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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Nein, MarieEdwige beschrieb, dass sie den Anschluss nach ein paar Jahren Pause immer wieder gefunden hat. Ach nee, das war hilfskonstruktion, die immer nur ein paar Jahre aussetzte.

    Ich selber habe auch eine Weiterbildung gemacht, weil ich meinen Job kündigen musste in der Heimat, um meinem Mann hinterher zu ziehen mit unserer 7-jährigen Tochter. Ich habe wirklich sehr gekämpft, um den Anschluss zu bekommen, aber ich war mir all dieser Tatsachen, die hier so negativ in Erfahrung gebracht wurden, sehr bewusst. Ich wollte einfach fit bleiben auf dem Arbeitsmarkt und selbst bestimmt leben.
    Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.

  2. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    @ animosa,
    ich versteh dich voll und ganz.

    Ich dachte auch immer, dass ich soviel in mein Studium gesteckt habe. Mensch, ich wollte doch damit auch was machen!

  3. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von animosa Beitrag anzeigen
    Und wer sich für ein Hausfrauenmodell entscheidet, muss die Konsequenzen kennen. Wer soll denn dafür gerade stehen?
    Beide.
    Ok, könnte zwar der Mann sein, aber das funktioniert nicht. Es führt zu anderer Ungerechtigkeit.
    Es soll aber nicht nur der Mann sein, sondern beide.
    Denn der Mann hat ggf. nach 20-30 Ehejahren auch noch mal Anspruch auf einen Neuanfang. Oder nicht? Soll er, weil er immer die Familie alleine ernährt hat, nun für alle Zeiten "entrechtet" sein?
    In einer "Hausfrauenehe" profitiert der Mann, weil er in Ruhe und mit Unterstützung seinen Beruf ohne Unterbrechung ausüben und gleichzeitig Kinder großziehen kann.
    Wenn der Beruf in trockenen Tüchern und die Kinder groß sind, dann hat er Deiner Meinung nach ein Recht auf einen Neuanfang.
    Und was ist mit der Frau? Sie hat dann die Pflicht zu einem Neuanfang. Mit einem Putzjob und wenn sie Pech hat noch mit halbwüchsigen Kindern an der Backe.
    Na, wenn das gerecht ist.

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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @ animosa,
    ich versteh dich voll und ganz.

    Ich dachte auch immer, dass ich soviel in mein Studium gesteckt habe. Mensch, ich wollte doch damit auch was machen!

    Ja, deine Geschichte bringt mich auch zum Grübeln.

    Ich selber wurde nämlich kurz vor der Wende schwanger. Meiner Tochter wurde in die Wende hineingeboren. Ich war sooo glücklich! Aber ich ahnte nicht, was das in mir alles verändern würde, ich hatte plötzlich - von einer Sekunde auf die andere - ganz andere Vorstellung von meinem Leben.

    Meine Tochter war ein absolutes Wunschkind. Aber plötzlich bekam ich einen unheimlichen Drang nach Freiheit, alle Grenzen waren für uns nun geöffnet. Wie gerne wäre ich beruflich ins Ausland gegangen! Ich fühlte mich angekettet, konnte nicht von der Stelle und ich dachte: "Wäre ich jetzt Mann, ich könnte alles machen!"

    Sogar bei uns gab es diese Unterschiede und sie fallen mir nun erst wieder auf, weil du beschreibst, wozu dein Mann trotz Kindern beruflich in der Lage ist.
    Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.

  5. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Ich habe aber auch davon profitiert... ich wäre nie dahin gekommen...

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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und was ist mit der Frau? Sie hat dann die Pflicht zu einem Neuanfang. Mit einem Putzjob und wenn sie Pech hat noch mit halbwüchsigen Kindern an der Backe.
    Na, wenn das gerecht ist.
    Soweit sollte es nicht kommen. Das sollte heute eben einfach anders gehandhabt werden.

    Es ist nun mal nicht selten, dass Ehen geschieden werden und es muss vorgebeugt werden und zwar so, dass beide weder sehr belastet werden noch entrechtet.
    Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.

  7. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Na, wenn das gerecht ist.
    Ich finde beide Varianten nicht gerecht. Einerseits verstehe ich z. B. deine Argumentation. Während der Ehe profitiert die Frau vom Geld des Mannes und der Mann profitiert von der häuslichen Bequemlichkeit, die die Frau bietet. Nach der Ehe profitiert der Mann von der Karriere, die er durch eben diese Bequemlichkeit machen konnte (wenn wir jetzt mal davon ausgehen, dass diese Männer tatsächlich alle Karriere machen) und die Frau profitiert von nichts mehr (sofern sie kein Geld von ihm bekommt).

    Andererseits kann es in meinen Augen eben auch keine Lösung sein, dass der Mann die Frau auf Lebenszeit (bzw. bis sie einen neuen Mann, der für sie zahlt, findet) finanziert.

    Eine Lösung sehe ich da nicht. Nur die vorbeugende Variante, es gar nicht erst so weit kommen zu lassen, in dem die Frau eben nicht die Hausfrau für den Mann spielt. Aber das nutzt den betreffenden Frauen, die jetzt in der Situation sind, auch nichts.

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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe aber auch davon profitiert... ich wäre nie dahin gekommen...
    Das ist auch vollkommen in Ordnung, solange es dir damit gut geht.

    Ich hätte mich selber im Ausland verwirklichen wollen. Wahrscheinlich hätte ich gar keine Familie gegründet. Ich hätte ganz andere Interessen gehabt, hätte ich vorher gewusst, wie Freiheit schmeckt. Manchmal glaube ich, ich wäre Greenpeace-Aktivistin geworden.

    Ich bin dafür, dass mehr Frauen auch andere Lebensinhalte finden. Mal sehen, was meine Tochter entscheidet diesbezüglich...
    Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.

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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Hallo Sojourner,

    auch wenn ich in den meisten Punkten deiner Ansicht nicht folgen kann, so möchte ich doch deinem Wunsch entsprechen und noch eine Erfahrung aus dem unmittelbaren Bekanntenkreis schildern.

    Mann und Frau lernen sich Anfang der 80er an der Uni kennen. Er sehr ehrgeizig am Promovieren, sie etwas älter, brotloses Fach. Sie bekommen ein Kind zusammen, das er mit in Seminare etc. nimmt, damit sie den Abschluss machen kann. Geheiratet wird erst, als sich Kind Nr. 2 anmeldet. Man rutscht aus Mangel an Alternativen in das Alleinverdienermodell: Weil sie einen schlechten Abschluss hat und mit ihrem Fach nichts findet, weil Null Betreuungsmöglichkeiten, weil ideologische Einstellungen vorhanden sind (Umzug aufs Land, da schöner für die Kinder, keine Grosseltern erwünscht, da sie in die Erziehung reinquatschen, etc.)

    So läuft das 15 Jahre. Es sind drei Kinder. Mit der Zeit sind beide von ihren Träumen enttäuscht. Er weil er verbeamtet wurde, obwohl er lieber in der Forschung geblieben wäre, aber die Last, 5 Personen zu ernähren, doch zu gross war und befristete Forschungsstellen nicht so toll - sie, weil sie ihr Fach nie hatte ausüben können... Der Alltag wurde anstrengend - sie: immer die gleiche Arbeit, den gleichen Trott, er: nie Freizeit für sich, viel Arbeit, trotzdem die Kinder wenig sehen - die Kinder wurden anstrengend (Legasthenie, ADHS, Hochbegabung, das volle Programm eben).

    Es gab keinen Betrug von keiner Seite. Nach 15 Jahren eröffnet sie ihm, dass sie ihn nicht mehr liebt und fortan alleine mit den Kindern leben will. Zunächst bleibt sie im grossen Haus (das von ihm weiterhin abbezahlt werden muss) mit den Kindern, er muss zusätzlich eine Wohnung für sich stemmen. Sie fordert Unterhalt für sich und die Kinder, auch vor Gericht. Mit den Forderungen kommt er trotz gutem Gehalt ans Existentminimum.

    Und dann folgte der Krieg: Vor der Wahl: Zu Hause die Kinder betreuen, dafür Unterhalt zu beziehen - zu Arbeiten und fast alles Geld an die Exfamilie zu überweisen - wollte er Wahl Nr. 1. Er forderte, dass sie arbeiten gehen sollte und er die Kinder betreuen würde. Oder wenigstens eine 50:50 Aufteilung, womit sich der gegenseitige Unterhalt erübrigt hätte. Sie wollte aber nicht. Und konnte anfänglich wohl auch nicht, trotz 3 abgeschlossener Berufsausbildungen. Es gab verschiedene Umschulungen, alle vom Staat finanziert.

    Für ihn war die Situation einfach nicht mehr gerecht - er sah die Kinder nun viel weniger, praktisch kaum mehr, dafür fiel alles an Eheannehmlichkeiten weg (Seine Hemden musste er ja dann selbst waschen und bügeln, sein Essen selbst zubereiten, etc.) Zuerst wurde also gegen den Ehegattinnenunterhalt geklagt (auf's Schlimmste) und dann auch wegen dem Kindsunterhalt, weil er forderte, die Betreuung 50:50 zu teilen, statt alleine alles bezahlen zu müssen.

    Die Einsicht war also durchaus vorhanden, dass Kinderbetreuung einen Job darstellt - nur WER ihn macht und dafür vom anderen bezahlt wird, darüber gab's dann eben Streit.

    Gruss in die Runde

  10. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Was mir schwerfiel war der Titel: Begleitende Ehefrau, also mein Visum war von seinem abhängig!

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