Hallo Salsaschwedin,
ich kann dich gut verstehen, bin seit Januar wieder Vollzeit arbeiten und der Papa ist mit dem Kleinen (jetzt 14 Monate) zu Hause, ab August soll er dann für 35h in die Kita. Irgendwie habe ich jetzt schon das Gefühl total viel zu verpassen und jetzt kann mir ja noch der Papa jeden Abend die News erzählen, aber in der Kita geht das ja dann nicht mehr.
Ich tröste mich damit, dass er so ein kleiner Entdecker ist, dass es ihm sicher gut tun wird, andere Schubladen und Schränke aus-, um- und aufzuräumen und mit anderen Kindern in Kontakt zu kommen (haben wir jetzt kaum).
Derzeit ist es bei uns sowieso total das Gehetze, weil man Mann halbtags arbeitet und wir so 13h Arbeit in den Tag quetschen müssen. Ich hoffe, dass es mit der Kita dann entspannter wird und wir dann beide gechillter sind, so dass der Kleine davon dann letztendlich auch profitiert.
Gibt es bei dir die Möglichkeit Arbeitszeit zu reduzieren oder geht das nicht? Das wäre vielleicht was, was du im Hinterkopf haben könntest, dass du das in Anspruch nehmen könntest falls es dir zu schwer fällt die Kleine so lange da zu lassen.
Viele Grüße,
Aureole
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Ergebnis 11 bis 20 von 77
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14.04.2016, 19:21
AW: Kind 1 Jahr; fast jeden Tag 9 Std in Kita wg Vollzeit
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14.04.2016, 19:24Inaktiver User
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14.04.2016, 19:39Inaktiver User
AW: Kind 1 Jahr; fast jeden Tag 9 Std in Kita wg Vollzeit
Das finde ich jetzt ein ziemlich düsteres Szenario... für drei Jahre kriegst du ja die Rentenpunkte gutgeschrieben - da musst du schon gut verdienen, damit das wirklich so viel weniger ist.
Und ob die drei Jahre dann über 45 Beitragsjahre gesehen überhaupt noch einen spürbaren Unterschied machen sei mal dahingestellt. Ich glaub es nicht.
Ich persönlich hab mich immer lieber materiell eingeschränkt zugunsten von mehr Zeit und weniger Stress, für mich und die Kinder, zumindest temporär.
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14.04.2016, 19:50Inaktiver User
AW: Kind 1 Jahr; fast jeden Tag 9 Std in Kita wg Vollzeit
Das wäre für mich kein Argument. Wer weiß schon, was in 40 oder so Jahren wirklich ist, und es geht ja nicht darum, dauerhaft in Teilzeit zu bleiben, sondern vielleicht bis zum 3. Geburtstag oder so.
Meine beiden waren auch recht lange in der Kita, mein Sohn ab dem 1. Geburtstag fast 8 Stunden täglich. Es würde zu weit führen, warum das so war. Jedenfalls hatte ich es mir auch anders vorgestellt/gewünscht. Bei meiner Tochter, die erst mit knapp 2 Jahren in die Kita kam und erst ab etwa 3 Jahren dann so lange dort war, hätte es womöglich auch wirklich nicht geklappt, Kinder sind ja unterschiedlich und meine Tochter ist weit sensibler als mein Sohn. Der aber hat eine super Entwicklung hingelegt in der Kita, ist ein heller Kopf, sehr fröhlich und auch sozial eher weiter als Altersgenossen (er ist jetzt 4). Und das trotz langer Kita-Zeiten, eher schlechtem Betreuungsschlüssel und einem schlechten Gewissen meinerseits, das mich extrem geplagt hat (durchgeheulte Nächte inclusive).
Was ich damit sagen will: Es gibt ganz sicher viele Kinder, die lange und auch vom Schlüssel her nicht ideale Fremdbetreuung gut wegstecken. Ob Deiner dazugehört, kannst Du sicher besser einschätzen als wir, eventuell auch zusammen mit den Erzieherinnen. Eine andere Schiene ist, wie es Dir damit geht. Bindung ist ja keine Einbahnstraße, und zumindest bei mir war es so, dass ich, obwohl ich sah, dass es meinem Sohn wirklich gutging in der Kita, unter der Situation gelitten habe, ihn vermisst habe und das Gefühl hatte, viel zu verpassen.
Was sein muss, muss sein. Wenn Du Dir sicher bist, dass es nicht anders geht, dann sag Dir das und mach das Beste draus, genieße die verbleibende Zeit mit Deinem Sohn. Wenn Du doch etwas ändern kannst - Vorschläge kamen ja viele, wie den Vater finanziell mehr in die Pflicht nehmen, Rücklagen aufbrauchen, Vollzeit etwas reduzieren (evtl. die Großmutter an einem zweiten Tag einspringen lassen) ? - dann versuche das, wenigstens für eine Übergangszeit.
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14.04.2016, 19:57
AW: Kind 1 Jahr; fast jeden Tag 9 Std in Kita wg Vollzeit
Nun, es gibt allerdings eine Untergrenze beim Einschränken. Und das ist, wenn das Geld nicht mehr zum Leben reicht. Natürlich ist das abhängig von der Miete und den sonstigen Kosten. Nur wenn insgesamt für Lebensmittel, Kleidung, Hygiene und Freizeit für Mutter und Kind weniger als 500 Euro im Monat verbleiben, ist eine Arbeitsstelle sicherlich besser als auf Sozialhilfe angewiesen zu sein.
Je nach Ausbildung und Arbeitsstelle ist der Unterschied der Rentenansprüche doch erheblich. Meine Schwägerin war entsetzt, wie groß der Unterschied in der Erziehungszeit war. Sie hat später dann nachgezahlt, eben weil sie ihrem Kind auf keinen Fall im Alter auf der Tasche liegen möchte.
Ein schlechtes Gewissen ist mEn fehl am Platz. Als Mutter entscheidest du dich für dein Leben und das deines Kindes. Das schlechte Gewissen ist nur Selbstmitleid und behindert dich, deine Ziele zu erreichen.
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14.04.2016, 19:58Inaktiver User
AW: Kind 1 Jahr; fast jeden Tag 9 Std in Kita wg Vollzeit
Ich finde den Schlüssel auch nicht ideal. Meine Tochter ist auch fast acht Stunden in der Kita, aber dort kommt ein Erzieher auf drei Kinder. Gerade jetzt, so lange sie noch so klein ist, ist die Bezugserzieherin ganz wichtig für sie, sie läuft morgens immer gleich als erstes auf ihren Schoß. (Und nachmittags beim Abholen immer gleich freudestrahlend auf meinen.
)
Kannst du nicht ein paar Monate Teilzeit in Elternzeit nehmen? Wenn das Kind dann nach einer Weile sicher eingewöhnt ist, wird es nicht mehr so darauf ankommen, ob es nun sechs oder neun Stunden in der Kita ist.
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14.04.2016, 20:24
AW: Kind 1 Jahr; fast jeden Tag 9 Std in Kita wg Vollzeit
Könnte der papa / andere oma / opa später hinbringen / früher holen? Könntest du so evtl. 2-3 tage lang arbeiten und die anderen tage so früher selbst abholen?
Warum keine tamu?
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14.04.2016, 20:24
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14.04.2016, 22:34
AW: Kind 1 Jahr; fast jeden Tag 9 Std in Kita wg Vollzeit
Hallo Salsaschwedin! Hoffentlich machen dir die teilweise skeptischen Beiträge nicht so zu schaffen, dass du nicht mehr mitschreiben magst. ..
Von meiner Seite aus ist es wirklich ein Versuch, mit zu überlegen, wie es für dein Kind am besten gehen kann.
Wenn du eine (kleinere) Kita mit besserem Betreuungsschlüssel hättest, dann wären Ruhezeiten und familienähnliche Abläufe, also das was für deine Tochter auch wichtig ist, einfach besser zu regeln und sie könnte es an den langen Tagen in der Kita ihrem Bedürfnis entsprechend haben.
Ist das die einzige Kita, die für euch möglich ist? Ich habe das jetzt auch so gelesen, dass sie bereits dort ist - wie lang sind ihre Tage zur Zeit?
Mein Vorschlag mit der begrenzten Jobreduzierung würde es hingegen leichter machen, sich an lange Tage in der suboptimalen Kita zu gewöhnen.
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14.04.2016, 22:45Inaktiver User
AW: Kind 1 Jahr; fast jeden Tag 9 Std in Kita wg Vollzeit
Ich sehe es wie Mary.
Es gibt zwei Stellschrauben: Die Betreuungsqualität der Kita und die eventuell mögliche vorübergehende Reduzierung der Arbeitszeit. Vielleicht kannst Du an einer von beiden etwas verändern.
Ein schlechtes Gewissen ist hingegen völlig überflüssig. Du tust was Du tun kannst um für Dich und Dein Kind das Beste aus den vorhandenen Möglichkriten zu machen. Mehr geht nicht.


, bin seit Januar wieder Vollzeit arbeiten und der Papa ist mit dem Kleinen (jetzt 14 Monate) zu Hause, ab August soll er dann für 35h in die Kita. Irgendwie habe ich jetzt schon das Gefühl total viel zu verpassen und jetzt kann mir ja noch der Papa jeden Abend die News erzählen, aber in der Kita geht das ja dann nicht mehr.
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