Morgen, Unschlüssig,
deine Kinder sind momentan im Kindergarten. Das bleibt noch gut ein Jahr so. Wenn sie schulreif sind, werden sie in die Grundschule aufgenommen, zu deren Sprengel sie gehören. Es sei denn, du möchtest sie z.B. in eine Montessori-Schule einschulen.
Mit deinem Mann brauchst du nur die wichtigsten Dinge über die Kinder auszutauschen:
-Ist ein Kind krank (gewesen)? Welche Medikamente müssen noch weiter gegeben werden?
-Gibt es Allergien? Welche Medikamente oder Therapien helfen?
-Zur Zeit mögen sie xyz nicht. Also soll er darauf nicht bestehen.
-Ihr Lieblingsbuch derzeit heißt pl. Daraus möge er jeden Abend x Seiten vorlesen.
-Kind 1 mag keine Duschen. Er soll darauf achten, dass es wenigstens jeden zweiten Tag Wasser an die Haut lässt.
-Kind 2 braucht Licht zum Einschlafen. Also soll er bitte ein Nachtlicht anstecken.
Oder schlichtweg gar nichts sagen, wenn es nichts gibt.![]()
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31.07.2014, 09:09
AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?
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31.07.2014, 11:45Inaktiver User
AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?
Hallo,
Danke euch.
Ich gebe zu, ich merke selber, das ich Probleme beim Loslassen habe. Komisch, bisher habe ich immer ein gutes Gefühl gehabt, wenn die Kids mit dem Papa unterwegs waren. Habe ich auch jetzt, aber dass ich quasi Dinge aus ihrem Leben nicht mehr mitbekommen setzt mir zu, dabei sind sie gerade erst 5! :-(
Habe jetzt noch mal (für mich) einen Termin bei einer Familienberatungsstelle gemacht, um MIR Hilfe zu holen, wie ich damit langfristig umgehe und wie ich den Kindern beim Hin und Her helfen kann. Will sie auch nicht jedesmal danach ausfragen, da kam bisher immer nur "äh, habe ich schon vergessen", wo klar war, sie wollen nicht drüber reden was beim Papa war.
LG
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31.07.2014, 12:50Inaktiver User
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31.07.2014, 15:12Inaktiver User
AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?
Danke dir :-)
Falls noch irgendwer hier mitliest wäre ich dennoch dankbar für Erfahrungen, wie ihr das für euch geregelt habt, den Umgang mit dem Kindsvater, welche Themen gibts noch, wie kommuniziert ihr, was waren die Probleme am Anfang, wie hat sich das eingespielt etc.
Danke und LG
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31.07.2014, 15:54Inaktiver User
AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?
Unsere Situation war ja völlig anders. Bei mir war's so: Je weiter der Ex weg war, umso besser ging es mir (so ist es auch noch).
Aber was die Regelungen betrifft: Er hat (auch wenn das jetzt widersprüchlich klingt) vollstes Vertrauen in meine Entscheidungen. Das war auch schon vorher so. Trotzdem bespreche ich wichtige Sachen natürlich mit ihm bzw. erzähle ihm davon. Wie auch immer. Inzwischen sind die Kinder in einem Alter, wo bei vielen Themen sowieso mit ihnen und nicht über sie entschieden wird bzw. viele Sachen entscheiden sie auch alleine und ich nicke nur ab, sofern kein Grund zum Einspruch besteht. (Die weiterführende Schule wäre so ein Thema.)
Vor einer Weile erst habe ich erfahren, dass der Vater gewisse Schulformulare eigentlich mit unterschreiben müsste. Das haben wir vorher nie gemacht (Probleme gab's dabei nie). Aber jetzt haben wir eine Vollmacht für das alles. (Vorlagen gibt's im Internet.) Das kann so oder so nicht schaden, denn es könnte ja auch mal eine wichtige ärztliche Entscheidung anstehen, mit der man nicht warten kann.
Bei den Papawochenenden an sich (bzw. jetzt dem Papa-Urlaub) besprechen wir eigentlich nichts. Zumindest fällt mir jetzt nichts ein.
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31.07.2014, 19:15Inaktiver User
AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?
Hallo unschluessig,
ich habe, jetzt nach einem Jahr, immer noch Probleme mit dem Loslassen, ich hatte vorher die Kinder jeden Tag um mich rum, nun muss ich sie immer und immer wieder ziehen lassen, jetzt während den Ferien sogar die Hälfte der Woche
. Es fällt mir sehr schwer, vor allem auch weil ich keinen Anteil an diesem Teil ihres Lebens habe. Wie du so treffend schreibst:
mir setzt das auch zu.
Aber ich habe auch ganz bewusst keinen Anteil an diesem Teil ihres Lebens, denn es geht mich nichts an, und ich muss schweren Herzens da loslassen.
Ja der Papa kann in seiner Zeit mit ihnen machen was er will, du kannst ihm nicht vorschreiben wen er treffen darf oder nicht und was er mit den Kindern machen darf oder nicht, du hast da nichts mehr mitzureden. Das ist schwer, aber das musst du akzeptieren.
Meine Kinder haben anfänglich auch kaum etwas erzählt, sicher aus Loyalität jedem gegenüber, mittlerweile reden sie aber ziemlich frei und erzählem mir viel von ihren Tagen mit Papa.
Nein, es ist sein Leben, bzw seins und das der Kinder, da hast du nun kein Mitspracherecht mehr. Ich würde auch gerne wissen was sie so mit dem Papa machen, zB schlage ich den Kindern oft eine Aktivität vor, dann heisst es: haben wir doch erst mit dem Papa gemacht, will ich etwas kochen, heisst es: hatten wir doch erst beim Papa. Dann denke ich mir immer, na toll, würde er mehr reden und mehr mit mir besprechen, dann könnten wir die Freizeit der Kinder besser koordinieren und wäre manches einfacher. Aber macht er nicht, er redet nur das strikte Minimum, und was er mit den Kindern macht würde er mir nie erzählen. Ich weiss nicht mal wie die Kinder bei ihm leben (ausser das was sie mir erzählen), sie gehen nun seit einem Jahr zu ihm, ich weiss nicht wie ihre Zimmer, ihre Betten dort aussehen, wie sie dort leben, und das ^macht es mir sehr schwer, hätte ich ein Bild vor meinen Augen wo sie nun spielen und schlafen würden, würde es mir in der Zeit besser gehen, aber er hat mir seine Wohnung noch nie gezeigt und möchte auch nicht dass ich die Kinder dort bringe/abhole. Muss ich wohl akzeptieren. Er erzählt mir auch nichts über die Befindlichkeiten der Kinder wenn sie bei ihm sind, dabei frage ich mich so oft ob es ihnen gut geht, ob der Kleine mich vermisst und nach mir fragt, ob er bei ihm gut einschlafen kann, was sie bei ihm tagsüber so tun (wo sie da keinen Garten und keine Freunde haben), ich kann und möchte ihn aber nichts fragen da er einfach sehr abweisend ist und nicht weiter als übers absolut Notwendige mit mir spricht. Und ich möchte ihm auch nicht hinterherkriechen und ihn anflehen mir mehr über das Leben meiner Kinder bei ihm zu erzählen, das muss von ihm aus kommen, tut es aber nicht, probiere ich zu akzeptieren, aber es tut mir weh. Es fehlt mir ein Teil aus ihrem Leben, in diesem Teil gehöre ich nicht mehr dazu.
Was es mir sehr schwer macht, ist dass die Kinder nicht gerne beim Papa übernachten, sie unternehmen gerne etwas mit ihm, aber würden am Liebsten dann abends wieder heimkommen. Geht aber nicht. Da haben wir dann viele Diskussionen vorher, viel Gejammer, wenn der Papa aber zur Tür reinkommt, sind sie gleich fröhlich und gehen freudig mit ihm, (so dass er mir natürlich gar nicht glaubt dass sie nicht bei ihm übernachten wollen bzw länger am Stück bei ihm sein wollen
). Da sie aber dann immer strahlend und fröhlich wieder Heimkommen denke ich mir, geht es ihnen gut, und wenn sie bis bei ihm angekommen sind ist das für sie ok. Da müssen sie wohl einfach durch und kann ich ihnen nicht helfen. Obwohl mir dieses Gejammer vorher im Herzen weh tut.
Ja es ist sehr schwer die Kinder loszulassen und ihnen ein selbstständiges Leben mit dem Papa zu erlauben, aber es ist das Beste was du für sie tun kannst. Wenn du ihnen vermittlest dass es für dich ok ist dass sie beim Papa sind und mit ihm Spass haben, wird es für sie einfacher sein und werden sie dich irgendwann auch mehr Anteil haben lassen, wenn sie merken dass du nicht bewertest werden sie irgendwann spontan erzählen. Mir blutet ganz oft das Herz wenn sie zu ihm gehen, aber das kann ich gut verstecken bis sie zur Tür raus sind, erst dann lasse ich meine Gefühle raus, sie sollen unbeschwert zwischen Mama und Papa hin und her pendeln können, wie wir damit klarkommen ist unser Problem, damit sollen wir sie nicht belasten.
Was der Papa und ich zusammen festlegen, regeln: nichts, ausser den Papatagen, den Terminen der Kinder in seiner Zeit und den Medis, Therapien die einzuhalten sind. Die meisten Entscheidungen treffe ich, ich informiere ihn darüber und höre mir seine Sichtweise an, aber das Meiste betrifft dann meinen direkten Alltag mit den Kindern den ich handeln muss, also entscheide auch ich. Ich glaube wenn man seine Kinder nur noch alle 12 Tage sieht (jedes 2. Wochenende im Normalfall hier), ist man nicht mehr gross an der Erziehung beteiligt, die Erziehung liegt bei mir, und somit auch die meisten Entscheidungen. Der Papa hat aber hiermit auch kein Problem, hat sich auch vorher schon meist aus allen Entscheidungen rausgehalten.
Alles Gute für euch
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31.07.2014, 19:38Inaktiver User
AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?
Und grade eben habe ich mich mal wieder drüber geärgert, hatte ihm vorher eine Sms geschickt ob die morgen was geplant haben da eine Freundin meiner Tochter gefragt hat ob diese zu ihr zum Spielen kommen kann, grad kommt die Sms zurück: wir haben schon was vor. Wie immer kurz und bündig, hm hätte mich natürlich gefreut wenn er mir geschrieben hätte was die machen würden, zb wir gehen schwimmen, aber nein tut er nie. Dann würde ich mir morgen meine Kinder fröhlich plantschend im Wasser vorstellen können, so verbleibe ich morgen mit einem : seufz, was die Kinder nun wohl tun? Ich weiss nicht ob er das absichtlich macht um mir es schwerer zu machen oder ob das einfach für ihn so natürlich ist dass ich nichts aus ihrem Leben wissen darf. Mir würde es definitiv besser an den Papatagen gehen wenn ich mehr Informationen hätte und eben dann das Gefühl zu wissen was meine Kinder grad so tun :-(
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31.07.2014, 19:46Inaktiver User
AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?
Gehört dein Mann generell eher zu den wortkargen Typen?
Den konkreten Fall mit der Freundin kann man aber auch anders sehen. Die Kinder sind sowieso relativ selten beim Vater und dann sollen sie ausgerechnet in der Zeit auch noch weg? Ich meine, klar, am Ende entscheiden sie das alleine, aber etwas unfair ist es schon.
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31.07.2014, 20:31Inaktiver User
AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?
Nein das sehe ich eben grad anders und es ärgert mich. Meine beiden Grossen haben einen sehr grossen Freundeskreis und sind sozial sehr aktiv. Ich muss allerdings ihr ganzes Sozialleben in meine Tage packen, in Schulzeiten ist das ja normal, da sind sie nur jedes 2 Wochenende beim Papa. Aber in den Ferien sind sie die Hälfte der Zeit bei ihm und da hat er sie ganz exklusiv für sich allein. In meinen Tagen kommen Freunde zum Spielen, gehen meine Kinder zu ihren Freunden, übernachten welche hier, übernachten sie dort, wollen sie noch bei der Oma und den Cousins übernachten. Warum muss das denn alles in meinen Tagen liegen, die letzten beiden Wochen hatte ich keinen Tag mit ihnen alleine, es waren immer andere Kinder dabei. Ich möchte nicht dass ihr Sozialleben brachliegen muss, also muss ich meine Exklusivzeit mit ihnen opfern, finde ich nicht fair so.
Nein er eist eigentlich sehr gesprächig, nur nicht mit mir.
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31.07.2014, 20:35Inaktiver User
AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?
Meine Kinder gehen übrigens Samstags auch zu den Pfadfindern, das war schon vor der Trennung so und das ist auch so geblieben, auch wenn er sie nur jedes 2. Wochenende hat. Sie müssen doch ihr soziales Leben weiterleben dürfen und nicht dann exklusiv Zeit mit dem Papa verbringen müssen.


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