Tja, auch meine Mutter war mit allem unzufrieden, ständig was zu meckern. Oma, Papa - alle anderen waren entspannt und zeigten, dass sie mich gern hatten - nur meine Mutter nicht. (Jetzt ist das anders, jetzt ist sie sehr stolz auf mich). Das Ende vom Lied: Auch als Erwachsene musste ich mir ihre Meinung (und nur die war richtig, alle anderen waren ja eh blöd) anhören. Gut, ich hab schon als 14jährige rebelliert und ihr lautstark meine Meinung gesagt (das wiederum fand sie ganz normal, dass "Kinder" nicht hören auch...). Allerdings bin ich häufig an ihrem Haus vorbeigefahren, OHNE anzuhalten, wenn ich auf dem Weg zu anderen Verwandten war, einfach, um ihre "Tipps" nicht ertragen zu müssen.
Ich denke, es ist für ein Kind sehr schlimm, das Gefühl zu haben, man wird nicht "richtig" geliebt, das Gefühl, dass es der Mutter wichtiger ist, was andere Leute denken, dass es wichtiger ist, dass man "anständig" rumläuft... Als Pubertierende wehrt man sich noch lautstark, irgendwann hört man aber vielleicht auf, zu reden und schränkt den Kontakt ein, um einfach nicht genervt zu werden.
An die TE habe ich nur die Tipps:
Deine Tochter ist in der Pubertät = Ausnahmezustand, die Hormone spielen verrückt - sie kann nichts dafür.
Sätze nicht vollenden? Wörter benutzen, die du nicht magst? Mensch, das sind doch keine Probleme! Sieh´es mal so: Dein Kind ist nicht auf der Welt, um dir (und anderen) zu gefallen!
Wenn ihr nicht reden könnt, dann schreib halt einen Brief (OHNE Vorwürfe!). Das hab ich bei meinem Sohn mal gemacht, ich glaube, das war eine gute Idee
Guck dir das Positive an bei deiner Tochter, sie ist gut in der Schule, sie schwänzt nicht, sie ist gesund! DAS ist doch wichtig, scheixx doch auf die Aussprache...
Du gehst schon an die Decke, nur weil sie ein T-Shirt von dir nimmt? Gut, muss nicht sein, aber was machst du bei "richtigen" Problemen?
Und abschließend: Bei allem Respekt, aber vielleicht ist nicht deine Tochter das Problem... ?
Antworten
Ergebnis 31 bis 31 von 31
-
08.07.2015, 14:20
AW: Ich bin so enttäuscht vom Kind und komme mit dem Gefühl nicht klar
Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
Ist es wichtig?
Ist es wahr?
Und ist es besser, als die Stille?




Zitieren
