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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Kämpfen? Ich finde, "vorleben" ist passender. Je mehr Menschen ein gleichberechtigtes Modell leben, umso normaler wird es. Wobei es natürlich stimmt - je nach Umfeld muss man schon kämpfen --> sich durchsetzen, wenn man so leben will. Das betrifft dann allerdings Frauen und Männer. Womit wir wieder bei der Menschensolidarität wären.


    Du bringst es auch auf den Punkt, Creativa. Mit 2 Sätzen, finde ich gut (ach nee 3).
    Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.

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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Sozialneid... Ich denke die 1% Reichen sind das Problem? Was denn nun?

    Wer ist denn da neidisch. Oder sind die bei diesem Wort außen vor? Weil sie so reich sind, dass man darüber nicht mehr spricht?

    Ich finde dieses Wort menschenverachtend. Wirklich.
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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Außerdem finde ich es nicht gut, einseitig auf die Männerwelt zu wettern. Das ist der Grund, weshalb man hier wenig Solidarität erkennt. Das geht bestimmt einigen hier in der Diskussion so.

    Es gibt so viele tolle Männer und Väter, mindestens so viele wie tolle Frauen und Mütter, würde ich behaupten.

    Bei mir liegt die Zeit, als meine Tochter betreut werden musste, schon etwas länger zurück. Ich war verbittert damals, als ich das alles aushalten musste. Ich habe viel geschimpft, sogar Leserbriefe zu diesem Thema an die Tageszeitung geschickt.

    Ich fand es immer schrecklich, wenn irgendwelche erfolgreichen Karrieremenschen (ja eigentlich fast immer Männer!) unter der Rubrik "Menschlich gesehen" noch höher gelobt wurden, als sie selber schon waren. Ich schrieb also an die Zeitung, dass sie Menschen dafür aussuchen sollten, die wirklich tagtäglich ums Überleben kämpfen müssen. Und ich war wütend. Ich beschwerte mich sogar, wenn mein Brief nicht gedruckt wurde.

    Ich will damit nicht sagen, dass ich sonstwas unternommen hätte. Ich war nur emotional sehr aufgebracht. Aber nicht auf irgendwelche Väter oder gar Männer generell. Sondern auf die Gesellschaft, die sich blenden lässt von solchen Erfolgsmenschen.

    Die Zeitung schrieb zurück, dass die große Masse die Berichte dieser Erfolgsmenschen lesen möchte, nicht die der Frauen, die es schwer haben.
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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich bin sehr dafür dass Frauen im Job auch weiblich rüberkommen dürfen, ohne dass das als inkompetent gilt. Aber genau deshalb bin ich da sehr ambivalent: ich sehe zunehmend junge Kolleginnen, die sich schon fast im Stil der Fünfzigerjahre stylen, ziemlich uniform: Haare hochgesteckt, Blüschen und Röckchen und eben diese absurd hohen Schuhe, in denen sie kaum laufen können. Damit wirkt man halt harmloser als man ist, Sexy Hexy ist ja zunächstmal niemand den man im Job besonders ernst nimmt.

    Da frag ich mich schon ob sie das unbewußt tun um ungefährlicher zu wirken, weil es andererseits so ist, dass sie aufgrund ihrer besseren Leistungen den gleichaltrigen Jungs inzwischen viele Jobs wegschnappen, und auch die älteren Kollegen oft Probleme haben mit jungen Frauen. Da tut man dann so weibchenhaft - die trauen sich vielleicht gar nicht mehr in Hosen und flachen Schuhen und ohne lackierte Nägel auftreten. Und dann wird es halt nicht zum freiwilligen und begrüßenswerten Zur-Weiblichkeit-Stehen sondern zum Zwang.
    Wenn ich mich im Geiste an meinem Arbeitsplatz so umgucke- also, so richtig "tussimässig" laufen meist die jungen Azubinen aus dem Bürobereich herum. Das ist aber ein weiblich dominierter Bereich- und da denke ich oft, Himmel nee, wieso rennst Du mit großen Abend- Make-Up zur Arbeit?
    Das legt sich aber, am schlimmsten ist es zu Beginn der Ausbildung, je weiter sie voranschreiten, desto weniger wirds. Die eine oder andere "Extrem-Dame" gibts immer, aber die Azubis im dritten Jahr erkennt man oft daran, dass sie in Jeans erscheinen ( wie meisten "ausgelernten" Angestellten auch).
    Vielleicht ist dieses "Übertreiben" am Anfang auch ein Ausdruck davon, sich selbst- und anderen!- zumindest optisch klar zu machen, dass man jetzt keine Schülerin mehr ist, sondern eine ernstzunehmende Arbeitnehmerin- "gefühlt" gut auszusehen kann auch Sicherheit geben, die man als junge Azubine nicht unbedingt hat. Denke ich mal. Ich habe noch keine der Auszubildunden gefragt, warum sie herum sausen wie aus dem Manager-Magazin entsprungen, im Mix mit der Maybelline-Make-Up-School

    Die Abteilungen, die geschlechtertechnisch 50/50 besitzt sind, sind die technischen Abteilungen, in denen sich die Ingenieur(innen) und Techniker(innen) tummeln. Sie sind meist recht jung, mein Arbeitgeber hat wohl in dieser Sparte den Ruf, sich gut im Lebenslauf zu machen, man verdient aber anderswo besser, deshalb sind wir da oft "Durchgangsstation".

    Da sind die Damen eher natürlich unterwegs. Kann auch daran liegen, dass sie oft in der Produktion unterwegs sind. Da muß vorgeschriebene Arbeitskleidung getragen werden samt Sicherheitsschuhen, die Haare müssen zum Zopf oder zusammengebunden sein- und auf die ständige Umzieherei hat man bzw. in diesem Fall Frau auch nicht immer Lust. Lackierte Fingernägel - bei normalen Nägeln, nicht diese überlangen Modelle mit viel Bling-Bling dran- sieht man da schon, auch ein dezentes Make-Up- aber nicht so, dass man sagen würde "Sexy Hexy.".

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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ebayfan - das sehe ich anders... Endlich komm ich an die oberen Schränke...
    Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.

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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Ich bin auch gerne weiblich. Mit allem Drum und Dran. Das war bei mir schon immer so.
    Meine Familie lachte früher über mich, weil ich ein Spiegeläffchen war.

    Meine Schwester ist das ganze Gegenteil von mir. Sie sieht aus, wie ein Professor (und ist genauso klug wie einer). Ihre lockigen Haare wirken etwas ungebändigt und sie schminkt sich nie und kleidet sich unauffällig. Auch schon immer.

    Ich bewundere meine Schwester dafür und für ihre gelassen Art. Wenn ich sie besuche empfinde ich es als eine Art Wellness für meine Seele. Alles ist geerdet, was sie sagt, wie sie es sagt und überhaupt. Nichts ist überkandidelt, sie strahlt keinen Ehrgeiz aus, eher eine Oase der geistigen Ruhe. Unbeschreiblich.

    Ich werde nie so sein. Ich bin auch gerne sexy, fühle mich gerne sexy. Ich liebe es, mich als Frau fühlen zu können und zu dürfen.
    Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.

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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn man Negatives sieht, sich engagiert und Misstände anspricht, dann wird man gefragt, ob man "verbittert" ist. ??????
    Die Sozialneidkultur in Deutschland ist beispielhaft. Und für mich unverständlich
    Nee, sorry. Muss ich drauf rumreiten.

    Erklär mal bitte, was genau du damit aussagen möchtest.

    Du engagierst dich hier oder wo?
    Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.

  8. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Wenn ich mich im Geiste an meinem Arbeitsplatz so umgucke- also, so richtig "tussimässig" laufen meist die jungen Azubinen aus dem Bürobereich herum. Das ist aber ein weiblich dominierter Bereich- und da denke ich oft, Himmel nee, wieso rennst Du mit großen Abend- Make-Up zur Arbeit?
    Bei uns sind das vornehmlich junge Unternehmensberaterinnen. Wenn die nur auch immer so hohe Ansprüche an ihre Arbeit hätten wie an ihr perfektes Styling... da hat man schon oft das Gefühl die beschäftigen sich mehr damit wie eine Unternehmensberaterin auszusehen als mit inhaltlichen Fragen. Das passt halt oft nicht so ganz zusammen, und mir wär eine weniger spektakulär aussehende Kollegin die dafür wirklich was kann lieber. Das sind ja ganz junge Dinger, so Mitte zwanzig, da wirkt das halt auch oft noch wie verkleidet. Das ist eine Entwicklung, die ich so extrem auch erst die letzten paar Jahre beobachte, speziell das mit den superhohen Absätzen. Manchmal denk ich, ich bin in Mad Men gelandet, oder ich bin von Pan Am Stewardessen aus den 70ern umgeben, so einen Touch hat das.

    Uns "Altgedienten" beschäftigt das schon, woher das auf einmal kommt. Wir wollten als junge Frauen genau so nicht aussehen müssen sondern auch ohne perfektes Tages Make up überzeugen. Und wir fragen uns tatsächlich was die dann erst anziehen wenn sie abends ausgehen??

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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von animosa Beitrag anzeigen
    Ich bin auch gerne weiblich. Mit allem Drum und Dran. Das war bei mir schon immer so.
    Meine Familie lachte früher über mich, weil ich ein Spiegeläffchen war.

    Meine Schwester ist das ganze Gegenteil von mir. Sie sieht aus, wie ein Professor (und ist genauso klug wie einer). Ihre lockigen Haare wirken etwas ungebändigt und sie schminkt sich nie und kleidet sich unauffällig. Auch schon immer.

    Ich bewundere meine Schwester dafür und für ihre gelassen Art. Wenn ich sie besuche empfinde ich es als eine Art Wellness für meine Seele. Alles ist geerdet, was sie sagt, wie sie es sagt und überhaupt. Nichts ist überkandidelt, sie strahlt keinen Ehrgeiz aus, eher eine Oase der geistigen Ruhe. Unbeschreiblich.

    Ich werde nie so sein. Ich bin auch gerne sexy, fühle mich gerne sexy. Ich liebe es, mich als Frau fühlen zu können und zu dürfen.
    Aber diese Gegensätze gibts zumindest bei jungen Männern doch auch? Also- mein Mann, jetzt fast 47, gehört ja zur Fraktion "Täglich duschen, rasieren, Zähne putzen, Deo, fertig. Ich hab 4 Hosen im Schrank, an die 10 Oberteile, je nach Gelegenheit und Jahreszeit, vier Paar Schuhe, zwei Jacken...das reicht."
    Aber bei den Jungs im Alter meiner Töchter fallen mir schon Unterschiede auf- es gibt da die Fraktion, die viel Wert auf ihr Äußeres legt und dann die, die ich für mich immer die "Nerds" nenne. Sie sind nicht ungepflegt, das nicht. Aber ihre Interessen liegen eher nicht in absolut modischer Bekleidung.

    Ich denke noch mit Grausen an den ersten Sommertag im Jahre 2010. Unsere Älteste war 18 und ihr Freund, ebenfalls gerade 18, erschien in Sommerkleidung. In beigefarbenen knielangen Bermudas mit Bügelfalte, dazu Tennissocken und "klassische Herrensandalen". Hat nur noch die Kamera gefehlt, dann hätte er ausgesehen wie ein Rentner auf Bustour ( jedenfalls bis zum Hals)

    Ich habe nichts gesagt, nicht zu ihm und nicht zur Tochter.
    Mittlerweile wohnen die beiden zusammen, er ist ein toller Kerl. Intelligent, höflich, gut erzogen, mit einem wunderbaren hintergründigen und mitunter rabenschwarzen Humor. Ich mag ihn wirklich.
    Er kann sich nur nicht anziehen- d.h. ihm ist es völlig wurscht, was er anhat.

    Zur Clique von Tochter gehören aber auch Jungs bzw. junge Männer, denen ein modisches Outfit wirklich wichtig ist - teilweise kenne ich die Knaben schon lange, da jammerten die Mütter schon im frühen Teenageralter herum, der Sohn verbringe mehr Zeit im Bad als die ganze Familie zusammen und sein Kleidungssstil sprenge das Klamottenbudget- aber die lassen die eher ..."Hauptsache, ich hab was an, mir ist nicht kalt und ich schwitze nicht"- Kollegen aber so ziemlich in Ruhe. Ab und an gibts mal nen Spruch- einer ist dabei, der gerne ohne Rücksicht auf passende Farben anscheinend blind in den Kleiderschrank greift - wie "Na, ist heute Tag des Straßenverkehrs?" "Hä? Wieso?" Du siehst aus wie eine Ampel- gelbe Jacke, roter Pulli, grünes Hemd drunter..." aber mehr kommt da nicht.

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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bei uns sind das vornehmlich junge Unternehmensberaterinnen. Wenn die nur auch immer so hohe Ansprüche an ihre Arbeit hätten wie an ihr perfektes Styling... da hat man schon oft das Gefühl die beschäftigen sich mehr damit wie eine Unternehmensberaterin auszusehen als mit inhaltlichen Fragen. Das passt halt oft nicht so ganz zusammen, und mir wär eine weniger spektakulär aussehende Kollegin die dafür wirklich was kann lieber. Das sind ja ganz junge Dinger, so Mitte zwanzig, da wirkt das halt auch oft noch wie verkleidet. Das ist eine Entwicklung, die ich so extrem auch erst die letzten paar Jahre beobachte, speziell das mit den superhohen Absätzen. Manchmal denk ich, ich bin in Mad Men gelandet, oder ich bin von Pan Am Stewardessen aus den 70ern umgeben, so einen Touch hat das.

    Uns "Altgedienten" beschäftigt das schon, woher das auf einmal kommt. Wir wollten als junge Frauen genau so nicht aussehen müssen sondern auch ohne perfektes Tages Make up überzeugen. Und wir fragen uns tatsächlich was die dann erst anziehen wenn sie abends ausgehen??
    Mit Unternehmensberaterinnen hatte ich bislang nichts zu tun, da fehlt mir die Erfahrung


    Aber wenn ich mal 20 Jahre zurückdenke bzw. mir alte Fotos aus der Zeit angucke- ich hab mich täglich geschminkt, ja, ob das nun eher in Richtung Abend Make Up ging? Jedenfalls war es deutlich "bunter" als ich heute rumlaufe- aber das waren die 90ger, die waren eh bunt

    Ich weiß noch, dass ich blauen Kajal, blauen Lidschatten und blaue Wimperntusche hatte, DAS würde mir heute nicht mehr einfallen

    Ich hab mich aber fürs Büro betont konservativ angezogen- ich wirkte immer deutlich jünger als ich war und wollte damit wohl meine frischgebackene Juristenwürde betonen, schätze ich.
    Es gibt jedenfalls ein Foto, auf dem ich so langweiligen wadenlangen Plisseerock trage- mit 25. Da sträuben sich mir heute die Haare, so eine gefaltete Katastrophe würde ich heute garantiert nicht mehr tragen.
    Darüber können wir in 20 Jahren noch mal reden

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