Man könnte die Frage auch anders stellen: weshalb sollte man(n) nach einer Ehe, die nicht gut verlief, großzügig Unterhalt zahlen?
Mit Qualität der Ehe meine ich, ob die gemeinsame Werbebasis gelebt wurde und auch kommunikativ Aufrichtigkeit herrschte. Männer sind auch nur Menschen, und in der Regel sind sie hilfsbereit und verantwortungsvoll, sofern bei ihnen nicht der Eindruck hinterlassen wurde, dass sie auf menschlicher Basis nicht mehr wichtig sind.
Für viele Väter bedeutet eine Scheidung auch, die Kinder weniger sehen zu können, und sie verlieren zudem ihre Rolle als Ehemänner - zeitgleich sollen sie weiterhin Verantwortung tragen, insbesondere in finanzieller Hinsicht.
Eine qualitativ hochwertige Ehe lässt man nicht scheiden, ganz richtig - aber sollte es doch zu einer Scheidung kommen, wird es einen gravierenden Unterschied machen, wie sich die Ehepartner bis dato begegneten.
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16.02.2015, 20:07
AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland
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16.02.2015, 20:10
AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland
Falls ich das so sagen darf (wir sind uns ja in dem ein oder anderen Thread schonmal begegnet) - mich wundert kein bisschen, dass ihr beide wenig Probleme hattet. Wenn du im Privatleben auch nur ein wenig so sein solltest, wie im Forum, dann ist es nicht verwunderlich, dass ihr - trotz nicht idealer Ehe, einen Konsens fandet, insbesondere in Bezug auf die Kinder. So wie ich dich einschätze, wirst du auch nicht zufällig den Vater eurer Kinder gewählt haben.
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16.02.2015, 20:35Inaktiver User
AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland
Diesbezüglich irrst du dich leider. Beziehungstechnisch war es eine Katastrophe (um mal bei der Thread-Wortwahl zu bleiben), aber ich sage mir heute, ohne genau diesen Vater hätte ich nicht genau diese Kinder. Anders ausgedrückt: Auf die Beziehung an sich würde ich rückblickend gerne verzichten, aber auf die Kinder ganz gewiss nicht. Und ich habe daraus gelernt und weiß jetzt sehr genau, was ich (nicht) will.
Verheiratet waren wir aber nicht (zum Glück).
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16.02.2015, 20:54
AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland
@Sojourner: ich finde, du liest dich wie eine Blinde, die über Farben spricht.
Eine Ehe kann noch so gut gelaufen sein, wenn es so weit kommt, dass sie geschieden wird, gibt es schätzungsweise mal zu 90 % Stress. Insbesondere, wenn Kinder beteiligt sind.
Menschen verändern sich. Punkt. Da kann das liebe Männchen von gestern der Highflyer von morgen werden...
Ich persönlich kenne mehrere Frauen, die die Scheidung eingereicht haben, nicht weil sie selbst "den Stein ins Rollen" gebracht haben, sondern weil die Grenze der Zumutbarkeit überschritten war. Das taucht sicherlich nicht in der Statistik auf.
Auch ein nacheheliches Gerichtsverfahren gab es nicht, weil mich die Kosten der Scheidung derart geschockt haben, dass ich alles daran gesetzt habe und setzen werde, mich irgendwie zu einigen.
Statistik ist das eine, die Realität das andere...
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16.02.2015, 21:05Inaktiver User
AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland
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16.02.2015, 21:29
AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland
Aus dem Link geht jetzt auch nicht hervor, was mit "einvernehmlicher Scheidung" direkt gemeint ist- die Kinder und die Sorgerechtsregelung bzw. Umgangsregelung würde ja schon unter "Folgesachen" fallen.
Meine Kenntnisse sind da aber absolut veraltet- zu Zeiten meiner Ausbildung hieß es, sobald Kinder im Spiel sind, können sich die Eltern noch so einig sein, über Wohnung, Vermögen, Hausrat, Zugewinn, Versorgungsausgleich....es muss immer eine Stellungnahme des Jugendamtes her und mit einer "sehr schnellen" Scheidung - also nach knapp einem Jahr hat mans durch- wurde es dann meist nichts.
Wobei- die Anwälte, mit denen ich beruflich zu tun hatte, konnten anscheinend ohne "Folgesachen" nicht leben. Einer war dabei, der schaffte es, die friedlichsten Mandanten auf Krawall zu bringen, so dass es wirklich am Ende zig Einzelverfahren wegen der "Folgesachen" gab.
Damals dachte mir- der Ärger geht anscheinend erst richtig los, wenn die Anwälte anfangen, Öl ins Feuer zu kippen....
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16.02.2015, 21:51
AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland
Die ihm gehörte? Und wenn sie weiß, dass ihm alles alleine gehört, "hält sie ihm den Rücken für lau frei"? Ignorant, dumm, selbst schuld, dann muss man (ach ja, Mann ...) dafür zahlen - sagtest Du nicht so etwas?
Also wohnte man vorher schon in einer sehr teuren Gegend, konnte sich drei Kinder bei einem Gehalt leisten, meine Frage, warum der Ehefrau dann nicht zum Ausgleich ein halbes Haus gehört, wurde nicht beantwortet ... Und bei einem vermögenden Gatten auch noch ein wenig mehr. Ach ja, ignorant, dumm ... - ich zitiere nur.Geändert von Fourthhandaccount (16.02.2015 um 22:00 Uhr)
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16.02.2015, 21:52
AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland
Wenn Menschen sich verändern können, dann impliziert es, dass auch Frauen sich verändern können. Die liebe Frau könnte insofern genauso "mutieren" - nur leider liest man darüber, nur sehr selten etwas. Es sind kurioserweise immer Männer, die sich von heute auf morgen in "andere" Menschen verwandeln.
Es ist wie gesagt keine Regel, dass alle Scheidungen nach einem bestimmten Schema ablaufen müssen, genauso, wie es nicht bei 90% der Fälle "Stress" in dem Sinne geben muss. Am Ende ist es immer abhängig von dem Ehepaar sowie der Ehe, die sie geführt haben.
Woher möchtest du wissen, dass es in 90% der Fälle Stress gibt? Vielleicht ist dem nicht so. Und dass in einem Forum wie diesem hier natürlich eher die Problemfälle sich äußern und jene Frauen, die eine eher schlimme Scheidung hinter sich haben, ist normal.
Das stimmt, und gewiss hat somit jeder seine Erfahrungswerte sowie Umfeld. Als Beispiel sind in meinem Umfeld Scheidungen sehr selten, und jene, die ich als Aussenstehende mitbekommen habe, liefen sehr harmonisch ab und die Mütter waren weiterhin in der Lage, für die Kinder da zu sein, mussten zudem auch nicht aus dem gemeinsamen Haus ausziehen.Statistik ist das eine, die Realität das andere...
Solche Fälle gibt es immer wieder, auch in D. Und meines Erachtens hat das eben durchaus viel damit zu tun, wie während der Ehe miteinander umgegangen wurde. Denn nein, bis auf sehr wenige Ausnahmen, ändern sich die wenigsten Menschen von heute auf morgen. Und wenn sie es tun, dann hat dies meist sehr gute Gründe, sowie eine entsprechende Vorgeschichte.
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16.02.2015, 21:54
AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland
Ich schrieb ja, dass ich vermutete, dass ihr trotz der "nicht idealen Ehe", einen Konsens finden konntet, und mich das nicht überrascht. Entschuldige, mir war nicht bewusst, dass ihr nicht verheiratet wart. Mich freut es für die Kinder, und es ist schön, mal einen solchen positiven Erfahrungsbericht zu lesen.
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16.02.2015, 21:58Inaktiver User
AW: Die katastrophale Situation alleinerziehender Mütter in Deutschland
Das würde im Umkehrschluss bedeuten, dass alle Frauen und Mütter, die nach der Trennung nicht großzügig (und vor allem freiwillig) unterstützt werden, sich diesen Umstand selbst zuzuschreiben hätten, weil sie ihren Ex-Männern kein Gefühl von menschlicher Wichtigkeit vermitteln konnten, ergo die Schuld daran tragen.
Entschuldige, das ist wirklich Biedermeier!
So schiebt man den Frauen den Löwenanteil der Beziehungsverantwortung zu, da abhängig vom Wohlwollen des Ernährers. Warum sollte es nach der Trennung Aufgabe der Frau sein, dem Mann zu versichern, dass er als Vater für die Kinder wichtig ist und diese ihn brauchen? Sollte man nicht davon ausgehen, dass ein seine Kinder liebender Vater dies von selbst weiß?
Sojourner, ich wünsche dir wirklich, dass du dein Idealbild von Ehe und Familie findest und leben kannst.
Die Realität, wie ich sie kenne, sieht anders aus.Geändert von Inaktiver User (16.02.2015 um 22:03 Uhr)



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