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  1. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die sind hier aber eher nicht gemeint. Eine lang andauernde Ehe, die unter anderen Voraussetzungen geschlossen wurde, und jetzt geschieden wird, weil der Mann sich für ein jüngeres Modell entscheidet, endet oft mit Hartz 4 für die abgelegte Ehefrau, das könnt Ihr doch nicht im Ernst richtig finden?
    Nö, das halte ich nicht für richtig. Wie schon mehrere Male von mehreren Usern geschrieben wurde, dürfen die Gerichte daher in diesen Fällen noch Unterhaltsregelungen wie im alten Recht festlegen und tun das hoffentlich auch.

    Man kann doch aber Usancen (oder auch Fehler) der Vergangenheit nicht auf heute übertragen, also auf Ehen, die jetzt geschlossen werden.

  2. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Der Mensch wächst zwar mit seinen Aufgaben, aber AE, unwilliger Vater, 3 Kinder und Vollzeit hätte ich (glaube ich) nicht gepackt.
    Schön dass du das zugeben kannst. Ich hab hier nur gelesen, dass es keinen Unterschied macht ob mit oder ohne Partner, auch mit drei Kindern kann man locker Vollzeit arbeiten. Alles andere ist Gejammere.

    Ich denk mir, wer so reagiert wird schon wissen wieso.

    P.S. Klar hättest du das gepackt - einfach weil dich keiner fragt. Es bleibt einem ja nix übrig, wenn man nicht der Typ ist der sich dann in Hartz IV einrichten mag. Vollzeit mach ich selbst aber auch erst wieder seit die Kinder größer sind, lange Jahre ging es auch in Teilzeit, aber da hatte ich einfach auch Glück mit meinem AG. Eine Erzieherin oder Krankenschwester hätte das wohl nicht können.

  3. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Es wird sich wohl keine Einigung finden lassen ... also ... die TE hat vor einer Woche ihren Frust abgelassen und ward seither nicht mehr gesehen.

    Meine Söhne waren bei der Scheidung zwei und sechs Jahre alt, mein erstes, damals 15 Jahre altes Auto, habe ich sieben Jahre nach der Scheidung gekauft und das auch nur aufgrund des ländlichen Wohnumfeldes und des dazu gehörigen Arbeitsweges (Vollzeit). Vorher waren Radl und/oder Bus, Tram und Zug für Fortbewegung und Urlaub da.

    Ach ja ... ich bin "gegangen", dass es keinen gegenseitigen Unterhaltsanspruch gab, empfinde ich noch immer als glücklichen Umstand, so war ich nicht zu Unterhalt verpflichtet als der KV meinte, die Jobs müssten zu ihm kommen und nicht er den Jobs ggf. entgegen.
    Für das Essen war immer Geld vorhanden - möglich, ich hatte das Glück von Frauen umgeben gewesen zu sein, die ihre Kinder auf und nach der Flucht allein versorgen mussten.

    Und ja, ich finde schon, dass eine Frau, die viele Jahre beruflich pausiert hat/pausieren konnte, der Gesellschaft in Form von Broterwerb und Steuer ein klein wenig zurück geben kann. Die "Gesellschaft" hat schließlich auch das Studium finanziert.

  4. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich hab es schon verstanden, ihr wärt im Grunde die vollkommenen Alleinerziehenden. Nun, manchmal muss man das schneller unter Beweis stellen als einem lieb ist.

    Und der Bildschirm ist geduldig - wie Papier.

    Wer allerdings einen Mann hat der tatsächlich nicht unterstützt und sich trotzdem nicht traut zu gehen - bei dem versteh ich ja den Neid auf Alleinerziehende. Da hilft es wohl, kräftig draufzuhauen, um sich abzureagieren.

    Nun, wer sich damit gut fühlt und das anscheinend so nötig hat für's eigene Wohlbefinden - gerne.
    Von Neid kann keine Rede sein. Was mich betrifft, spreche ich durchaus aus Erfahrung als Alleinerziehende mit drei Kindern und ich kenne auch Zeiten, in denen ich erstmal das Leergut zurückgeben musste, um die Einkäufe für die nächsten Tage zu bezahlen. Die damalige Situation habe ich zeitweise als persönliche Hölle und finanziell katastrophal empfunden, das war aber der individuellen Situation, den beteiligten Personen, den Trennungsturbulenzen, Rosenkrieg und der Verstrickung unserer finanziellen Angelegenheiten geschuldet. Ich kann mir gut vorstellen, dass es vielen anderen ähnlich geht oder ging.

    Der Threadtitel ist aber nicht auf individuelle Situationen gemünzt, sondern unterstellt im Eingangsbeitrag eine allgemeingültige katastrophale Situation Alleinerziehender auf Grund der Gesetzeslage/änderung und das sich Berufen auf eine Hausfrauenehe mit davon abgeleiteten Versorgungsansprüchen über die Ehe hinaus. Das halte ich, wie bereits ausgeführt für falsch.

    Wieso mir und anderen da draufhauen unterstellt wird, erschließt sich mir nicht.

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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von DerHeld Beitrag anzeigen
    Ach, plötzlich nimmt der Partner doch vieles mit ab und ist dann doch immer mit da?
    Komisch, grad waren es noch die Ausgeburten der Faulheit, die sich von ihren Frauen hinten und vorne bedienen lassen.
    Das klingt hier oft so.

    Ich habe mit meinen Männern (Mann und Vater) gegenteilige Erfahrungen gemacht. Die haben und hätten ihre Kinder niemals im Stich gelassen.

    Mein Vater wäre ohne uns drei eingegangen. An meiner Tochter hing er auch sehr, freute sich, wenn er sie in den Kindergarten bringen durfte und war sehr traurig, als wir weg ziehen mussten.

    Wir mussten andere Hürden nehmen, hatten es nie leicht. Herausforderung en eben, denen wir uns stellen müssen. Ungerechtigkeiten gibt es in vielerlei Hinsicht.

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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Schön dass du das zugeben kannst. Ich hab hier nur gelesen, dass es keinen Unterschied macht ob mit oder ohne Partner, auch mit drei Kindern kann man locker Vollzeit arbeiten. Alles andere ist Gejammere.

    Ich denk mir, wer so reagiert wird schon wissen wieso.

    P.S. Klar hättest du das gepackt - einfach weil dich keiner fragt. Es bleibt einem ja nix übrig, wenn man nicht der Typ ist der sich dann in Hartz IV einrichten mag. Vollzeit mach ich selbst aber auch erst wieder seit die Kinder größer sind, lange Jahre ging es auch in Teilzeit, aber da hatte ich einfach auch Glück mit meinem AG. Eine Erzieherin oder Krankenschwester hätte das wohl nicht können.
    ich verstehe Dein Gewüte jetzt zwar nicht, aber gut...

    Nochmal- ich hab geschrieben, dass ICH der Meinung bin, man kriegt es ganz gut hin- mit älteren Kindern. Es gibt sicher Kinder, die schwieriger sind als meine, Frauen, die weniger belastbar sind- die kriegen es dann vermutlich nicht hin.

    Und so spaßig ist das Leben als Alleinerziehende ganz sicher nicht, aber katastrophal? Ich komme auch nicht ganz dahinter, was geschehen muss ( von Seiten des Gesetzgebers), dass die Userinnen, die hier so vehement auf der Benachteiligung der Mütter rumreiten, die Lage nicht mehr als ungerecht empfinden....

    Es gibt aber auch genügend kinderlose Personen, die mit Job UND 1-Personen-Haushalt überfordert sind. Es sind ja nicht alle Menschen gleich leistungsfähig.....

    Und was das "wieso kommt die Allgemeinheit dafür auf?"- angeht:

    Auch nach neuem Scheidungsrecht soll stets der Einzelfall betrachtet werden- wer ein Kind hat, was, aus welchen Gründen auch immer, nur stundenweise oder gar nicht fremdbetreut werden kann ( aus Gründen, die in der Person des Kindes begründet liegen, nicht darin, dass sich die Eltern mal drauf geeinigt haben, dass ein Elternteil voll zu Hause bleibt und der andere Elternteil voll arbeiten geht), dann wird einer geschiedenen Ehefrau auch über das dritte Lebensjahr hinaus Unterhalt zugesprochen werden.

    Bei der Scheidung einer sog. "Altehe" ist das ja ohnehin so, dass die Zeit, die für die Kindererziehung etc. aufgewendet wurde, bei der Unterhaltsberechnung ( in der Dauer!) berücksichtigt wird.
    Wer, na, 15 Jahre Hausfrau war, nicht arbeiten musste - und vielleicht ein Ehegespons hatte, was drauf bestand, dass seine Frau nicht arbeiten geht ( sowas gibts ja vereinzelt auch noch...) und dann plötzlich alleinerziehend ist, wird einen deutlich längeren Anspruch haben.

    Was sich definitiv geändert hat- es gab beim alten Unterhaltsrecht sowas wie einen Anspruch auf den "in der Ehe innegehabten Lebensstandard" für die Ex-Frau. Wurde oft flapsig als "Einmal Chefarztgattin, immer Chefarztgattin" bezeichnet.
    In Extremfällen konnte das dazu führen, dass die zweite Ehefrau trotz gemeinsamen Kind zumindest teilweise berufstätig bleiben MUSSTE- oder der Ehemann nahm einen Zweitjob an, weil der Unterhalt der bedürftigen Ex-Frau ( auch damals schon setzte ein Unterhaltsanspruch eine Bedürftigkeit voraus- der auch darin bestehen konnte, dass eben aufgrund der langen oder reinen Hausfrauentätigkeit der ersten Ehefrau keine Möglichkeiten zur Erwerbsaufnahme bestanden. Da gabs auch "Zumutbarkeitsregelungen"- es war also einer geschiedenen Frau zuzumuten, zumindest teilweise berufstätig zu sein, eine Umschulung/Weiterbildung/neue Ausbildung zu machen, wenn keine Gründe dagegen standen.) nicht geschmälert werden durfte.

    Das hat in solchen extremen Fällen bedeutet, dass ein Kind aus zweiter Ehe quasi "schlechter gestellt" war als die Kinder aus der ersten Ehe, die das Privileg hatten, nicht fremdbetreut werden zu müssen.

    Das hat sich in der Hauptsache geändert- jetzt sind alle Kinder "gleichrangig", und wenn in zweite Ehe eines dazu kommt, der Vater Elternzeit nehmen möchte, so muß er zwar den Unterhalt für die Kinder aus der ersten Ehe sicherstellen, nicht aber auch den der Ex-Frau. Und- bei der Unterhaltsberechnung für die ersten Kinder werden die später, in neuer Beziehung oder zweiter Ehe geborenen Kinder, berücksichtigt. Das zu verteilende Geld wird also auf mehr Kinderköpfe verteilt.

    Und daraus folgend wurde halt festgestellt- man stelle sich darauf ein, dass man als Hausfrau mit Kindern über 3 im Regelfall Vollzeit arbeiten kann, WENN die Kinder denn fremdbetreut werden können. Das setzt natürlich voraus, dass es die passende Betreuungsmöglichkeit gibt und die Kinder auch alle für die Fremdbetreuung geeignet sind.


    Aber die Praxis sah doch auch schon vor der Gesetzesänderung so aus, dass die Ex-Frauen meist zwar einen Unterhaltstitel hatten, aber nicht immer Geld bekamen.
    Entweder, die Herren mussten sich beruflich verändern und verdienten plötzlich weniger, es gab irgendwas anderes, was für eine Veränderung im Einkommen sorgte oder sie waren irgendwie...nicht auffindbar.

    Wenn überhaupt soviel Unterhalt zu verteilen war, dass bei Erreichen der Pfändungsfreigrenze noch was für die Ex-Frau übrig war....

    Ich denke, es gab immer eine Menge geschiedener Frauen, die zwar wunderschöne Unterhaltstitel in der Hand hatten- aber trotzdem zum Sozialamt/später ARGE gehen mussten.

    Ich denke daher, es gibt kein Gesetz, was in Punkto "finanzieller Ausgleich für die Zeit, in der die Frau hauptsächlich Kinder erzog" und "Aufteilung der nachehelichen Elternpflichten" für Gerechtigkeit sorgen würde.

    Recht und Gerechtigkeit haben nämlich meist nur im Wortsinn miteinander zu tun.

  7. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Die meisten Männer, die ich kenne, sind auch sehr an ihren Kindern interessiert und verbringen gerne Zeit mit den Kids.

    Mein Vater hat mich vor 30 Jahren überall mit hin geschleppt, während meine Mutter oft zuhause blieb. In den Schrebergarten, zum Einkauf, zur Taubenausstellung, wenn er jemanden besucht hat.

    Auch der Vater meines Freundes hat sich trotz Vollzeitjob mit in die Erziehung und Versorgung der beiden Kinder eingebracht. Wickeln, vorlesen, Trecker fahren. Zu Basteltreffs musste er auch mit, denn seine Mutter hat es nicht so mit dem Basteln.

    Ich fände es übrigens nicht schlecht, wenn vorhandene Betreuungsplätze zu allererst an die verteilt werden, die ihn wirklich dringend brauchen: Alleinerziehende und Geringverdiener.
    So verstehe ich Solidargemeinschaft. Ist aber wohl nicht machbar, weil es wohl nicht wirklich Gleichberechtigung wäre.

  8. gesperrt

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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    phaden, ich hatte Dich mal so verstanden, dass Du der Meinung bist, dass die "Kinderaufzucht" eine Arbeit für die Gesellschaft ist. Daher verstehe ich jetzt Deine Schlussfolgerung nicht, dass der Vater dies alles zahlen soll.
    Entschuldige wasserkatze, ich nehme jetzt mal deinen Beitrag als Aufsetzer - gemeint sind eigentlich z.B. Chryseis oder scales.

    Ja Kruzifix, was ist daran so schwer zu verstehen?

    Wenn Frauen im Alter von pahden in Westdeutschland (vor allem) mehrere Kinder geboren hatten, hatten die Null Chance einer Berufstätigkeit nachgehen zu können, die

    1. Eine dauerhaft gute Beschäftigung gewährleistete - wegen ultramieser öffentlicher Betreuungsmöglichkeiten - außer Opa und Oma oder ein sonstiges soziales Netz, das nicht jeder aufbauen kann (! keine Schuld, also)... *gääähhhn*

    2. Nach längerer Pause war sowieso der Zug abgefahren, außer bei Aldi oder Schlecker (aber nur für eh schlecht Qualifizierte, weil die anderen waren/sind überqualifiziert und bringen Unruhe in den unsozialen Laden)

    3. Der Staat hatte kein Interesse an der Berufstätigkeit der Frau, deshalb gab es kaum Betreuungsmöglichkeiten.

    Ergo: Ein Mann, der aus freiem Willen Kinder zeugte, hätte sich darüber bewusst sein müssen, dass er(!!!!) vor allem für seine Kinder zahlen muss, wenn er sich schon nicht im "Tagesgeschäft" um seine Kinder kümmerte (kümmern konnte).

    Ist es dann nicht Aufgabe aller Erwachsenen, die finanzielle Versorgung der Kinder zu übernehmen, ...Eben ein echter Generationenvertrag?
    Ja genau, es ist Aufgabe aller Erwachsenen, die finanzielle Versorgung der Kinder zu übernehmen, aber nur, wenn alle die reelle Möglichkeit haben/hatten.


    , genauso, wie für die Alten? Eben ein echter Generationenvertrag?
    Das ist der Doppellach: Gerade für die Alten sind Frauen ja noch viel mehr allein(!!!) zuständig, wie bis jetzt zumindest die Erfahrung zeigt - und zwar ohne Erziehungsgeld usw.

    Hier darf man sich unbezahlt "Freizeit/Urlaub" nehmen, die/der nach dem Tod der Eltern nachgearbeitet werden muss. Und das wird heute als große Errungenschaft gefeiert.

    Wie es vor Jahren aussah?
    Den Mantel des Schweigens drüber, noch viel schlimmer, vor allem bei demenzerkrankten Angehörigen, wenn dann auch noch Multimorbidität dazu kommt: Sowieso, "Guts Nächtle".

  9. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Vermutlich ist das ein Missverständnis, ich rede eigentlich überhaupt nicht von Frauen aus phadens Generation.

  10. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Aber noch heute ist in der Fläche in den alten Bundesländern Kinderbetreuung ein echtes Problem.
    Kindergarten ja, aber zwischn 8:30 und 12:00...

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