@larrissana
Ich habe jetzt extra mal den "Verein Wellcome" gegoogelt, den
Du anfangs erwähnt hast.
Aus dem Angebots-Text:
Das Baby ist da, die Freude ist riesig – und nichts geht mehr. Gut, wenn Familie, Freunde oder Nachbarn in der ersten Zeit helfen, den Alltag mit Baby zu bewältigen. Wer keine Hilfe hat, bekommt sie von wellcome.
wellcome bietet moderne Nachbarschaftshilfe an und vermittelt ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Familien individuell unterstützen. Unabhängig vom sozialen Status helfen wir jeder Familie im ersten Jahr nach der Geburt. Diese Hilfe ist zeitlich begrenzt – sie soll Familien in die Lage versetzen, sich selbst zu helfen. Denn auch Elternsein will gelernt werden.
Das klingt doch gar nicht schlecht.
Vielleicht wendest Du Dich nochmal dort hin?
Antworten
Ergebnis 41 bis 50 von 55
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04.11.2015, 10:36
AW: pack das alleinsein nicht mehr
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04.11.2015, 11:35
AW: pack das alleinsein nicht mehr
Meins ist auch ein Klebekind, mit 2 1/2 noch. Ich hatte nie ein Problem loszulassen. Mein Kind hat andere Bezugspersonen, ein Glück, aber die Beste ist und bleibt die Mama, was manchmal ziemlich belastend sein kann.a ja, das stimmt aber auch nur bedingt, es gibt einfach Klebekinder, die sind vom ersten Tag an so. Meines war auch ein Pattexkind und das nicht, weil ich das so eingeführt habe, sondern weil sie so war. Aus. Weglegen - keine Chance.
Beim Duschen z.B. habe ich Töchterchen im Badezimmer in die Wippe gegeben und sie hat mir (oft brüllend) zugesehen.
Aber das Kind ist ja auch nicht das "Problem". Es ist einfach irrsinnig belastend, wenn man für alles alleine verantwortlich ist. Und es ist sehr anstrengend, NIE ohne Kind zu sein. Selbst mit dem freundlichsten und einfachsten Kind der Welt.
So, für Wippe ist es jetzt etwas spät. Mit im Badezimmer krabbeln ausprobieren. Laufstall ging hier auch nicht (viel Gebrüll) Weisst du schon, wann du wieder arbeitest? Gibt es Ausschau auf einen Krippen-Platz? 24 Stunden mit deinem Kind zusammen zu sein, NIE nicht eine Stunde abzugeben stelle ich mir sehr belastend vor. Ich merke das schon, wenn ich keine freie Minute für mehrere Tage habe. Es nützt dem Kind nichts, eine Mutter 24 Stunden um sich zu haben, wenn diese überlastet ist und unglücklich. Es tut gut zur arbeiten, weil man einfach mal wieder einer selbst sein kann. Und die Kita ist auch für das Baby in dem Fall gut, um andere Bezugspersonen zu haben. Meiner ist deswegen nicht weniger fixiert, er geht trotzdem gerne hin.
Generell kann ich dich sehr gut verstehen, aber aus deiner Mitleidsschleife musst du unbedingt rauskommen. Es wird niemand von alleine kommen und an deiner Tür Hilfe anbieten.
Ich finde FB Gruppen ziemlich hilfreich, Alleinerziehende in xxx-Stadt oder so würde ich alles durchgrasen, falls noch nicht gemacht. Man kann nix erzwingen, aber der eine oder andere Kontakt kommt da sicher zusammen...Geändert von Alemanita (04.11.2015 um 11:41 Uhr)
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05.11.2015, 19:38
AW: pack das alleinsein nicht mehr
Danke allen die meinen Text gelesen und kommentiert haben. Meine komplette Geschichte zu erzählen, ist Zuviel. Aber glaubt mir, ich tue alles andere als daheim sitzen und auf Hilfe warten. Ich bin extra deshalb vor drei Wochen umgezogen und werde jedes Eltern Cafe und sonstige Treffen aufsuchen...
Ich wollte einfach mal mir was von der Seele schreiben. Danke euch allen, die meisten haben mir gut getan
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05.11.2015, 20:30
AW: pack das alleinsein nicht mehr
Larrissana, ich bin zwar nicht alleine mit meinem Kind - aber troztdem kenne ich das Gefühl von "mir ist alles zu viel" sehr gut. Ich denke du hast alles Recht gestresst zu sein - 24/7 für alles zuständig zu sein ist einfach ein Megajob.
Was mir schwer gefallen ist (weil ich schon immer gern alles alleine geschafft habe und nicht als Versager gelten wollte): um Hilfe bitten. Aber: nur wer um Hilfe bittet, dem kann geholfen werden! Und es gibt Möglichkeiten - die hier angesprochenen Leih-Großeltern, eine Tagesmutter (zumindest mal ein Vormittag oder Nachmittag), ein Tandem, eine Babysitterin... Ja, die meisten Möglichkeiten kosten Geld - aber das ist da soo gut angelegt! Und wenn du dann wieder Licht siehst und wieder ein bisschen "du" und nicht nur "Mama" sein kannst, dann kannst du auch Brüllattacken besser wegstecken. (Und ja, ich saß auch schon heulend in der Ecke, der Zwerg lag in der anderen Ecke auf seiner Decke und hat geheult... Und heute haben wir ein unglaublich inniges Verhältnis.)
Netzwerk schaffen: ist je nach Umfeld gar nicht so einfach. Ich saß schon oft bei anderen Müttern am Spielplatz, wollte Kontakt knüpfen und wurde schlichtweg ignoriert... die hatten einfach schon genug Kontakte... Bei mir ging das über Gruppen (im ersten Jahr wars tatsächlich noch der GVK-Kurs) und den Kindi. Aber wenn man es geschafft hat, ist das super! Ich habe mittlerweile 3-4 Freundinnen/Bekannte, die bei Not am Mann einspringen (schnell alleine einkaufen, Stau vor Kindischluss,...) - und bei denen ich eben helfe, wenn dort Not am Mann ist.
Kopf hoch, schau nach hilfe - Arzt, Gyn, Hebamme (die kann dir zumindest Anlaufstellen nennen!),..... Und der Rest findet sich dann!!!
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05.11.2015, 20:50
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05.11.2015, 23:11
AW: pack das alleinsein nicht mehr
Hallo,
geh doch diesen Sonntag in die nächstgelegene Kirche oder Freikirche.
Bei den Freikirchen weiß ich, die haben alle Kinderbetreuung und oft danach noch Cafe oder Essen.
Da kannst du mal 2 Stunden ruhig sitzen und zuhören und jemand kümmert sich um dein Kind.
Mach das doch gleich am Sonntag, meist um 10 Uhr.
Viele Grüße Ellinor
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06.11.2015, 06:38
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06.11.2015, 10:57Inaktiver User
AW: pack das alleinsein nicht mehr
Ein Schelm....
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08.11.2015, 21:28
AW: pack das alleinsein nicht mehr
Jetzt ist alles perfekt. Man hat mir den vor 9 Monate zugesagten Home Office Job nach der Elternzeit heute abgesagt
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09.11.2015, 06:40
AW: pack das alleinsein nicht mehr
Das tut mir leid, larrissana.
Wann ist denn Deine Elternzeit zu Ende?
Wie oft warst Du denn schon in einem Elterncafé/in einer Krabbelgruppe?
Du bist ja erst seit rund 4 Wochen da, wo Du jetzt lebst.
Hast Du denn zB schon mal die Gruppenleiterin wegen Deines Problems
der Überforderung angesprochen? Ich kann mir schlecht vorstellen, dass
man Dich dort im Regen stehen lässt.
Konntest Du Kontakte zu anderen Alleinerziehenden knüpfen?
Gibt es da einen konstruktiven Austausch, auf den Du Dich auch einlässt?
Ein Umzug, alleine mit einem Baby noch dazu, ist ja keine Kleinigkeit.
Darf ich fragen, wie Du das organisatorisch geschafft hast?
Gab es da auch niemanden, der Dir die Kleine mal abgenommen hat?
Alleinerziehende sind heutzutage keine exotische Randgruppe mehr.
Deshalb wundert mich Deine Begründung für den Ortswechsel.
Denn Alleinerziehende gibt es eigentlich überall.
Und nur andere in ähnlichen Lebenslagen zu "treffen" löst das
Kernproblem nicht.
Wie weit ist Dein neuer Wohnort vom alten entfernt?
Warst Du dort eben so alleine, wie Du es jetzt bist?
Hattest Du dort Familie und/oder einen Freundeskreis?
Hast Du Dich diese vergangene Woche nochmals an diesen Wellcome Verein
gewandt? Hast Du eine Leihoma-Annonce aufgegeben? Warst Du beim Arzt
(oder hast zumindest einen Termin vereinbart) wegen eventuell vorliegender
Depression?
Entschuldige die vielen Fragen, aber ein richtiges Bild kann ich mir von
Deiner Gesamtsituation nicht machen.


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