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  1. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Es geht hier aber nicht um den Unterhalt für die Kinder, sondern um die Armut der Kinderfrau, die die Kinderarbeit gemacht hat und so Einbußen in der eigenen Versorgung hat.
    Das 50/50 Modell finde ich sehr gut.
    Meiner Meinung nach sollte es immer zur Anwendung kommen. Und wenn der eine Elternteil es nicht möchte, soll der den anderen Elternteil dafür entschädigen.
    Wenn beide Elternteile die Kinder 50% betreuen, warum dann noch Unterhalt für die Kinder?

    Ich habe drei tolle Kinder, die unter der Armut auch leiden, obwohl der Vater extrem wohlhabend ist. Aber ein hohes Vermögen und ein normales Einkommen führen eben zu geringen Unterhaltszahlungen.
    Auch in bestehenden Ehen haben meines Wissens Ehepartner und Kinder keinen Anspruch auf eine Versorgung aus dem Vermögen des Ehepartners über dem Niveau des Existensminimums.

  2. gesperrt

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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Fourthhandaccount Beitrag anzeigen
    Chryseis, lass uns realistisch sein, der Fall dürfte deutlich(st) seltener sein.
    Das habe ich früher auch gedacht. Vor zwanzig Jahren gab es kaum alleinerziehende Väter. Begegnet bin ich einem aeV, einem Lehrer, der zudem auch noch seinen Vater gepflegt hat.
    Heute kenn ich derzeit drei Väter, die ihre Kinder alleine erziehen. So selten ist das nicht mehr, aber auch noch nicht signifikant in der Gesellschaft merkbar.

  3. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Es ist unfassbar, dass Mütter, die Kinder für unsere Solidargemeinschaft großziehen, also die Kernaufgabe für unsere Gesellschaft leisten, am Ende auf Sozialleistungen angewiesen sind.
    Es stehen ihnen, meiner Meinung nach, Kinderbetreuungsplätze, angemessene Jobs und sich kümmernde oder zahlenden Väter zu.
    Zumindest ich habe meine Kinder nicht für die Sozialgemeinschaft großgezogen, sondern weil ich mir eigene Kinder gewünscht habe. Und ich habe das Wissen, daß im Notfall unsere Gesellschaft die finanzielle Versorgung meiner Kinder (und auch meine) übernimmt, immer als großes Glück empfunden.

    Außerdem würde ich gern mal wissen, wie der Aufschrei in D wäre, wenn nur noch "verantwortungsbewußte Männer" Väter werden dürften. (Gilt dann natürlich auch für die Frauen und Mutterschaft.....)

  4. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    Stellenangebot z.B. in der Zeitung. Darauf kann jede(r) sich bewerben.
    Für ein Stellenangebot muss man qualifiziert sein. Hilft ja nichts.
    Klar ist es blöd, wenn z.B. der Vater nicht mehr mitzieht, wenn die Mutter wieder berufstätig werden möchte.
    Das ist nicht nur blöd, sondern das Ende der Selbstbestimmung der Mutter. Ab dann nämlich steht sie allein da, entweder mit Mann oder ohne. Diese Absprachen können einseitig gekündigt werden, ohne Konsequenz für den Vertragsbrüchigen.
    Das verlangt ein gewisses Durchsetzungsvermögen und Festsetzung neuer Spielregeln.
    Durchsetzungsvermögen heißt in vielen Fällen die Trennung und neue Spielregeln kann man nicht einseitig festlegen. Einseitig kann man sich nur vom Acker machen.
    Aber zu behaupten, dass es nur an den bösen Männern liegt, dass Frauen alleinerziehend sind oder werden, ist mir zu kurz gedacht.
    Sondern? Woran liegt es Deiner Meinung, dass Frauen alleinerziehend sind?
    Zitat Zitat von Fourthhandaccount Beitrag anzeigen
    Ich verstehe nicht so ganz, warum die "Kernaufgabe" bei den Müttern liegt, und nicht (auch) bei denen, arbeiten und je nachdem nicht gerade wenig Steuern zahlen?
    Weil eine Gesellschaft nicht nur im hier und jetzt lebt, sondern auch im morgen. Wenn es morgen keine Arbeitenden und Steuerzahler mehr gibt, dann können sich die heutigen Arbeitenden und Steuerzahler morgen die Nase wischen.
    Die Kinder, die hier teilweise hysterisch behütet werden, sehe ich sowieso noch lange nicht als "wertvolle Mitglieder der Gesellschaft" - lass uns da mal abwarten.
    Da sprichst Du ein riesiges Problem der zukünftigen Generation an und damit auch der heutigen. Aber das gehört ins Erziehungsforum.
    Da habe ich mir auch schon die Finger verbrannt.
    Aber ein gesellschaftliches Problem werden diese Königskinder noch werden, da bin ich mir sicher.
    Aber auch diese Art der Reproduktion ist gewollt, es kurbelt den heutigen Konsum an. Die Profiteure leben im Heute, das Morgen interessiert sie nicht.

  5. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn beide Elternteile die Kinder 50% betreuen, warum dann noch Unterhalt für die Kinder?
    Dann gibt es keinen Unterhalt.

  6. gesperrt

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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Ach was? 50:50 betreute Kinder leben von Luft und Liebe? Wohl kaum! Ich denke, man nennt das Naturalunterhalt o.ä.. Unter dem Strich ist das auch nicht billiger!

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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    Das habe ich früher auch gedacht. Vor zwanzig Jahren gab es kaum alleinerziehende Väter. Begegnet bin ich einem aeV, einem Lehrer, der zudem auch noch seinen Vater gepflegt hat.
    Heute kenn ich derzeit drei Väter, die ihre Kinder alleine erziehen. So selten ist das nicht mehr, aber auch noch nicht signifikant in der Gesellschaft merkbar.
    Ist es nicht vielleicht auch ein Gedanke, dass Männer in der Vergangenheit ebenfalls stark in Rollenbilder gepresst wurden und sich erst langsam daraus lösen (können)? Entsprechend erschiene es zumindest logisch, dass es nur langsam zunehmend auch mehr alleinerziehende Väter gibt. Zumindest viele meiner männlichen Bekannten möchten sich ebenfalls an der Kindererziehung beteiligen, jedoch wird ihnen dieser Weg z.B. durch die Arbeitsgeber teilweise erschwert (keine Möglichkeit, in Teilzeit zu gehen etc.).

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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Sasapi....wieso hast du 2013 als Putzfrau angefangen, wenn du Juristin bist??????
    Hatte in den letzten Tagen viel um die Ohren und war deshalb nicht hier, muß den Thread erstmal nachlesen.

    Also antworte ich erstmal hier:

    Ich habe mich nach dem Erziehungsurlaub von Tochter 3 beurlauben lassen- das ging, weil ich mittlerweile Beamtin geworden war- ohne Bezüge, wegen Kindererziehung.
    Tagesmütter waren an unserem hiesigen Wohnort kaum zu finden, jedenfalls nicht für drei Kinder in unterschiedlichen Altersstufen, also blieb ich erstmal zu Hause und suchte mir einen Minijob, der sich mit den Kigazeiten und Schulzeiten vertrug.
    Ich hätte ja schon gerne was gemacht, was meiner Ausbildung entsprach, da gabs hier aber nichts- solche Jobs sind Vollzeit- und hab deshalb geguckt, was man denn kriegen könnte. Also fing ich bei einer Firma an, die Ferienwohnungen verwaltet. Erstmal als Putzfrau, überwiegend an den Wochenenenden. Wurde, da Saisonarbeit, mit 20 Euro pro Stunde sehr, sehr gut bezahlt.
    Als die Firma größer wurde, hab ich die Büroarbeit an Wochentagen erledigt und wechselte dann auf "versicherungspflichtig Teilzeit."
    Da ich im Winter aber quasi immer ohne Einkommen war, suchte ich längere Zeit eine "Dauerstellung". Gern im Büro. Aber- woher nehmen? Da fiel mir dann die Jurisitin öfter mal auf die Füße- überqualifiziert und so....

    Zurück zur Behörde wollte nicht wirklich, denn- meine Dienststelle gibts nicht mehr, ich müsste dann irgendwo bundesweit arbeiten. Im Notfall hätte ichs getan, aber nur dann.

    Ich hab dann - über meinen Mann, der beim gleichen Arbeitgeber arbeitet- diese Stelle als Putzfrau bekommen und bin dann später am Empfang gelandet. Das mache ich heute noch- und bilde mich nebenher weiter.

    Es ist doch so....wenn ich X Jahre raus bin, zählt meine Ausbildung, die ich irgendwann mal gemacht habe, gar nichts mehr. Wer stellt denn eine Juristin ein, die ihr Studium in den frühen 90gern absolvierte und dann "nur" bei einer Behörde war? Ist ja nicht so, dass es keine anderen suchenden Juristen gäbe?
    Und da ich gerne arbeiten wollte, hab ich halt genommen, was ich bekommen konnte.
    Abgesehen davon fand ich den Putzfrauenjob gar nicht so schlecht.

  9. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zumindest ich habe meine Kinder nicht für die Sozialgemeinschaft großgezogen, sondern weil ich mir eigene Kinder gewünscht habe.
    Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Deine Kinder wurden in diese Sozialgemeinschaft hinein geboren, ob Du das wolltest oder nicht.
    Und ich habe das Wissen, daß im Notfall unsere Gesellschaft die finanzielle Versorgung meiner Kinder (und auch meine) übernimmt, immer als großes Glück empfunden.
    Dann bist Du doch froh, dass Du sie auch für die Solidargemeinschaft großgezogen und erzogen hast.

    Außerdem würde ich gern mal wissen, wie der Aufschrei in D wäre, wenn nur noch "verantwortungsbewußte Männer" Väter werden dürften. (Gilt dann natürlich auch für die Frauen und Mutterschaft.....)
    Was heißt "werden dürften". Vater oder Mutter wird man einfach, danach fängt die Verantwortung an. Und meiner Meinung nach nicht nur für Mütter, sondern auch für Väter.
    Wenn sie es persönlich nicht leisten können oder wollen, dann müssen sie zur Kasse gebeten werden.

  10. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Ebayfan Beitrag anzeigen
    Ach was? 50:50 betreute Kinder leben von Luft und Liebe? Wohl kaum! Ich denke, man nennt das Naturalunterhalt o.ä.. Unter dem Strich ist das auch nicht billiger!
    Für wen soll es denn billiger sein? 50/50 heißt beide müssen sich einschränken, finanziell, beruflich, zeitlich und örtlich.
    Absolut faire Lösung und die Kinder haben Vater und Mutter gleichermaßen.

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