Hi Windweib,
Ich habe meinen alten Job gekündigt und den neuen Arbeitsvertrag unterschrieben - der Staat wird den Teufel tun, mich zu unterstützen. Abgesehen davon habe ich erlebt, wie schwierig die Jobsuche im vergangenen Jahr war. Nur Absagen - ich kann mir natürlich einreden, dass es an der Qualifikation u nicht am Kind ("Betreuung gesichert") lag.
Wie soll ich denn die Wahrscheinlichkeit der Entfristung vs. leere Versprechen abwägen? Gibt's da ne Formel?Es ist Öffentlicher Dienst, die hängen nunmal an den Steuertöpfen. Und unbefristet stellt (hier) kaum noch jemand ein.
Die Fixkosten sind 800 € Miete (2,5 Zi, 4.Etage ohne Lift, gebaut 1906 (kein "schöner" Altbau), warm), 350 € Kita und dann noch der übliche Kram (Telefon, Vorsorge, GEZ etc). Wohnungssuche läuft seit nem Jahr - mehrere Besichtigungstermine (mit Kindsvater), keine Zusage. Wohnbaugsellschaften sind überlaufen. Keine Änderung in Sicht
SOO - um das ganze jetzt positiv zu beenden: Der Papa wird mind. 1mal die Woche die Kleine hinbringen.
Auch ein Gespräch mit der Bezugsbetreuerin hat mich nohcmal in der Entscheidung bestätigt, dass die Kleine da gut aufgehoben ist.
Und jetzt wacht die Maus grad vom Mittagsschlaf auf, die Sonne scheint also ab auf den Spielplatz!![]()
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20.04.2016, 14:43
AW: Kind 1 Jahr; fast jeden Tag 9 Std in Kita wg Vollzeit
Wo kämen wir denn hin, wenn alle immer nur sagten 'wo kämen wir denn hin' und keiner ginge um zu kucken wohin wir kämen wenn wir gingen! (unbekannt)
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20.04.2016, 14:59
AW: Kind 1 Jahr; fast jeden Tag 9 Std in Kita wg Vollzeit
Salsaschwedin, Du tust, was Du kannst

Angesichts Deiner Schilderungen (schwierige Jobsuche, Befristung, alleinerziehend ...) kann ich gut nachvollziehen, dass Du den Job keinesfalls gefährden möchtest. Die Jobsuche würde später bestimmt nicht einfacher. Manchmal muss man sich eben zwischen Pest und Cholera entscheiden.
Alles Gute!!
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21.04.2016, 12:55
AW: Kind 1 Jahr; fast jeden Tag 9 Std in Kita wg Vollzeit
Hallo Salsaschwedin,
von mir noch der Tipp (falls nicht bekannt), dass Arbeitgeber sich bis zu 250€ an den Kitakosten für Kinder bis 6 Jahren beteiligen können. Damit spart der Arbeitgeber Steuern.
[Siehe hier:] http: // erfolgreich-wirtschaften.de/fuer-alle-steuerzahler/kindergartenkosten-uebernahme-arbeitgeber/
Weiss nicht genau, wie das beim Öffentlichen Dienst ist. Mein AG bezahlt das (haben sie mir abr anfangs nicht freiwillig verraten, muss man nachfragen). Gerade bei der sehr teuren Kleinstkinderbetreuung kann das gut helfen!
Und auch unbedingt Steuererklärung machen und Kita-Kosten und Vorsorge etc. absetzen. Das bringt auch noch mal was.
Ich denke (aus Erfahrung, mit 2 Kindern) eine gute und stabile Kinderbetreuung ist goldwert, sie unterstützt Eltern und Kinder, und bei Alleinerziehende umso mehr. Mütter können Kindern nicht alles bieten: 100% Eigenbetreuung + Erwerbstätigkeit. Aber die Erwerbstätigkeit wird umso wichtiger, je älter die Kinder werden, sie bietet finanzielle Unabhängigkeit und sie bietet ein eigenes Leben auch für die Mutter. Auch wenn es oft genug schwer ist alles unter einen Hut zu bekommen, Familie und Job -- Aber im Job ist man unter erwachsenen Leuten, gerade für Alleinerziehende finde ich das wichtig.
Am besten, Salsaschwedin, knüpfst Du Kontakt zu den anderen Eltern, die auch ihre Kinder ganztags in dieser Krippe unterbringen (müssen), das schweißt zusammen und man sitzt im "gleichen" Boot. Ich habe heute noch sehr engen Kontakt zu den Müttern aus der Krippengruppe meines Sohnes, inzwischen ist er 14 Jahre... ;-)
Alles Gute und einen guten Start in Job und Krippe! LGGeändert von Analuisa (21.04.2016 um 23:54 Uhr) Grund: Verlinkung auf kommerzielle Seite rausgenommen
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21.04.2016, 16:42
AW: Kind 1 Jahr; fast jeden Tag 9 Std in Kita wg Vollzeit
Das klingt für mich auch alles positiv, Salsaschwedin! Und ja, du tust, was du kannst. Da möchte ich mich ganz anschliessen - bei der Auswahl wäre das auch meine Wahl. Schreib doch mal wie es dann läuft?
Vielleicht kann der Kindsvater sich ja auch noch irgendwann zu 2x wöchentlichem Einsatz bringen, wer weiss.
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17.05.2016, 21:26
AW: Kind 1 Jahr; fast jeden Tag 9 Std in Kita wg Vollzeit
Halli Hallo,
wollte nochmal eine kurze Rückmeldung dalassen
Es läuft gut. Die Kleine (und ich zugegebenermaßen auch) haben morgens kaum noch mit Trennungsschmerz zu kämpfen, die BEtreuerin meinte heute, dass sie wirklich "angekommen" zu sein scheint. Sie will immer weniger auf den Arm (den sie auch bekommen hat, die arbeiten da sogar mit Tragetüchern) und spielt streckenweise selbständig und völlig versunken im Tun.
Der neue Job lässt sich wirklich gut an, es wäre klasse, da zunächst eine Verlängerung und irgendwann die Entfristung zu bekommen - aber darüber zu hirnen bringt jetzt nichts.
Renka, Danke für den Tipp mit der Beteiligung an der Kita, das werde ich bei der Personalabteilung nachfragen.
Das mit dem Hinbringen durch den Papa haben wir nach einem Versuch gecancelt, hat sich für alle Beteiligten als unnötig stressig erwiesen. Er wird sie jetzt einmal die Woche früher abholen.
DANKE an alle, die mir hier Zuspruch und Tipps gegeben haben, das hat soo gut getan und sicher auch einen Teil zur inneren Ruhe und Zuversicht beigetragen, die sich bestimmt auf die Kleine übertrugen!

Wo kämen wir denn hin, wenn alle immer nur sagten 'wo kämen wir denn hin' und keiner ginge um zu kucken wohin wir kämen wenn wir gingen! (unbekannt)
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17.05.2016, 21:27Inaktiver User
AW: Kind 1 Jahr; fast jeden Tag 9 Std in Kita wg Vollzeit
Schön, dass es so gut klappt -und ich drücke die Daumen für eine Entfristung!
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29.05.2016, 23:24
AW: Kind 1 Jahr; fast jeden Tag 9 Std in Kita wg Vollzeit
Mach dir keine Sorgen. Meine Püppi ist von Anfang (nach dem Jahr Elternzeit) 9 Stunden in der Kita gewesen. Ihr Papa und ich sind beide Vollzeit arbeiten. Mittlerweile sind wir getrennt und sie geht nach der Schule noch in den Hort.
Das läuft soweit ganz gut. Sie hat Freundinnen zum spielen und manchmal möchte sie am liebsten noch dableiben, wenn man sie mal früher abholt, weil sie noch nicht fertig gespielt hat.
Ich muss dazu sagen, dass auch sie ein echtes Klammeräffchen ist was ihre Eltern angeht und trotzdem geht sie gern, lernt viel und hat auch damals aus der Kita viel mitgenommen. Sie hat sich wunderbar entwickelt. Die wenige Zeit die wir gemeinsam verbringen können ist dadurch zwar kostbar aber auch immer besonders und intensiv. Sie hat den Bezug und das Klammeräffchentum zu ihren Eltern nicht abgelegt. Also keine Angst vor Entfremdung. Das wird mit der Zeit, wenn sich dein Kind erst eingewöhnt hat gut klappen.
Und natürlich gibt es auch Phasen wo man meint es wäre alles nicht richtig und das Kind braucht einen mal mehr aber das vergeht auch wieder.
Nur Mut.



Es ist Öffentlicher Dienst, die hängen nunmal an den Steuertöpfen. Und unbefristet stellt (hier) kaum noch jemand ein. 


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