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    AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich bin ein Muttertier und es ist mir nichts Wichtiger als Zeit mit meinen Kindern verbringen zu können, ich möchte grad keine Karriere oder ein reges soziales Leben, ich möchte einfach nur Mama sein, die Kinder werden älter, dann lass ich auch wieder andere Prioritäten im Leben zu, momentan sind es meine Kinder.
    Geht es dir um die Kinder und um ihr Wohlfühlen oder geht es um dein Wohlfühlen?

    Wenn du dich überwiegend über die Kinder definierst, tut dir das nicht gut, deinen Kindern erst recht nicht. Sie sind ein Teil deines Lebens. Aber du wirst sie gehen lassen müssen. Wenn du ihnen nicht einmal die Zeit mit dem Vater von ganzem Herzen gönnst, wirst du mit dem späteren völligen Loslassen erhebliche Schwierigkeiten haben.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich muss aber zugeben dass ich durch die medizinische Lebensgeschichte meines Kleinsten ein grosses Problem mit "verlorener" Zeit habe, und einen sehr ungesunden Druck verspüre Zeit ganz bewusst und ganz intensiv zu erleben und es mir deshalb sehr zusetzt so viel wichtige Zeit mit den Kindern zu verlieren/verpassen.
    Und auch die Kontrolle über ihn abgeben zu müssen.
    Hier ist ein wichtiger Punkt, an dem du ansetzen musst. Nicht die "verlorene Zeit" ist ausschlaggebend für das Vertrauen deiner Kinder in dich, sondern die Qualität der Zeit mit dir. Du kommst mir so vor, als wärst du weiterhin im Wettstreit mit deinem Ex, wer die schönere Zeit mit den Kindern verbringt. Das tut nicht gut.
    Im Krankenhaus weißt du dein Kind ja auch in besten Händen und vertraust Schwestern und Ärzten, sich bestens um den Mini zu kümmern. Warum gestehst du deinem Ex nicht das gleiche Vertrauen zu?

    Richtig abschalten kannst du nicht, weil du immer noch mit einem fast ganzen Herzen bei deinen Kindern bist. Ich weiß, dass das erste Mal Umdenken schwer ist.
    Geändert von Analuisa (01.08.2014 um 19:42 Uhr) Grund: Zitate korrekt zugeordnet

  2. Inaktiver User

    AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?

    Hm, komisch, wie kann das sein das die letzten beiden Zitate als meine angezeigt werden obwohl sie von Skippy sind? Nichts für ungut, aber es sind nicht meine Aussagen ... :-)

  3. Moderation

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    AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?

    Ich habe die Zuordnung geändert.

    Das kann mal passieren, z.B. wenn man im Antwort-Entwurf mehrere Zitat gesammelt hat, diese später einkürzt und dabei nicht aufpasst .
    Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.

    ... und seit dem 16.11. unter demselben Nick bei Be Friends Online unterwegs

  4. Inaktiver User

    AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    Wenn du dich überwiegend über die Kinder definierst, tut dir das nicht gut, deinen Kindern erst recht nicht. Sie sind ein Teil deines Lebens. Aber du wirst sie gehen lassen müssen.
    Das ist mir durchaus bewusst, und ich weiss dass Loslassen nicht meine Stärke ist (ähm leicht untertrieben ), aber bis dahin sinds noch viele Jahre und dann kommt das auch nicht von heute auf morgen sondern lernen wir alle progressiv loszulassen, und die Zeit bis dahin möchte ich mit ihnen geniessen, was danach kommt werden wir dann sehen und da wird sich schon was Neues auftun.

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    Hier ist ein wichtiger Punkt, an dem du ansetzen musst. Nicht die "verlorene Zeit" ist ausschlaggebend für das Vertrauen deiner Kinder in dich, sondern die Qualität der Zeit mit dir. Du kommst mir so vor, als wärst du weiterhin im Wettstreit mit deinem Ex, wer die schönere Zeit mit den Kindern verbringt. Das tut nicht gut.
    Nein das empfinde ich absolut nicht so, es handelt sich gar nicht um einen Wettkampf mit dem Papa darum wer die schönere Zeit mit den Kindern verbringt. Am Anfang nach der Trennung war das vielleicht so, nun aber nicht mehr, ich bin froh wenn sie eine schöne Zeit mit dem Papa haben und ich vertraue dem Papa da total. Dass sie sich zB bei ihm mit Fastfood vollstopfen wie du als Beispiel gegeben hast, so was ist mir egal, da darf er machen was er will, er wird den Kindern schon nicht schaden.

    Es geht mir nicht drum wer mehr bietet (und hier hätte er sich auch warm anzuziehen, denn ich mache auch viel Schönes mit den Kindern ), es ist kein Wettstreit um das Mehr, sondern generell um die Zeit. Und es geht auch dabei eigentlich gar nicht drum dass sie bei ihm sind, oder dass ich wie du sagst ihm die Zeit mit ihnen nicht gönnen würde, sondern einfach darum dass sie nicht bei mir sind und dass ich Zeit mit ihnen verliere. Aber das möchte ich gar nicht ausführen, das ist bei mir sehr tief verankert und hat sehr tiefe Beweggründe, wir haben schon so ganz viele Tage, Wochen und Monate "verloren" und ich habe immer das Gefühl da aufholen zu müssen und es tut mir weh noch mehr Zeit zu "verlieren", wenn sie eben nicht bei mir sind.
    Geändert von Inaktiver User (01.08.2014 um 21:35 Uhr)

  5. Inaktiver User

    AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    Warum gestehst du deinem Ex nicht das gleiche Vertrauen zu?
    Weil er hier sehr viel weniger Erfahrung hat und oft erst zu spät erkennt wenn Handlungsbedarf ist

  6. Inaktiver User

    AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?

    Ich kann Skippy irgendwie nachfühlen, was die "verlorene" Zeit angeht ... Für uns ist es zwar noch ganz frisch, aber die Vorstellung in Zukunft meine Kinder x% ihrer Zeit nicht zu sehen / haben, finde ich merkwürdig, nicht schön. Ich wünsche ihnen nur das Beste und weiss, dass Papa, Oma etc, alle Bezugspersonen ausser mir genauso wichtig sind wie ich. Und ich bin auch sehr, sehr gerne mal 1 Nacht ohne sie. Aber zukünftig einfach einen gewissen Teil aus ihrem Leben nicht nur nicht mitzubekommen, sondern einfach nicht zu kennen, finde ich schon ... ja, traurig, schade, ätzend. Wir wollten ja Kinder, um sie zusammen gross werden zu sehen und nicht um sie abwechselnd zu betreuen, immer Hin und Her zu schieben. Dieser schmerz sitzt bei mir (noch) tief und ich weiss nicht, ob und wie ich mich daran gewöhnen kann...

  7. Inaktiver User

    AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?

    Ja genau dieser Schmerz sitzt auch bei mir nach einem Jahr noch sehr tief und ich glaube nicht dass das irgendwann normal werden wird, ich fühle mich einfach um Zeit mit meinen Kindern betrogen, Zeit die mir als Mama eigentlich zusteht. Und da gebe ich überhaupt nicht ihm die Schuld, das ist halt einfach so wenn sich Dinge so entwickeln wie bei uns, aber für mich ist es nicht natürlich und wird es das nie sein. Für mich sollte eine Mama täglichen Anteil am Leben ihrer Kinder haben können.
    Meine Kinder gehen oft zu Freunden, zur Oma, zu den Cousins zum Uebernachten, morgen fahren sie für 5 Tage ins Sommercamp der Pfadfinder, ich binde sie nicht an mich fest, sie dürfen sehr wohl auch mal ohne mich sein und müssen nicht Mamas Seelenheil durch ihre Präsenz befriedigen, aber all das ist für mich natürlich, das entscheide ich, das andere, die viele Abwesenheit durch die Trennung und die Papatage, ist für mich unnatürlich, und empfinde ich einfach nur als falsch, das sollte für mich nicht zu meinem und ihrem Leben hinzugehören, das passt so nicht in mein Weltbild. Und das ist es was mich so dran schmerzt wenn sie beim Papa sind, es ist nicht das Loslassen an sich, aber es ist das erzwungene Loslassen in einer Situation mit der ich mich nicht anfreunden kann und die mir nicht natürlich erscheint.

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    AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?

    Ich kann Euch da gut verstehen, mir würde es nicht anders gehen. Ist halt bei mir ganz anders, mein Großer ist maximal 1 Nacht in der Woche bei seinem Vater, und da fahren die beiden meistens erst abends weg und oft wird der Termin abgesprochen wenn ich sowieso was vorhabe. Und ich habe ja noch meinen Kleinen.
    Meine Kinder schlafen beide öfter bei den Omas, der Große auch mal bei Freunden, ich bin wirklich keine Glucke. Aber trotzdem bin ich froh das mir nicht soviel Zeit mit den Kindern durch Papatage genommen wird.

    Bei uns ist die Situation auch deswegen anders weil mein Ex hier arbeitet. Unser Sohn kann seinen Vater theoretisch fast jeden Tag sehen. Praktisch ist es so das es meistens auch nur ganz kurz oder garnicht ist, aber der Vater ist halt trotzdem erreichbar.

    Mit vertaner Zeit ging´s mir vor allem am Anfang wie Euch, die ganze Trennungsphase (ca. 6 Monate) empfinde ich als verlorene Zeit mit dem Großen und die Schwangerschaft war total im Hintergrund.

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    AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?

    Liebe unschlüssig, der Vater möchte bei allem mitsprechen, ist aber selten im Jahr zu erreichen. Auch mit Hilfe von Jugendamt und Gerichtsverfahren trifft er die Kinder nur etwa sechsmal pro Jahr.
    Das finde ich leider extrem wenig, denn ich habe viel andere Dinge zu tun und müsste dringend ausspannen. Zeit alleine ist mir sehr viel wert. Doch ich bekomme sie nicht.

    Absprachen mit dem Vater: gar keine. Er ist meist nicht zu erreichen, und er hat auch keine Ahnung von seinen Kindern. Er weiß nicht, welches Kind die Grundschule beendet hat, er weiß nicht auf welche weiterführende Schule die Kinder gehen, er weiß nicht das Konfirmation ansteht.
    Natürlich mimt er den Betroffenen, wenn er merkt, dass eine Entscheidung ohne ihnen gefällt wurde.
    Aber die Kinder sehen ihn so selten, die erkennen in der teilweise nicht mal und verwechseln ihn mit seinem Bruder! Und er weiß nicht, wer aus dem Windelalter raus ist, wer noch Häppchen braucht, und wer schon schwimmen kann.
    Weil er Kommunikation verweigert.
    Und sich trotzdem hinterher beschwert, dass er nichts weiß.

    Sind seit über sechs Jahren getrennt, seit drei Jahren geschieden.

    LG Regbri

  10. User Info Menu

    AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?

    @Regbri - ja das andere Extrem ist natürlich genauso blöd.

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