Keine Ahnung, aber ich möchte meine finanziellen Verhältnisse nicht vor Dritten offenlegen. So bin ich erzogen worden.
Und wenn jemand mit mir beispielsweise in ein überteuertes Restaurant ginge (als arme Studentin erlebt) - dann sitze ich halt mit einem Glas Wasser da.
Von den 40 Euro, die ein Hauptgang gekostet hätte, lebte ich nämlich fast eine Woche.
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07.07.2014, 23:48Inaktiver User
AW: Teure Klassenfahrt - muss Kind teilnehmen?
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08.07.2014, 00:43
AW: Teure Klassenfahrt - muss Kind teilnehmen?
Das eine bedingt oft das andere.
Mithalten setzt finanizielle Mittel voraus - Mitmachen und Dabeisein nicht (unbedingt).
Danke, AmarenaIch meine, die Konfrontation mit ökonomischen Realitäten beginnt im Kindergartenalter. ....
Woher willst Du das wissen? Du hast doch geschrieben, dass Du IMMER mitgefahren bist.
Ich kann als Betroffene sagen, dass es in der Parrallelklasse sehr nett war unddass die Woche ratzfatz vorbei war und dass ich bestimmt nicht etwas vermisste, was ich nicht kannte.
Im Übrigen gibt es hin und wieder unschöne Ereignisse auf Klassenfahrten. Krankheit, Unfall, Mobbing, pädophile Angriffe auf Dein Kind seien nur als Beispiel genannt.
Jetzt stell Dir vor, Du hast Dich zusätzlich zu dem Leid, das sowieso da ist, dafür auch noch verschuldet oder krumm gelegt oder den Familienurlaub für dieses Jahr abgesagt.
Siehst Du? DARUM geht es: Die Eltern, die Du zitierst, haben sich eben auch krumm gelegt, um ihrem Kind etwas zu finanzieren, was ihre Mittel übersteigt.
Es geht IMMER nur um die Messlatte, die angelegt wird.
Auch Du findest Deinen Meister ... den, der's noch besser kann und ohne Wimperzucken mal eben x Euro löhnt, während Du den Preis empörend hoch findest und dafür Doppelschichten fahren müsstest. Nicht jedes Dabeiseinmüssen begnügt sich mit lausigen 4OO Euro.
Denk einen Ticken weiter. Den Ticken, den es bedarf, um Dein Budjet bei weitem zu überschreiten. Bis zu dem Ticken, wo's richtig weh tut und Du richtig in der Scheixe steckst, wenn im gleichen Jahr die Waschmaschine verreckt.
Sag jetzt bitte nicht, dass ihr alle fröhlich-solidarisch und auf Urlaub verzichtend von Hand in der Badewanne die Wäsche wascht.
Ich habe das gemacht, als ich alleinerziehende Studentin war.
Vor versammelter Mannschaft - hatte wohl ein bisschen was mit meiner nonkonformistischen Erziehung zu tun. Oder auch damit, dass wenig Geld bei uns kein Makel war.
Ich hatte da keinerlei Komplexe.
Und wie durch ein Wunder haben andere Eltern dann auch gemeutert. Deren Argumente gingen dann allerdings in Richtung: Wie? Sie kommen mit dem Lehrplan nicht durch und wollen eine Woche in die Alpen? (Ist doch genau so gut wie das Argument mit dem Umweltschutz, oder?)
Du hast die Ausschreibung vergessen.
Ansonsten läuft es bei uns genau so.
Und wenn trotzdem 5 von 27 Kindern nicht mitfahren können, wird die Reise ohne Diskussion abgeblasen.
Auch das ist: Wieder 'was gelernt.
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08.07.2014, 02:09Inaktiver User
AW: Teure Klassenfahrt - muss Kind teilnehmen?
Gustave, ich auch so eine "Zuhausebleiberin" -
den Unterricht in der Klasse empfand ich aber wirklich eher als "Strafe", während die anderen halt Spaß auf der Klassenfahrt hatten. Aber letztens war es auch nicht wirklich schlimm für mich. (Wir hatten übrigens auf unserer Schule schon ein sehr hohes soziales Gefälle - und einige meiner Freundinnen hatten damit sogar noch mehr zu kämpfen als ich. Sei es drum, merkwürdigerweise ist nie eine echte Gemeinschaft entstanden; wir alle sind nicht mehr in Kontakt.)
Ich vermisse nur bei manchen ein wenig Empathie - und übrigens sind 400 Euro auch heute noch sehr viel Geld für mich. Eine Arbeitskollegin ist davon gerade eine Woche in den Urlaub gefahren.
Und: Eventuell ist es eine gute Übung, die eigenen Grenzen zu erkennen und finanziellen Forderungen anderer nicht immer zu erfüllen.Geändert von Inaktiver User (08.07.2014 um 03:37 Uhr)
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08.07.2014, 06:55
AW: Teure Klassenfahrt - muss Kind teilnehmen?
@Gustave: ich habe gar keine Waschmaschine! Die hat der Ex behalten.
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08.07.2014, 08:19
AW: Teure Klassenfahrt - muss Kind teilnehmen?
Ganz egal, ob ich es mir leisten kann oder nicht - 400 € sind 'ne Menge Geld für eine Klassenfahrt. Auch wenn man das Geld problemlos aufbringen könnte, kann man durchaus die Meinung vertreten, dass einem dieser Preis zu hoch ist und deshalb gegen diese Klassenfahrt entscheidet. Es gibt ja auch Kinder, die gar nicht scharf drauf sind, mit der Schulklasse und den Lehrern wegzufahren - dann wär´s mir erst recht zu viel.
Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
Ist es wichtig?
Ist es wahr?
Und ist es besser, als die Stille?

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08.07.2014, 08:25
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08.07.2014, 08:48
AW: Teure Klassenfahrt - muss Kind teilnehmen?
Ich habe auch keine Mama mehr :-(. (Warum soll ich Geld für eine WM ausgeben, wenn der Ex wäscht?^^)
Wie auch immer. Mein Eindruck hier ist jedenfalls, dass das mit dem Geld eher ein Vorwand ist. Mutter und Tochter wollen einfach keine Skifreizeit.
Wenn ich was nicht wollte, hatte ich auch kein Geld. War mir etwas wichtig, fand ich irgendwie immer einen Weg. So wird es hier auch sein.
Ich verstehe zwar nicht, wieso man lieber in der Parallelklasse zur Schule geht, als auf Klassenfahrt, aber Menschen sind verschieden.
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08.07.2014, 08:59
AW: Teure Klassenfahrt - muss Kind teilnehmen?
Mutmaßung
Mutter und Tochter ist 1 Woche Skilager keinen Betrag Wert von dem viele einen ganzen Monat lang leben müssen. Einen Vorwand sehe ich hier nicht.
.Wenn ich was nicht wollte, hatte ich auch kein Geld. War mir etwas wichtig, fand ich irgendwie immer einen Weg. So wird es hier auch sein
Und so manch einen lehrt das Leben Prioritäten zu setzen. Iwas mach ich falsch, es gäbe auch so einiges das mir wichtig wäre, das aber nicht zu realisieren ist.
Und auch Lebensumstände und das gilt es zu akzeptieren und zu respektieren und nicht sonstwas zu unterstellen.Ich verstehe zwar nicht, wieso man lieber in der Parallelklasse zur Schule geht, als auf Klassenfahrt, aber Menschen sind verschieden.
Marylin, richtig, und das sogar wenn genug Geld da wäre.
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08.07.2014, 08:59
AW: Teure Klassenfahrt - muss Kind teilnehmen?
Hui, hier wird aber hoch gepokert

Ich kenne es auch so, wie izzie bereits schrieb: Fördervereine fragen nicht nach Einkommensbelegen. Ich habe, als ich noch drei Schulkinder hatte und wegen Teilzeitjob und Zustand nach Trennung klamm war, mehrfach um Unterstützung für Klassenfahrten gebeten, die mir vollkommen unbürokratisch gewährt wurde.
In der Klasse meiner jüngsten Tochter habe ich selbst die Klassenfahrtkasse verwaltet, wusste also, welche Eltern einen Antrag auf Unterstützung durch das Jugendamt gestellt hatten. Natürlich erzählt man sowas nicht in der Elternschaft rum, das verstehst sich ja wohl von selbst.
Ich schrieb das auch
- ich krieg es nicht mehr genau zusammen, die Skifahrt, die ich erwähnte, ist vier Jahre her, aber ich meine, die Kids hätten durch Eigenarbeit ca. 1000 Euro erwirtschaftet. Daraus ergab sich dann eine Verbilligung des Einzelpreises von ca. 295 auf ca. 260 Euro.
Realistischerweise wird durch solche Aktivitäten immer nur ein kleiner Anteil der Kosten getragen werden können.
Leicht ist mir/uns die Finanzierung größerer Klassenfahrten nicht gefallen, aber es war mir wichtig, dass meine Kinder daran teilnehmen konnten. Eher habe ich Urlaubspläne gestrichen, wenn das Geld nicht reichte.
Alle drei Kinder haben in der Kursstufe (nach Rücksprache mit mir, natürlich) den angebotenen Skikurs gewählt. Das war freiwillig - es standen auch andere Sportkurse zur Auswahl. Jedesmal habe ich, zähneknirschend zwar, aber eben doch zugestimmt - weil sie es sehr gerne wollten, talentiert waren (alle drei haben in kurzer Zeit recht gut Skifahren gelernt) und ich mir klargemacht habe, dass dies eine Chance ist, die so bald nicht wiederkommt. Einen normalen Skiurlaub hätte ich nämlich niemals finanzieren können.Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.
... und seit dem 16.11. unter demselben Nick bei Be Friends Online unterwegs
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08.07.2014, 09:11
AW: Teure Klassenfahrt - muss Kind teilnehmen?
Findest du? Ich finde es entwürdigend wenn ich belegen muss warum ich so wenig Geld habe dass ich mir das nicht leisten kann UND jeder in der Klasse wußte welches Kind Fördermittel bekommen hat....
Ui, da will ich auch hin. Dann brauch ich nur sagen: Mein Einkommen ist zu gering, ich kann mir das nicht leisten. Dann bekomme ich Fördergelder ohne dass irgendjemand das mitbekommt?Ich kenne es auch so, wie izzie bereits schrieb: Fördervereine fragen nicht nach Einkommensbelegen. Ich habe, als ich noch drei Schulkinder hatte und wegen Teilzeitjob und Zustand nach Trennung klamm war, mehrfach um Unterstützung für Klassenfahrten gebeten, die mir vollkommen unbürokratisch gewährt wurde.
Woher wußtest du davon? Und wurde der Antrag beim Jugendamt bewilligt?In der Klasse meiner jüngsten Tochter habe ich selbst die Klassenfahrtkasse verwaltet, wusste also, welche Eltern einen Antrag auf Unterstützung durch das Jugendamt gestellt hatten. Natürlich erzählt man sowas nicht in der Elternschaft rum, das verstehst sich ja wohl von selbst.
Ist doch völlig in Ordnung wenn ihr die Wahl hattet und es möglich und gewollt war, DANN nimmt man eine Skilager auch in Anspruch und hat Freude dran



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