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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Sojourner Beitrag anzeigen
    Es gibt Dinge, die sind eben nur während einer Ehe möglich, dazu gehört meist auch eine gemeinsame Betreuung, Haushalt und ein präsenter Vater, und oftmals auch eine bessere finanzielle Situation.
    Neben seiner 52 Stunden-Woche? Mit 35 Stunden wöchentlich wird er u.U. nicht die finanziell erwünschte Karriere machen.

    Zitat Zitat von Sojourner Beitrag anzeigen
    Genau das ist doch eine Scheidung: dass das Paar sich trennt und die Kinder unweigerlich bei einem der Elternteile leben müssen (allein schon aus logistischen Gründen). Diesen Umstand dann zu bemängeln, ist zwar verständlich, aber auch nicht änderbar.
    Wechselmodell bzw. Nestmodell.
    Natürlich ist das "änderbar".
    Das Idol unserer Kindheit war ein arbeitsloser Aussteiger mit hohem Bildungsgrad, der abseits gesellschaftlicher Normen im Bauwagen lebte.

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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von MarieEdwige Beitrag anzeigen
    Ja, ich weiß, dass man vor fünfzig Jahren noch schuldig geschieden werden konnte. Zum Glück ist das Vergangenheit.
    Bis 1977 galt das "Schuldprinzip", keine 40 Jahre also.
    Das Idol unserer Kindheit war ein arbeitsloser Aussteiger mit hohem Bildungsgrad, der abseits gesellschaftlicher Normen im Bauwagen lebte.

  3. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Sojourner Beitrag anzeigen
    Ich habe dies (auch in diesem Thread) schonmal geschrieben: es gibt keinen Gender Pay Gap.
    Wie gesagt, wir leben wohl auf zwei verschiedenen Planeten.
    Wie du zu dieser Behauptung kommst, würde mich zwar sehr interessieren, aber ich habe gerade keine Zeit mehr für Theorie, sondern muss los, Kind abholen.

    Bis später!

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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Auch - es wurde immer wieder darauf hingewiesen - gibt es Familien, die nicht verheiratet waren bzw. Frauen, die nie mit dem Vater des Kindes zusammenlebten, weil er sich schon vor der Geburt aus dem Staub machte. AE kann man auf sehr unterschiedlichen Wegen werden.
    Das sind verschiedene Dinge, die hier nun vermischt werden.

    Eigentlich geht es hier um eine oder die verheiratete Frau schlechthin, die ihre Kinder zu Hause betreuen konnte im altherkömmlichen "Hausfrauenmodell". Das sollte in Zeiten der Emanzipation hinterfragt werden. Es führt zu rückschrittlichem Denken. Die Lösung könnte hier ein Umdenken sein, indem Männer an die Vaterrolle besser ran geführt werden, die Frau ganz selbstverständlich ihrem erlernten Beruf weiter nachgeht. Und man sollte das Betreuungsangebot auf noch bessere Füße stellen, was die Kindergartenöffnungszeiten u.a. angeht. Aber gut verdienende Paare können auch (wenn es halt Probleme mit den Öffnungszeiten gibt) einen Babysitter engagieren, Zuschüsse könnten aber noch gesetzlich geregelt werden.

    Für die unausweichlichen Probleme bei Frauen, die z.B. schon während der Schwangerschaft im Stich gelassen wurden oder Frauen, die später verlassen wurden von skrupellosen Männern, müssten die Gesetze extra angepasst werden. Sie haben nichts mit dem Thema Gleichberechtigung zu tun.

    Ich denke, wenn man das Gleichberechtigungsthema endlich hinbekommt, Unterschiede im Erziehungsverständnis sich stark verringern , ist ein Großteil der Probleme in den Griff zu bekommen. Vieles, was jetzt noch im Denken so rückschrittlich ist, wird zur Selbstverständlichkeit vor allem für die Männer... Aber auch für Frauen wäre klar, ohne Job keine Zukunft.
    Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.

  5. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von animosa Beitrag anzeigen
    Ich denke, wenn man das Gleichberechtigungsthema endlich hinbekommt, Unterschiede im Erziehungsverständnis sich stark verringern , ist ein Großteil der Probleme in den Griff zu bekommen. Vieles, was jetzt noch im Denken so rückschrittlich ist, wird zur Selbstverständlichkeit vor allem für die Männer... Aber auch für Frauen wäre klar, ohne Job keine Zukunft.
    Das ist aber schon sehr modellhaft. Ich denke, es hängt doch sehr stark auch vom Beruf ab. Nichts gegen eine ausgeglichene Betreuung - aber dann darf niemand der grad ein Forschungsprojekt hat oder einen Außendienstjob macht oder im Vertrieb noch jemand der oft umziehen muss oder sich grad einen Handwerksbetrieb aufbaut Kinder kriegen. Dann wird es nämlich sehr schwer mit der Aufteilung, und es ist tatsächlich meist für alle Beteiligten nervenschonender, ein Hausfrauen/mann Modell zu wählen. Das muss ja nicht 18 Jahre so bleiben.

    Noch dazu hab ich in vier Jahren drei Kinder bekommen - was ein Stress, wenn ich da nun dauernd rein in den Job raus aus dem Job hätte praktizieren wollen. Ich hab zwar trotzdem weiterhin gearbeitet bis zum dritten, aber mit drei Kindern unter 4 war ich froh, dann auch mal zwei Jahre zuhause zu sein, und wär das auch gern gewesen zumindest bis der kleinste im Kindergarten war.

    Ich hab mich getrennt und bin wieder arbeiten gegangen, aber drei kleine Kinder in drei verschiedene Einrichtungen nicht im gleichen Haus (Krippe, KiGa und Grundschule) zu transportieren und zwei davon da wieder rechtzeitig abzuholen - das ist nix was man unbedingt braucht, also zumindest ich nicht.

    Meiner "Karriere" hat das auch keinen Abbruch getan, der Erziehungsurlaub hat sich halt immer wieder verlängert, Kündigungsrisiko nahe 0 und ich bin erst vor drei Jahren wieder Vollzeit eingestiegen und hab mich noch weiterentwickeln können, wie einige Freundinnen von mir auch, im biblischen Alter von 50 Jahren. Auch die waren alle ein paar Jahre daheim. Auch das gibt es, es ist also auch nicht pauschal völlig hirn- und verantwortungslos, die Kleinkindzeit nicht im Büro zu verbringen.

  6. User Info Menu

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von animosa Beitrag anzeigen
    Für die unausweichlichen Probleme bei Frauen, die z.B. schon während der Schwangerschaft im Stich gelassen wurden oder Frauen, die später verlassen wurden von skrupellosen Männern, müssten die Gesetze extra angepasst werden. Sie haben nichts mit dem Thema Gleichberechtigung zu tun.
    Genau diese Frauen würden doch ganz besonders z. B. von besseren Kinderbetreuungsmöglichkeiten und Ganztagsschulen profitieren. Das Thema Gleichberechtigung bedeutet für mich, dass ich auch als Mutter am Berufsleben teilhaben und damit den Lebensunterhalt für mich und mein Kind/meine Kinder erwirtschaften kann (und wenn auch nur teilweise).

    Die TE im Anfangspost hat beklagt, dass sie und ihre Kinder in Armut leben. Die beste Voraussetzung, um Armut zu verringern, ist einer möglichst anständig bezahlten Arbeit nachzugehen.

  7. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von MarieEdwige Beitrag anzeigen
    Die TE im Anfangspost hat beklagt, dass sie und ihre Kinder in Armut leben. Die beste Voraussetzung, um Armut zu verringern, ist einer möglichst anständig bezahlten Arbeit nachzugehen.
    Und da halte ich viele Frauen nachwievor für ziemlich naiv.

    Ich hab meinen erlernten Traumberuf nie ausgeübt und was ganz anderes gemacht - in anscheinend weiser Voraussicht mit 21 - weil mir sonnenklar war: mit Kindern wär ich dann verratzt gewesen. Von dem Gehalt hätt ich uns nie durchbringen können.

  8. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Naiv finde ich, dass viele gut ausgebildete Frauen, dass sie nach mehr als 5 Jahren Abwesenheit wieder in der Position, in der sie zuvor waren, einsteigen können. Geht nur dann, wenn man zwischendurch was getan hat bzw. in 2 mal Elternzeit war.

    Aber sich neu bewerben mit der Lücke...
    Nur mit Umwegen und Ausdauer!

  9. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Naiv finde ich, dass viele gut ausgebildete Frauen, dass sie nach mehr als 5 Jahren Abwesenheit wieder in der Position, in der sie zuvor waren, einsteigen können.
    Aber auch das hängt doch vom AG ab - bei mir wär das gar kein Thema (Großkonzern), da wird man nicht zurückgestuft oder so, das ist gar nicht zulässig. Das gilt auch für Beamte und im öffentlichen Dienst, also das ist kein Privileg von wenigen.

    Zwei Kinder im Abstand von zwei Jahren, schon hast du 5 Jahre zusammen, der Erziehungsurlaub und die Arbeitsplatzgarantie verlängern sich ja dann. Ich hab übrigens erst nach dem ersten Kind dahin gewechselt - weil ich vorher in einer so kleinen Firma war, da hätt ich nicht mal die Arbeitsplatzgarantie gehabt.

  10. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Deswegen der zweite Satz. Wer aufgrund Elternzeit im ÖD oder im Unternehmen bleibt, stimmt, das ist unproblematischer.

    Aber, wer deshalb gekündigt hat, direkt nach Ausbildung/Studium schwanger wird oder davor "nur" befristet angestellt war, hat leider, leider nicht so gute Karten.

    Edit: das war mein Schnapszahlpost...

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