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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Mandelbluete Beitrag anzeigen
    Nehmen wir einmal an, die TE wäre noch mit dem Vater ihrer Kinder zusammen? Hätte sie dann Arbeit?

    Vielleicht ja, weil sie durch die Partnerschaft zeitlich flexibler gewesen wäre.

    Vielleicht nein, weil
    - der Vater auch in der Beziehung sich nicht weiter in die Betreuung eingebracht hätte
    - acht Jahre Familienpause zu lang waren
    - ihr Studienfach ihr nicht den großen Arbeitsmarkt eröffnete
    - sie in geordneten finanziellen Verhältnissen keine große Motivation gehabt hätte.

    Alles pure Spekulation. Aber wert darüber nachzudenken - und nur die TE wird die Antwort kennen.

    Das sind alles Punkte, die bei jedem anders laufen können oder könnten.
    Spekulativ. Aber, wie oft ist oder war es eben so, dass die Frauen dem Mann den Rücken frei hielten (wie das so schön genannt wird) und wenn der Gatte dann eine gewisse Position hat dann geht er.

    Das ist auch der Grund, warum ich jeder Frau, bevor sie Kinder bekommt, sage, dass sie immer damit rechnen muss am Ende alleine mit den Kindern (dem Kind) da zu sitzen.
    Das erlebe ich jetzt gerade wieder bei einer jungen Frau in meiner Nachbarschaft, Anfang 20, keine Ausbildung, zieht auch gleich mit dem jungen Mann zusammen, wird von seiner Familie abgelehnt. Das einzige, was sie wohl in die Wege leiten möchte ist, dass sie das alleingie Sorgerecht bekommt. Ich weiß nun nicht, wie das bei ledigen Partnern aussieht.
    Die junge Frau wird also vom Staat leben, sie hat zwar geplant eine Ausbildung zu machen, wird aber auch nicht jünger und es wird nicht leichter eine Stelle zu finden.
    ergo, jede Frau sollte trotz Kinder oder besonders weil sie Kinde rhat oder möchte, eine Ausbildung haben und sehen, dass sie auf eigenen Füßen stehen kann. Lieber mal eine Zeit eine Tagesmutter zahlen, um weiter im Beruf bleiben zu können, alles andere könnte sich übel rächen.
    da ich meinen Blog nicht mehr erwähnen darf, das sei Werbung, ich weiß zwar nicht, wieso das Werbung sein sollte, aber gut. Also, ich habe einen Strickblog
    carpe diem
    Alles wird gut
    Lieber groß gemustert, als keinkarriert

    BVB
    Cuba oder Kuba

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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von meta1 Beitrag anzeigen
    Das erlebe ich jetzt gerade wieder bei einer jungen Frau in meiner Nachbarschaft, Anfang 20, keine Ausbildung, zieht auch gleich mit dem jungen Mann zusammen, wird von seiner Familie abgelehnt. Das einzige, was sie wohl in die Wege leiten möchte ist, dass sie das alleingie Sorgerecht bekommt.
    Sie zieht mit dem Mann zusammen, schreibst du. Wieso will sie dann das alleinige Sorgerecht? Hat die Familie sie rausgeworfen?

    Ja, du hast ansonsten auch recht. Viele Frauen sehen das verklärt mit der Familiengründung. Bilden sich ein, da kommt ein romantisches Leben auf sie zu.

    Vllt. wäre ich genauso drauf gewesen, hätte ich einen Mann geheiratet, der gut verdient. So musste ich immer arbeiten, trotz Kind. Wollte aus diesem Grund auch kein zweites Kind, wusste nämlich nicht, wie ich das finanzieren sollte.

    Mein Mann liebt und schätz mich sehr, gerade weil ich mich überall im Leben, vor allem im Berufsleben, durchsetzen kann.

    Ich verstehe auch nicht, dass studierte Frauen ihre Ausbildung ignorieren für lange Zeit. Studium ist toll, jede fühlt sich damit wertvoller. Aber ohne Praxis ist sie nichts wert auf dem Arbeitsmarkt. Ich habe nicht studiert und bin sehr angesehen im Berufsleben. Gut, ich habe mich weiterqualifiziert - hätt ich mit wohlhabendem Mann nicht gemusst. Musst ich aber und ich bin froh darüber.
    Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.

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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Nunja - einer Frau mit Anfang 20 steht die Welt aber noch offen. Da ist ein Leben auf Staatskosten nun wirklich nicht in Stein gemeißelt.
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von marylin Beitrag anzeigen
    Nunja - einer Frau mit Anfang 20 steht die Welt aber noch offen. Da ist ein Leben auf Staatskosten nun wirklich nicht in Stein gemeißelt.
    Die scheint ja mindestens ein Kind zu haben. Das ist eine große Verantwortung. Sie hat sich ihr Leben ganz schön verbaut von Anfang an. Sie wird es immer schwer haben.
    Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.

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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von animosa Beitrag anzeigen
    Die scheint ja mindestens ein Kind zu haben. Das ist eine große Verantwortung. Sie hat sich ihr Leben ganz schön verbaut von Anfang an. Sie wird es immer schwer haben.

    ds sehe ich auch so, wenn man durchstarten möchte mit kleinem Kind, dann ist das nich teinfach. und ich denke, potentielle Arbeitgeber machen auch eher einen Rückzieher, wenn sich jemand um eine Lehrstelle bemüht, der schon ein Kind hat und auch schon etwas älter ist.
    da ich meinen Blog nicht mehr erwähnen darf, das sei Werbung, ich weiß zwar nicht, wieso das Werbung sein sollte, aber gut. Also, ich habe einen Strickblog
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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Die scheint ja mindestens ein Kind zu haben. Das ist eine große Verantwortung. Sie hat sich ihr Leben ganz schön verbaut von Anfang an. Sie wird es immer schwer haben.
    Naja, ich bin da optimistischer. Für mich bedeutet Kind haben nicht gleich: Leben verbaut.

    Ich war mit 21 Jahren auch alleinerziehend (Ja, früher hat man Kinder jung bekommen, da fand auch keiner was dabei). Ich kann nicht sagen, dass ich es schwer hatte. Eine zweite Ausbildung war kein Problem. Für ein Kind alleine verantwortlich zu sein, auch nicht. Und die meisten haben ja noch Eltern, Großeltern - die helfen ja meist auch gern...
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von marylin Beitrag anzeigen
    Naja, ich bin da optimistischer. Für mich bedeutet Kind haben nicht gleich: Leben verbaut.

    Ich war mit 21 Jahren auch alleinerziehend (Ja, früher hat man Kinder jung bekommen, da fand auch keiner was dabei). Ich kann nicht sagen, dass ich es schwer hatte. Eine zweite Ausbildung war kein Problem. Für ein Kind alleine verantwortlich zu sein, auch nicht. Und die meisten haben ja noch Eltern, Großeltern - die helfen ja meist auch gern...
    Na ja, das kommt darauf an. Bei uns hat man das früher, also vor 30 oder 40 Jahren auch schon so gesehen. Mit 20 ein Kind, da war die Karriere gelaufen. Kinderbetreuung für Kleinkinder gab es praktisch nicht, Grundschüler kamen oft schon nach der 2. Stunde nachhause und außer den Omas gab es praktisch keine andere Betreuung.

    Im Osten lief das möglicherweise anders. Weshalb Ostfrauen dann auch früher Kinder bekamen.

    Was bei uns im Westen noch dazu kam: weil es eben so lief, war eine unverheiratete Frau mit Kind unter 25 einfach ein wenig asozial. Teenagerschwangerschaften lösten in der Nachbarschaft bösartiges Gerede aus und die Mitschülerin, die beim Klassentreffen erzählte, sie hätte mit 17 ihr erstes Kind bekommen, hatte was von einem Alien. Wir haben einfach nur dumm geguckt.

    Aber wie auch immer, diese Frauen waren beruflich praktisch tot. Es lief auf Sozialhilfe hinaus. An einen Job war erst wirklich zu denken, sobald das Kind zumindest die 2. Klasse besuchte. Besser noch die weiterführende Schule. Selbst das war schwierig, denn Halbtagsunterricht war Standard und Unterrichtsausfälle bedeuteten Schulfrei.

    Aber wo bekommt man mit 25 oder älter noch eine Lehrstelle? Also gingen die Frauen dann putzen oder kassierten im Supermarkt.

    Nicht umsonst wurde uns eingeschärft, verlässlich zu verhüten und nicht direkt mit jedem ins Bett zu gehen. Das war einfach notwendig, wollte man nicht vom Sozialamt abhängig werden.

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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Ebayfan Beitrag anzeigen
    Im Osten lief das möglicherweise anders. Weshalb Ostfrauen dann auch früher Kinder bekamen.
    Da könnte ich Bände erzählen... aus eigenen Erfahrungen. Meine Mutter meinte damals, du müsstest jetzt schon ein Buch über dein Leben schreiben.

    Aber meine Eltern wussten, wie sie Unheil von mir in letzter Sekunde abwenden konnten... ich will jetzt nicht meine Geschichte zum Mittelpunkt in diesem Thread machen.

    Im Osten war das Leben dann auch schwer. Du kannst bis heute nicht davon ausgehen, dass die Großeltern gerne die Kinder betreuen oder gar aufziehen. Die bekommt Frau schon selber, sie hat die Verantwortung dafür. Ich hätte es sehr schwer gehabt als Alleinerziehende. Ich wusste nämlich nicht, was das bedeutet. Ich war zu jung mit Anfang 20.

    Du musst Arbeit und Kind unter einen Hut bringen, das ist mit Partner schon schwer. Ich habe ja eine kleine Familie und bin immer arbeiten gegangen. Das war nicht leicht. Ich hatte oft Wut auf AG und Kollegen, weil diese praktisch nie Verständnis aufbrachten, dass man auch mal Feierabend haben musste, da das Kind ja auch abgeholt werden musste. Das ist auch bis heute ein großes Problem in der Arbeitswelt. Es ist immer noch sehr schwer und ungerecht. Frauen haben es nicht so einfach, mit Kindern Karriere zu machen wie Männer. Ich spreche aus eigenen Erfahrungen und war dabei immer verheiratet.
    Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.

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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Natürlich geht es, dass man mit Kind alles noch machen kann, das ging auch schon vor 30 Jahren im Westen, aber, das ging nur mit guter Organisation und wenn alle zusammen halfen.
    ich war auch 22 als ich meine Tochter bekam, war dann auch kurz danach allein erziehen und hab dann noch Ausbildung, Abi nachgemacht und noch studiert.
    Wobei meine Tochter auch schon früh selbständig sein musste und es auch nur so mögich war, weil meine Mutter noch gelebt hatte. Ansonsten wäre das alles so nicht möglich gewesen.
    da ich meinen Blog nicht mehr erwähnen darf, das sei Werbung, ich weiß zwar nicht, wieso das Werbung sein sollte, aber gut. Also, ich habe einen Strickblog
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    Zitat Zitat von Ebayfan Beitrag anzeigen
    Was bei uns im Westen noch dazu kam: weil es eben so lief, war eine unverheiratete Frau mit Kind unter 25 einfach ein wenig asozial. Teenagerschwangerschaften lösten in der Nachbarschaft bösartiges Gerede aus und die Mitschülerin, die beim Klassentreffen erzählte, sie hätte mit 17 ihr erstes Kind bekommen, hatte was von einem Alien. Wir haben einfach nur dumm geguckt.
    .
    Was geht in einem 17jährigen Menschen vor, Geschlechtsverkehr ohne Verhütung zu haben ?

    Einerseits offensichtlich genussfreudig und hemmungslos. Andererseits null Vorstellungskraft, wie das mit einem Kind weitergehen kann.

    Ich habe auch dumm geguckt, als eine Nachbarin tatsächlich auch mit 17 schwanger wurde. Aber ich habe nur kurz dumm geguckt, dann war ich froh, noch etwas kindlich zu sein. GV war für mich damals undenkbar.

    In dem Alter stimmt die körperliche und geistige Reife nicht überein. Das wurde in diesem Forum bestimmt schon 1000 mal festgestellt.

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