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    AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Evtl. sind wir 3 sogar für immer die ihm nächsten und wichtigsten Menschen ... Er wird mich nur nicht mehr lieben ....
    Es ist Dir sehr wichtig, dass Du ein besonderer Mensch in seinem Leben bist - Du willst Dich unbedingt von den anderen Frauen abheben, die er zwar genauso betrogen hat wie Dich, aber irgendein Fitzelchen willst Du mehr Bedeutung haben als diese anderen Frauen - was natürlich völlig verständlich ist . Und zwar nicht nur durch die Kinder, als Mutter seiner Kinder, sondern eben als besondere Frau an seiner Seite.

    Warum solltest Du außer der Mutterrolle für die Kinder, ihm gegenüber nun so nahe und wichtig sein? Er hat Dich betrogen, belogen und sieht außer der Mutterrolle keine guten Seiten an Dir wenn Du seinen Spruch nimmst, Du hättest ja nicht nur schlechte Seiten an Dir, Du wärst ja eine gute Mutter

    Warum willst Du ihm nahe sein? Warum willst Du ihm wichtig sein? Vielleicht hilft Dir das zu erkennen wieder ein bisschen mehr los zulassen.

  2. Inaktiver User

    AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?

    ...
    Geändert von Inaktiver User (30.08.2014 um 09:07 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?

    Unschlüssig und Oranga, ich versteh euch auch total und es tröstet mich irgendwie auch dass andere gleich fühlen. Sicher gibt es wie Chryseis sagt Menschen die noch viel schlimmer dran sind, aber die will man, wenn es einem selbst schlecht geht, nicht sehen und man kann Leid auch nicht mit Leid aufwiegen, jeder empfindet sein eigenes Erleben grad als schlimm.

    Und auch hier überwiegt grad die Tendenz zum Idealisieren und kommt der Verstand nicht dagegen an.

    Ich bin seit heute geschieden Und grad einfach nur total fertig, mit den Nerven, mit der Welt. Hab meine Kinder heute Abend so richtig doll angemacht (und angeschrien ) und sie können doch nichts dafür, im Gegenteil, aber sie verstehen halt auch nicht (und wissen auch nicht was heute war) weshalb sie heute bitte einmal nur anstandslos ins Bett gehen sollen weil Mama nur noch ihre Ruhe will und grad nicht auf ihre Befindlichkeiten eingehen kann.

    Tja und nun ist Ruhe und übermannen mich die Gefühle. Fühl mich so unendlich leer und traurig. Und möchte nur noch heulen.

    Ich krieg grad meine Gefühlswelt und die Realität nicht zusammen, vor 16 Jahren hatten wir so viele gemeinsame Träume, in guten und in schlechten Zeiten, daran haben wir geglaubt, vor 10 Jahren haben wir so drum gekämpft eine Familie sein zu dürfen, Kinder zu bekommen, heute schmeissen wir alles weg und nehmen den Kindern ihre Familie. Ich bin einfach nur so traurig, ich kann bzw will grad nicht verstehen wie das passiert ist, wo wir uns so verloren haben, 16 Jahre, davon 15 als Paar, 10 verheiratet, 3 gemeinsame Kinder, ein kleiner Zoo aus liebevoller Selbstzucht, ein Haus zusammen geplant und als kuscheliges Nest eingerichtet, ein gemeinsames Leben, ... wohin das alles? Wie konnte ich mich so in einem Menschen täuschen, ich dachte ihn doch so gut zu kennen, ich dachte wir hätten das gleiche Lebensziel, die gleichen Träume und Wunschvorstellungen. Wie konnte er sich so verändern und alles, alles wegschmeissen was wir uns gemeinsam aufgebaut hatten?

    Die Sehnsucht grad ist gross, zerfrisst mich, aber Sehnsucht nach was? Nicht nach ihm, ich vermisse nicht ihn, ich weine nicht um ihn, denn das ist nicht er. Der Mensch den ich einst so geliebt habe, den gibt es schon lange nicht mehr, den kann ich nicht mehr vermissen. Aber ich vermisse den Menschen von früher, ich trauere um eine Zeit die schon lange vorbei ist, die mir aber so wertvoll war. Ich hab ihn heute angeschaut und durch ihn durchgeschaut, ich hab den Menschen gesucht der mir so vertraut war, aber er war nicht da. Das ist nicht mehr er, so fremd ist dieser Mensch mir nun, ein fremder Mensch in so vertrauter Hülle. Wo ist er hin, mein bester Freund, mein Vertrauter, mein Seelenverwandter, mein Mann , aehm Exmann?

    Ich empfinde keinen Groll mehr, darüber bin ich schon lange hinweg, ich möchte auf unser gemeinsames Leben mit Dankbarkeit zurückblicken, ich möchte es in schöner Erinnerung behalten und in meinem Herzen tragen, denn es ist mir sehr wertvoll, es ist mein ganz persönlicher Schatz. Es waren auch so viele schöne Momente, Zeiten und Erlebnisse dabei und er hat mir das allergrösste Geschenk gemacht und hinterlassen, unsere 3 wunderbaren Kinder, eine Mischung aus ihm und mir, eine ganz tolle Mischung.

    Aber ich bin grad sehr verbittert über das Leben. Das Leben ist nicht fair. Wir hatten in unserer Ehe so viele Krisen und schwierige Zeiten zu meistern, es war ein nicht mehr endenwollender Ueberlebenskampf. Ich weiss dass all das keine Ausrede sein kann und eine gesunde Beziehung das hätte überleben müssen. Aber es hat alles so unendlich viel Kraft gekostet und wir konnten oft einfach nicht mehr mehr geben. Ich bin wütend, verbittert weil das Leben es einfach nicht gut mit uns gemeint hat und uns vor so viele Proben gestellt hat, die wir nicht die Kraft hatten zusammen zu meistern. Weshalb konnten wir nicht einfach nur ein gemütliches ruhiges Leben bekommen, ohne Krisen in denen es gilt sich und die Stabilität der Beziehung zu beweisen. Heute bin ich auch in vielem schlauer, kann unsere Fehler und Unzulänglichkeiten von damals erkennen, aber es bringt mir nichts mehr, damals konnte ich einfach nicht mehr geben, konnten wir nicht mehr geben. Und nun ist es zu spät, und es nagt nur an meinem Selbstbewusstsein und Selbstwert wenn ich darüber nachdenke was ich hätte besser machen können. Ich würde gerne noch einmal ein paar Jahre früher neu starten können und alles anders angehen oder am Besten an der ersten Weggabelung einen anderen Weg einschlagen und ein anderes Schicksal ausprobieren. Leider gibt es im Leben keine 2. Chance.

    Ich war schon mal viel weiter als heute, aber die letzten beiden Wochen haben mich wieder total zurückgeschmissen. Ich war auch schon mal positiv, konnte mit Nostalgie zurückblicken auf das was ich/wir verloren hatte, aber auch wahrnehmen was wir wieder hatten, ein neues viel entspannteres Leben zu Viert. Und ich konnte diese Erkenntnis über das Traurige überwiegen lassen. Heute will mir das nicht so ganz gelingen und seh ich alles viel schwärzer und bin ich viel pessimistischer, heute sehe ich nur die Scherben meines Lebenstraumes, der heilen kompletten Familie, und die scheinen mir so endlos gross und weit verstreut. Und es erscheint mir grad alles wieder so sinnlos und perspektivlos. Es fehlt mir grad die Zukunftsvision, die Hoffnung, das Vertrauen ins Leben.

    Aber trotz allem Verbittertsein und trotz aller Traurigkeit, möchte ich auch nach vorne sehen, wieder aufstehen und weitermachen. Am Jahrestag unserer Trennung hatte ich in meinem Heimatstrang dies hier geschrieben und das möchte ich auch heute zurückbehalten: Was das Leben noch bringt weiss ich nicht, aber ich weiss dass ich mit meinen Kindern alles schaffen kann und werde, denn wir 4 sind ein tolles Team und wir halten zusammen .
    Ich werde mich für meine Kinder wieder aufraffen. Aber nicht heute, heute möchte ich mich nur noch in mein Kissen fallen lassen und in den Schlaf weinen, morgen werde ich wieder den Mut zusammennehmen und weitermachen, denn wie lautet das Sprichwort : glückliche Momente stellen sich dort ein wo wir den Mut haben weiterzugehen. Heute habe ich diesen Mut nicht, aber morgen oder die nächsten Tage werde ich mich wieder zusammenreissen, werde ich meinen Mut zusammennehmen und werden wir in ein neues und zufriedenes Leben zu Viert starten. Frei nach dem Motto: Vergangenheit ist Geschichte, Zukunft ist Geheimnis, aber jeder Augenblick ist ein Geschenk. Denn eigentlich bin ich mir dieses Geschenks bewusst und ich möchte es annehmen, und ich möchte das Geheimnis der Zukunft mit meinen Kindern erforschen. Aber heute bin ich zu müde und traurig und zu fertig mit Gott und der Welt, morgen und übermorgen sind meine Kids noch beim Papa, da werde ich mich noch meinem Selbstmitleid hingeben und meinen verlorenen Lebenstraum beweinen, tut mir grad gut, brauch ich noch ein bisschen, aber dann werde ich wieder aufstehen und werden wir weitermachen.

    Und heute in einer Woche fliegen wir in den Urlaub und läuten damit den Neubeginn ein .

  4. Inaktiver User

    AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?

    Meine Tochter hat heute (unwissenderweise was los war und auch ohne zu wissen wie es mir grad ging, sie hat bei ihrer Cousine übernachtet und war nicht zu Hause) eine wunderschöne bunte Sonne aus Playmais für mich gebastelt, tolles Symbol, hat einen ganz zentralen Ehrenplatz in unserer Küche bekommen und wird den immer behalten weil es für mich (grad am heutigen Tag) eine besondere Bedeutung hat

  5. Inaktiver User

    AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?

    Oh Skippy!
    Dein Text hat mich gerade SEHR berührt!
    Vermutlich muss man sich an so einem Tag genau so fühlen. Sonst wärest du kein Mensch, sonst hättest du nicht geliebt.
    Das meiste von deinen Gedanken teile ich und ich finde auch, Schmerz muss sein, es gehört doch dazu, zum Abschliessen?!
    Ich hoffe du überstehst den Abend / die Nacht; ich denk an dich!!

    Lieben Gruss!

  6. Inaktiver User

    AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sorry, aber genau da fühle ich mich wie ein Autist. Es ist, als würde etwas in mir schreien NEIN. Ich kann NICHT akzeptieren. Warum weiss ich selber nicht, ob es da um meinen Mann geht, die Familie oder einfach die Tatsache, dass es ein unkontrollierbarer Schicksalsschlag ist. So wie das damals mit meiner Mutter (so laienpsychologisch). Ich vermute, es hat viel damit zu tun. Weil im Hirn, mit der Vernunft kann ich schon auch wütend sein auf meinen Mann, was er da abzieht...

    du entscheidest wann du loslässt.

    entweder weil du es doch noch akzeptierst - oder wenn dir die luft und die kraft ausgeht.

    was auch immer zuerst kommt.

    es ist nicht so, dass du nicht kannst. du willst es nicht. du willst es nicht akzeptieren.

    und dann können wir hier tippen bis die tastaturen glühen, im übertragenen sinn wir fransen am mund haben....................


    so lange du nicht willst- ist hier hopfen und malz für die füsse.

  7. gesperrt

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    AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?

    Wieso klammerst du dich an etwas fest, was schon längst nicht mehr existiert, und schreist: "Ich will aber"?

    Was hält dich davon ab, loszulassen und mit deinen Kindern einen Weg zu beschreiten, der dir statt Leid, Frust und Enttäuschung Zufriedenheit und Glück bringt?

  8. Inaktiver User

    AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?

    ...
    Geändert von Inaktiver User (30.08.2014 um 09:07 Uhr)

  9. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich habe auch eine Idee: wie ich jahrelang nach dem Tod meiner Mutter um die Liebe meines Vaters gebuhlt, aber nie bekommen habe.
    Alles wird gut.
    Um Liebe zu buhlen und zu kämpfen, ist ein vergeblicher Kampf. Erst wenn du sagst, dass es dir egal ist, ob jemand dich liebt, lässt du los und staunst im nächsten Augenblick, dass du diese Liebe immer hattest. Aber du hast sie zu selten gespürt. Dahin sollte dein Therapeut dich führen.

    Alles wird gut.
    Genau.

  10. User Info Menu

    AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Insgesamt habe ich sogar auch in den letzten Tagen schon erkannt, dass es für die Mädels besser sein wird in Zukunft entweder Vater oder Mutter zu haben, dafür jeweils auf sie fokussiert und ohne diese ständigen Streits und Vorwürfe zwischen den Eltern. Mein Wunsch, dass mein Mann sich so ändert, dass wir anders zusammen leben, war unrealistisch. Aber zumindest haben meine Kinder beide Eltern (im Gegensatz zu mir) und beide lieben sie. Alles wird gut.
    Liebe unschlüssig,

    wenn du das, was du oben schreibst, wirklich verinnerlichst - dann ist das schon mal ein sehr guter Schritt. Das wäre euch wirklich zu wünschen

    Jede/r braucht Zeit, um so eine üble Enttäuschung, wie sich das Ende deiner Ehe jetzt herausstellt, zu verarbeiten. Das ist normal. Das Umfeld ist vielleicht des Themas irgendwann überdrüssig - hier im Forum gibt es viel Geduld

    Denk dran: Dein Mann ist erwachsen. Er ist selbst für sich und sein Leben verantwortlich. Es ist durchaus möglich, dass ihn seine Bindungsstörung daran hindert, mit dir und den Kindern weiterhin zusammenzuleben - und trotzdem ist es SEINE Entscheidung, anders leben zu wollen. Ihn scheint die Bindungsstörung nicht so sehr zu stören, ihm ist ein ungebundenes Leben lieber. Er mag etwas anderes sagen - handelt aber so.
    Mag sein, dass er irgendwann einsieht, was er verloren hat. Darauf würde ich aber nicht setzen.

    Darf ich mal fragen: Wie sieht denn eure Wohnsituation aus? Seid ihr drei noch in der Familienwohnung? Planst du einen Umzug / etwas Neues für dich und die Mädels? Oder hast du schon mal etwas neu gestaltet, umgebaut? Jetzt kannst du alles so einrichten / gestalten, wie es DIR gefällt. Du brauchst keine Kompromisse mehr eingehen. Das wäre mal eine schöne Aufgabe, die dich auch ablenkt.

    Alles Gute

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