Schau dir das - wenn es für dich möglich ist - von aussen an:
Ihr beide habt unterschiedlichste Vorstellungen von einem Paarleben / Familienleben. Jetzt bist du an einem Punkt, wo du mit ihm nicht mehr zusammenleben willst. Das finde ich völlig legitim.
Trotzdem habt ihr das gemeinsame Sorgerecht, und deinem Sohn muss es beim Vater nicht unbedingt schlecht gehen. Gerade wenn er jetzt - auch nur tageweise - alleine zuständig ist, kann er sein Verhalten durchaus ändern!
Mir kommt folgendes strategisch am besten vor:
Ihr habt wahrscheinlich beide den Mietvertrag für die Wohnung abgeschlossen? Wenn er partout nicht ausziehen will, würde ich folgendes abklären:
- Im Sinne eures Sohnes ist es sicher, möglichst in der bekannten / vertrauten Umgebung zu bleiben. Schule etc. Kannst du eine Wohnung in der Nähe finden? Sie muss ja nicht riesig sein, Hauptsache, sie reicht für dich und deinen Sohn.
- Als nächstes würde ich die gemeinsame Familienwohnung kündigen. Mit dem Ziel, eine Halb- / Halbbetreuung anzustreben. Montag - Mittwoch Abend ist er bei dir, Donnerstag bis Samstag bei deinem Freund, sonntags 3mal im Monat bei dir, einmal beim Papa oder so ähnlich. Muss überhaupt irgendjemand Unterhalt zahlen, wenn das Kind wirklich 50:50 betreut wird?
- Kann dein Freund denn die Wohnung überhaupt alleine behalten, wenn er keinen Unterhalt von dir bekommt? Vielleicht nicht, dann muss er auch ausziehen - kann halt sein, dass er dann weiter weg muss und das mit der 50:50 Betreuung dann nicht mehr so gut klappt; dann ist er vielleicht schneller mehr bei dir als du denkst.
- Oder ihr findet ein Auskommen und der Sohn lernt, zwischen den beiden Wohnungen (die ja in der Nähe liegen) hin und her zu wechseln. Er ist ja schon etwas grösser.
Nur Mut. Wenn du Verhandlungsbereitschaft signalisierst, kann dir eigentlich nicht viel passieren. - Ausser dass dein Sohn vielleicht wirklich zu 50% beim Vater leben wird, aber das Risiko bist zu beim gemeinsamen Sorgerecht halt eingegangen.
sandra
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03.11.2014, 14:58
AW: Was soll ich tun? Ich will die Trennung – und er in diesem Fall das Kind.
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03.11.2014, 15:40
AW: Was soll ich tun? Ich will die Trennung – und er in diesem Fall das Kind.
Also, soooo wichtig wäre mir die Schule nicht, dass ich nicht mit dem Kind ausziehen würde und das umschulen.
die 1. und 2. Klasse ist überall nett .... nicht nur da, wo ihr gerade wohnt.
Und ansonsten halte ich das ganze für eine Schnapsidee und einen Bluff deines Partners, der eben zu faul zum Ausziehen ist und Kosten scheut ...
wenn der aber so ein Partytier und so angestrengt mit seinem Leben ist, dann kommt der als AE-Vater doch gar nicht klar - schon gar nicht als Alki!
Ich würde sagen, der kam nur auf diese Idee, um dich auszubremsen und es dir möglichst schwer zu machen ... die Frage ist halt, ob das schon genügt und Du reinfällst auf sein Spielchen ???
Der versorgt sein Kind doch nicht selbst 24 Stunden am Tag, / 7 Tage die Woche ...sorry, aber vielleicht solltest du pokern.
Der gibt schon nach, wenn ihm klar wird, dass du sonst Wochenendmama alle 14 Tage wirst und 26 Tage im Monat nicht ausgehen und dafür tag für tag und ständig Kinderkram machen muss ...
Lass dich nicht isn Boxhorn jagen... der gibts schon nach und fügt sich, wenns hart auf hart kommt. Fall nicht auf seine Masche rein ... da steckt bestimmt nicht viel dahinter!Geändert von Lonamisa (04.11.2014 um 14:33 Uhr)
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03.11.2014, 16:09
AW: Was soll ich tun? Ich will die Trennung – und er in diesem Fall das Kind.
Hallo miaumiau, wahrscheinlich habe ich überlesen, ob und wieviel Du arbeitest. Wenn Du so arbeitest, dass Du für die Betreuung Deines Sohnes Sorgen kannst/musst, wird das Jugendamt schon eher anraten, dass an dieser Situation nichts geändert wird, besonders, wenn er keine angemessene Strategie anbieten kann, wie er Arbeit und Kind unter einen Hut bekommt. Nur den Unterhalt als zu hoch zu empfinden, reicht als Strategie nicht aus. Wenn er nicht ausziehen möchte, wird Dir wohl nichts anderes übrig bleiben, als selbst tätig zu werden. Vielleicht kannst Du es ja langsam und gründlich angehen lassen und eine Wohnung in der Nähe suchen, eben weil ihr ja schon lange als WG miteinander lebt. An der Liebe zu seinem Sohn wird sich ja nicht zwingend etwas ändern, wenn ihr mit der Trennung halbwegs gescheit umgeht und wenn die zu erwartenden Querelen sich gelegt haben.
Was mich interessiert: war er immer so? Ist "es" schlimmer geworden? Was ist der Auslöser, dass es jetzt nicht mehr geht? Ich wünsche Dir viel Glück.
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03.11.2014, 16:50Inaktiver User
AW: Was soll ich tun? Ich will die Trennung – und er in diesem Fall das Kind.
Man kann auch mit Kind Vollzeit arbeiten, wenn man eine Betreuungsmöglichkeit hat. Und ab der 5. Klasse will auch das Jugendamt keine nachmittägliche Betreuung mehr sehen, weil die Kinder dann alt genug sind, sich selber zu kümmern. (Deshalb gibt es dann ja auch keinen Hort mehr.)
Edit: Mir ist klar, dass das Kind noch nicht in der 5. Klasse ist, aber nur mal so als Relation.
Edit2: Heutzutage gibt es auch immer mehr Ganztagsschulen oder GTAs, da sind die Kinder auch nicht viel früher zuhause als vollzeitarbeitende Eltern.Geändert von Inaktiver User (03.11.2014 um 17:48 Uhr) Grund: Tippfehler und Edit
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03.11.2014, 17:45Inaktiver User
AW: Was soll ich tun? Ich will die Trennung – und er in diesem Fall das Kind.
Nein, so einfach ist das nicht.
Die Ablehnung der Paartherapie ist zwar nicht entscheidend, aber ein Baustein von vielen.
Eine Beziehung ist nicht dann gescheitert, wenn einer von beiden ausziehen will. Manche ziehen auseinander um sich besser zu verstehen.
Sie ist gescheitert, wenn einer nicht mehr so weiter leben will und es dem anderen egal ist.
Wirklich entscheidend ist es aber tatsächlich nicht, da wir bei einer Ehescheidung kein Schuldprinzip mehr haben und es in dem vorliegenden Fall auch gar nicht um eine Ehe geht.
Andererseits sollte Miau sich aber auch nicht sagen lassen, dass er die Beziehung aufrecht erhalten möchte, denn dann hätte er sich auf eine Paartherapie eingelassen.
Er hat die Beziehung schon früher aufgegeben, hier geht es jetzt um die Konsequenzen, das Ausziehen und das Verbleiben des Sohnes.
Ja, so einfach ist das. Allerdings zeigt es auch die Einstellung des Mannes. Er fährt die Beziehung an die Wand und will keine Konsequenzen tragen. Er will es bequem.Wenn sie sich trennen will, muss sie ausziehen, wenn er nicht aus der Wohnung raus will. So einfach ist das.
Das würde ich der TE auch raten.Bis zu einer Entscheidung des Gerichts kümmern sich eben beide zu gleichen Teilen. Vielleicht geht das ja sogar friedlich ab?
Dann sieht der Kindesvater gleich den Alltag und Unterhalt bekommt er auch nicht.
Ich vermute, das wird dann sehr friedlich ablaufen, indem Miau sich allein um ihren Sohn kümmern muss.
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03.11.2014, 23:10
AW: Was soll ich tun? Ich will die Trennung – und er in diesem Fall das Kind.
Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
Christian MorgensternIn einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
- Ich habe meinen Sport gefunden.
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04.11.2014, 19:42Inaktiver User
AW: Was soll ich tun? Ich will die Trennung – und er in diesem Fall das Kind.
Meiner Meinung nach nicht. So wie Miau es schildert, hat sie einen großen und einen kleinen Jungen zu Hause.
Der Gatte scheint seine Rolle als Familienvater noch nicht gefunden zu haben, er verhält sich wie ein Pubertierender. Sehr unsexy.
Das geht doch gar nicht in einer Beziehung. Das kann man zu Hause machen, wenn die Eltern damit einverstanden sind.
Also alles paletti, Muttern hat das gefälligst so hinzunehmen.Mein "Freund" sieht in seiner Lebensweise überhaupt kein Problem. Er war ja schon immer abends viel weg.
Miau hat Verantwortung übernommen und ist erwachsen geworden, was soll sie mit einem Halbwüchsigen, der sich noch austoben muss und anschließend chillen.So habe ich ihn ja auch kennengelernt. Doch seit wir ein Kind haben – haben wir uns in sehr unterschiedliche Richtungen entwickelt. Im Gegensatz zu ihm, habe ich z.B. nur noch selten das Bedürfnis, abends feiern zu gehen. Andere Dinge sind mir einfach wichtiger geworden.
Ja, warum denn auch. Es ist doch für ihn alles in Ordnung so.So sind wir uns im Laufe der Zeit immer fremder geworden. Vor über einem Jahr habe ich ihm dann vorgeschlagen, eine Paartherapie zu machen – doch er hat mich nur angeguckt, als wolle ich mit ihm einen Ballettkurs machen. Überhaupt; Hilfe von außen kommt für ihn nicht in Frage.
Und das als Vater? Das geht auch nicht. Der kleine Sohn ist doch kein Kumpel, mit dem man auf dem Sofa abhängt und Spielchen daddelt.Aber wie oft er in den letzten Jahren etwas zusammen mit ihm unternommen hat (damit meine ich draußen – und keine Filme gucken oder Computerspiele spielen) das kann ich an fünf Fingern abzählen.
Ja, das ist anstrengend, wenn eine Mutter ihre unterschiedlich alten Kinder zu einer gemeinsamen Unternehmung drängt. Das sollte man sich besser schenken.Immer war ich es, die ihn zu irgendwelchen gemeinsamen Unternehmungen überreden musste. Und dann hat er sich an den WE mit dickem Kopf mit uns durch den Tierpark o.ä. gequält. Das entsprach zwar dem äußeren Bild einer glücklichen Familie, hat sich innerlich aber nicht so angefühlt. Sehr anstrengend.
Auch das ein angeblich ganz normales Verhalten eines Pubertierenden, den man zur Ordnung ruft.Mit all diesen Dingen habe ich vor ca. drei Wochen meinen "Freund" konfrontiert. Mit dem Ergebnis, dass er völlig geschockt ist. Er findet es unglaublich, dass ich einfach so und ohne Vorwarnung (Meiner Meinung nach gab es Zeichen genug) alles über den Haufen werfen will. Er sieht sich als Opfer.
"Iiiiiich, nee, iiich doch nicht, ich habe nichts mitgekriegt. Niemand sagt mir was. Ich bin völlig unschuldig." Dabei wurde ihm vor einem Jahr eine Paarberatung vorgeschlagen. Hat er wohl vergessen.
Und dass Miau es sich bequem macht, kann man nun wirklich nicht behaupten.


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