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    Was soll ich tun? Ich will die Trennung – und er in diesem Fall das Kind.

    Ich weiß grad nicht wo mir der Kopf steht. Ich stecke mitten in einer sehr anstrengenden Trennung.
    Momentan wohne ich noch mit dem Vater meines 7jährigen Sohns in einer Wohnung – doch das möchte ich ändern. Unsere Beziehung ist schon seit Jahren keine Liebesbeziehung mehr, eher ein freundliches Nebeneinanderher leben. Wir schlafen sogar seit einer Ewigkeit in getrennten Betten, haben sogar unsere Wohnung räumlich getrennt. Jeder hat sein eigenes Zimmer.
    Ich habe mir so sehr ein heiles und schönes Familienleben gewünscht – doch nun habe ich erkannt (auch mithilfe einer Therapie), dass ich viel zu lange die Augen vor der Realität verschlossen habe.
    Und die Realität ist, um ein Beispiel zu nennen, dass mein Partner jedes (mit nur sehr wenigen Ausnahmen) Wochenende exzessiv feiern geht. (Wir wohnen mitten in einer großen Stadt.) Meist kommt er dann erst morgens um acht völlig betrunken nach Hause – und liegt dann den ganzen Tag (also Samstags oder Sonntags, manchmal auch beide Tage) im Bett. Familienaktivitäten sind da natürlich nicht drin. Und auch die Geldprobleme werden immer erdrückender, aber das ist ein anderes Thema.
    Mein "Freund" sieht in seiner Lebensweise überhaupt kein Problem. Er war ja schon immer abends viel weg. So habe ich ihn ja auch kennengelernt. Doch seit wir ein Kind haben – haben wir uns in sehr unterschiedliche Richtungen entwickelt. Im Gegensatz zu ihm, habe ich z.B. nur noch selten das Bedürfnis, abends feiern zu gehen. Andere Dinge sind mir einfach wichtiger geworden. So sind wir uns im Laufe der Zeit immer fremder geworden. Vor über einem Jahr habe ich ihm dann vorgeschlagen, eine Paartherapie zu machen – doch er hat mich nur angeguckt, als wolle ich mit ihm einen Ballettkurs machen. Überhaupt; Hilfe von außen kommt für ihn nicht in Frage.
    Ich weiß aber auch, dass er seinen Sohn sehr liebt. Aber wie oft er in den letzten Jahren etwas zusammen mit ihm unternommen hat (damit meine ich draußen – und keine Filme gucken oder Computerspiele spielen) das kann ich an fünf Fingern abzählen. Immer war ich es, die ihn zu irgendwelchen gemeinsamen Unternehmungen überreden musste. Und dann hat er sich an den WE mit dickem Kopf mit uns durch den Tierpark o.ä. gequält. Das entsprach zwar dem äußeren Bild einer glücklichen Familie, hat sich innerlich aber nicht so angefühlt. Sehr anstrengend.
    All das will ich nicht mehr. Ich möchte eine Trennung.
    Mit all diesen Dingen habe ich vor ca. drei Wochen meinen "Freund" konfrontiert. Mit dem Ergebnis, dass er völlig geschockt ist. Er findet es unglaublich, dass ich einfach so und ohne Vorwarnung (Meiner Meinung nach gab es Zeichen genug) alles über den Haufen werfen will. Er sieht sich als Opfer.
    Nun möchte ich, dass er auszieht. Auch aus ganz praktischen Gründen, weil die Schule unseres Sohns gleich um die Ecke ist und er gerade ganz frisch in die erste Klasse gekommen ist. Nach einigen Diskussionen war mein "Freund" schließlich gewillt auszuziehen. Doch jetzt hat er herausgefunden, dass er im Falle des Auszugs mindesten 364 Euro Unterhalt zahlen müsste. Viel zu viel und ungerecht findet er das. Er wollte und will die Trennung ja nicht.
    Und jetzt kommt das, was mich gerade so schockiert: Er will nun, dass ich ausziehe. Ohne unseren Sohn. (Wir haben übrigens das gemeinsame Sorgerecht.) Das mit Kind und Arbeit (Vollzeit) würde er schon irgendwie hinbekommen, meint er (was ich aber stark bezweifle). Und dann müsste ich eben Unterhalt zahlen. Denn ich wollte ja auch schließlich die Trennung.
    Was meint ihr dazu??? Ich bin gerade ziemlich geschockt.

  2. Inaktiver User

    AW: Was soll ich tun? Ich will die Trennung – und er in diesem Fall das Kind.

    Wie wird das Kind denn derzeit betreut? Bist Du voll berufstätig?

  3. Inaktiver User

    AW: Was soll ich tun? Ich will die Trennung – und er in diesem Fall das Kind.

    Weiß er, dass er auch Kosten hat, wenn er sich um das Kind kümmert?

    Und wie will er sich um das Kind kümmern, wenn er ständig besoffen ist?

    Will er das Kind nur haben, weil er meint, dass das günstiger ist?

    Wie auch immer - wenn ihr euch nicht einigt, werdet ihr wohl einen professionellen Vermittler (Jugendamt) benötigen.

    Generell hat er natürlich das gleiche Recht auf's Kind wie du. Nur erscheinen mir seine Motive seltsam. Und eben die Frage, wie er es mit der Feierei/Trinkerei überhaupt auf die Reihe bekommen will.

  4. VIP

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    AW: Was soll ich tun? Ich will die Trennung – und er in diesem Fall das Kind.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Weiß er, dass er auch Kosten hat, wenn er sich um das Kind kümmert?
    .

    Generell hat er natürlich das gleiche Recht auf's Kind wie du. Nur erscheinen mir seine Motive seltsam. Und eben die Frage, wie er es mit der Feierei/Trinkerei überhaupt auf die Reihe bekommen will.
    Das würde ich ihn fragen, denn er muss ja gewährleisten, dass das Kind betreut ist, während er feiern geht. Arbeitest du Vollzeit?

    Alternativ suchst du dir eine Wohnung in der Nähe und ihr wechselt euch Wochenweise mit der Betreuung des Sohnes ab und dann muss keiner Unterhalt zahlen.

    Rechne mit ihm alle möglichen Betreuungsmodelle durch, dann könnt ihr euch entscheiden.

    Wenn das nicht ohne Hilfe geht bittet das Jugendamt oder den Kinderschutzbund um Hilfe.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  5. Inaktiver User

    AW: Was soll ich tun? Ich will die Trennung – und er in diesem Fall das Kind.

    was soll ich tun?

    anwalt und/oder jugendamt.

    mehr bleibt dir nicht.

    du möchtest etwas (dass er geht) was er nicht will- also sollst du dafür zahlen (unterhalt, verlust der wohnung, verlust des kindes)- vielleicht glaubt er auch, dass er dich damit soweit unter druck setzen kann, dass du einknickst und deine trennungsabsichten in den schornstein schreibst.

  6. Moderation

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    AW: Was soll ich tun? Ich will die Trennung – und er in diesem Fall das Kind.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    du möchtest etwas (dass er geht) was er nicht will- also sollst du dafür zahlen (unterhalt, verlust der wohnung, verlust des kindes)- vielleicht glaubt er auch, dass er dich damit soweit unter druck setzen kann, dass du einknickst und deine trennungsabsichten in den schornstein schreibst.
    Kann sein. Auf der anderen Seite ist es ja so, dass derjenige, der etwas ändern möchte, es dann auch tun soll. Es ist (auch) seine Wohnung, da kann er nicht rausgeworfen werden. Also bleibt nur das, was Xanidae vorgeschlagen hat. Selbst eine Wohnung in der Nähe suchen und einen Betreuungsmodus finden.
    Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
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  7. Inaktiver User

    AW: Was soll ich tun? Ich will die Trennung – und er in diesem Fall das Kind.

    Mich wundert es, dass dich seine Reaktion so überrascht Miau.

    Der will dir doch nur eins reindrücken, da sein Stolz verletzt ist und er sich nicht zu helfen weiß.
    Hast du denn geglaubt er zieht so einfach mir nichts dir nichts aus?

    Entweder du lässt dir was Geschicktes einfallen wie er das trotzdem tun wird ;-) oder naja, Anwalt usw., den brauchst du ja sowieso,

    Karla

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    AW: Was soll ich tun? Ich will die Trennung – und er in diesem Fall das Kind.

    Zitat Zitat von skirbifax Beitrag anzeigen
    Auf der anderen Seite ist es ja so, dass derjenige, der etwas ändern möchte, es dann auch tun soll. Es ist (auch) seine Wohnung, da kann er nicht rausgeworfen werden.
    Das sehe ich genauso.
    Egal warum eure Beziehung gescheitert ist (gehören immer 2 zu - wir wissen nicht warum er jedes Wochenende von zuhause flüchtet), wenn einer die Beziehung beenden will, der andere aber nicht, verstehe ich nicht warum derjenige die Wohnung verlassen soll, der nichts ändern möchte am momentanen Zustand.
    Wenn du nicht mehr mit ihm zusammen leben willst, dann zieh aus.

    Bei wem eurer Sohn dann leben wird, das wird dann wohl ein Gericht entscheiden müssen, wenn ihr euch nicht einig werdet.
    Ihr habt da beide die selben Rechte und auch die selben Pflichten.

    Stell dir vor er würde die Trennung wollen (du aber nicht) und von dir verlangen auszuziehen, ohne euren Sohn. Wie würdest du reagieren? Einfach ausziehen und gut?

    Bleibt er dabei sich regelmäßig jedes Wochenende die Birne dicht zu kippen kannst du wohl davon ausgehen, dass jedes Gericht entscheidet, dass euer Sohn mit dir ausziehet. Ist er schlau kriegt er ab jetzt die Kurve und wird zum treusorgenden Vater, dann hat er die besseren Argumente, weil der Sohn bei ihm zumindest im gewohnten Umfeld bleiben würde, wenn du die Familie denn unbedingt verlassen willst.

    Nimm dir also am Besten einen Anwalt.

  9. Inaktiver User

    AW: Was soll ich tun? Ich will die Trennung – und er in diesem Fall das Kind.

    Zitat Zitat von papaya43 Beitrag anzeigen
    Egal warum eure Beziehung gescheitert ist (gehören immer 2 zu - wir wissen nicht warum er jedes Wochenende von zuhause flüchtet), (...)
    Entschuldige bitte, aber willst Du damit sagen, Miau hat ihren Freund zu seinen Exzessen getrieben? Jeder ist für sich selbst verantwortlich und sie ist nicht die Hüterin ihres Mannes.
    Und um eine Beziehung scheitern zu lassen, braucht es nur einen. Denn was soll der andere machen, wenn der eine nicht will.
    (...)wenn einer die Beziehung beenden will, der andere aber nicht, verstehe ich nicht warum derjenige die Wohnung verlassen soll, der nichts ändern möchte am momentanen Zustand.
    Der Freund der TE hat sehr deutlich gemacht, dass er die Beziehung nicht mehr will, er lehnt Paartherapie ab und ändert nicht seine Feiermentalität zu Gunsten der Familie. Er will seine Bequemlichkeit, aber keine Verantwortung für die Familie übernehmen.
    Wenn du nicht mehr mit ihm zusammen leben willst, dann zieh aus.
    Ja, mache das und nimm Dein Kind mit, dazu hast Du das Recht.
    Aber vorher hole Dir Unterstützung und Rat vom Jugendamt.
    Bei wem eurer Sohn dann leben wird, das wird dann wohl ein Gericht entscheiden müssen, wenn ihr euch nicht einig werdet.
    Und das Gericht wird da sehr sensibel bei dem Jungen nachfragen, bei wem er gern leben möchte.
    Das Gericht orientiert sich da am Jugendamt. Und genau das ist auch Dein Ansprechpartner.
    Werde dort dringend vorstellig und schildere genau das Zusammenleben mit Deinem Partner, seine Alkoholmissbrauch, seine Feiergewohnheiten und seine Bemühungen um seinen Sohn.
    Liebe allein reicht nicht, er sollte sich auch in die Erziehung einbringen und ein Vorbild für seinen Sohn sein.
    Es ist sehr wichtig, dass Du das alles beim Jugendamt zu Protokoll gibst, auch dass Dein Freund bereit war auszuziehen, aber wegen des Unterhaltes einen Rückzieher gemacht hat.
    Und wichtig(!), dass er Paartherapie abgelehnt hat. Das macht deutlich, dass er die Beziehung nicht mehr wollte.
    Ich hoffe, Du hast Zeugen für diese Vorkommnisse.
    Mit einem Anwalt kannst Du wahrscheinlich noch nichts anfangen, da Ihr nicht verheiratet seid. Der kostet viel Geld und kann jetzt noch nichts machen.
    Das Jugendamt kann und muss Dir helfen.
    Stell dir vor er würde die Trennung wollen (du aber nicht) und von dir verlangen auszuziehen, ohne euren Sohn. Wie würdest du reagieren? Einfach ausziehen und gut?
    Genau das tut er doch, was soll Miau sich denn da vorstellen?
    Ist er schlau kriegt er ab jetzt die Kurve und wird zum treusorgenden Vater, dann hat er die besseren Argumente, weil der Sohn bei ihm zumindest im gewohnten Umfeld bleiben würde, wenn du die Familie denn unbedingt verlassen willst.
    Das ist Unfug. Er hat absolut keine besseren Argumente.
    Noch sind wir nicht wieder so weit, dass eine Frau von ihrem Mann mit einem Kind erpresst werden kann.
    Entscheidend ist, wer die Haupterziehungsaufgabe übernommen hat.

  10. User Info Menu

    AW: Was soll ich tun? Ich will die Trennung – und er in diesem Fall das Kind.

    Ich frag mich, was an der Ablehnung der Paartherapie nun so entscheidend sein soll... Ich habe das Recht, jede Art von Behandlung abzulehnen. Ohne dass es irgendwelche Konsequenzen haben sollte...

    Wenn sie sich trennen will, muss sie ausziehen, wenn er nicht aus der Wohnung raus will. So einfach ist das.
    Bis zu einer Entscheidung des Gerichts kümmern sich eben beide zu gleichen Teilen. Vielleicht geht das ja sogar friedlich ab?
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


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