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  1. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und da der Freibetrag erst ab einem bestimmten Betrag gilt, haben die meisten Alleinerziehenden nichts davon.
    Jaha, aber das Kindergeld würde dann ja miterhöht. Und die 5 Euro mehr im Monat können wir dann auf unser Schweizer Nummernkonto schaffen.

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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hier der Eingangsbeitrag:
    Stimmt, dann hab ich das mißinterpretiert, dass sich im Vergleich zu früher die jetzige Situation als absolute Armut anfühlt.
    Mein Versehen.
    Das Idol unserer Kindheit war ein arbeitsloser Aussteiger mit hohem Bildungsgrad, der abseits gesellschaftlicher Normen im Bauwagen lebte.

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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    das verfassungsgericht hat darüber geurteilt, und wenn ich es richtig verstanden habe, ist im grundgesetz die EHE geschützt, deshalb muss die steuerliche entlastung für alleinerziehende geringer sein als für verheiratete.
    daraufhin wurde 2004 der jetzige (und noch nie erhöhte) entlastungsbetrag eingeführt.

    es müsste also, wenn ich es richtig sehe, das grundgesetz geändert werden.
    Hier ein bisschen Gemeinschaftskunde:

    Artikel 6 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland:

    (1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.

    (2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.

    (3) Gegen den Willen der Erziehungsberechtigten dürfen Kinder nur auf Grund eines Gesetzes von der Familie getrennt werden, wenn die Erziehungsberechtigten versagen oder wenn die Kinder aus anderen Gründen zu verwahrlosen drohen.

    (4) Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.

    (5) Den unehelichen Kindern sind durch die Gesetzgebung die gleichen Bedingungen für ihre leibliche und seelische Entwicklung und ihre Stellung in der Gesellschaft zu schaffen wie den ehelichen Kindern.

    Der besondere Schutz von Ehe und Familie nach Art. 6 Abs. 1 GG verlangt keine Schlechterstellung von Alleinerziehenden. Der Gesetzgeber hat hier einen Gestaltungsspielraum, den er endlich nutzen sollte.
    Geändert von MarieEdwige (19.02.2015 um 09:31 Uhr) Grund: Letzten Abschnitt hinzugefügt

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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    @ambiva
    Ja, das Kindergeld wurde im Verlauf der Geschichte schon mehrfach angehoben. Als meine Tochter 1987 geboren wurde, gab es für das erste Kind 50 D-Mark, das sind heute ca. 26 Euro.

  5. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von MarieEdwige Beitrag anzeigen
    (4) Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.
    Auf diesen Absatz sollten sich die Alleinerziehenden beziehen.
    Denn für viele kann von Schutz und Fürsorge keine Rede sein.

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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Auf diesen Absatz sollten sich die Alleinerziehenden beziehen.
    Denn für viele kann von Schutz und Fürsorge keine Rede sein.
    Aus diesem Absatz leiten sich ganz viele gute und richtige Gesetze für die Absicherung in der Schwangerschaft und Erziehungszeit ab, z. B. Mutterschutz, Elterngeld/Elternzeit.

    Ich verstehe, dass du wegen der neuen Scheidungsgesetze wütend bist. Hast du schon mal daran gedacht, dich mit anderen Frauen zusammenzuschließen und etwas dagegen zu unternehmen? Evtl. auch mit Frauen aus der nachfolgenden Generation?

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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von MarieEdwige Beitrag anzeigen
    Aus diesem Absatz leiten sich ganz viele gute und richtige Gesetze für die Absicherung in der Schwangerschaft und Erziehungszeit ab, z. B. Mutterschutz, Elterngeld/Elternzeit.
    Die Ausgaben für Familienförderung betragen mehr als 200 Milliarden Euro und kommen auch Müttern und auch Alleinerziehenden zugute.

    Ausgiebig diskutiert wurde hier ja schon mehrfach, ob die Fördermaßnahmen effektiv und richtig gewichtet sind und ob das Geld fair verteilt wird.

    Aber wir sind uns wohl darüber einig, dass es keinen einzigen Alleinerziehenden gibt, der keine Unterstützung von der Solidargemeinschaft bekommt.

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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Mandelbluete Beitrag anzeigen
    Ausgiebig diskutiert wurde hier ja schon mehrfach, ob die Fördermaßnahmen effektiv und richtig gewichtet sind und ob das Geld fair verteilt wird.

    Aber wir sind uns wohl darüber einig, dass es keinen einzigen Alleinerziehenden gibt, der keine Unterstützung von der Solidargemeinschaft bekommt.
    Einig war ich mir selber nur darin, dass es schwer ist, Kinder auf zu ziehen, wenn Ehepartner beide arbeiten müssen (dann hat die Frau ja auch ein Betreuungsproblem) und natürlich sowieso für Alleinerziehende, vor allem, wenn sie beruflich keinen Anschluss finden.

    Unterstützung müsste deshalb in erster Linie den Schwerpunkt auf eine Art Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt haben z.B. in Form von Weiterbildungen und "Alleinerziehendenförderung" (meine Ausdrucksweise, da meine Idee). Frauenförderung sowieso!

    Betriebskindergärten müssten ab einer bestimmten Unternehmensgröße Pflicht sein und staatlich gefördert werden. Oder/und es müsste Kinderbetreuungs-Zusammenschlüsse für div. kleine Unternehmen gebildet werden. Es muss einfach sicher gestellt sein.
    Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.

  9. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von MarieEdwige Beitrag anzeigen
    Ich verstehe, dass du wegen der neuen Scheidungsgesetze wütend bist. Hast du schon mal daran gedacht, dich mit anderen Frauen zusammenzuschließen und etwas dagegen zu unternehmen? Evtl. auch mit Frauen aus der nachfolgenden Generation?
    Nein, daran habe ich noch nicht gedacht.
    Zum einen bin ich nicht persönlich betroffen (habe nur mit diesen Fällen hin und wieder zu tun), zum anderen bin ich mit anderen "Zusammenschlüssen" befasst. Alles geht nicht.

  10. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von animosa Beitrag anzeigen
    Einig war ich mir selber nur darin, dass es schwer ist, Kinder auf zu ziehen, wenn Ehepartner beide arbeiten müssen (dann hat die Frau ja auch ein Betreuungsproblem)
    Darüber bin ich gestolpert. Ich weiß nicht, ob ich deinen Satz falsch verstehe, aber falls nicht, dann ist das für mich ein Beispiel dafür, wie tief manche altmodischen Glaubenssätze selbst in modern tickenden Frauen verankert sind.

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