Ja klar, ich z.B..
Aber es sollte doch zumindest um das Thema gehen, wollte ich damit sagen. Und wenn ich hier, genau wegen dieses Zusammenhangs zum Thema, schreibeUnd dass man persönlich betroffen sein muss, um sich an einem Threadthema zu beteiligen, ist mir neu.
finde ich es schon sehr weit hergeholt mir allgemein Männerfeindlichkeit andichten zu wollen.Ich hätte es nicht geglaubt, sehe es aber z.Z. in zwei Fällen, dass es für manche Männer in diesem Alleinverdienermodell um Macht zu gehen scheint und - aus seiner Sicht - um Verrat von Seiten der Frau, wenn sie aus dem Modell aussteigen will.
Antworten
Ergebnis 1.071 bis 1.080 von 1515
-
17.02.2015, 12:24
AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland
Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)
-
17.02.2015, 12:32
AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland
Das würde ich nicht sagen, dass es sie nicht interessiert. Aber sie sind auch nicht schuld in dem Sinne.
Die Wahl zwischen Berufstätigkeit und Zuhausebleiben ist Privatsache. Dass dies vom deutschen Staat gefördert wird, ist richtig - nur impliziert das ja nicht, dass es sich hierbei nicht mehr um eine private Entscheidung handelt.Da gebe ich dir recht. Nur dass Ehegattensplitting durchaus eine staatliche Richtlinie ist, nämlich finanzielle Förderung der ehelichen Gemeinschaft, OHNE dass Kinder dabei eine Rolle spielen. Ehegattensplitting verhindert, dass die Wahl zwischen Berufstätigkeit und Zuhausebleiben eine Privatsache ist, da es letzteres steuerlich begünstigt.
Wenn es denn Privatsache wäre, könnten von mir aus alle gern das Alleinverdienermodell leben.
Ob alle das Alleinverdienermodell leben können, ist wieder ein anderes Thema - nicht zuletzt ist dies davon abhängig, ob der Alleinverdiener ausreichend verdient, um ein solches Modell finanzieren zu können.
-
17.02.2015, 12:37
AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland
Nein, natürlich nicht. Aber als berufstätige Alleinerziehende, welche die nächste Generation erzieht und ausbildet, habe ich z. B. keine Lust, eine Ehe zu subventionieren, die kinderlos ist und in der beide Partner stark unterschiedlich verdienen.
Und zu der Spiegel-Grafik solltest Du schon auch den dazugehörigen Text-Beitrag zitieren, in dem es da heißt:
1. EHEGATTENSPLITTING
Familie: Nach Maßstäben moderner Familienpolitik höchst unwirksam
Kosten: rund 20 Milliarden Euro pro Jahr
Wie es funktioniert: Das Splitting belohnt, wenn Partner heiraten, die möglichst ungleich verdienen. Ihre Einkommen werden zusammengerechnet, dann halbiert und besteuert. Je größer der Einkommensunterschied, desto größer ist der Steuervorteil. Am stärksten begünstigt wird die Alleinverdiener-Ehe. Hier sind im Extremfall pro Paar und Jahr mehr als 15.000 Euro Steuernachlass möglich.
Fazit: Kaum ein anderes Instrument der deutschen Familienpolitik ist so teuer, altbacken und fragwürdig wie dieses. Hier gilt das Prinzip: Je traditioneller eine Familie aufgestellt ist, desto größer ist der Nutzen. In den meisten Fällen verdient der Ehemann mehr, die Ehefrau bleibt daheim und hütet die Kinder. Setzt man die Maßstäbe einer modernen Familienpolitik an, ist das Instrument höchst unwirksam. Es hält schlechter bezahlte Ehepartner davon ab, nach der Babypause wieder voll arbeiten zu gehen. Das wiederum zieht im schlimmsten Fall Altersarmut nach sich.
Quelle: SPIEGEL online
Ehegattensplitting und Kindergeld: Größte Flops der Familienpolitik - SPIEGEL ONLINE abgerufen am 17.02.15
-
17.02.2015, 12:41
AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland
Ich empfinde nicht, dass dir "Männerfeindlichkeit" angedichtet wurde. Aber für eine solche Diskussion wäre es gewiss hilfreich auch von Fällen zu lesen, in welchen Männer nicht der Grund für eine Scheidung waren.
Dass Alleinverdiener-Ehemänner fremdgehen können und daraufhin Frau und Kinder finanziell abstrafen, bestreite ich nicht. Nur meine ich doch, dass es gewiss auch andere Konstellationen sowie Ursachen geben dürfte - und diese vielleicht hilfreich wären in einem Thread wie diesem, besonders wenn betont wird, dass grundsätzlich kein negatives Männerbild herrscht.
Da fast alle, die jene Beispiele nannten von Menschen aus ihrem Umfeld schrieben und mir zudem zum Vorwurf gemacht wurde, über keine eigene Erfahrung zu verfügen, habe ich nachgefragt, wie es denn mit den eigenen Erfahrungswerten aussieht - da ich auch annehme, dass diese mehr Relevanz haben dürften (scheinbar gilt die Erfahrung des Umfeldes ja - zumindest in meinem Fall - nicht wirklich).
-
17.02.2015, 12:42Inaktiver User
AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland
Klar bleibt es letztlich eine private Entscheidung. Allerdings wird diese staatlicherseits sehr deutlich beeinflusst.
Ob du in Hamburg oder München wohnen möchtest, ist auch Privatsache. Wenn aber der Staat dir für München einen Großteil der Steuern erlassen würde, für Hamburg aber nicht, wäre deine Wahl möglicherweise doch beeinflusst.
Viele Familien, auch die gutverdienenden, rechnen sehr genau. Und da geben ein paar hundert Euro mehr in der Kasse schon mal den Ausschlag. Wer will es ihnen verübeln? Das Risiko auf lange Sicht aber trägt der Elternteil, der aus dem Erwerbsleben aussteigt und zuhause bleibt, zu 90 % wohl die Frau. Und das ist nicht gerecht, vor allem vor dem Hintergrund des neuen Scheidungsrechtes.
Ich betrachte das Ehegattensplitting wie auch die unsägliche Herdprämie als bunten, aber giftigen Köder.
-
17.02.2015, 12:46Inaktiver User
AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland
@MarieEdwige
Danke für das Zitat!
-
17.02.2015, 12:47
AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland
Ich verstehe. Aber was macht man mit kinderlosen Alleinstehenden, die sich weigern könnten, Kinder zu subventionieren und vielleicht der Meinung sind, dass Kinder ebenso Privatsache sind?
Wenn ich es richtig verstanden habe, erhalten doch gerade sehr viele alleinerziehende Mütter staatliche Leistungen, diese werden doch von der deutschen Allgemeinheit getragen.
Ich finde solche Diskussionen sehr schwierig. Wenn es kein Ehegattensplitting mehr gäbe, würde es doch dennoch nicht sehr viel an der Situation Alleinerziehender ändern.
-
17.02.2015, 12:50
AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland
Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)
-
17.02.2015, 12:53
AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland
Einerseits sind Frauen so emanzipiert, dass sie sich nichts bieten lassen müssen - andererseits kann man sie wohl so einfach "ködern". Ehrlich gesagt, ich glaube das nicht.
Moment, ich dachte es ginge vorallem auch darum, dass eine Frau später nicht mehr so einfach den Einstieg ins Berufsleben findet, beziehungsweise finanziell ja auch unabhängig sein will.Viele Familien, auch die gutverdienenden, rechnen sehr genau. Und da geben ein paar hundert Euro mehr in der Kasse schon mal den Ausschlag. Wer will es ihnen verübeln? Das Risiko auf lange Sicht aber trägt der Elternteil, der aus dem Erwerbsleben aussteigt und zuhause bleibt, zu 90 % wohl die Frau. Und das ist nicht gerecht, vor allem vor dem Hintergrund des neuen Scheidungsrechtes.
Wenn es allerdings hauptsächlich um das Risiko geht - dann ist das ein etwas anderes Thema, und hier gilt es dann für jede Frau und Familie abzuwägen, ob dieses getragen werden kann.
Vielleicht halte ich Frauen für weitaus emanzipierter und intelligenter, aber ich denke nicht, dass dieses für sie wirklich der Anreiz und Ausschlag dafür ist, zu Hause zu bleiben. In der Regel möchten sie schlichtweg nur, zumindest für einige Zeit, für die Kinder da sein.Ich betrachte das Ehegattensplitting wie auch die unsägliche Herdprämie als bunten, aber giftigen Köder.
-
17.02.2015, 12:55



Zitieren
