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  1. Inaktiver User

    AW: Wie kann Tochter mit Vater abschließen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich finde nicht, dass sich das Kind automatisch teilweise abgelehnt fühlt, nur weil man seinen Vater ablehnt,
    leider ist es so und läuft auf ganz tiefen unbewussten Ebenen ab.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    das Kind ist ein eigenständiger Mensch und sollte sich auch so sehen, unabhängig von den Eltern.
    Was es "sollte" hat überhaupt nichts damit zu tun, was in einem Kind drin IST.
    Und Eigenständigkeit entsteht erst durch das Gefühl von Halt, Sicherheit, Angenommen sein, usw....das ist keine Selbstverständlichkeit in der Entwicklung eines Menschen.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zudem spürt es das ohnehin und ist durch die doppelten Botschaften verwirrt, wenn man es versucht zu vertuschen.
    Kein Mensch redet von vertuschen und damit gibt es auch keine Doppelbotschaften.
    Ich kann den VAter meines Kindes als Mensch und Erzeuger durchaus achten- und sowas auch unabhängig von Verhaltnsweisen,die ich ablehne.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn der Vater ein 'A....h' ist, dann halte ich es für gesund, das auch so zu kommunizieren ( natürlich in anderen Worten) sonst fühlt sich das Kind minderwertig und denkt es läge an ihm selbst. Was jedoch so nicht der Fall ist. Eltern sind nicht perfekt und mit 16 weis man das spätestens auch.
    16 muss gar nichts aussagen- erst recht nicht, wenn einiges nicht rund und gesund läuft!
    Das Kind in seiner Trauer ernst nehmen- die Situation auch beim Namen nennen, wie ich auch das Verhalten ansprechen, was alles auslöst--ist vollkommen richtig.
    Dennoch muss damit der Vater nicht per se als A++++ beschrieben werden- diese Abwertung geht einfach zu weit in meinen Augen (auch, wenn man das als Mutter genau so sagn würde, was ich gut verstehen kann).

    lg kenzia

  2. Inaktiver User

    AW: Wie kann Tochter mit Vater abschließen?

    Zitat Zitat von Zimtstern11 Beitrag anzeigen
    Und dennoch fordert sie ein, dass er ein richtiger Vater ist. Manchmal hab ich das Gefühl: jetzt erst recht!
    Gegen jeden Verstand- geht es um eine ganz tiefe Sehnsucht.......und sowas treibt unablässig......kein logischer Gedanke kann das so einfach lösen.
    Und je mehr man möchte desto hilfloser wird man ja auch.........denn das Ausmaß wird doch immer deutlicher, schmerzhafter......

    Und noch dazu kommt die Pubertät, wo man sich doch von den Eltern löst und dieser Prozess doch gerade auch ad absurdum geführt wird-- was für mich dann ganz logisch zu einem "noch mehr" wird.

    lg kenzia

  3. Inaktiver User

    AW: Wie kann Tochter mit Vater abschließen?

    Wow, jetzt bin ich aber zerpflückt worden.
    Ich bleibe trotzdem bei meiner Ansicht.

  4. Inaktiver User

    AW: Wie kann Tochter mit Vater abschließen?

    Sorry....nicht persönlich

    lg kenzia

  5. Inaktiver User

    AW: Wie kann Tochter mit Vater abschließen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich meinte, ich an deiner Tochterstelle würde mich rar machen.
    Zimtstern, auch wenn ich mich jetzt möglicherweise sehr unsympathisch bei dir mache ... die ursprüngliche Aussage war an deine Tochter gerichtet, du hast sie 'dankbar' übernommen ;-).

    Ich meine, ihr beiden redet zuviel über den Vater. Du kannst noch so neutral erscheinen mögen, alleine nonverbal und zwischen den Zeilen wird - wie auch hier - deine eigene große Enttäuschung über sein Verhalten und - wie er eigentlich doch sein sollte - kommuniziert werden.

    Überlasse deine Tochter ihre eigene Entscheidung zu ihrem Vater. Das ist als traurige Mutter eine verdammt schwere Übung, insbesondere, wenn das Kind so offensichtlich leidet. Doch es ist auch nicht ganz klar, ob sie nur wegen ihres Vater so reagiert. Vielleicht habt ihr/hast du dir das schon einmal systemisch angeschaut - bei dieser Therapieform zeigen sich oft die Verstrickungen, die sehr wirken aber ansonsten kaum auszumachen sind.

    Ich meine, du tust deiner Tochter keinen Gefallen, wenn du zu sehr mitleidest. Und ich meine ausserdem, dass eure Gefühle vermischt sind. Dass du deine eigenen Gefühle mit den ihren 'vermischst'.

    Es gibt zu dem Thema 'Magersucht' einiges, recht gute Lesematerial von Fallbeispielen. Diese Krankheit erscheint auch in Familien, die 'eigentlich' gut funktionieren, es zumindest nicht so offene Dysfunktionialitäten gibt, wie von dir bei euch beschrieben.

    Habt ihr schon einmal über Glaubenssätze gesprochen? Auch das ist häufig verkannt. Kleine Kinder schwören sich manchmal ungesunde Dinge, wenn der Schmerz so groß ist und wenn der Verstand (noch) nicht erklären kann, was geschieht.

    Ich meine, arbeite an dir und deinem Vertrauen in deine Tochter. Zeig' ihr, dass du sie liebst und lasse sie laufen, ihren Weg finden. Auch zu ihrem Vater. Ihr keine 'falschen Hoffnungen' mehr zu machen, ist schön - geht aber meines Erachtens zu weit. SIE muss finden, wer ihr Vater ist. Und sie braucht sicherlich noch Hoffnung. Wobei ich auch fast sicher bin, dass diese Hoffnung eines Tages belohnt werden wird. Denn die beiden werden sich weiter kennenlernen und aussprechen, sukzessive, das braucht viel Geduld.

  6. VIP

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    AW: Wie kann Tochter mit Vater abschließen?

    Trauerst du zu sehr um den Vater für deine Tochter, so dass sie keinen Raum hat für die eigene Trauer und der Körper dies nun übernimmt?

    Mütter in Trennungsfamilien trauern häufig dem Idealbild des Vaters oder der Vaterfigur hinterher, wenn dieser sich leider ganz unväterlich benimmt. Sie finden es total unfair für ihr Kind, dass es nun keinen oder weniger Kontakt zum Vater hat. Wenn man diese Frauen nach der Reaktion des Kindes fragt, dann sagen die meisten "Es nimmt das hin" oder "Es hat Verständnis". Die Wut und die Trauer darüber leben die Mütter aus. Meine Vermutung ist, dass das Kind gar nicht wütend oder traurig sein kann, weil die Mutter es schon so sehr ist und das Kind die Mutter nicht noch zusätzlich belasten möchte. Dann entstehen psychosomatische Beschwerden oder Schulauffälligkeiten beim Kind, deren Ursache nicht zu finden ist. Allen gemein ist eine ungute Trennungssituation mit einem unzuverlässigen umgangsberechtigten Elternteil.
    Wie soll ein Kind seine Wut, seinen Schmerz und seine Trauer darüber äußern, wenn das Elternteil bei dem es lebt, für es gefühlt sowieso schon am Rande des Nervenzusammenbruchs steht? Wenn niemand da ist, der mich auffängt, muss ich weitermachen.

    Suche dir einen Ort, wo du die Trauer und die Wut über den Vater, der deiner Tochter Schmerzen bereitet - die du aushalten musst - lassen kannst und wo du lernst diese Gefühle besser anzunehmen und die Verantwortung dafür abzugeben. Du bist nicht für die Enttäuschung durch den Vater verantwortlich, nichts was du tust kann das Gefühl bei der Tochter abmildern. Damit umzugehen ist nicht leicht, doch es wäre für mich der Weg als Mutter in einer solchen Situation.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  7. Inaktiver User

    AW: Wie kann Tochter mit Vater abschließen?

    Prima Beitrag, xanidae.

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    AW: Wie kann Tochter mit Vater abschließen?

    Hallo,

    Vielen Dank für eure interessanten Meinungen.

    Aber entgegen diesen, muss ich leider sagen: nein, ich bin nicht enttäuscht über den Vater, er ist wie er ist. Und ich habe mich damals nicht umsonst von ihm getrennt.
    Diese Gefühle die ihr beschreibt, sind auf jeden Fall die ersten paar Jahre so gewesen, da habt ihr auf jeden Fall recht.
    Aber mit den Jahren habe ich mich abgefunden dass er eben kein guter Vater ist und er war mir egal. Ich war neutral, habe nicht schlecht über ihn geredet, aber auch nicht gut. Wenn meine Tochter Kontakt zu ihm wollte, hab ich das unterstützt, sie aber zu nichts gedrängt. Dann kam die Essstörung dazu und es war meine Pflicht ihn darüber zu informieren. Was ihn nicht interessierte. Darüber war ich sicherlich nochmal wütend und enttäuscht, habe aber durch meinen LG, meine Familie und Freunde genügend Unterstützung.
    Mit der Essstörung kamen diverse Therapien inkl Familienaufstellung etc., auch ich hab mir selber Hilfe gesucht.
    Ich bemitleide meine Tochter nicht für die Situation, ich bin für sie da und fange sie auf. Würde aber niemals zu ihr sagen: ohhhh hat der blöde Papa dich wieder enttäuscht?
    Versteht ihr was ich meine, ich glaube das kommt falsch rüber. Es ist auch schwer alles zusammen zu fassen.
    Ich leide nicht für sie, sie geht ihren Weg. Sie hat auch gelernt, dass er sie nicht persönlich treffen will mit seinem Verhalten.
    Und dennoch tut es ihr unendlich weh und versucht mit Rückfällen wieder Aufmerksamkeit von ihm zu bekommen. Denn das hätte ja schonmal kurz geklappt zu den schlimmsten Zeiten.
    Mir persönlich ist der Vater egal, er wird hier auch nicht thematisiert, außer jetzt im Forum, unter uns.
    Wenn meine Tochter was erzählen möchte, sich auskotzen möchte, höre ich zu.
    Ich bin ganz sicher nicht am Rande des Nervenzusammenbruchs 😉

    Ich würde einfach nur gerne meine Tochter irgendwie unterstützen, wenn SIE wieder einmal vor mir steht und mich fragt wie sie mit ihrem Vater als Vaterfigur abschließen kann.
    Was nicht bedeutet dass sie keinen Kontakt mehr will.

  9. Inaktiver User

    AW: Wie kann Tochter mit Vater abschließen?

    Zitat Zitat von Zimtstern11 Beitrag anzeigen
    Ich würde einfach nur gerne meine Tochter irgendwie unterstützen, wenn SIE wieder einmal vor mir steht und mich fragt wie sie mit ihrem Vater als Vaterfigur abschließen kann.
    Was nicht bedeutet dass sie keinen Kontakt mehr will.
    Die Antwort auf diese Frage lautet wohl - der Vater bleibt Vater. Ein Abschied aus dieser Rolle ist nicht möglich. Vielleicht nie oder später, wenn die erwachsene Frau diesen Teil wirklich hat verabschieden können. Noch halte ich das für zu früh. Und er ist eben der Vater, auch wenn er diese Rolle nie adequat übernommen hat und vielleicht auch nie übernehmen wird.

    Die Frage deiner Tochter lautet also wohl übersetzt, wie gehe ich mit diesem Schmerz um, wie gehe ich damit um, mich selbst als 'ungenügend' zu fühlen, denn ich bin ja Tochter dieses ungenügenden Mannes. Also bin ich auch in Teilen 'falsch'.

    Mit ihm abschließen zu wollen, ihm eine andere 'Rolle' zu geben und mit weniger emotionaler Betroffenheit dennoch Kontakt halten zu können, widerspricht sich zudem. Und zeigt damit die Ambivalenz und Zerrissenheit deiner Tochter.

    Vielleicht kannst du ihr das aufzeigen. Er ist und bleibt ihr Vater. Es ist kein Abschied davon möglich, sondern Akzeptanz heißt die Lösung und davor steht die Trauerarbeit. Akzeptanz eben auch des Nicht-Perfekten, des Ungenügenden. Ihr Fokus scheint auf diese Anteile in sich selbst gerichtet zu sein, selbst nicht zu genügen, nicht perfekt zu sein, sich unsichtbar machen zu wollen. 'Falsch zu sein'.

    Was macht er gut im Leben?

  10. User Info Menu

    AW: Wie kann Tochter mit Vater abschließen?

    Hallo an alle Alle,

    bin hier (während der Aufarbeitung meines eigenen Themas) irgendwie hängengeblieben und in Resonanz gegangen. Habe selbst eine gr. Tochter und Enkelin, nebst kleinem Sohn. Die Frage (der Mutter), wie die Tochter mit ihrem Vater "abschliessen" kann, tut einfach weh. Es wurden hier schon viele kluge, weise und erfahrene posts geschrieben, soweit ich das verfolgen kann von Müttern (also Frauen). Kein Mann klinkt sich ein, ich versuchs mal.

    Dieser Mann (ist es überhaupt einer, stellt sich mir die Frage) wird Vater, mehrfach sogar, lässt sich von einer anderen überdominieren und stellt sich seiner Verantwortung nicht wirklich, sodass also die fürsorgliche Mutter, sich schützend vor die Tochter stellt, damit sie abschliessen kann. Es gibt keinen Abschluss, nicht mal für den (ach so verantwortungslosen) Vater und ich würde ihm am Liebsten die Meinung geigen. Ein Kind braucht beides, die (möglichst bedingungslose) Liebe der Mutter und die Fürsorge eines Vaters (der auch einer sein will). Ansonsten läuft das Kind Gefahr, eine Pippi Langstrumpf zu werden.

    Bitte lass sie nicht abschliessen (allein die Wortwahl ist gleich Tod.. dann lieber Pippi L.). Sie wird es selbst aufarbeiten und wenn Du ihr als Mutter die Kraft, den Glauben sich entwickeln lässt, wird Deine Tochter irgendwann die Sehnsucht und den Wunsch haben, ihre anderen Wurzeln kennenzulernen. Ob der da mitspielt oder nicht, liegt nicht (mehr) in Deiner Macht oder in Deinem Aufgabenbereich. Du hast getan, was Du konntest und Du meinst es gut. Der Rest ist Leben..

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