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21.07.2017, 11:39
AW: 6x begleiteter Umgang - und danach?
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21.07.2017, 12:48Inaktiver User
AW: 6x begleiteter Umgang - und danach?
Wenn das Verfahren mit der Anordnung begleiteter Umgang endete (sei es durch eine Vereinbarung der Parteien oder Beschluss des Gerichts), ist das Verfahren beendet.
Da kommt nichts mehr.
Wenn Du bzw der Kindesvater etwas will, muss das Gericht wiederum neu mit einem Antrag angerufen werdne.
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23.07.2017, 16:15
AW: 6x begleiteter Umgang - und danach?
Der Gerichtsbeschluss hat den Umgang für 1 Jahr ausgesetzt, bis auf wenige Ausnahmen wie telefonieren 1x im Monat, 1 Brief im Monat und 3 Besuche.
Nun ja, d.h. es steht jetzt wieder alles auf Null. Und wenn die Eltern sich nicht einigen können, gehen sie wieder zum Gericht.
Noch kann ich abwarten, bisher keine weiteren Anfragen vom Vater bis auf das Thema Verreisen beim monatlichen Telefonat. An den Monatstakt scheint er sich erstmal zu halten, der nächste Anruf ist erst in 2 Wochen.
Ansonsten läuft er wieder sehr oft bei uns lang und spricht unseren Sohn auf der Straße an, wenn er ihn trifft (z.B. beim Gassi gehen mit Hund) und fragt wie es geht. Das ist sein Weg und seine Art sich über seine Kinder zu informieren. Hm, abwarten ob das zunimmt. Das ist so eine Grauzone, wo man nichts machen kann. Und der Umgang ist ja jetzt nicht mehr ausgesetzt.
Solange er nicht erneut zum Gericht geht, versuche ich abzuwarten und es auszusitzen.
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05.09.2017, 13:59
AW: 6x begleiteter Umgang - und danach?
Ach, es ist zum Mäuse melken!
Jetzt hat mich meine Anwältin angeschrieben, ob ich denn schon was wüsste, ob der Vater wieder das Gericht anrufen wird, wie vor 1 Jahr von seiner Anwältin angekündigt.
Nein, hat er bisher nicht. Er belässt es dabei, bei uns regelmäßig vorbeizulaufen (so dass die Nachbarn schon besorgt nachfragen, wer denn dieser Mann sei, der da so oft lang läuft und durch die Zaunschlitze auf die Terasse schaut), ruft 1x im Monat an und fragt dann die Kinder, besonders die Jüngere, ob sie mit ihm verreist. Dann mische ich mich ein, mit meiner Tochter so vereinbart, und das Telefonat ist beendet.
Jetzt war er kurz bei uns zu Besuch, ich brauchte dringend Unterschriften und er hatte Geburtstag und ich wollte so "nett" sein und den Druck etwas rausnehmen und einen 4.Besuch im Jahr anbieten. Den hat er auch dankbar angenommen, hat mir blind alles unterschrieben und hat dann mit den Kindern Kuchen gegessen. Hat auch wieder nach Verreisen gefragt, ich habe mich eingeschaltet und gut.
Nicht gut war sein Bericht an die Kinder, dass er noch immer kein Hartz IV bekommt, weil er noch nicht alle Bescheide zusammen hat. Da er nun aber kein Geld mehr hat, konnte er diesen Monat seine Miete nicht mehr überweisen. Den Kindern gegenüber meinte er gelassen, dass würde er im Laufe der Woche regeln, dann bekommt er Hartz IV, zahlt die Miete nach und gut ist.
Die Auflage, sich innerhalb eines halben Jahres eine kleinere Wohnung zu suchen, steht auch noch aus, er hat noch nichts unternommen. Und ich frage mich, wie das auch gehen soll, jetzt wo er pleite ist, wer vermietet da an ihn?
Ich mache mir Sorgen, dass er obdachlos wird. Es geht mir um die Kinder! Das lässt kein Kind unberührt, wenn die Eltern auf dem Abstieg sind. (Ich kenne das aus eigenem Erleben ...)
Um nicht nichts zu tun, habe ich erneut den Sozialpsychiatrischen Dienst vom Gesundheitsamt angeschrieben und wieder um Hilfe für ihn gebeten. Vor einem Jahr hatten sie schon Kontakt zu ihm aufgenommen und Hilfe angeboten. Annahme auf Freiwilligkeit.
Obdachlos werden ist sicher auch eine "Freiheit" hierzulande. Aber im konkreten Fall betrifft das meist mehr als nur diese 1 Person ...
Seine Schwester habe ich auch angeschrieben. Mehr kann ich nicht tun. Außer: Mäuse melken ...
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10.09.2017, 13:00
AW: 6x begleiteter Umgang - und danach?
Oh Renka,
immer noch keine Besserung in Sicht?
Bitte halte dir vor Augen,
- dass der Mann einfach nichts kapiert.
- dass du die Kinder langsam, aber nachhaltig stärken musst, dass sie von alleine den Umgang mit ihrem Vater bestimmen. Es kann doch nicht sein, dass du ständig intervenierst, wenn deine Kinder das selbst tun können (und sollten!). Sie sind keine Kleinkinder, sondern 12 und 15 - alt genug, um zu erkennen, was gut und was falsch läuft und eine eigene Meinung zu entwickeln.
- dass du immer noch Kontakt zu ihm zulässt, obwohl du weißt, dass es weder dir noch den Kindern gut tut. Warum machst du das?
Es ist sein Problem. Warum machst du es zu deinem?
Wenn er keine Wohnung hat, kann er die Kinder nicht bei sich empfangen. Dann hat sich dieses Thema erledigt.
Nach wie vor kümmerst du dich um ihn. Lass das.
Natürlich lässt deine Kinder es nicht unberührt, aber du fährst wieder keine klare Linie. Denn - du wirst nicht obdachlos, du hast eine Wohnung. Deine Kinder sollten von dir lernen, wie man im Leben zurechtkommt.
Was du ihnen zeigst: Egal wie sich dein Exmann aufführt, du hilft ihm immer noch und entschuldigst seine Aktionen. Du entmündigst ihn. Was für ein Vorbild gibst du da ab?
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10.09.2017, 22:24
AW: 6x begleiteter Umgang - und danach?
Ich interveniere nicht ständig. Ich nehme meiner Tochter das Telefon ab, wenn sie anfängt zu weinen und sage dem Vater "Schluss für heute!"
Klar, können 12-15 jährige Kinder selbst entscheiden und handeln. Aber meine Tochter war 7, als der Schlaganfall passierte, sie hat ihren Vater nie mehr so getroffen wie er zuvor war. Das hinterlässt Spuren (und auch Schäden) am Kind. Deshalb "schone" ich sie hin und wieder.
Wenn der Vater obdachlos wird, sind seine Kinder auch "erledigt". Ich lebe ihnen ein anderes Leben vor, klar, und ich hoffe inständig, dass sie das "Drama" Vater irgendwie verkraften. Mein Sohn wird bald 16. Er ist jetzt schon so "hart" zu sich und anderen, ich mache mir da echt Sorgen. Und es ist für mich auch nicht leicht ihn so zu erleben/auszuhalten. Er hält das kaum aus, was mit seinem Vater geschieht. Und wenn er/ wenn wir 10x wissen, dass der Vater selbst mit Schuld hat - es ist so hart sowas miterleben zu müssen und nicht helfen zu können!
Das Gesundheitsamt hat zum Glück schnell reagiert und bietet dem Vater übernächste ein Gespräch an. Seiner Schwester hat er auch versprochen hinzugehen und un Hilfe anzunehmen.
Beten, dass er hingeht! Oder besser gleich Mäuse melken?
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10.09.2017, 22:39
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25.09.2017, 12:42
AW: 6x begleiteter Umgang - und danach?
Renka, du willst alles richtig machen und das muss man dir wirklich zu Gute halten...
wie die Richterin in einem Verfahren schon sagte: Wunschdenken und Realität liegen in dieser Familie weit auseinander...
Das hat dich getroffen... und hat gesessen... aber offensichtlich nicht lange genug!
Du hast ein bestimmtes Bild von Familie und hast deine Kinder immer wieder dazu angehalten, Kontakt zum Vater zu halten... auch wenn du abstreitest zu intervenieren... ich sehe das so... du intervenierst...
Die Kinder werden entgegen ihres Bauchgefühls angehalten weiterhin Kontakt zu halten... Und Kinder über Telefon Kontakt zum Vater halten zu lassen... finde ich eh grenzwertig...
Und ja, ich habe das schon live und in Farbe bei meinen Kindern begleitet, nur war bei uns Alkoholismus die Krankheit und nicht der Schlaganfall...
Auch deine Haltung, die Kinder alles allein entscheiden zu lassen... zu einem gewissen Teil... ja... aber wenn man merkt, dass Kinder damit nicht umgehen können oder ihr Wesen verändern (wie dein Sohn) dann bitte davorstellen!
Du bist wieder die aktive Mutter Theresa und nimmst erneut Kontakt zum psychosozialen Dienst auf...
Das ist nicht dein Job...
Du bist verantwortlich aus deinen Kindern, starke und verantwortungsvolle Menschen zu machen... Verantwortung auch für sich selbst...
Du versuchst aktiv an der Situation an sich was zu ändern... kannst du aber nicht... du stösst immer wieder an deine Grenzen, weil er nicht mitzieht...
Du musst deine Kinder auf diese Situationen vorbereiten...
Ich habe den ganzen Strang gelesen und mich tatsächlich gefragt, was du deinen Kindern damit angetan hast...
Ich persönlich habe mich entschieden mich vorab vor meine Kinder zustellen und der Umgang wurde viel früher eingestellt. Dadurch entstand eine befreite und unbelastete Zeit, in der die Kinder zu sich selbst finden konnten...
Später (beide sind jetzt volljährig) haben beide Jungs wieder Kontakt zum Vater aufgenommen. Nur der Jüngere hat noch hin und wieder Kontakt... der Große hat sich nach größeren Auseinandersetzungen wg fehlender Unterlagen wieder distanziert, weil er sich nicht auf seinen Vater verlassen kann... das kann man halt nicht erzwingen...
Irgwann muss man doch die Realitäten erkennen!
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28.09.2017, 22:39
AW: 6x begleiteter Umgang - und danach?
Puh, das ist ja heftig!
Ich reibe mir ehrlich gesagt verwundert etwas die Augen und frage mich, wie man aus der Ferne zu so einer Be-/Verurteilung kommt?
Mit einer eindeutigen Diagnose, wie z.B. Alkoholabhängigkeit wäre auch bei uns der Umgang viel früher eingestellt worden, da ist sicher! Bei uns gibt es aber keine Diagnose. Die Klinik hatte ihm nach dem Schlaganfall als bald wieder voll arbeitsfähig entlassen. Wie er sozial zurechtkommt, hat keinen interessiert. Und ohne medizinisches Gutachten dagegen kann keinem Elternteil sein volles Rwcht auf Umgang aberkannt werden. Und so hat er drauf bestanden und hat geklagt.
Ich habe die letzten Jahre ja nicht allein den Umfang des Umganges bestimmt, wir sind all die Jahre in Beratung und Betreuuung von Jugendamt, Jugendhilfe und Gericht. Das Gericht hat den Umgang radikal runtergefahren und ich behalte genau das bei. Der Umgang wird heute nicht mehr so schnell komplett gestrichen, ebenso wenig erhält man das alleinige Sorgerecht ohne lange Prozedur.
Die Intervenierung beim Gesundheitsamt hat übrigens viel gebracht: der Vater ist in Begleitung seiner Schwester zum Termin hingegangen und will jetzt endlich Unterstützung annehmen! Und wenn es wirklich klappt und er dran bleibt (beten und Mäuse melken!), will sich das Gesundheitsamt um betreutes Wohnen, Untersuchung der Erwerbsfähigkeit durch einen Amtsarzt und und um ein Jahr Betreuung kümmern, damit er sein Leben wieder in Griff bekommt.
Ich kann also nur jedem raten und Mut zusprechen, dem es nicht egal ist, ob Angehörige oder Nachbarn verwahrlosen, sich beim Gesundheitsamt vorort zu melden, es gibt mehr Hilfen in diesem Land als man denkt! Mit Mutter Theresa hat das nichts zu tun. Nur mit Verantwortungsgefühl gegenüber seinem Nächsten (inkl. seinem Ex-Mann).
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29.09.2017, 14:34
AW: 6x begleiteter Umgang - und danach?
Lass Dir nichts einreden, Du hast das schon alles ganz richtig gemacht, finde ich.
Dich mit Mutter Teresa zu vergleichen, ist schon ein Klopfer. Sich um seine Nächsten, und das kann auch durchaus der Ex und Vater der Kinder sein, zu kümmern ist mir allemal lieber als jemand in sein Unglück laufen zu lassen. Hinterher dann womöglich noch tönen: ich habe es ja gewusst, dass es so oder so kommt und hätte er doch dieses oder jenes getan. Es ist ja immer noch der Vater, der seinen Kindern nicht ganz am Allerwertesten vorbei geht. Für seine offenbar doch vorhandene (psychische) Erkrankung und die damit verbundenen Einschränkungen kann er schließlich nichts.



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