Hallo,
Ich bin 30 Jahre alt und habe drei Kinder.
Seit 3,5 Jahren bin ich nun vom Vater getrennt, was auch die beste Entscheidung meines Lebens war.
Ich hasse es aber alleinerziehend zu sein. Ich habe keine Freunde, nur meine Familie.
Am meissten hasse i9ch aber die Wochenenden, wenn man nicht weiss was man anstellen soll. Man hat den ganzen Tag die Kinder um einen rum, was noch anstrengender als in der Woche ist, wie ich finde. Klar unternehmen wir auch was, aber dann sehe ich immer diese pseudoglücklichen Familien, wo alles immer friede,freude Eierkuchen zu sein scheint. dann werde ich immer ziemlich traurig. Ich habe niemanden, mit dem ich meine Probleme teilen kann, oder einfach nur mal reden kann.
Vor kurzem habe ich mich von meinem Partner getrennt, weil er meine Kinder nicht akzeptieren konnte
Andere in meinem Alter fangen gerade erst mit der Familienplanung an und ich hab schon alles durch, Heirat, Kinder, Scheidung.
Ich frag mich, ob das schon alles war im Leben?
Geht es jemanden genauso?
Ich musste das einfach mal loswerden
LG
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Ergebnis 1 bis 10 von 12
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26.02.2016, 11:26
Ich hasse es alleinerziehend zu sein!
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26.02.2016, 11:33Inaktiver User
AW: Ich hasse es alleinerziehend zu sein!

Ich glaube, wenn man in einer blöden Situation ist, sieht man immer nur das, was man gerade nicht hat.
Als unglücklich Verliebte lauter Liebespaare, als ungewollt nicht schwanger lauter Schwangere, als Arbeitslose lauter Leute die zur Arbeit fahren.
Vielleicht magst du hier einen Aufruf an Frauen in deiner Umgebung starten, um gemeinsam Freizeit am Wochenende zu verbringen.
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26.02.2016, 11:36
AW: Ich hasse es alleinerziehend zu sein!
Grade in Eile, deshalb nur schnell: ich war zwar formal nicht alleinerziehend, de facto vor allem an Wochenenden berfsbedingt aber schon. Ich kenne das Gefühl. rückblickend würde ich sagen: trotz allem selektive Wahrnehmung. EINE Abwechslung wäre, Väter/Mütter in gleicher Situation zu suchen, und sei es nur für ab+zu
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26.02.2016, 11:41Inaktiver User
AW: Ich hasse es alleinerziehend zu sein!
Ich war mit Mitte dreissig soweit, und kenn das Gefühl...

Mir haben zwei Sachen geholfen, zum einen der Job (halbtags) und zum anderen sowohl der bisherige Freundeskreis als auch, vor allem mit dem Gefühl als einzige Versagerin unter lauter glücklichen Familien zu leben - meine Alleinerziehendengruppe. Meine Freundschaften aus den Alleinerziehendenjahren hab ich immer noch, das hat uns sehr verbunden.
Inzwischen ist das Geschichte, meine Kinder sind aus dem Haus und mir geht es wunderbar - aber das waren harte Jahre. Aber denk dran: es ist eine Phase. Es geht vorbei.
Und in zehn Jahren bist du aus dem gröbsten raus und immer noch erst 40 - da steht dir die Welt offen!!!
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26.02.2016, 11:48Inaktiver User
AW: Ich hasse es alleinerziehend zu sein!
Nein, auf keinen Fall! Du bist gerade mal 30! Wenn deine Kinder groß sind, bist du noch jung genug für 1000 schöne Dinge! Das ist die gute Nachricht.
Aber der Schuh drückt jetzt, und das kann ich gut verstehen. Wahrscheinlich ist die Trennung von deinem Freund der besagte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Es ist blöd und traurig und mistig, aber es ist nicht das Ende der Welt. Da kommt noch was, versprochen!
Wie alt sind deine Kinder? Und nimmt ihr Vater sie regelmäßig, so dass du eine Auszeit hast? Drei Kinder allein großziehen ist nicht einfach, vor allem wenn sie noch klein sind. Man selbst kommt einfach immer zu kurz. Und die blöden kaugummiartigen Wochenenden, besonders im Winter, wenn alle um einen herum auf Familie machen, sind mir auch noch in lebhafter Erinnerung.
Hast du einen Job, der dir Spaß macht und dich unter Leute bringt? Wie sieht es mit Freundinnen aus?
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26.02.2016, 15:21
AW: Ich hasse es alleinerziehend zu sein!
Gibts Oma, Opa oder Babysitter, dass du Freitags und/oder Samstags abend mal raus kannst?
Ich war auch AE, aber Sohni war supergern bei den Großeltern, am WE und in den Ferien. Gut, 3 Kinder überfordern die Großeltern vielleicht?Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
Ist es wichtig?
Ist es wahr?
Und ist es besser, als die Stille?

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26.02.2016, 15:42Inaktiver User
AW: Ich hasse es alleinerziehend zu sein!
Keine Freunde zu haben, ist aber auch in einer Beziehung nicht ideal, weil sich dann ja alles auf den Partner konzentriert. Wenn du Freunde hättest, hättest du auch jemanden, mit dem du reden könntest. Dafür braucht's keinen Partner.
Schon klar, dass man die nicht herbeizaubern kann, aber mittelfristig lässt sich das ja ändern.
Ich schließe mich den Fragen nach dem Alter der Kinder an.
Ja, es scheint so. Die Realität sieht oft anders aus. Wobei mir selbst diese pseudoglücklichen Familien seltsamerweise nie begegnen. Die wirken alle immer ziemlich normal. Manchmal glücklich, manchmal genervt, manchmal gestresst, manchmal auch ganz offensichtlich im Zoff und was es sonst noch so alles gibt. Diese Bilderbuchfamilien wohnen wahrscheinlich alle woanders.Klar unternehmen wir auch was, aber dann sehe ich immer diese pseudoglücklichen Familien, wo alles immer friede,freude Eierkuchen zu sein scheint.
Auch wenn dir das momentan nicht hilft, so kann ich dir versichern, dass alleinerziehend zu sein, auch Vorteile hat. Falls (!) der Vater sich kümmert, hat man als Alleinerziehende mehr Zeit für sich als viele liierte Mütter - und sei es eben "nur" mal ein Wochenende alle paar Wochen. Dann gibt es keinen Erziehungsstreit, weil man alles so macht, wie man es für richtig hält und alles daher immer in dieselbe Richtung läuft, ohne, dass einer hierhin und eine dahin rennen will. Dadurch kann das Leben als Alleinerziehende wesentlich entspannter sein als in einer Beziehung. Vom allgemeinen Stress mit dem Partner, den man sich erspart, mal ganz zu schweigen.
Wie schaut es mit den Freunden der Kinder aus? Auch das kann Freiräume schaffen, wenn die Kinder mal hier, mal da zum Spielen oder Übernachten sind.
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26.02.2016, 16:12
AW: Ich hasse es alleinerziehend zu sein!
Gibt es in der Nähe eine Selbsthilfegruppe für Alleinerziehende?
Ich habe mir als Schülerin Geld dazu verdient, in dem ich die Kinder von einer solchen Selbsthilfegruppe während des Treffens gehütet habe und auf den Ausflügen dabei. Viele der Frauen und auch Männer haben sich auch privat getroffen.
Vielleicht wäre das ja ein Anfang um den Frust bei Menschen los zu werden, die in der gleichen Situation stecken?Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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26.02.2016, 18:11Inaktiver User
AW: Ich hasse es alleinerziehend zu sein!
Als ich in Deinem Alter war, war ich mit zwei Kindern in Grundschulalter alleinerziehend, nach über zehn Jahren Ehe. Dann gabs eine anstrengende einjährige Beziehung mit einem Mann, der auch meine Kinder nicht akzeptieren konnte.
Bewusste Trennung von mir und eine Zeit von zwei Jahren, in denen ich die Zeit mit meinen Kindern genoss. Mir wurde klar, was auch sie in den zurückliegenden Zeiten mitgemacht haben. Ich habe mit ihnen am Wochenende Museen, Ausstellungen etc. besucht. Wir hatte Zeit für uns, sie haben mich in ihre Interessen (damals Dinosaurier und Weltall) hineingezogen. Ich habe durch sie Dinge entdeckt, dafür bin ich noch heute dankbar.
Und ich als Frau - bin mir klar geworden, was ich überhaupt will in einer Beziehung. Wo kann und will ich Kompromisse eingehen, wobei nicht. Die Jahre ohne Mann waren sehr wertvoll für mich.
Ich "fand" dann einen alleinerziehenden Vater. Sehr entspannend wenn man einem neuen Partner die Kinderthemen und Eifersüchteleien nicht erklären muss. Das Zusammenwachsen als Patchworkfamilie war auch anstrengend, aber wir leben auch heute noch nach fast 20 Jahren bewusst gerne zusammen und lieben uns. Die Kinder sind ausm Haus und wir haben sturmfreie Bude - herrlich...
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06.03.2016, 09:33
AW: Ich hasse es alleinerziehend zu sein!
Liebe Traurigekatze,
ich kann das gut verstehen! Ich fand das Allein erziehen besonders am Anfang sehr anstrengend. Immer zuständig. Dazu ein Vollzeit Job und ein Vater, der sich nur kümmern wollte, wenn er grade Lust und Zeit hatte.
Wie lang bist Du denn schon alleinerziehend?
Bei mir hat es sich so nach 1-2 Jahren eingependelt. Erst habe ich eine Einigung mit dem Vater gefunden ,was die Wochenenden angeht. Dann habe ich mich gezielt um mich gekümmert und um Freunde!
Wenn da grade niemand ist, such Dir neue Freunde!
Bei mir war es die Nachbarschaft. Da gab ein ein Treffen im MOnat und einige Leute, mit denen ich mich gern angefreundet habe.
Da gibt es dann auch Jung and Alt und auch mal jemanden, der gern ein Kind beschäftigt!
Lass Dich nicht unterkriegen und denk dran, dass die Kinder älter werden, und damit entspannt sich auch eine Menge.Die Osterglocke
Wer nicht sagt, was er will, kriegt es auch nicht.



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