Ich wohne knapp 3km von meinem Sohn entfernt. Das ist es also nicht. Gelegentlich habe ich ihn auch schon vom Kindergarten abgeholt. ABER immer nur dann, wenn sie nicht konnte. Und genau da sehe ich für mich ein Problem, was auch die Beantragung des gemeinsamen Sorgerechts angeht. Mein Gefühl sagt mir, dass sie das nicht will. Sie will, dass ich Kontakt zu meinem Sohn habe, das stimmt. Aber alles darüber hinaus will sie nicht. Es gab auch schon mal Drohungen, ihn nicht sehen zu dürfen, wenn es mal Knatsch zwischen uns gab. Die Allzweckwaffe, bei der jeder Vater sicher einknickt. Und das hört man sich 2-3x an (und erlebt es dann auch) und dann steht man da und überlegt sich, geht man nun den juristischen Weg, was die Sache sicher nicht besser macht, oder geht man Konflikten aus dem Weg. Beides ist sicher nicht der Idealzustand, aber das ist dann die Wahl zwischen Pest und Cholera.
Wenn sie ihn plötzlich nach einem Jahr (!) statt mit dem gemeinsam entschiedenen Erstnamen mit seinem Zweitnamen (er hat sogar einen Drittnamen, aber wegen mir hätte er nur einen Namen, der Zweit- und Drittname war ein Kompromiss) anspricht, zeigt mir das, so richtig was zu entscheiden habe ich gar nicht. Und da soll ich mich um ein gemeinsames Sorgerecht bemühen? Ich habe nicht das Gefühl, dass das meine Situation verbessern wird.
Wie gesagt, juristisch lässt sich sicher alles regeln und das Recht liegt auf meiner Seite. Aber Recht haben und es auch tatsächlich bekommen, sind zwei paar Schuhe. Und das zweite Paar macht mir halt Angst.
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Ergebnis 11 bis 20 von 23
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23.03.2015, 07:29
AW: Gedanken zum "Wohl des Kindes"
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23.03.2015, 07:48
AW: Gedanken zum "Wohl des Kindes"
Sie kann dir das gemeinsame Sorgerecht nicht verweigern. Du hast die Vaterschaft anerkannt und zahlst Unterhalt. Du möchtest dich um deinen Sohn auch kümmern dürfen. Was also spricht dagegen?
Alternative wäre (ist nicht gut), dass du die Zahlungen einstellst, sobald sie dich das Kind nicht sehen lässt. Dann muss sie den Unterhalt von dir einklagen. Vor Gericht gibt es dann eine ziemliche Auseinandersetzung in allen Punkten, die dann wahrscheinlich folgendes erbringt: Du bekommst die elterliche Sorge gemeinsam mit ihr, du zahlst Unterhalt und kann dein Kind zu bestimmten Terminen sehen.
Besser ist es, das Ganze friedlich zu regeln.
Du hast Rechte. Informiere dich und bestehe darauf.
Du bist sonst auch keiner, der sich übervorteilen lässt, oder? Du verdienst dein Geld, zahlst deine Miete und bist geimpft.
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23.03.2015, 12:16Inaktiver User
AW: Gedanken zum "Wohl des Kindes"
Drohungen sind natürlich DIE Garantie, dass man an sein Ziel kommt!
Das hat schon immer funktioniert und danach waren die Verhältnisse auch immer entspannt und friedlich!!



Was ich nicht verstehe- wieso ist denn nicht gemeinsames Sorgerecht vorhanden???
Ich weiß nun nicht genau ab wann, aber es ist doch schon einige Zeit, dass man automatisch das Gemeinsame hat und für alleiniges Sorgerecht einen Antrag stellen muss und der muss doch auch erst einmal befürwortet werden. So einfach geht das doch nicht mehr!
Also- was genau liegt denn bei Euch nun vor??
Für mich- t`schuldige- aber klagst Du zuviel!
Geh zum Anwalt und lass Dich mal ordentlich beraten.
Kläre den Ärger in Dir (der zT auch hausgemacht ist) und lass das Gift aus dieser Beziehung.
Wenn Du ordentlich aufgeklärt bist dann suche das ruhige Gespräch mit der Kindsmutter.
Jammern und rumeiern bringt Dir gar nix und am wenigsten Deinen Sohn!
Was hätte denn Dein Vater in dem Fall getan??......so wie Du ihn beschrieben hast, hätte der sich nicht so hingestellt wie Du!
Du hast genug von ihm bekommen......nun nutze das für einen guten Weg zu Deinem Sohn und einem guten Verhältnis mit der Kindsmutter.
lg kenzia
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23.03.2015, 12:27
AW: Gedanken zum "Wohl des Kindes"
und wie definierst du selbst genau "zum Wohle deines Kindes" ???
ich meine, ich lese im Eingangspost nur eine Reihe von Fakten, die sich gegen Dich bzw Deinem Bild der klassischen Vaterrolle richten ...
aber ich lese nicht, was du Kindeswohl in eurem konkreten Fall bzw welche väterlichen Gedanken Du dir zur Problemlösung zu den Konflikten deines Kindes machst ???
Das Wohl des Kindes steht in deinem Post ja nun irgendwo nicht im Vordergrund ...
sondern der väterliche Frust ... das eigene verletzte Ego ... nicht unbedingt aber das des Kindes!
ich meine, mag ja sein,d ass die Mutterd es Knaben da eindeutig ihre Defizite hat und auch auslebt ...
aber die reine Polemik dazu bringt dich gedanklich ja nun auch nicht irgendwie auf den wesentlichen Punkt!
Deien Ausführung über die Sorge um den Erhalt der väterlichen Rechte überzeugen mich jedenfalls nicht gerade davon, ob es dir tatsächlich auch ums Recht des Sohnes geht ...
das Kind und dessen tatsächliche und eigene Bedürfnisse in seiner Welt gar nicht dein Thema sind...
dein Zorn auf die Mutter mag ja berechtig und verständlich sein ... aber ob er zum Wohl des Kindes gereicht ... ich wage das zu bezweifeln!Geändert von Lonamisa (23.03.2015 um 12:50 Uhr)
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23.03.2015, 12:50Inaktiver User
AW: Gedanken zum "Wohl des Kindes"
Das sind ja Zustände wie bei meinem Partner und seiner Ex. Und ich staune immer wieder wie waschlappig manche Väter so drauf sind. Ja auch mein Freund! Ich kapiere es nicht! Sorgerecht beantragen! "Ja, aber sie will es nicht..." Who cares?! Es ist Dein Recht, nimm es war!
Geändert von Inaktiver User (23.03.2015 um 12:58 Uhr)
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23.03.2015, 15:41
AW: Gedanken zum "Wohl des Kindes"
na, das Kind "cares" ... das wurde 5 Jahre lang gut ohne Vater mit Sorgerecht groß... das hat nicht die "übliche" Beziehung zum Vater!
Das Vater-Sohn-Verhältnis hat sich bisher schlicht anders entwickelt ... und das setzt aber bei der Frage um das Kindeswohl den Maßstab ...
Der Sohn äußert von sich aus nicht den Wunsch nach mehr Papa und nach dem, was dem Te so vorschwebt ... der kennt und mag es anders!
Der muss nicht wollen, was dem Te aus seiner Erfahrung mit seinem eigenen Vater entspringt ... denn er hat ja nun nicht die selbe Basis mit dme Vater wie der Te mit seinem!
Wir lesen hier ja nix, dass das Kind mit seiner Mutter und deren Art und Einstellung Probleme hätte ... irgendwie unglücklich wäre ... so wie es ist.Geändert von Lonamisa (23.03.2015 um 17:27 Uhr)
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23.03.2015, 15:49Inaktiver User
AW: Gedanken zum "Wohl des Kindes"
Dieser Satz ist mir als erstes aufgefallen.
Was willst Du denn damit sagen? Wenn es überhaupt etwas mit dem "Wohl des Kindes" zu tun hat, dann bedenke auch, dass die Mutter ihre Gebärmutter, ihren Bauch 9 Monate zur Verfügung gestellt hat, eine Entbindung durchgemacht, gestillt und Jahre lang 24 Stunden Dienste zum "Wohl des Kindes" gegeben hat.
Das Sperma ist da wohl der kleinere Teil.
In meinen Augen sollte das aber keine Rolle spielen, sondern allein die Liebe zu dem Kind.
Weshalb wertest Du die Liebe und Fürsorge einer Mutter so ab? Auch an den Vaterwochenenden kann ein Kind sich die Knie aufschürfen oder Fieber bekommen.Wenn der Nachwuchs krank ist, sich die Knie blutig schürft, Beulen am Kopf nach Hause trägt oder einfach nur Fieber hat, ist es die Mutter, die sich in ihrer grenzenlosen Liebe, Fürsorge und Güte um den Nachwuchs kümmert, während der Vater, so toll das ja anfangs klingt, nur für die Freizeitaktivitäten, also positiven Dinge zuständig ist.
Das klingt mir sehr nach Selbstmitleid. Weshalb machst Du Action, die viel Geld kosten, an den Wochenenden? Wer verlangt das von Dir? Väter machen das um ihre Kinder zu beindrucken und auch zu "bestechen", bei mir ist Action, bekommt ihr alles was ihr wollt, bei der Mutter müsst ihr aufräumen und Schularbeiten machen.Die, wenn man Pech hat und den Nachwuchs halbwegs bei Laune halten will, auch noch viel Geld kosten. Kann man sich diese kostspieligen Freizeitaktivitäten nicht jedes Wochenende leisten, ist der Nachwuchs irgendwann gelangweilt und will den eigenen Vater nicht mehr sehen, weil ja die „Action“ fehlt.
Haben die Kinder dann aus irgendwelchen Gründen keine Lust mehr, zum Vater zu gehen, kommt genau das Argument. Der Vater bietet nicht mehr genug. Das ist billig.
Da konstruierst Du Dir aber eine Menge zusammen. Die Bindung kommt zu Stande, wenn der Vater sich liebevoll um den Nachwuchs kümmert, d.h. gerade bei langweiligen Sonntagnachmittagen, an denen gespielt und vorgelesen wird. Nicht bei Action und viel Geld ausgeben.Was lernt der Nachwuchs daraus? Wenn er kotzt, fiebrig ist oder mit blutigen Knien nach Hause kommt, ist es die Mutter, die sich um ihn kümmert. Denn krank wird sie ihn kaum beim Vater abliefern. Dass da kaum eine Bindung zum Vater aufkommen will, die auch langweilige Sonntagnachmittage erträgt, verwundert da kaum. Und aufgeschürfte Knie führen im Zweifel noch zu Vorwürfen seitens der Mutter, seiner Aufsichtspflicht nicht genügend nachgekommen zu sein.
Ein Vater, der Angst vor aufgeschürften Knien und angeblichen Vorwürfen der Mutter hat, ist bequem.
Es würde Dir nichts ausmachen, wenn Dein Sohn heulend vor Deiner Tür stehen würde, weil er Dich sehen muss?Denn ginge es nach mir, hätte mein Sohn keine Wahl Er müsste seinen Vater sehen.
Du findest die Erziehung der Mutter Deines Sohnes nicht richtig. Hast Du ihm das auch so vermittelt?Nur kann ich es nicht. Weil mein Sohn die Wahl hat und die Mutter ihm gerne die Wahl lässt.
Dein Vater hat Dich zu vielerlei Kultur gezwungen, Du hattest keine Wahl. Hast Du es auch so mit Deinem Sohn gemacht? Das wären vielleicht zwei Überlegungen zu den Beweggründen Deines Sohnes, Dich nicht mehr sehen zu wollen.
Warum so sarkastisch?(...), damit ich auf ihn aufpassen und sie ihren wichtigen Termin wahrnehmen kann (und der wichtige Termin ist ein Saunabesuch, weil sie ein Recht auf freie Zeit ohne ihren Sohn hat). Denn wer will schon sein Kind anlügen...? Macht man doch nicht in diesen politisch korrekten Zeiten.
Du beurteilst, welcher Termin für die Kindsmutter wichtig ist und welcher nicht?
Nein, unsere Gesellschaft hat ein neues Gesetz, nachdem Väter ihr Sorgerecht auch gegen den Willen der Mütter erzwingen können. Ich verstehe nicht, weshalb Du es noch nicht gemacht hast.Und wir in einer Gesellschaft leben, wo es als Kollateralschafen akzeptiert ist, wenn Väter unzureichend Kontakt zu ihren Kindern haben. Immer zum Wohle des Kindes, versteht sich.
Was soll denn noch darüber hinaus sein, als Kontakt?
Knatsch zwischen Euch sollte nichts mit dem Umgangsrecht zu tun haben. Um was handelt es sich? Du scheinst einen Groll auf Paarebene gegen die Kindsmutter zu hegen, sie hat Dich verlassen, sie erzieht falsch, sie gewichtet ihre Termine falsch, sie kann eine Bindung zu ihrem Kind aufbauen, sie bootet Dich aus.Es gab auch schon mal Drohungen, ihn nicht sehen zu dürfen, wenn es mal Knatsch zwischen uns gab.
Bist Du sicher, dass Du nicht Euren Konflikt auf dem Rücken des Kindes austragen möchtest?
Nein, im Gegenteil, da rüsten die Väter auf und greifen zum Äußersten: Sie beantragen das gemeinsame Sorgerecht.Die Allzweckwaffe, bei der jeder Vater sicher einknickt.
Das hast Du da auch nicht. Die Mutter kann ihr Kind mit dem Namen ansprechen, mit dem sie möchte. Das geht Dich nichts an. Auch bei gemeinsamem Sorgerecht nicht.Wenn sie ihn plötzlich nach einem Jahr (!) statt mit dem gemeinsam entschiedenen Erstnamen mit seinem Zweitnamen (er hat sogar einen Drittnamen, aber wegen mir hätte er nur einen Namen, der Zweit- und Drittname war ein Kompromiss) anspricht, zeigt mir das, so richtig was zu entscheiden habe ich gar nicht.
Und wenn Du kein Sorgerecht hast, dann kann sie ihrem Kind ohnehin so viele Namen geben, wie sie will und wenn es sechs sind. Wieso sprichst Du da von Kompromiss? War dies einer der Gründe, weshalb es Meinungsverschiedenheiten zwischen Euch gab?
Nach dem Gesetz bekommst Du es sofort und danach wird ein geregelter Umgang festgelegt. Weshalb sollte das Deine Situation nicht verbessern?Und da soll ich mich um ein gemeinsames Sorgerecht bemühen? Ich habe nicht das Gefühl, dass das meine Situation verbessern wird.
Ich fürchte, es liegt hier mehr im Argen, als Du uns mitgeteilt hast.Aber Recht haben und es auch tatsächlich bekommen, sind zwei paar Schuhe. Und das zweite Paar macht mir halt Angst.
Hat die Kindsmutter noch andere Argumente?
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23.03.2015, 16:01
AW: Gedanken zum "Wohl des Kindes"
"Warum so sarkastisch?
Du beurteilst, welcher Termin für die Kindsmutter wichtig ist und welcher nicht?"
Entweder willst Du nicht oder kannst Du es nicht verstehen. Sie soll einfach was machen, was ihr Spaß bringt und es auch tun. Und nicht bei der kleinsten Träne einknicken und dann frustriert mit ihm zuhause sitzen, weil er mit Tränen gedroht hat. SIE SOLL IN DIE SAUNA GEHEN! Und es ist ja nicht so, dass mein Sohn bei mir heulend in der Ecke lag. Wenn er erst einmal da ist, wollte er oft nicht wieder zurück. Ich glaube, deutlich gemacht zu haben, worum es mir geht. Kinder sind so. Man muss sie halt manchmal zu ihrem Glück zwingen.
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23.03.2015, 16:20Inaktiver User
AW: Gedanken zum "Wohl des Kindes"
Ich versuche zu verstehen. Was hat es dann mit dem Sohn "anlügen" zu tun?
Der Zusammenhang ist mir nicht klar. Sie will in die Saune gehen und lügt dem Sohn vor, dass es ein wichtiger Termin ist, so dass er zu Dir muss? Das findest Du nicht gut, weil sie ihm hätte sagen können, es ist nur ein Saunagang?
Du bist der Meinung, sie lässt sich durch die Tränen des Kindes erpressen und Du hast dadurch das Nachsehen?Und nicht bei der kleinsten Träne einknicken und dann frustriert mit ihm zuhause sitzen, weil er mit Tränen gedroht hat.
Ja, das finde ich auch. Man muss sich bei Kinder oft genug durchsetzen, wenn es zu ihrem Wohl ist. Sie haben noch nicht den Überblick.Und es ist ja nicht so, dass mein Sohn bei mir heulend in der Ecke lag. Wenn er erst einmal da ist, wollte er oft nicht wieder zurück. Ich glaube, deutlich gemacht zu haben, worum es mir geht. Kinder sind so. Man muss sie halt manchmal zu ihrem Glück zwingen.
Aber was meinst Du, ist der Grund, weshalb der Junge sich sperrt nach immerhin 5 Jahren? Er kennt Dich doch gut und Du bist sein Papa. Jungs in dem Alter fangen an, den Vater zu brauchen, er ist kein Kleinkind mehr.
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24.03.2015, 16:10
AW: Gedanken zum "Wohl des Kindes"
Das Problem ist doch auch , dass es für den Sohn nicht Normalität ist, eine gewisse Zeit regelmäßig mit seinem Vater zu verbringen. Vielmehr MUSS er zum Vater, wenn die Mutter einen angeblich wichtigen Termin hat. Sie entschuldigt sich also quasi dafür, dass er zum Vater muss.
Klar, dass er die Vatertermine dann als Abschieben durch die Mutter und nicht als etwas Normales oder sogar Schönes empfindet.


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