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  1. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich konnte die Vorstellung, dass Frauen immer solidarisch mit irgendwelchen anderen Frauen sein müssen, noch nie nachvollziehen.
    Brauchst Du ja auch nicht, das haben schon andere für Dich getan. Hätten sie es nicht gemacht, würdest Du heute noch Deinen Mann (oder Vater ) fragen müssen, ob Du arbeiten darfst, wählen oder über Deinen eigenen Körper bestimmen.
    Irgendwelche andere Frauen sind für Dich ins Gefängnis gegangen, haben sich schlagen und öffentlich demütigen lassen. Aber das ist schon so lange her, heute geht 's uns gut.
    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    phaden,
    bei dir liest man den Frust über den raschen Abgang des Kindsvaters. Vielleicht war dieser Mann die falsche Wahl für eine langjährige Ehe mit Kindern. Warum haderst du noch damit? Du hast deine Kinder mit ihm bekommen und sie sind mittlerweile groß. Wieso bist du nicht stolz auf deine Leistungen?
    ????????
    Aber - vor uns haben das Generationen von Frauen geschafft - in den unterschiedlichsten Kulturen und mit den zum Teil übelsten Voraussetzungen. Warum sollte uns das nicht gelingen?
    Es gelingt doch. Aber findest Du es gerecht?
    Zitat Zitat von animosa Beitrag anzeigen
    Ich verstehe viele Einzelschicksale und empfinde Mitleid. Aber generell habe ich wenig Verständnis dafür, für sich selber das Paradies einfordern zu wollen. Kein Mensch auf dieser Welt bekommt etwas geschenkt.
    Doch, viele Väter die Kinderaufzucht. Die bekommen sie geschenkt. Ganz umsonst. Und sie profitieren davon.
    Und wer fordert für sich das Paradies ein? Wenn Du wählen könntest zwischen einem guten Job, Geld verdienen, Kollegen haben, Urlaub und Anerkennung und jahrelang mit Kleinkinder und Pubertierenden sich rumzuärgern, sich ständig verteidigen zu müssen, dass man nicht "arbeitet", möglicherweise in Armut lebend. Was würdest Du als Paradies bezeichnen?
    Zitat Zitat von animosa Beitrag anzeigen
    "Kinderaufzucht" ist übrigens ein bedenklicher Ausdruck. Da würde ich lieber die heutigen Verhütungsmittel nutzen.
    Denk Dir ein anderes Wort aus. Und was hat das mit Verhütungsmitteln zu tun?

  2. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von animosa Beitrag anzeigen
    Ich verstehe das auch nicht. Sehr altmodisch diese Ansichten.
    Du findest die Ansicht, dass die Kinderaufzucht die Kernaufgabe in unserer Gesellschaft ist, altmodisch?
    Wie modisch soll es denn gemacht werden? Aus der Retorte, in Reagenzgläsern und dann vom Inkubator direkt ins angewärmte, vollautomatisierte Kinderheim?
    Oder meinst Du, wir können auch ohne Kinder eine lebendige Gesellschaft bleiben? Wie modern habe ich mir das denn vorzustellen?

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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Liebe phaden,

    du schreibst:

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn Du wählen könntest zwischen einem guten Job, Geld verdienen, Kollegen haben, Urlaub und Anerkennung und jahrelang mit Kleinkinder und Pubertierenden sich rumzuärgern, sich ständig verteidigen zu müssen, dass man nicht "arbeitet", möglicherweise in Armut lebend. Was würdest Du als Paradies bezeichnen?
    Warum entscheiden sich dann trotzdem Frauen und werdende Mütter für dieses (offenkundige) Nicht-Paradies? Sie scheinen es nicht so zu sehen, bzw. zu erwarten. Man kann auch umgekehrt formulieren:

    Wenn Du wählen könntest zwischen einem anstrengenden, nervenaufreibenden Job, dem Zwang, täglich die gleichen inkompetenten Kollegen ertragen zu müssen, nicht kündigen / gehen zu können, weil die Familie auf den Gehalt angewiesen ist, im Urlaub keine Pause zu haben, sondern die Partnerin bei der Kinderbetreuung ablösen zu müssen, das tägliche Leben mit den Kindern aber doch nicht miterleben zu können, weil man schlicht nicht dabei ist - und jahrelang seinen Tagesablauf selbst zu bestimmen, sein eigenes Heim einrichten zu können, neue Rezepte, Kinderzimmer und Basteleien auszuprobieren, sich auf Yoga und ehrenamtliches Engagement freuen zu dürfen, sobald die Kinder im Kindergarten sind (und denjenigen Personen, die kritisch nachfragen, warum man nicht "arbeitet" geht man einfach aus dem Weg) - was wäre denn da das Paradies?

    Wenn ich mich mit Müttern der älteren Generation unterhalte, höre ist fast immer: "Ach, wir hatten es damals ja so gut, Wir musste nicht arbeiten, konnten uns auf die Kinder, das Haus, etc. konzentrieren..."

  4. User Info Menu

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Ich bin zu müde zum ausführlichem Schreiben..

    @ sandra
    Nur wer sich ändert, bleibt sich treu! (Wolf Biermann)

  5. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von sandra08 Beitrag anzeigen
    Wenn Du wählen könntest zwischen einem anstrengenden, nervenaufreibenden Job, dem Zwang, täglich die gleichen inkompetenten Kollegen ertragen zu müssen, nicht kündigen / gehen zu können, weil die Familie auf den Gehalt angewiesen ist, im Urlaub keine Pause zu haben, sondern die Partnerin bei der Kinderbetreuung ablösen zu müssen, das tägliche Leben mit den Kindern aber doch nicht miterleben zu können, weil man schlicht nicht dabei ist - und jahrelang seinen Tagesablauf selbst zu bestimmen, sein eigenes Heim einrichten zu können, neue Rezepte, Kinderzimmer und Basteleien auszuprobieren, sich auf Yoga und ehrenamtliches Engagement freuen zu dürfen, sobald die Kinder im Kindergarten sind (und denjenigen Personen, die kritisch nachfragen, warum man nicht "arbeitet" geht man einfach aus dem Weg) - was wäre denn da das Paradies?
    Ich würde sagen, der Job ist nicht gut und das häusliche Idyll überzeichnet.
    Denn es gibt nicht immer nur neue Rezepte und Basteleien, sondern Kinderkrankheiten, Erziehungsstress, putzen, waschen, Hausaufgaben, Schulstress und noch andere Erbaulichkeiten.
    Wenn ich mich mit Müttern der älteren Generation unterhalte, höre ist fast immer: "Ach, wir hatten es damals ja so gut, Wir musste nicht arbeiten, konnten uns auf die Kinder, das Haus, etc. konzentrieren..."
    Die Braven, sie haben ihre Aufgabe nicht als Arbeit gesehen. So soll es sein. Da wollen wir hin.

  6. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Braven, sie haben ihre Aufgabe nicht als Arbeit gesehen. So soll es sein. Da wollen wir hin.
    Du vielleicht, ich nicht.

  7. User Info Menu

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Also...ich war auch allein erziehend...mit einem Kind. So zur Info...

    Alle Variationen, die hier gepostet wurden, sind Realität...

    Wie es einen halt trifft...ich hatte keine Ehegattenunterhalt (altes Scheidungsrecht)...

    Axo..in meiner 2. Ehe habe ich aufgepasst...ich bin geschult.

    LG zb
    Nur wer sich ändert, bleibt sich treu! (Wolf Biermann)

  8. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du vielleicht, ich nicht.
    Ich auch nicht, wie kommst Du darauf.
    Aber viele wollen es, vor allem getrennte Männer, die sich nicht um ihre Kinder kümmern wollen, sondern nur Alimente zahlen und die Mütter sollen zusehen, wie sie selbst für sich sorgen können.
    Die "Arbeit" mit den Kindern ist ja keine Arbeit, die macht sich von allein oder im Handumdrehen. Zeit brauchen die Mütter auch nicht dafür, sie kümmern sich um Kinder, Heim und etc. und sind berufstätig. Und alles möglichst zur Zufriedenheit der Väter, die selbstverständlich die gleichen Rechte haben.
    Um auf das Eingangspost zurück zu kommen: Eine katastrophale Situation für alleinerziehende Mütter in Deutschland. So ist es.
    Dass Frauen so etwas verteidigen können, ist mir ein Rätsel. Nur, weil sie nicht davon betroffen sind oder weil sie es natürlich viiiiiel besser gemacht haben?

  9. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Die Situation für alleinerziehende Mütter in Deutschland ist nicht katastrophal. Den Beweis dafür bist du noch schuldig, wenn du so etwas behauptest.

    Die Betreuungssituation für Kinder ist besser als noch vor zwanzig Jahren.
    Die Teilzeitangebote für Mütter sind ausgeweitet worden.
    Es gibt mehr staatliche Hilfen als noch vor zwanzig Jahren.
    Gerichte entscheiden weitaus öfter zugunsten der Kinder, nicht der Eltern.
    Das gemeinsame Sorgerecht ist erfolgreicher als das alleinige.

    Aber was eine alleinerziehende Mutter immer noch machen muss: neben der Kindererziehung eben auch ihren Lebensunterhalt verdienen. Und wenn sie das nicht will, bleibt ihr eben nur das Existenzminimum. Das war früher auch so.

  10. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    Aber was eine alleinerziehende Mutter immer noch machen muss: neben der Kindererziehung eben auch ihren Lebensunterhalt verdienen. Und wenn sie das nicht will, bleibt ihr eben nur das Existenzminimum. Das war früher auch so.
    Und das ist ein Skandal. Wenn eine Frau keine Doppelbelastung kann oder will, dann bleibt ihr nur das Existenzminimum und das wird von Staat bezahlt, von der Allgemeinheit.
    Die Väter sind außen vor.
    Nur weil das früher auch so war, muss es nicht so bleiben. Das ist eine veraltete und bequeme Ansicht.
    Die Lage der Alleinerziehenden in Deutschland ist teilweise mehr als katastrophal, es ist eine Schande für ein reiches Land wie Deutschland, dass über den Geburtenrückgang jammert und die soziale Sicherheit in Zukunft nicht gesichert sieht.
    Es ist eine Doppelmoral, die uns noch auf die Füße fallen wird.

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