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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das stimmt, aber dann gibt es eben alternativ die Möglichkeit, persönlich zu unterstützen. Ein Vater, der nicht mehr zahlen kann, der muss dann eben Betreuung anbieten.
    Das beschneidet dann nicht seinen Geldbeutel, sondern seine Freizeit.
    Das was von Frauen als Selbstverständlichkeit gefordert wird.
    Wenn ein Vater aber nicht viel zahlen kann und die Betreuung nicht wahrnehmen will, was dann? Darum geht es doch bei den allermeisten alleinerziehenden Müttern. Die Mutter bekommt keinen höheren Unterhalt, weil der Vater bereits am Selbstbehalt ist.
    Niemand kann einen Vater dazu zwingen, gegen seinen Willen das Kind zu betreuen. Strafe kann er nicht zahlen (oder er tut es kalt lächelnd), aber er wird es nicht sehen wollen. Wenn der Vater ins Gefängnis gesteckt wird, verliert er seine Arbeitsstelle und kann keinen Unterhalt zahlen.

    Wo ist deine Lösung?

  2. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Ebayfan Beitrag anzeigen
    Was sich ein wenig bewegt ist die Politik.
    Mit der Einführung der Herdprämie?
    Die haben vermutlich Angst, dass irgendwann überhaupt keiner mehr selbstfinanziert Kinder aufzieht.
    Etwas Besseres als Kinderaufzucht mit Hartz IV kann dem Staat doch nicht passieren, das entlastet die Rentenkasse und das wird das brisanteste Thema in der Zukunft.
    Vollbeschäftigung ist hier nicht möglich und auch nicht erwünscht. Wer macht denn dann die vielen Minijobs, die 450 Euro Jobs, die Zeitverträge, reduzierte Stundenzahl, Halbtagsjobs, Springer, Putz- und Pflegejobs?
    Die Mütter werden nicht nur für die Kinderaufzucht gebraucht, sondern auch von der Wirtschaft.
    Billig ist die Devise, dem Staat ist es Recht. Wenig Arbeit, wenig Rente.
    Deshalb tut sich endlich mal was bei der Betreuung.
    Es tut sich nichts in der Betreuung, es ist immer noch zu wenig, zu teuer und zu unqualifiziert. Aber ehrenamtlich, da geht noch was.
    Auf Dauer wird es zu teuer, den Nachwuchs über Hartz IV durchzufüttern.
    Nein, das ist nicht zu teuer, das ist billig. Rechne Dir mal den Stundenlohn der Mütter aus, die Hartz IV beziehen.
    Und über die Mehrwertsteuer kommt ein guter Teil wieder rein.

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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Ebayfan Beitrag anzeigen
    Was bewegen denn die außer ihren High Heels?

    Was sich ein wenig bewegt ist die Politik. Die haben vermutlich Angst, dass irgendwann überhaupt keiner mehr selbstfinanziert Kinder aufzieht. Deshalb tut sich endlich mal was bei der Betreuung. Auf Dauer wird es zu teuer, den Nachwuchs über Hartz IV durchzufüttern.
    Meine Tochter bewegt im Moment ihre flachen UGGs. High Heels wären zum Fahrradfahren auch zu unpraktisch und im Winter zu kalt. Schließlich hat sie kein Auto, um an die Uni zu kommen.

    Mit ihrem Studium im wirtschaftswissenschaftlichen/technischen Bereich möchte sie auf jeden Fall Geld verdienen und Kinder will sie mit ihrem Freund auch. Viele ihrer Freundinnen möchten Kinder und Berufstätigkeit. Und viele junge Männer möchten auch aktiver an der Erziehung ihrer Kinder teilnehmen und sich nicht nur im Beruf verausgaben.

    Die Politik bewegt sich meiner Meinung, weil sie die Wirtschaft auf die gut ausgebildeten jungen Menschen angewiesen ist und die nicht mehr unbedingt in der Mehrzahl das traditionelle Rollenmodell leben möchten.

  4. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    Wo ist deine Lösung?
    Wenn er nicht betreuen will, dann muss er zahlen. Wenn er das Geld nicht hat, gibt es einen Vorschuss vom Staat und den muss er abstottern. Wie Bafög oder Unterhaltsvorschuss.
    Wenn der Staat wollte, könnte er das durchsetzen. Er will aber nicht, denn welche Regierungspartei würde das vorschlagen? Sie würden 50 % der Wähler gegen sich aufbringen, denn Männer sind solidarisch, das dürfte mal klar sein.

  5. gesperrt

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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn er nicht betreuen will, dann muss er zahlen. Wenn er das Geld nicht hat, gibt es einen Vorschuss vom Staat und den muss er abstottern.
    Also werden Väter doppelt bestraft, bis die Kinder 15 Jahre alt sind.

    Wie viel Betreuung soll denn eingerechnet werden? Und wie soll er vergütet werden?

    Nun, was ist, wenn der Mann so viel verdient, dass er die "Betreuung" nie zahlen wird? Was dann? Dann bleibt der Staat erneut auf Kosten sitzen wie bei den heutigen Unterhaltsvorschüssen. Das ist ein Posten im Staatsetat. Leider.
    Geändert von chryseis (16.02.2015 um 15:43 Uhr) Grund: Erweiterung

  6. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von MarieEdwige Beitrag anzeigen
    Und viele junge Männer möchten auch aktiver an der Erziehung ihrer Kinder teilnehmen und sich nicht nur im Beruf verausgaben.
    Das möchten sie vielleicht, aber nach 2 Kindern möchten sie das vielleicht nicht mehr. Was dann?
    Die Frauen ruft man zur Verantwortung, wenn die Männer nicht wollen, dann wollen sie nicht.
    Die Politik bewegt sich meiner Meinung, weil sie die Wirtschaft auf die gut ausgebildeten jungen Menschen angewiesen ist und die nicht mehr unbedingt in der Mehrzahl das traditionelle Rollenmodell leben möchten.
    Die Wirtschaft möchte die gut ausgebildeten jungen Menschen, flexibel und 120 %. Da passen keine Kinder rein.
    Die Wirtschaft möchte auch die gutausgebildeten jungen Menschen in Praktika, Teilzeit, in Minijobs und vor allem in Leiharbeitsfirmen, flexibel, austauschbar und erpressbar.
    Die Wirtschaft will Rendite und Profit, sie ist kein Wohltätigkeitsverein.

  7. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    Also werden Väter doppelt bestraft, bis die Kinder 15 Jahre alt sind.
    Wieso werden Väter "bestraft" und Mütter machen es selbstverständlich?

  8. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    Also werden Väter doppelt bestraft, bis die Kinder 15 Jahre alt sind.
    Wo siehst du denn eine Bestrafung?? Und sogar eine doppelte??

    Von den berufstätigen Müttern wird erwartet, dass sie zahlen und betreuen, den Vätern ist nicht mal eins von beiden zuzumuten??? Weil???

  9. gesperrt

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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Ein Vater zahlt bereits Unterhalt, der auch für Betreuung vorgesehen ist.

    Außerdem reicht es bei deinem Vorschlag, die Düsseldorfer Tabelle zu erhöhen. Ab 12 Jahren wird der Unterhalt gesenkt, weil dann das Kind auch abends oder nachmittags mal alleine bleiben kann.

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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Doch klar, alleinerziehende Mütter beziehen oft genug Hartz IV, da haben sie Zeit ohne Ende.
    Ja, das ist Aufgabe der Gesellschaft, genauer der Schule. Schau mal nach Skandinavien (oder in den Rest der Welt), da sind Ganztagsschulen die Regel. Auch Förderung ist in den Schulen selbstverständlich..
    Wie nun - Mutterschaft bei vollem Finanzausgleich, aber die Kinder bitteschön in Ganztagsschulen? Bliebe dann nicht zeitlich die Möglichkeit, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen?
    In Skandinavien ist es durchaus auch die Regel, dass die Väter die Erziehungszeit übernehmen und die Mütter die Erwerbstätigkeit.
    Die Erziehung und Förderung hab ich zuvörderst als meine Aufgabe betrachtet.
    Das Idol unserer Kindheit war ein arbeitsloser Aussteiger mit hohem Bildungsgrad, der abseits gesellschaftlicher Normen im Bauwagen lebte.

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