Ja, ich denke schon.
Einer geschiedenen Bekannten wurde in der Elternsprechstunde ans Herz gelegt, doch ihren Freund zu heiraten, damit das Kind - O-Ton - wieder ein richtiges Nestchen habe.
Mich selbst hat die Konrektorin in der Arbeit angerufen und sofort losgelegt mit einer wahren Tirade, ohne zu fragen ob das jetzt grad im Büro passt. Ich geh jede Wette ein, dass hätte sie sich gg einem Vater nicht getraut, oder wenn ein Vater im Hintergrund gewesen wäre. Aber bei einer Alleinerziehenden kann man das ja.
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05.08.2015, 16:55Inaktiver User
AW: Als Alleinerziehende aus dem Rahmen fallen
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05.08.2015, 17:12Inaktiver User
AW: Als Alleinerziehende aus dem Rahmen fallen
Das denke ich auch, wobei es sicher ein Unterschied ist, in Berlin-Kreuzberg oder einem Dorf im Hunsrück allein erziehend zu sein.
Mein Sohn kam mit 2,5 schluchzend aus der KiTa, weil ihm ein anderes Kind "erklärt" hatte, dass ich gar nicht seine echte Mutter sei, weil er anders heißt als ich (er trägt den Nachnamen seines Vaters, ich nicht). Auf einen Schlag dachte er, nicht nur vater-, sondern auch noch mutterlos zu sein...
Nachdem ich ihm glaubhaft versichern konnte, dass er sehr wohl mein Sohn sei, weil er doch aus meinem Bauch herausgekommen sei, und ihn eingehend befragte, stellte sich heraus, dass das andere Kind einfach die Weisheiten seiner b******** Eltern nachplapperte...
So geschehen auf dem Land, anno 2008.
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05.08.2015, 22:30
AW: Als Alleinerziehende aus dem Rahmen fallen
Könnte es nicht sein, dass diese Sichtweise ein wenig problematisch ist?
Meines Erachtens war es nie modern, im Sinne von "erstrebenswert", sich scheiden zu lassen und alleinerziehend zu leben. Ich vermute mal, ein Großteil der Menschen ist diesen Weg gegangen, oder wurde geschieden, weil es keine Alternative gab.
Und womöglich könnte es daher auch sein, dass manche Menschen sich unwohl fühlen oder schuldig, wenn sie einem Geschiedenen oder alleinerziehenden Menschen begegnen, weil sie Mitleid und/oder Befremdung empfinden.
Mich überrascht zu lesen dass viele vermuten, dass die anderen Frauen angst haben könnten, dass eine Alleinerziehende eine Konkurrenz darstellt. Oder gar, dass eine Alleinerziehende einen Affront darstellt oder wegen ihrer "Stärke" gefürchtet wird.
Das impliziert irgendwo fast schon, dass Alleinerziehende die "besseren" ("moderneren"?) Frauen darstellen müssen, und ich glaube, dem ist nicht wirklich so. Und während ein solches Denken vielleicht helfen kann, die eigene Situation leichter zu tragen, so kann sie einen auch von anderen entfernen.
Es könnte auch "banalere" Gründe geben, z.B., dass die Dynamik verheirateter Paare/Menschen schlichtweg eine andere ist, ebenso ihre Sorgen und Alltagsleben, inklusive Freizeitgestaltung. Und es kommt hinzu, dass ein gewisser und ähnlicher Lebensstandard oft auch die Basis gemeinsamer Unternehmungen, sowie "Sorgen" ist.
Würdest du dich denn wirklich auf Dauer wohlfühlen, wenn andere von ihren tollen Urlauben erzählen würden, neuen Autos und sonstigen Dingen? Davon, was für ein tolles Familienleben sie haben?
Vielleicht wissen sie auch gar nicht, wie sie hiermit umgehen sollen.
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05.08.2015, 22:37
AW: Als Alleinerziehende aus dem Rahmen fallen
Dass dies bei kinderlosen Frauen eher der Fall ist, versteht sich von selbst. Dann wären aber diese vielleicht eher gute Freundinnen für dich, als die verheirateten Frauen mit Kindern, die - irgendwo verständlicherweise - natürlich viel über ihr Privatleben, und somit auch über Mann und Kinder, reden werden.
Vielleicht spüren die Mütter ja auch, dass dich solche Themen eher nerven?
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05.08.2015, 22:44Inaktiver User
AW: Als Alleinerziehende aus dem Rahmen fallen
Also, ich falle auch als Alleinerziehende komplett aus dem Rahmen der Alleinerziehenden.
Oder anders ausgedrückt: es gibt nicht DIE Alleinerziehende. Und die Zeit als Alleinerziehende hat mich auch verändert. Am Anfang war ich eine andere Alleinerziehende als jetzt zum Beispiel.
Das wird dir auch so gehen. Man nimmt bei anderen immer das am deutlichsten wahr, was für einen selbst die größte Bedeutung hat. Und mit den entsprechenden Menschen umgibt man sich oder eben gerade nicht.
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05.08.2015, 22:45
AW: Als Alleinerziehende aus dem Rahmen fallen
das sehe ich auch so.
im übrigen hat sich mein freundeskreis auch nach der letzten beziehung gewandelt. (mein ex hatte mich betrogen und ich bin gegangen). die frauen haben angst, das man ihnen den mann "wegnimmt". das ist einfach so.
ich lebe seit jahren kinderlos als junggesellin glücklich und habe viele wahlverwandte . . auch alleinerziehende mit kids . . ich bin doch die ideale "tante" und kann (bin selbstständig) jederzeit als nanny einspringen.
alles liebe und lass den kopf nicht hängen!
luciernago
LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH
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06.08.2015, 06:42
AW: Als Alleinerziehende aus dem Rahmen fallen
es hängt schon sehr davon ab, wo man lebt, wie auch schon geschrieben wurde. Mir gings in der Stadt wesentlich besser als auf dem Land, als ich alleinerziehend war. Nicht nur wegen der besseren Infrastruktur, sondern weil das Leben da einfach viel bunter war.
Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
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06.08.2015, 07:10Inaktiver User
AW: Als Alleinerziehende aus dem Rahmen fallen
Ich kann die negativen Erfahrungen nicht teilen. Ich lebe ländlich und bin die einzige Alleinerziehende weit und breit, aber ich werde behandelt wie jeder ander auch. Und mache das auch umgekehrt. Wieso denn auch nicht? Mein Leben tagsüber unterscheidet sich doch nicht wirklich von dem der liierten Leute. (Wieso man quasi in 2 verschiedenen Welten leben soll, wie das hier angedeutet wurde, erschließt sich mir nicht.) Und ob nachts ein Mann neben mir liegt und schnarcht, scheint keinen zu interessieren.
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06.08.2015, 07:27
AW: Als Alleinerziehende aus dem Rahmen fallen
echt? man fällt heute noch als alleinerziehende aus dem rahmen? - ist mir noch gar nicht aufgefallen

ich kann mich nicht erinnern, das ich jemals wegen dem status "alleinerziehend" aus dem gesellschaftlichen rahmen rausgefallen bin ... wegen anderer dinge ganz sicher, aber nicht weil ich meine kinder alleine großziehe bzw. habe
weder war das in jungen jahren bei der großen so, noch vor 5 jahren nach der trennung mit dem kleinen
und ich lebe auf dem land...
klar gibt es eine verschiebung und eventuell geht die ein oder andere bekanntschaft flöten ... aber dafür ergeben sich neue dinge und die eigenen prioritäten verschieben sich, da ist doch klar, dass das umfeld sich auch verändert
ich kann das eingangsposting nicht ganz nachvollziehen, sehe einiges auch wie xanidae, gute laune und Sojourner
während meiner ehe und in meiner jetzigen partnerschaft wäre/würde ich nie auf die idee kommen eine alleinerziehende mutter als "stärkere" zu beneiden oder grundsätzlich als potentielle gefahr für meine beziehung zu sehen und daher den kontakt zu meiden ... irgendwie kann ich so eine denke auch überhaupt nicht nachvollziehen und auch die pauschalen sichtweisen auf das jeweilige geschlecht die damit verbunden ist, finde ich merkwürdig
dein leben hat sich verändert und deine prioritäten - du hast dir doch eventuell vor der trennung auch keine gedanken über eine einladung vor dem 15. gemacht .. .jetzt musst du dir welche machen- was aber nichts mit deinem familienstand sondern mit deinen finanziellen mitteln zusammen hängt
das kann auch familien mit 2 einkommen so gehen und auch verheiratete mütter bzw. auch väter haben durchaus auch eine doppel - oder dreifachbelastung und müssen den alltag mit kindern alleine bewältigen, weil der partner ausser haus arbeitet oder in schichten o.ä.
gestalte dein leben, nach deinen maßstäben und mit den menschen die dir gut tun
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06.08.2015, 07:30



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