Liebe Unschlüssig,
Ich fürchte, Dir bleibt nur eins: eine eigene Entscheidung treffen Deinen Mann betreffend. Dich unabhängig zu machen von seiner Entscheidung.
Dass das nicht leicht ist, ist völlig klar.
Ich glaube aber, dass Du von ihm einfach nichts mehr erwarten kannst.
Wenn es sogar diagnostiziert ist, dass er Schwierigkeiten mit Verbindlichkeiten und engen Beziehungen hat, musst Du Dich erst recht fragen, was Du von ihm erwarten kannst. Du willst sicher nicht seine Therapeutin sein.
Nimm die Kraft, die Du hast und finde für Dich und Deine Kinder Deinen eigenen Weg. Ohne ihn.
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28.07.2014, 19:20
AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?
Die Osterglocke
Wer nicht sagt, was er will, kriegt es auch nicht.
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28.07.2014, 22:25Inaktiver User
AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?
Oh, ich hatte gerade einen lichten Moment. Habe mir gerade ein Glas gegönnt und mit den Kids noch rumgealbert und irgendwie fand ich die Atmosphäre schön und entspannt und dachte plötzlich - Ja, Ruhe, die werden wir haben. Kein Bangen und Zittern mehr (was der Mann wieder treibt und mit wem), keinen Streit mehr (weil er sich wieder zu sehr aus der Familie raushält), einfach die klare Ansage wir 3 uns sonst keiner, bis auf die Papa-Tage. Eventuell hat das ja auch alles was für sich. Von "ihm" bleibt mir nur das Beste - die Kinder und sein Geld :-)
Ich möchte ja auch nicht tauschen, auf der Suche nach dem ständigen Kick, der weiblichen Anerkennung, der Karrierebelastung etc. Ich weiss (im Gegensatz zu ihm) wer ich bin und warum ich wertvoll bin, ich muss mir das nicht immerfort von neuen Männern beweisen lassen. Ich habe zwar den Mann, mit dem ich mein Leben verleben wollte verloren, aber "nur" weil er sich nicht einlassen kann. Das wird er nie können. Er wird nie ankommen. Ich bin schon angekommen, bei mir. Alles wird gut :-)
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28.07.2014, 22:35
AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?
Dann dreh den Spieß doch um und lass ihn Termine bestimmen. Sie müssen regelmäßig sein und nicht vier Monaten auseinander liegen.
Nein. Je weniger du von seinem jetzigen Leben mitbekommst, desto besser kannst du dich auf dein Leben mit deinen Kindern konzentrieren und Abstand von der Ehe gewinnen. Den Abstand brauchst du, um deinem Mann "neutral" bei der Übergabe gegenüber zu treten.
Dein letzter Post klingt sehr entspannt und ruhend. Solche Abende tun dir gut.
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29.07.2014, 08:59
AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?

total schön - und passend - geschrieben.Ich möchte ja auch nicht tauschen, auf der Suche nach dem ständigen Kick, der weiblichen Anerkennung, der Karrierebelastung etc. Ich weiss (im Gegensatz zu ihm) wer ich bin und warum ich wertvoll bin, ich muss mir das nicht immerfort von neuen Männern beweisen lassen. Ich habe zwar den Mann, mit dem ich mein Leben verleben wollte verloren, aber "nur" weil er sich nicht einlassen kann. Das wird er nie können. Er wird nie ankommen. Ich bin schon angekommen, bei mir. Alles wird gut :-)
Auch wir hatten gestern einen total schönen Abend und ich hatte ähnliche Gedanken.
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29.07.2014, 10:46
AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?
Woher weißt Du, dass er nie bei sich ankommen wird?
Die Karriere ist für ihn vermutlich keine Belastung so wie Du ihn bisher geschildert hast - es kickt ihn und ist sein Lebenselixier.
Diese Eigenschaften, der gut aussehende Karrieretyp, der für die Familie kämpft, hat ihn auch attraktiv für Dich gemacht, vermute ich mal.
Dein Lebenselixier ist die Familie, die Kinder und ein Ehemann, der für die Familie da ist.
Ich hatte es schon mal geschrieben: wenn Du siehst, dass er sich mit einer evt. Trennung pudelwohl fühlt, ggf. eine neue Partnerin hat, nützt es Dir nichts Dir vorzusagen, er ist ein armes Schwein, er wird nie ankommen.
Er hat ein anderes Ziel als Du, daher wird er woanders ankommen als Du. Und auch dann kann alles gut werden, wenn er bei sich ankommt, was er vielleicht schon ist. Er hat sich getrennt, weil er das alte Leben nicht mehr leben wollte.
Was toll ist, dass Du Dich und die Kinder als eins sehen kannst, nicht als etwas, wo jemand fehlt.
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29.07.2014, 11:05Inaktiver User
AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?
Ich werte das mal aus übermütige Momentaufnahme. Muss ja auch mal sein. Mit kühlerem Kopf würde ich schon einige Dinge hinterfragen:
Den Kindern bleibt sein Geld. Du wirst früher oder später dein eigenes verdienen müssen. Es sei denn, ihr habt/schließt einen Vertrag, dass er dich langfristig finanziert.
Wirklich so schnell? Noch vor kurzer Zeit klang das anders. Ich denke, es braucht schon noch etwas Zeit, bis es wirklich so weit ist und diese Zeit solltest du dir auch zugestehen.Ich bin schon angekommen, bei mir.
Aber du hast nun einen Vorgeschmack davon bekommen, wie stressfrei das Leben zu dritt (im Vergleich zum Leben zu viert in einer kaputten Familie) sein kann. Und glaub mir, je älter die Kinder werden, umso besser wird's. Sie können immer mehr mitmachen, sie werden immer selbständiger und du wirst immer unabhängiger.
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29.07.2014, 11:30
AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?
Ich denke unschlüssigs Ex ist meinem sehr ähnlich, und auch bei ihm bin ich mir sicher das er nicht bei sich angekommen ist. Diese Männer sind immer auf der Suche, nie mit dem Erreichten zufrieden und somit auch nicht wirklich glücklich. Auch die neue Partnerin entpuppt sich mit der Zeit als ganz normale FrauWoher weißt Du, dass er nie bei sich ankommen wird?
...und er wird wieder eine Neue Traumfrau finden!
Meiner hatte schlüssige Trennungsgründe von den vorherigen Partnerinnen. Bei mir gab´s keinen, er hat es halt verbockt (seine Aussage). Aber: Die Eigenschaft die bei der ersten Frau zur Trennung geführt hat wird bei der aktuellen jetzt als Vorzug bewertet
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29.07.2014, 11:31Inaktiver User
AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?
Hallo zusammen,
Danke für die Antworten.
@Ozean: ja, ich habe auch gestern lange über deinen Post nachgedacht. In gewisser Weise hast du recht, mir steht das moralische Urteil nicht zu. Und doch, mein Mann hat bis vor Kurzem immer wieder gesagt, er wünscht sich nichts mehr als mit mir und den Kindern glücklich werden zu können. Allein, die "Sucht nach anderen Frauen" steht dem im Weg (von mir aus). Er ist nicht bei sich, er ist sei 3-4 Monaten in Therapie mit dem Ziel "herauszufinden Wer oder Was ich bin" und "Ich möchte wieder in den Spiegel schauen und mich OK finden". Das sind alles Aussagen, die er seinem Therapeuten geschrieben hat (er hat's mir damals gezeigt). Ich bin nach jahrelanger Auseinandersetzung mit mir zumindest eins mit mir. Klar leide ich unter dem Verlust, ich hätte ihn ja auch gern noch länger in meinem Leben gehabt. Aber ich weiss (und bilde es mir nicht ein), dass auch er nicht glücklich ist mit der Situation jetzt. Er läuft schlussendlich vor sich selber davon, vor der Angst vor Veränderung. Und natürlich denke ich auch auf, evtl. ist er mehr Karriere- als Familienmensch, das haben wir beide nicht wissen können und das ist dann auch kein Vorwurf. Aber: er braucht eben die extreme Aussen-Bestätigung. Ich kann mir selber auch was geben...
Was ich aber dennoch nicht bin: ich bin kein Muttertier. Ich bin gern Mutter und liebe meine Kinder, aber ich hatte vor ihnen Karriere (besser bezahlt als mein Mann) und bin auch im Hier und Jetzt mit beruflichen Zielen und Plänen beschäftigt (schreibe gerade meine Doktorarbeit, zB). Ich sehe Kinder als extreme Bereicherung, aber nicht als meinen einzigen Lebensinhalt.
@Creativa: Ja, Momentaufnahme Heute nacht bin ich zB wieder stundenlang wach gewesen, weil mir mein Mann quasi körperlich gefehlt hat. Natürlich geht's mir nicht super, aber ich versuche mich aufzurichten.
@Schneeflocke: Schön, das freut mich :-) Manchmal muss man doch auch einfach diese kleinen Glück-Sequenzen haben können / dürfen, oder?
So, jetzt gehe ich in den zweifern Unterhaltsstreit-Termin, wünscht mir Glück / Erfolg!
LG
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29.07.2014, 11:48
AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?
So, jetzt gehe ich in den zweifern Unterhaltsstreit-Termin, wünscht mir Glück / Erfolg!
Laß Dich nicht unterkriegen!
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29.07.2014, 13:15
AW: Wie macht ihr das - mit der Kraft?
Es geht mir nicht darum, dass Du kein Urteil fällen darfst oder sollst, es hat auch nichts mit Moral zu tun.
Es geht mir darum, Dich darauf aufmerksam zu machen, dass Du durch diesen Vergleich mit ihm am Ende, wenn ggf. eure Trennung final werden sollte, Du mit dieser Einschätzung sehr auf die Nase fallen kannst.
Eben genau dann, wenn er sich in der neuen Lebenssituation prima zurecht findet und für sich seinen Platz gefunden hat.
Ich finde es völlig natürlich zu vergleichen, ich finde es völlig natürlich den Wunsch zu haben, dass er die Trennung bereuen wird oder zumindest als Verlierer in irgendeiner Form aus dem Prozess rausgehen wird. Es kann aber gut sein, dass das nicht passiert und dann sollte eben Dein Selbstbild sich nicht vor allem aus diesem Vergleich mit ihm nähren.
Diesen Wunsch sehe ich aber nicht als Hindernisgrund für ihn in Zukunft trotzdem bei sich anzukommen. Ist ja auch die Frage woher dieser Wunsch kommt, ist es mehr, die anderen machen das auch so, das gehört zu einem erfolgreichen Mann dazu, ist es zwar ein Wunsch von ihm, aber er hat andere stärkere Bedürfnisse (Wunsch: es wäre ganz nett, Bedürfnis: das will und brauche ich unbedingt).Und doch, mein Mann hat bis vor Kurzem immer wieder gesagt, er wünscht sich nichts mehr als mit mir und den Kindern glücklich werden zu können. Allein, die "Sucht nach anderen Frauen" steht dem im Weg (von mir aus). Er ist nicht bei sich, er ist sei 3-4 Monaten in Therapie mit dem Ziel "herauszufinden Wer oder Was ich bin" und "Ich möchte wieder in den Spiegel schauen und mich OK finden". Das sind alles Aussagen, die er seinem Therapeuten geschrieben hat (er hat's mir damals gezeigt).
Diese Sucht nach anderen Frauen scheint mir ein Bedürfnis von ihm zu sein: ich finde es einfach erstaunlich, dass Dein Mann bisher jede Partnerin von sich betrogen hat. Das wäre mir (!) einfach zu viel Grundcharakter bei ihm, selbst, wenn ihr jetzt wieder zusammen kommt, ich hätte ständig die Befürchtung, jetzt ist er wieder auf der Suche.
Das bei Dir sein, das eins sein mit Dir sollte unabhängig davon sein, was er macht, tut, denkt, wünscht.Ich bin nach jahrelanger Auseinandersetzung mit mir zumindest eins mit mir. Klar leide ich unter dem Verlust, ich hätte ihn ja auch gern noch länger in meinem Leben gehabt. Aber ich weiss (und bilde es mir nicht ein), dass auch er nicht glücklich ist mit der Situation jetzt. Er läuft schlussendlich vor sich selber davon, vor der Angst vor Veränderung. Und natürlich denke ich auch auf, evtl. ist er mehr Karriere- als Familienmensch, das haben wir beide nicht wissen können und das ist dann auch kein Vorwurf. Aber: er braucht eben die extreme Aussen-Bestätigung. Ich kann mir selber auch was geben...
Das er im Moment nicht glücklich ist, ist verständlich. Ihr befindet euch in einem Trennungsprozess, es hat sich noch nichts eingependelt. Das ist die Entwicklung der nächsten Monate, Jahre.
Wenn er wirklich so große Angst vor Veränderung hätte, dann wäre er nicht gegangen. Er durchlebt doch gerade eine große Veränderung und will das anscheinend auch so.
Du hattest von Karrierebelastung geschrieben, daher mein Eindruck.Was ich aber dennoch nicht bin: ich bin kein Muttertier. Ich bin gern Mutter und liebe meine Kinder, aber ich hatte vor ihnen Karriere (besser bezahlt als mein Mann) und bin auch im Hier und Jetzt mit beruflichen Zielen und Plänen beschäftigt (schreibe gerade meine Doktorarbeit, zB). Ich sehe Kinder als extreme Bereicherung, aber nicht als meinen einzigen Lebensinhalt.


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