Liebe Oranga,
Kopf hoch!
Es ist schrecklich, wenn man sich dessen so bewusst wird, das fand ich auch sehr schlimm.
Mein Sohn war 8, aber es war auch fürchterlich.
Ich würde an Deiner Stelle einfach versuchen, für Deinen Sohn da zu sein, und auch für Deine Tochter. Ich wäre auch für KLartext: Ich möchte nicht mehr mit Eurem Papa zusammenleben. Ihr könnt ihn sehen, er bleibt Euer Papa. Lass sie anrufen, wann immer sie es wollen. Auch das wird manchmal schwierig, weil der Papa sicher nicht immer erreichbar ist, aber sie werden lernen, damit umzugehen.
Dein Ex ist ein echter Knusperkopp, wenn er sagt, Du sollst Euren Sohn ablenken. Er hat gut reden, ist ja weit weg. Nein, lass ihn traurig sein. Sag ihm, dass das ok ist, und dass er traurig sein darf, aber dass das jetzt so bleibt.
Deine Entscheidung, Dich zu trennen, hatte ja gute Gründe. Du willst Deinen Kindern keine kaputte Beziehung vorleben, oder?
Also musst Du jetzt da durch. Mir hat die Beraterin bei ProFamilia damals gesagt: ja, auch Sie dürfen traurig sein, Sie wollten unbedingt die Familie, aber jetzt gab es ja gute Gründe, warum Sie die Beziehung nicht mehr wollen. Trauen Sie sich und Ihrer Entscheidung.
Das fand ich sehr hilfreich.
Du wolltest für Deine Kinder eine INTAKTE Familie.... Aber intakt war da ja nichts mehr! Also, lass Dich nicht unterkriegen!
Mein Sohn ist heute 14 und im Reinen mit meiner Entscheidung. Wohl auch, weil er verstanden hat, warum!
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07.08.2014, 09:08
AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?
Die Osterglocke
Wer nicht sagt, was er will, kriegt es auch nicht.
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07.08.2014, 13:37
AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?
Hey, danke dir, das tut gut zu lesen.
Im moment sieht mein sohn den papa auch jeden tag, mal länger oder über nacht, mal nur für zwei stunden. Aber es tut ihm gut. Telefonieren klappt nicht so richtig, er fängt dann erst recht an zu weinen und zu schluchzen und bringt keinen ton mehr raus.
Ich hoffe, es wird ab nâchster woche auch anders, wenn der neue kiga beginnt.
Bei mir gibt es zudem keinen fernseher, d.h. Die kinder müssen sich andere beschäftigungen suchen. Bei papa darf er immer und fast so lange wie er möchte tv gucken, auch beim essen, zum einschlafen... Das gibts hier nicht.
Ansonsten gibt es zwischen meinem ex und mir immer noch die haussache zu klären. Er möchte die angelegenheit gerne hinauszögern, ich möchte so schnell wie möglich das ganze erledigt wissen.
Naja, ansonsten fühlen wir uns in der neuen wohnung ganz wohl, gradwird unsere neue dachterasse gemacht
auch wieder was schönes und endlich mehr platz für die kinder!
Liebe grüße an euch alle
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07.08.2014, 13:47
AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?
Liebe Oranga,
das ist gruselig! Ich weiß, Du hast keinen Einfluss (ich würde es auch nicht thematisieren, erfahrungsgemäß macht es das noch schlimmer), aber das ist nicht gerade ein Vorbild was die Erziehung angeht. Damit macht er es sich schön einfach, und Dir extra schwer.
Zwei Kids, Du allein und komplett zuständig, na danke!
Ich würde trotzdem versuchen, es Euch möglichst schön zu machen! Je nachdem, wie viel Zeit Du hast kannst Du ja schwimmen gehen, vorlesen, Blumen pflücken, Tipi im Wald bauen, was auch immer. Muss gar nicht viel kosten, einfach nur was Schönes sein für Euch.
Kinder sind (naturgemäß) Egoisten, und wo man immer fernsehen darf, da ist man erst mal gern. Aber warte ein bisschen, dann wird das auch anders.
Wir hatten hier jahrelange Diskussionen, weil mein Sohn das beim Papa auch durfte, bei mir aber nur am Wochenende. Am Anfang war es Drama. Heute sagt mein Sohn: Nee, mit dem und dem mag ich mich nicht treffen, der will nur Computer spielen/Fernsehen. Und er wirkt meist sehr zufrieden.
Gib Euch allen etwas Zeit, sich an die neue Situation zu gewöhnen, dann wird das schon!Die Osterglocke
Wer nicht sagt, was er will, kriegt es auch nicht.
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07.08.2014, 17:56Inaktiver User
AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?
Hallo Chryseis,
versteh ich nicht, die KInder werden doch nicht belogen. Die Eltern haben sich nicht mehr lieb und wollen nicht mehr zusammen sein, Punkt. Das kann ein Kind verstehen, auch ein Dreijähriges kennt andre Menschen, die es nicht mag/mit denen es sich nicht gut versteht.. Dass es sich trotzdem wünschen wird, es wird wieder anders, ist normal, besonders, wenn Papa und Mama sich weiterhin um harmonisches Miteinander bemühen. An der Stelle sind klare Worte wichtig, und dass beide Gleiches vermitteln.
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07.08.2014, 18:11
AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?
Der Satz "Mama und Papa haben sich nicht mehr so lieb" ist falsch. Es muss heißen "Mama und Papa haben sich nicht mehr lieb."
Dieser kleine Unterschied spielt bei den Kindern die entscheidende Rolle.
Außerdem wird der Teil, der verlassen worden ist, hier der Kindsvater, sich liebend gern als Opfer hinstellen, wenn er kann, um bei den Kindern zu punkten. Das geschieht unterbewusst, indem Sätze fallen wie "Ich wäre ja nicht gegangen, aber deine Mutter-" Den Rest des Satzes muss sich das Kind eigenständig ergänzen und ja, als Mutter kannst du nichts gegen solche Sätze ausrichten.
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07.08.2014, 18:25Inaktiver User
AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?
Wenn es so läuft, dann hat man als einzelner Elternteil ein Riesenproblem. Ich würde immer versuchen, eine Erklärung der Trennung so neutral wie mölich zu halten, so dass das Kind nicht den Eindruck erhält, einer der Eltern hätte die Schuld. Das müssen die Eltern unter sich ausmachen. Das Kind gerät sonst in Konflikte, die es gar nicht lösen kann. Blöd, wenn der andre Elternteil nicht mitzieht, dann ist man tatsächlich hilflos.
Wir sind ja noch lange die Schiene gefahren: Wir haben uns zwar nicht mehr so lieb, dass wir noch zusammen leben wollen, aber sind trotzdem noch eine Familie und immer alle füreinander da, blablabla, alles mit dem Wunsch, es den Kindern zu erleichtern, dass alles doch nicht so schlimm ist...Heute weiß ich, doch es ist schlimm, und dem müssen auch alle ins Auge sehen und den Kindern muss man die Trennung ganz klar vermitteln ohne das ganze Harmoniegedöhns, weil sie sich sonst immer Hoffnung machen werden, alles ist noch zu kitten.
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07.08.2014, 18:32
AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?
Nichts anderes habe ich gesagt.


Harmonie bzw. normale Freundlichkeit ist bei der Übergabe gut und wenn das Kind mit dem anderen Elternteil telefoniert. Es darf und soll Mama und Papa lieben, auch wenn diese nicht mehr unter einem Dach wohnen.
Aber - ganz klar muss für das Kind sein, dass es die Familie nicht mehr gibt, die es ursprünglich kennen gelernt hat. Die Eltern sind getrennt und werden das nie wieder ändern. Deshalb auch mein Rat, diesen Fakt klar, deutlich und möglichst früh auszusprechen.Geändert von chryseis (07.08.2014 um 18:38 Uhr)
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09.08.2014, 14:31Inaktiver User
AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?
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Geändert von Inaktiver User (14.08.2014 um 14:45 Uhr)
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09.08.2014, 14:39Inaktiver User
AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?
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Geändert von Inaktiver User (14.08.2014 um 14:45 Uhr)
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09.08.2014, 14:43Inaktiver User
AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?
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Geändert von Inaktiver User (14.08.2014 um 14:46 Uhr)




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