So sehe ich das auch.
Ich als großer Bruder und männlicher Beschützer wäre bei solchen Vermutungen in helle Aufregung geraten und hätte von einem gemeinsamen Urlaub Abstand genommen.
Aber dieser erfahrene junge Mann hat sofort die Pubertät und das Schutzbedürfnis zur Hand und nach erfolgter Unterwürfigkeit der Mutter die beruhigenden Worte "alles wird gut". Ein wahrer Held und durch nichts zu erschüttern.
Beeindruckend.
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Thema: Familienstreit
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21.02.2016, 23:15Inaktiver User
AW: Familienstreit
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21.02.2016, 23:23Inaktiver User
AW: Familienstreit
Naja, ich würde tippen, der Erwachsene in der Familie ist er schon seit Jahren - und der Erwachsene in der Familie bricht eben keine Kontakte ab.
Zu früh gelernt.
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22.02.2016, 08:13
AW: Familienstreit
Es hätte mich auch sehr gewundert, wenn er zwei Wochen
Urlaub mit der kleinen Schwester hätte verbringen wollen.
Es gibt ja auch Zimmer mit zwei Einzelbetten ....Beim Thema "Bett teilen" meinte er, das er damit kein Problem hätte.
Aber das Thema "Bett teilen" nimmt in Deiner Fantasie
einen ziemlichen Stellenwert ein.
Ich finde Deine Anspielungen völlig daneben.Da erklärte ich ihn, das sie ja in einen alter ist, wo sie sich ausprobieren möchte ...
Sein Blick wurde dann aber sehr ernst und fragte mich, ob ich mit den Gedanken spiele, das er sie anfassen würde?
Daraufhin meinte ich, das ich daran schon dachte bzw von ihr die initiative ausgehen könnte
Du bringst die Geschwister in eine seltsame Position mit
Deinen Verdächtigungen. Sicherlich nicht förderlich, wenn die
Beiden unbefangen mit einander umgehen sollen.
Doch, klar meintest Du das so direkt.wobei ich ihn sagte das ich es nicht so direkt meinte.
Wie denn sonst??
Es ist Deine ganz persönliche Auslegung der Dinge, dass Deine
Tochter sich an ihrem Bruder "ausprobieren" könnte.
Und wenn Dir inzwischen immer noch nicht klar ist, warum das
Mädel ihren Bruder über die Maßen "anhimmelt", dann denke bitte
mal darüber nach, in wie weit Eure familiäre Situation - bzw. Deine
Rolle darin - damit zu tun hat.
Ich denke eher, sie hat Sehnsucht nach jemandem, der die (beschützende)
Rolle einnimmt. Das würde auch ihre "klammernde" Haltung zum
viel älteren Bruder erklären.
Hat die Tochter denn Kontakt zu ihrem Vater?
Denkst Du, dass Du Deinen Kindern das Gefühl vermitteln konntest,
dass Ihr auch ohne Mann eine autarke Familie seid?
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22.02.2016, 19:22
AW: Familienstreit
schönen Abend euch allen.
Kontakt zum Vater gibt es nicht mehr, da er verstorben ist als meine Tochter 6 war.
Und wie schon gestern gesagt, habe ich beschlossen das wir gemeinsam in den Urlaub fahren. Jetzt im nach hinein könnte ich mich Ohrfeigen, das ich meinen Sohn, meine Vermutung gegenüber seiner Schwester erläutert habe und hoffe jetzt nur, das er ihr das nicht erzählt. Mein schlechtes gewissen lies mir über Nacht und in der Arbeit keine Ruhe. ICH werde mir nächste Woche mal ne Info bei ner Familienberatung holen.
@Phaden : Ich finde es nicht ok, wie du über meinen Sohn herziehst. Dafür kennst du ihn nicht.
Ich habe gestern bei unseren Gespräch zurück gerudert, weil ich eben Angst habe, beide zu verlieren! Ich habe schon meinen Mann verloren und so etwas ertrage ich nicht nochmal.
Ich bin froh so einen tollen Sohn zu haben, der sich auch sehr um seine kleine Schwester kümmert und sie bei ihm, ihre Ruhe findet.
@Lea: Ja, habe ne beste Freundin. Mit ihr kann ich auch darüber reden.
Promothea71: Ja ich weis, das ich mit dieser Unterstellung Mist geredet habe. Er ist anscheinend ihr Ruhepol und ich bin auch sehr froh darüber, das sie sich so gut verstehen.
@Bennett: Ja da muss ich zugeben, das er schon früh Erwachsen wurde. Überhaupt, nachdem der Vater uns verlassen hat. Ich habe schon immer viel gearbeitet, wobei er früh lernte, für sich selber zu sorgen und er war auch ganz stolz darüber, wenn er mal wieder auf die Schwester aufpasste, sie von der Schule abholte, für die Schule ihr geholfen hat usw...
Lg Marie
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22.02.2016, 22:13
AW: Familienstreit
Liebe Marie,
Danke für Deine Offenheit. Das erklärt vieles, wenn die Kinder ihren Vater und Du Deinen Mann so früh verloren haben. Da gerät die Welt für lange Zeit aus den Fugen und das wirkt sich ganz klar auf Familienstruktur und Erziehung aus. Auch wenn man es theoretisch besser weiß, es bleibt nicht aus, dass man aus Schutz der Kinder sie auch zu sehr verwöhnt bzw. sich für normale Verhältnisse "ungesunde" Rollenverteilungen ausbilden können.
Ich habe das selbst so erlebt bzw. erlebe es immer noch, nachdem der Vater meiner Kinder vor 3 Jahren schlagartig aus ihrem Leben verschwand (2 Wochen im Koma, 3 Monate in der Klinik) und danach nie wieder "wie der Alte" wiederkehrte. Er ist zwar nicht gestorben, aber sie haben auch keinen "funktionierenden" Vater mehr. Mein Sohn, damals 11, ist auch schlagartig viel reifer geworden und hat von sich aus Aufgaben und Verantwortung übernommen, die viel zu viel für ihn waren, und ich muss ihn teilweise heute noch bremsen, wenn er der "Herr im Haus" sein will und mich bei der Erziehung seiner kleinen Schwester "unterstützt" ... Auf Außenstehende wirkt er damit manchmal arrogant und überheblich (z.B. hat mein neuer Partner damit Probleme), aber ich weiß, woher es kommt, dass es ihm Halt gibt - und kann ihn dennoch aus Vernunftgründen nicht so agieren lassen. Seinen Kindern nach solchen familiären Krisenzeiten klare Grenzen setzen und ihnen dennoch den zusätzlichen Schutz und Halt zu bieten, den sie, anders als andere Kinder, brauchen - ist nicht leicht.
Ich denke, es ist gut, wenn Du Dir externe Hilfe holen kannst, Marie.
Ich habe viel an Kinderpsychologin und Erziehungsberatungsstelle abgeben können. Für uns lief und läuft es besser, wenn ich in schwachen Zeiten Verantwortung abgebe und teile, als wenn ich "schwach" erziehe. Freiwillig habe ich aber nicht zu dieser Haltung gefunden. Mehr ging einfach nicht.
Alles Gute auch für Deine Familie!
Gruß, RenkaGeändert von Renka (22.02.2016 um 22:25 Uhr)
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25.02.2016, 15:49
AW: Familienstreit
Marie, falls dein Sohn dieses Gespräch doch an deine Tochter weitergibt, dann sei einfach ehrlich - sage ihr, dass du noch voll durch den Wind bist, dass du gar keine klaren Gedanken fassen kannst und deshalb auf solche abstrusen Ideen kommst... dass du selber weist, das dieser Gedanke eigentlich Unsinn war...
Und dein Sohn darf ruhig auch mal stärker sein als du - schließlich ist er kein kleines Kind mehr, sondern ein erwachsener Mann.Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
Ist es wichtig?
Ist es wahr?
Und ist es besser, als die Stille?

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26.02.2016, 19:17
AW: Familienstreit
Hi zusammen

@Renka: Vielen Dank für deine aufmunternden Worte
@Marylin: AUch dir danke für deinen Rat, bis jetzt ist meine Tochter noch nicht wegen den Thema zu mir gekommen, also dürfte es ihr Bruder nicht erzählt haben.
Treffe mich aber heute noch mit meiner Freundin und meinen Sohn(Tochter schläft bei einer Freundin) in einen Lokal, wobei ich hoffe das dieses Thema nicht am Tisch ist.
schönen Abend noch,
Lg Marie
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26.02.2016, 20:21Inaktiver User
AW: Familienstreit
Marielein,
sei mir bitte nicht böse, aber: auch da seh ich wieder ein Vermuscheln der Strukturen.
DU triffst dich mit DEINER Freundin. So weit, so klasse. Aber: was hat dein Sohn da zu suchen? Gleichberechtigt kann er nicht sein. Deine Freundin und du, ihr seid auf gleicher Ebene. Aber dein Sohn ist deutlichst jünger, ein Mann und vor allem: dein Sohn.
Soll/will er baggern/angebaggert werden, willst du mit ihm angeben, willst du mit ihm "als Erwachsene" ausgehen (was sucht dann deine Freundin dabei?) ... es ist eben ein strukturelles Durcheinander.
Eben genau, wie dein Sohn der Beschützer und "Mann im Hause" ist. Wie er versucht, die Schwester mit zu erziehen. Wie sehr du fasziniert von ihm bist. Und und und.
Ich hielte es für psychisch gesünder, die Ebenen mehr zu trennen.
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29.02.2016, 17:37
AW: Familienstreit
Hallo Psik,
also darf ich nicht mehr mit meinen Erwachsenen Sohn was trinken gehen? Mit meiner Freundin war das schon länger ausgemacht und bei einem Gespräch mit meinen Sohn, erzählte ich ihm davon und fragte halt auch frei raus, ob er nicht Lust hätte auch vorbei zukommen. Meine Freundin hatte auch überhaupt nichts dagegen, da sie ihn auch schon von klein auf kennt. Also wo ist das Problem?
Er war ja auch nicht den ganzen Abend bei uns, sondern hat sich auch mit seinen Freunden getroffen!
Bei wem soll er baggern bzw angebaggert werden? Von mir oder meiner Freundin?
Und ja wir waren schon paar mal gemeinsam aus! Warum nicht? Nur weil er mein Sohn ist?
Fasziniert von ihm? Ich bin einfach sehr stolz auf ihn und liebe ihn über alles. Wo liegt das Problem?
Lg Marie
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29.02.2016, 20:35
AW: Familienstreit
Ich finde es jetzt auch nicht außergewöhnlich, dass der Sohn dabei ist - er ist erwachsen. Wenn ich mit Freundinnen unterwegs bin, kommen auch mitunter die erwachsenen Kinder dazu. Fand ich auch nie komisch. Manchmal fahre ich auch mit dem Sohn meiner Freundin gemeinsam zu ihr, dann wird meist auch ein bißchen gefeiert. Ist doch ganz normal...
Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
Ist es wichtig?
Ist es wahr?
Und ist es besser, als die Stille?




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