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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du triffst den Nagel auf den Kopf. Aber warum in Gottes Namen ziehst du daraus die falschen Schlüsse????
    Nicht die "Qualität der Ehe" sollte proaktiv von den Frauen gestärkt werden --- die Gesetzeslage sollte sich ändern!
    Ich ziehe (für mich) nicht die falschen Schlüsse. Ob eine Ehe bestand hat, sollte von den Beteiligten abhängig sein, nicht von einer Gesetzeslage.

    Inwiefern soll die Gesetzeslage denn geändert werden? Frauen sind heute emanzipiert und in der Lage, einer Berufstätigkeit nachzugehen - sie benötigen keinen Ernährer, und während hier einerseits gefordert wird, das Ehegattensplitting abzuschaffen, wird nun scheinbar gefordert, dass Ehemänner auch nach einer Scheidung weiterhin Unterhalt zahlen sollen, sowie womöglich auch eine Entschädigung dafür, dass die Mutter ihre Berufstätigkeit aufgab.

    Solche Gesetzesänderungen sind allerdings nicht mehr zeitgemäß.

  2. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Sojourner Beitrag anzeigen
    Wenn ich es richtig verstanden habe, erhalten doch gerade sehr viele alleinerziehende Mütter staatliche Leistungen, diese werden doch von der deutschen Allgemeinheit getragen.

    Ich finde solche Diskussionen sehr schwierig. Wenn es kein Ehegattensplitting mehr gäbe, würde es doch dennoch nicht sehr viel an der Situation Alleinerziehender ändern.
    Hier fehlt mir der Zusammenhang. Ich muss vorweg sagen, dass ich vom Ehe- und Scheidungsrecht keine Ahnung habe, aber wenn ich es richtig verstehe, ist doch u. a. das Ehegattensplitting der Grund dafür, dass viele Mütter aus dem Job aussteigen, finanziell abhängig werden und später den beruflichen und finanziellen Anschluss verpassen - und somit auf staatliche Leistungen angewiesen sind.

    Zitat Zitat von Sojourner Beitrag anzeigen
    Ich spreche nicht von dem Unterhalt für die Kinder. Sondern davon, ob ein Vater es der Mutter nach wie vor (finanziell) ermöglichen möchte, weiterhin für die Kinder da sein zu können und ihren Lebensstandard aufrechtzuerhalten. Hierzu ist er nicht verpflichtet.
    Das ist aber maximal ein Randthema des Threads. In erster Linie geht es hier in der Diskussion um den Kindesunterhalt. Ob der Ex der Frau den Lebensstandard weiterhin finanziert oder nicht, sind doch - falls überhaupt - Luxusprobleme. Ich glaube, die meisten Alleinerziehenden, um die es hier geht, wären froh, wenn sie solche Luxusprobleme hätten.

  3. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Sojourner Beitrag anzeigen
    Inwiefern soll die Gesetzeslage denn geändert werden? Frauen sind heute emanzipiert und in der Lage, einer Berufstätigkeit nachzugehen - sie benötigen keinen Ernährer, (...)
    Das ist richtig, aber was macht sie mit den Kindern? Ins Heim, ins Regal, zum Vater, zur Oma?
    Frau allein - Frau mit Kindern (verstehst Du den Unterschied?). Du bist eine Frau?
    (...) und während hier einerseits gefordert wird, das Ehegattensplitting abzuschaffen, wird nun scheinbar gefordert, dass Ehemänner auch nach einer Scheidung weiterhin Unterhalt zahlen sollen, sowie womöglich auch eine Entschädigung dafür, dass die Mutter ihre Berufstätigkeit aufgab.
    Wie schaffst Du diesen Zusammenhang?
    Solche Gesetzesänderungen sind allerdings nicht mehr zeitgemäß.
    Wie stellst Du Dir die Gesetze vor?

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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hier fehlt mir der Zusammenhang. Ich muss vorweg sagen, dass ich vom Ehe- und Scheidungsrecht keine Ahnung habe, aber wenn ich es richtig verstehe, ist doch u. a. das Ehegattensplitting der Grund dafür, dass viele Mütter aus dem Job aussteigen, finanziell abhängig werden und später den beruflichen und finanziellen Anschluss verpassen - und somit auf staatliche Leistungen angewiesen sind.
    Und vom Ehegattensplitting, das ursprünglich der Familienförderung dienen sollte, profitieren auch kinderlose Ehepaare mit unterschiedlichem Einkommen. Wenn man Familien fördern will, sollte man die steuerlichen Entlastungen denen zukommen lassen, die Kinder erziehen, unabhängig davon, ob sie in einer Ehe leben oder nicht. Als berufstätige Alleinerziehende hätte man da gleich mehr Geld in der Tasche.

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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hier fehlt mir der Zusammenhang. Ich muss vorweg sagen, dass ich vom Ehe- und Scheidungsrecht keine Ahnung habe, aber wenn ich es richtig verstehe, ist doch u. a. das Ehegattensplitting der Grund dafür, dass viele Mütter aus dem Job aussteigen, finanziell abhängig werden und später den beruflichen und finanziellen Anschluss verpassen - und somit auf staatliche Leistungen angewiesen sind.
    Ich bin auch keine Expertin, glaube jedoch nicht, dass dies der Grund dafür ist. Heutzutage sind Frauen emanzipiert und wissen um die Konsequenzen eines Ausstiegs aus dem Berufsleben und zudem dürfte für sie absehbar sein, was eine finanzielle Abhängigkeit impliziert, und ob sie diese eingehen wollen.

    Ich kenne persönlich keine einzige Frau, die unfreiwillig auf ihren Beruf verzichten "musste" - sie nahmen Nachteile in Kauf, das ja. Das zu Hause bleiben war dennoch sehr bewusst und freiwillig gewählt, allerdings immer im Glauben, dass keine Scheidung eintreten würde.


    Das ist aber maximal ein Randthema des Threads. In erster Linie geht es hier in der Diskussion um den Kindesunterhalt. Ob der Ex der Frau den Lebensstandard weiterhin finanziert oder nicht, sind doch - falls überhaupt - Luxusprobleme. Ich glaube, die meisten Alleinerziehenden, um die es hier geht, wären froh, wenn sie solche Luxusprobleme hätten.
    Ich habe mich bewusst auf den Eingangsthread bezogen - in welchem jene Themen durchaus vorkamen. Da 3/4 der Väter in D Kindesunterhalt zahlen, ist - zumindest auf diesen Punkt bezogen, die Situation nicht wirklich "katastrophal" - zumindest nicht gesamtgesellschaftlich betrachtet.

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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Sojourner Beitrag anzeigen
    Nur leider ist dies nicht möglich, ohne auch die Qualität der Ehe anzusprechen, sowie Scheidungen und ihren Verlauf. Die TE bemängelt im Eingangsthread die Tatsache, dass Väter keinen Unterhalt an die Mutter zahlen müssen und die Allgemeinheit belastet wird, ferner auch, dass Mütter finanziell für die Erziehungsjahre entschädigt werden sollten.

    Nur leider ist das - nach deutscher Gesetzgebung - etwas, das von dem Wohlwollen des einstigen Ehemannes abhängig ist. Und somit es kaum vermieden werden kann darauf hinzuweisen, dass dieses Wohlwollen in den meisten Fällen nunmal auch mit der Qualität der Ehe zusammenhängt und dem zwischenmenschlichen sowie familiären Verhältnis.
    Dir ist bekannt, dass nicht alle alleinerzogenen Kinder einer Ehe entstammen?
    Wie sieht es den da mit dem "Wohlwollen" aus?
    Oder sollten da die Mütter unterhaltstechnisch aussen vor bleiben nach deiner "modernen" Auffassung von Beziehungen, weil sie unverheiratet schwanger wurden?

    "Qualität der Ehe" - am besten noch mit TÜV-Audit alle 2 Jahre ........
    Das Idol unserer Kindheit war ein arbeitsloser Aussteiger mit hohem Bildungsgrad, der abseits gesellschaftlicher Normen im Bauwagen lebte.

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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist richtig, aber was macht sie mit den Kindern? Ins Heim, ins Regal, zum Vater, zur Oma?
    Frau allein - Frau mit Kindern (verstehst Du den Unterschied?). Du bist eine Frau?
    Wie schaffst Du diesen Zusammenhang?
    Wie stellst Du Dir die Gesetze vor?
    Sei versichert: du wirst es nie erfahren.
    Das Idol unserer Kindheit war ein arbeitsloser Aussteiger mit hohem Bildungsgrad, der abseits gesellschaftlicher Normen im Bauwagen lebte.

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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist richtig, aber was macht sie mit den Kindern? Ins Heim, ins Regal, zum Vater, zur Oma?
    Frau allein - Frau mit Kindern (verstehst Du den Unterschied?). Du bist eine Frau?
    Das ist wohl davon abhängig, wie bisher gelebt wurde. Emanzipierte Frauen dürften ihre Berufstätigkeit nicht lange aufgeben haben, haben sich die Kinderbetreuung mit ihrem Partner geteilt sowie unter Umständen Fremdbetreuung in Anspruch genommen, und sind beruflich einigermassen etabliert sowie finanziell mehr oder minder unabhängig und werden zudem, gewiss, die Kinder nicht alleine aufziehen und betreuen wollen, noch müssen.

    Wie stellst Du Dir die Gesetze vor?
    Ich gebe diese Frage gerne an die alleinerziehenden Mütter weiter, ich kann sie nicht beantworten.

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    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Ich such noch immer nach dem geistigen Nährwert und dem Bezug zum Thema .....
    Das Idol unserer Kindheit war ein arbeitsloser Aussteiger mit hohem Bildungsgrad, der abseits gesellschaftlicher Normen im Bauwagen lebte.

  10. Inaktiver User

    AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland

    Zitat Zitat von Sojourner Beitrag anzeigen
    Inwiefern soll die Gesetzeslage denn geändert werden? Frauen sind heute emanzipiert und in der Lage, einer Berufstätigkeit nachzugehen - sie benötigen keinen Ernährer, und während hier einerseits gefordert wird, das Ehegattensplitting abzuschaffen, wird nun scheinbar gefordert, dass Ehemänner auch nach einer Scheidung weiterhin Unterhalt zahlen sollen, sowie womöglich auch eine Entschädigung dafür, dass die Mutter ihre Berufstätigkeit aufgab.
    ???
    Davon sprach ich bestimmt nicht.
    Ich würde (Wenn ich Königin von Deutschland wär' ):

    - das Ehegattensplitting zugunsten eines Familiensplittings abschaffen (Gründe s.o.)
    - Kindesunterhaltsflüchtige Elternteile stärker zur Verantwortung ziehen
    - die Frauenquote einführen (bei 50 % von mir aus mit einer Befristung über 30 Jahre - nach einer Generation sollte es von selbst laufen...)
    - für Lohngleichheit sorgen, um den gender pay gap zu schließen (Deutschland bildet diesbezüglich im EU-Vergleich vor der Slowakei das Schlusslicht)
    - Ganztagsschulen nach frz. Vorbild einrichten
    - Kinderbetreuung ausbauen
    - die volle Zahlung des Elterngeldes davon abhängig machen, dass Mütter und Väter es hälftig in Anspruch nehmen
    - in Firmen Anreize schaffen, um die deutsche "Anwesenheitskultur" zugunsten einer höheren Effizienz zurückzuschrauben, so dass wichtige Meetings wie in Schweden vor 16:00 stattfinden - damit auch Väter die Chance haben, ihren Nachwuchs aus der Kita abzuholen
    - Minijobs weitgehend in versicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse zurückverwandeln.

    Geändert von Inaktiver User (17.02.2015 um 14:33 Uhr)

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