Eltern sich im Guten oder im Schlechten getrennt haben. Ich kenne Kinder die sich ein Zusammenkommen der Eltern wünschen, obwol die sich nur noch anschreien können und sich gegenseitig Pest und Cholera an den Hals wünschen.

    Zitat Zitat von Sommerwind_4 Beitrag anzeigen
    Ich habe mich da oft von netten Mitarbeiterinnen von Pro Familia drüber unterhalten. Mir wurde ausnahmslos gesagt "ein Kind spürt alle Missstimmungen (3 x S?), sehr wahrscheinlich wird Ihr Kind unglücklich, wenn Sie nur wegen der Fassade zusammenbleiben. Solange sich beide Eltern kümmern und das Kind weiß, dass Mama und Papa immer noch da sind für es, ist das besser als nur wegen des Kindes zusammenzubleiben".
    Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass sie Damen recht haben. Ich hab solche Eltern erlebt und das war schlimm. Die Kälte die zwischen meinen Eltern herrschte war schlimm zu ertragen, der Streit, die Unzufriedenheit, die doch in vielfältiger Weise an uns Kindern ausgelassen wurde. Ich habe mir sehr oft gewünscht dass sich meine Eltern trennen.

    Mein Mann und ich haben irgendwann erkannt, dass wir als Paar einfach nicht mehr zusammenpassen. Wegen der Kinder zusammenbleiben? Nein. Das wäre ungut für alle.
    Eine Trennung, die logische Folge ist natürlich auch schmerzhaft. Aber noch schmerzhafter als eine friedliche Trennung wäre ein erbitterter Rosenkrieg, der auf dem Rücken der Kinder abgehalten wird.
    Zada

    Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.
    [Lucius Annaeus Seneca]

    Wer lebt, stört.
    [Tankred Dorst]
    In einer Familie, die nicht nur aus Mumien besteht, gehören Konflikte dazu.
    [Reinhard Mey]

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