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  1. Inaktiver User

    AW: Sohn möchte plötzlich zum Vater ziehen

    Ich bin ein "Kind" getrennt lebender Eltern.
    Auch bei uns war die Mutter hauptzuständig, ja. Aber als mein Bruder mal eine Phase hatte (auch mit 16, übrigens, scheint das Alter dafür zu sein), lieber beim Vater leben zu wollen, hat er das gemacht - aber konsequent. in diesen anderthalb Jahren war der Vater bei ihm für ALLES zuständig. Auch für Lehrertermine. Auch für Spitalaufenthalte, die wegen seines Herzfehlers im Monatstakt anfielen. Und meine Mutter hatte dann die Besuchs- und Wochenendtermine.

    Das Verhältnis zu seiner Mutter blieb deswegen immer gut. Und der Vater hat den Alltag auch hinbekommen. Für meine Mutter war es nicht leicht, klar. Gerade weil sie in grosser Sorge um sein Leben war (er musste in dem Alter mehrmals wiederbelebt werden). TROTZDEM hat sie den Rollentausch zu 100% gemacht. Ich behaupte: es hat, rückblickend, BEIDEN gut getan.

    PS: mich hat meine Mutter übrigens - auch, als ich 16 war - für 1 Jahr in ein nicht-europäisch-sprechendes, sehr fernes Land gehen lassen. Auch DAS war nicht einfach für sie. Sie hats trotzdem gemacht. 16, 17 scheint wirklich die Zeit zu sein, in der das Loslassen zum Thema wird.

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    AW: Sohn möchte plötzlich zum Vater ziehen

    animosa, danke für deine Beiträge. Aber was du schreibst sind Spekulationen. Das hilft mir hier nicht weiter. Vollzeit berufstätig sind wir beide, falls es hier von Interesse ist. Allerdings verdient mein Mann mit seiner Arbeit deutlich mehr als ich. Ich wollte aber in diesem Threat meine Ehesituation nicht in den Vordergrund stellen, es geht mir hier um meinen Sohn und wie es für ihn weiter geht.

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    AW: Sohn möchte plötzlich zum Vater ziehen

    So, ich habe das Beratungsgespräch hinter mir und bin ganz erleichtert. Ich glaube, dass ich jetzt klarer sehe und eine Linie gefunden habe, die ich verfolgen möchte.

    Die Beraterin hat mich sehr ermutigt, jetzt die Verantwortung wirklich an den Vater abzugeben und loszulassen. Wenn der Sohn beim Vater leben will, soll sich auch der Vater kümmern. Die Internetsucht, so meinte sie, kann man jetzt sowieso nicht therapieren, solange der Sohn das Problem nicht einsieht. Für die schulischen Belange ist jetzt der Vater zuständig. Ich soll nur aufmerksam beobachten, wie sich der Sohn entwickelt bezüglich schulischer Leistungen, Alkoholkonsum etc. Ansonsten habe ich jetzt die Chance, meinem Sohn gegenüber in genau die Rolle zu kommen, die bislang der Vater für sich beansprucht hat: Keine Verantwortung mehr, keine Streitereien wegen Mithilfe im Haushalt, Lernen usw., statt dessen ab und an schön gemeinsam essen, mal zusammen ins KIno - was wir eben so alles schon immer gern zusammen gemacht haben. Unser Verhältnis wird sich entspannen, und die angenehmen Seiten werden wieder die Oberhand gewinnen. Und der Vater darf jetzt gegen Ende der "aktiven Eltern-Verantwortungs-Zeit" sich auch mal kümmern und die unangenehmen Dinge übernehmen.

    Ich danke Euch, dass Ihr Euch hier für mich Gedanken gemacht habt. Das hat mir sehr geholfen, auch schon im Vorfeld des Beratungsgespräches. Jetzt bleibt abzuwarten, wie sich die Sache entwickelt.

  4. Inaktiver User

    AW: Sohn möchte plötzlich zum Vater ziehen



    Scheint echt eine gute Ansprechperson zu sein, die du da hast.

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