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  1. User Info Menu

    Wenn das Kind eine Infektionskrankheit hat

    Eine Verwandte ist alleinerziehend, das Kind hat sich gerade eine ansteckende Infektionskrankheit geholt und darf nicht in die Kita, Mutter ist "kindkrank", d.h. kann nicht zur Arbeit, da Kind nicht betreut.
    Vermutlich hat sie sich jetzt angesteckt, hat also selbst Fieber und weitere Sympthome.

    Gibt es da eigentlich irgendwelche Unterstützungsmöglichkeiten, von der Kasse o.ä.?
    Was, wenn sie jetzt so hohes Fieber hat, daß sie nicht einkaufen oder einfach das Kind selbst nicht wirklich betreuen kann?
    Bei einer Infektionskrankheit kann man sich ja vermutlich auch nicht einfach selbst - mit Kind - ins Krankenhaus einweisen, da ja evtl. gerade bei ansteckenden Krankeiten auch aufwändige Maßnahmen erforderlich sind oder gerade im KH auch weitere Gefahren bestehen.

    Die Großmutter wohnt übrigens 500 km entfernt und ist herzkrank, sollte daher selbst nicht einer Ansteckungsquelle ausgesetzt werden, die mit der Gefahr von hohem Fieber einhergeht.

    lg lenita

  2. Moderation

    User Info Menu

    AW: Wenn das Kind eine Infektionskrankheit hat

    Zitat Zitat von lenita Beitrag anzeigen
    Gibt es da eigentlich irgendwelche Unterstützungsmöglichkeiten, von der Kasse o.ä.?
    Ja. Wenn die Mutter aufgrund ihrer Krankheit das Kind nicht angemessen versorgen kann, kann sie bei ihrer Krankenkasse die Vermittlung einer Haushaltshilfe beantragen, alternativ werden auch die Kosten einer selbst organisierten Kraft in einem bestimmten, von der KK festgelegten Umfang übernommen.

    Ein Anruf bei der KK hilft da schon weiter.

    Was die Behandlung im Krankenhaus betrifft: längst nicht jede Infektionskrankheit erfordert eine stationäre Therapie. Ob diese erforderlich ist, sollte der/die behandelnde Kinder- bzw. Hausarzt/ärztin entscheiden.

    Sollten sowohl Mutter als auch Kind einer stationären Therapie bedürfen, wird man sie vermutlich in unterschiedliche Abteilungen einliefern - das Kind in die Kinderklinik, die Mutter in eine internistische Station/ evtl. Infektionsstation (falls vor Ort vorhanden) in der Erwachsenenabteilung. Jedenfalls kenne ich es so von den Krankenhäusern hier vor Ort, dass Mutter und Kind, sofern beide krank/ behandlungsbedürftig sind, nicht gemeinsam untergebracht werden (was schade ist, aber wegen der traditionellen Aufteilung nach Disziplinen so üblich).

  3. Inaktiver User

    AW: Wenn das Kind eine Infektionskrankheit hat

    Wäre es - unabhängig vom Betreuungsproblem - nicht sinnvoll, dass die Mutter sich nunmehr selbst krankschreiben lässt, um die "Kindkrank-Tage" nicht aufzubrauchen?

    LG,

    Sue

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    AW: Wenn das Kind eine Infektionskrankheit hat

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Was die Behandlung im Krankenhaus betrifft: längst nicht jede Infektionskrankheit erfordert eine stationäre Therapie.
    Schon klar. Ich frage mich nur gerade, wenn beide mal angenommen 40° Fieber haben, sich nicht richtig versorgen können, das mehr als nur 1-2 Tage dauert und sie außerdem beide hochansteckend sind, wie das halt weitergehen soll.
    Eine Haushaltshilfe in einer Wohnung, wo zwei ansteckende Patienten liegen, ist vermutlich ja auch nicht so einfach zu bekommen.

    lg lenita

    es geht um eine Art menschliche Erscheinungsform der Maul- und Klauenseuche...

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    AW: Wenn das Kind eine Infektionskrankheit hat

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wäre es - unabhängig vom Betreuungsproblem - nicht sinnvoll, dass die Mutter sich nunmehr selbst krankschreiben lässt, um die "Kindkrank-Tage" nicht aufzubrauchen?
    Klar, das wird sie sicher inzwischen schon gemacht haben.

  6. Moderation

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    AW: Wenn das Kind eine Infektionskrankheit hat

    Zitat Zitat von lenita Beitrag anzeigen
    Ich frage mich nur gerade, wenn beide mal angenommen 40° Fieber haben, sich nicht richtig versorgen können, das mehr als nur 1-2 Tage dauert und sie außerdem beide hochansteckend sind, wie das halt weitergehen soll.
    Wie ich schon schrieb - dann sollten die beteiligten Haus- und Kinderärzte sich um eine Verlegung ins Krankenhaus kümmern. Was sagen denn die Ärzte? Hat sie einen Arzt, der ins Haus kommt?

    Ärzte/Krankenhäuser wissen, wie mit infektiösen Patientn umzugehen ist, damit es nicht zur Weiterverbreitung der Kranheit kommt.

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    AW: Wenn das Kind eine Infektionskrankheit hat

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Sollten sowohl Mutter als auch Kind einer stationären Therapie bedürfen, wird man sie vermutlich in unterschiedliche Abteilungen einliefern - das Kind in die Kinderklinik, die Mutter in eine internistische Station/ evtl. Infektionsstation (falls vor Ort vorhanden) in der Erwachsenenabteilung. Jedenfalls kenne ich es so von den Krankenhäusern hier vor Ort, dass Mutter und Kind, sofern beide krank/ behandlungsbedürftig sind, nicht gemeinsam untergebracht werden (was schade ist, aber wegen der traditionellen Aufteilung nach Disziplinen so üblich).
    Das Kind ist 20 Monate alt, beide haben eine Krankenhauszusatzversicherung und ja vermutlich den gleichen Virus.
    Sonst gibt es keine Angehörigen vor Ort (vom nicht zur Verfügung stehenden Kindsvater mal abgesehen).
    Wäre da wirklich vorstellbar, daß die beiden getrennt untergebracht würden, womöglich nicht nur auf unterschiedlichen Stationen, sondern womöglich noch in unterschiedlichen Kliniken? Das fände ich schwer vorstellbar und zudem ziemlich gruselig.

    lg lenita

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    AW: Wenn das Kind eine Infektionskrankheit hat

    Ich tippe mal auf "Mund-Hand-Fuß-Krankheit.".

    Und- bei "meldepflichtigen Erkrankungen" gäbe es vermutlich keine Haushaltshilfe. Darunter fällt diese Erkrankung aber nicht.

    Meine Erfahrung in solchen Fällen ist, leider:

    Entweder, man kann ein privates Netzwerk mit unerschrockenen Helfern in Marsch setzen oder man wurschtelt sich so durch.
    Mich ereilte mal eine hochfieberhafte Erkrankung, ebenfalls ansteckend, zeitgleich mit zweien meiner Töchter, als mein Mann sich gerade im Ausland aufhielt.
    Familie zu weit weg, und die Freundinnen meinerseits lagen auch schon auf der Nase. Also- auch da keine Hilfe in Sicht.

    Es fanden sich dann zwei nette Kollegen meines Mannes ( er hatte einen betriebsinternen Notruf abgesetzt...), die täglich vor Feierabend telefonisch nachfragten, ob etwas im Haushalt fehlte, einkaufen gingen und mir die Sachen gegen Rückerstattung des Kaufpreises an die Tür brachten. Einer holte ein Rezept vor Arbeitsbeginn ab und brachte das Medikament nach Feierabend vorbei.
    War eine echte Hilfe.

    Ansonsten gäbe es die Möglichkeit einer Haushaltshilfe- was aber kaum von jetzt auf gleich funktioniert- oder halt eine Unterbringung im Krankenhaus, wenn der Arzt die Notwendigkeit sieht. Das würde aber, wie schon geschrieben, vermutlich in getrennten Stationen geschehen. Oder- das bereits genesene Kind wird vom Jugendamt bei Pflegeeltern untergebracht, solange Mama noch im Krankenhaus ist. Als allerletzte Möglichkeit.

    Es ist aber defacto so- eigene Krankheiten in Ruhe auskurieren geht mit Kind nur, wenn man jemanden hat, der das Kind in dieser Zeit betreut. Wem das nicht so geht- aus welchen Gründen auch immer- muß sich halt irgendwie "rumschleppen".

    So blöd es ist.

  9. Inaktiver User

    AW: Wenn das Kind eine Infektionskrankheit hat

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Meine Erfahrung in solchen Fällen ist, leider:

    Entweder, man kann ein privates Netzwerk mit unerschrockenen Helfern in Marsch setzen oder man wurschtelt sich so durch.
    Mich ereilte mal eine hochfieberhafte Erkrankung, ebenfalls ansteckend, zeitgleich mit zweien meiner Töchter, als mein Mann sich gerade im Ausland aufhielt.
    Genauso ist es mir auch ergangen. Ich habe sogar noch durch die Gegend telefoniert: keine Chance auf Hilfe, besonders, da ich nicht offiziell alleinerziehend war (Mann war auch beruflich im Ausland) und sofort jemanden gebraucht hätte. Mag aber sein, dass man je nach Wohnort auch mehr Glück haben kann...

  10. User Info Menu

    AW: Wenn das Kind eine Infektionskrankheit hat

    Das Problem ist auch- es gäbe ja Haushaltshilfen über die Diakonie, Caritas- aber der Betrag, den die KK für die Haushaltshilfe zahlt, ist nahezu lächerlich. Dafür treten diese Fachkräfte nicht an.

    Entweder, man legt dann ordentlich drauf aus eigener Tasche- das muß man aber auch finanziell irgendwie stemmen können- oder man findet privat jemanden, der sich erbarmt.

    Bevor ich meinen Vollzeitjob angetreten habe, war ich Saisonarbeiterin und deshalb im Winter zu Hause. Einmal rief mich der Pastor unseres Dorfes an- der auch unser Nachbar ist- und fragte, ob ich als Nothelfer in einer Familie einspringen könnte. Die Mama war schon längere Zeit krank, eigentlich war strikte Bettruhe angesagt, es waren drei kleine Kinder zu versorgen - in der Zeit von 7 bis 18 Uhr, davor und danach war der Vater zu Hause- die KK zahle aber nur 20 Euro pro Tag. Die Familie habe schon alles versucht, um jemanden zu finden- es gab aber niemanden. Und für eine private Zuzahlung bei einer Hilfe über Diakonie und Co. wäre kein Geld vorhanden- der Vater hatte selbst schon einige Wochen als Haushaltshilfe fungiet, dadurch nur die Lohnfortzahlung durch die KK in Höhe von 60% erhalten, länger gehe es weder finanziell noch von Seiten des Arbeitgebers her...

    Man sollte für solche Fälle immer 1-2ooo Euro rumliegen haben. Aber wer hat die schon- zumal als Alleinerziehende? Die meisten Alleinerziehenden, die ich kenne, kommen grad mal so rum...

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