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  1. Moderation

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    AW: Patchworking ... aus der Sicht des Patchworkvaters

    Zitat Zitat von JohannRinn Beitrag anzeigen
    und bin der Ansicht, das "früher" im Grunde besser ist (natürlich muss man nicht jeden Flirt vorstellen!): denn was bringt es, wenn man Abseits von den Kindern eine Beziehung aufbaut und Kinder und PartnerIn dann beim ersten Treffen nach Monaten feststellen, dass sie gar nicht miteinander können?
    Die Kinder mögen es aber nicht, wenn sie immer wieder neue Beziehungspartner präsentiert bekommen. Denn auch die Kinder müssen sich ja immer wieder auf diese neuen Personen einstellen. Und, das blendet man meist aus, man selbst ist ja auch anders, wenn man sich auf einen neuen Partner einlässt. Auch darauf müssen sich die Kinder dann einstellen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    es ist also möglich, dass mein partner ein kind hat, das ich nicht besonders mag. dann gestalte ich die beziehung halt etwas distanzierter. ober eben umgekehrt, der neue partner und mein kind kommen viel besser aus als ich dachte, dann kann man näher zusammenrücken als erst geplant.
    außerdem spielen die vorstellungen von erziehung eine rolle, das gewachsene eltern-kind-verhältnis, und auch die vorerfahrungen der kinder mit anderen partnern. und nicht zuletzt das verhältnis zum getrennten leiblichen elternteil.

    mit einem schema im kopf, welches familienmodell ich leben will, in eine patchwork-beziehung zu gehen, davon kann ich nur dringend abraten.
    Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
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    AW: Patchworking ... aus der Sicht des Patchworkvaters

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Würdest du tatsächlich eine Paarbeziehung bzw. eine sich anbahnende Beziehung komplett beenden, nur weil du mit den Kindern der Frau nicht kannst ?
    Das kann ich so nicht beantworten, glaube aber schon, dass das grundsätzlich passieren könnte.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Womit wir beim Thema wären: "können" ist ein weites Feld. Ab und an sich begegnen ist nochmal etwas anderes als täglich in einem Haushalt zusammenleben. Wobei sich letzteres meist erst nach einer gewissen Zeit rausstellt..... Wenige Treffen sagen garnichts, weder im positiven noch im negativen.
    Da gebe ich dir Recht, trotzdem hat man doch irgendwann ein Gespür davon mit welchen Menschen man kann und mit welchen nicht. Was man dabei "ertragen" kann, hängt dann auch davon ab wie nah der Mensch einem sein kann und da ist die Toleranzschwelle bzgl. der Kinder sicherlich wesentlich lockerer zu sehen als bei der Partnerin, mit der möchte man am Ende ja dochmehr Zeit verbringen :)

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    insgesamt kommt es mir übrigens ziemlich sinnlos vor, nach regeln und rezepten für gelingendes patchworking zu suchen.
    Allgemeingültiges findet sich sicherlich nicht, trotzdem kann man von den Erfahrungen anderer profitieren. Ich bin mir nicht sicher: halten zweite Ehen besser als erste?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    die einzige regel für mich lautet: sich auf die realen menschen einstellen.

    die kinder sind ja oft schon älter, und da wächst man eben nicht mehr so zusammen wie bei leiblichen eltern-kind-beziehungen, wo sich die beteiligten ja auch gegenseitig prägen.

    es ist also möglich, dass mein partner ein kind hat, das ich nicht besonders mag. dann gestalte ich die beziehung halt etwas distanzierter. ober eben umgekehrt, der neue partner und mein kind kommen viel besser aus als ich dachte, dann kann man näher zusammenrücken als erst geplant.
    außerdem spielen die vorstellungen von erziehung eine rolle, das gewachsene eltern-kind-verhältnis, und auch die vorerfahrungen der kinder mit anderen partnern. und nicht zuletzt das verhältnis zum getrennten leiblichen elternteil.

    mit einem schema im kopf, welches familienmodell ich leben will, in eine patchwork-beziehung zu gehen, davon kann ich nur dringend abraten.
    Klar, die reale Situation entscheidet und die kann man vorher nur schwer beurteilen, sowas wird wachsen (oder eben nicht). Und ein Schema... wollte ich auch nicht finden.

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Hallo Johann,

    danke für das Beispiel.

    Allerdings sehe ich darin gar keine spezielle Patchworkproblematik, oder bin ich begriffsstutzig? Deine Freundin hat da einfach unvernünftig und inkonsequent gehandelt. Da hättest du gar nichts richtig machen können.

    Anders gesagt: Wärest du der leibliche Vater gewesen, hättest du genau so blöd dagestanden.
    Wie gesagt, ich tu mich da schwer Beispiele zu finden ohne zu sehr auf die konkrete Situation einzugehen... und dadurch wird das Beispiel dann auch wieder zu allgemeingültig.

    Ich kann vielleicht so konkret werden und schreiben, dass das Kind in der Schule einen Integrationsplatz hat.

    Zitat Zitat von skirbifax Beitrag anzeigen
    Die Kinder mögen es aber nicht, wenn sie immer wieder neue Beziehungspartner präsentiert bekommen. Denn auch die Kinder müssen sich ja immer wieder auf diese neuen Personen einstellen. Und, das blendet man meist aus, man selbst ist ja auch anders, wenn man sich auf einen neuen Partner einlässt. Auch darauf müssen sich die Kinder dann einstellen.
    Deswegen muss man ja auch nicht jeden Flirt vorstellen, aber monatelang zu warten... fände ich halt auch falsch. Eine "perfekten" Zeitpunkt gibt es ohnehin nicht.

  3. Inaktiver User

    AW: Patchworking ... aus der Sicht des Patchworkvaters

    Zitat Zitat von JohannRinn Beitrag anzeigen
    ..Da gebe ich dir Recht, trotzdem hat man doch irgendwann ein Gespür davon mit welchen Menschen man kann und mit welchen nicht. Was man dabei "ertragen" kann, hängt dann auch davon ab wie nah der Mensch einem sein kann und da ist die Toleranzschwelle bzgl. der Kinder sicherlich wesentlich lockerer zu sehen als bei der Partnerin, mit der möchte man am Ende ja dochmehr Zeit verbringen :)....
    Na ja, kommt drauf an, um es mal neutral zu formulieren.

    Lockere Toleranzschwelle bei Kindern ? Ich weiss nicht, wie du das meinst, kann auch nur von mir selber sprechen: es gibt Verhaltensweisen, die kann ich im täglichen Umgang nicht ertragen/gutheissen (auf Kinder bezogen, auch bei meinem eigenen), da möchte ich nicht ständig diskutieren oder kämpfen müssen. Dann hilft es mir nichts, wenn ein Mann als Partner gut zu mir passt und ich mich jeden Abend mit ihm ins selbe Bett legen kann.

    Ich schrub es schon in meinem Beitrag #95: sobald Kinder aus einer anderen Beziehung betroffen sind, sollte man eine Beziehung nicht so angehen wie in jungen Jahren (bzw. ohne Kinder auf beiden Seiten). Will sagen: mit einem von vornherein klar festgelegten "Lebensmodell". Kann man doch auf sich zukommen lassen, oder ?

    Es gibt viele Varianten, die ich mir vor Jahren auch nicht vorstellen konnte. Denn alle Beteiligten (Erwachsene wie Kinder) sollten so leben können, dass sie sich nicht allzu sehr verbiegen müssen. Das alleine ist für mich das Kriterium, ob und in welcher Form eine Paar(!)Beziehung lebbar ist oder nicht. Leute mit Fernbeziehungen leben auch nicht das "klassische" Paar-Wohungs-Modell. Das nur als Beispiel.

    Gruß Elli

  4. Inaktiver User

    AW: Patchworking ... aus der Sicht des Patchworkvaters

    Zitat Zitat von JohannRinn Beitrag anzeigen
    Klar, die reale Situation entscheidet und die kann man vorher nur schwer beurteilen, sowas wird wachsen (oder eben nicht). Und ein Schema... wollte ich auch nicht finden.



    Wie gesagt, ich tu mich da schwer Beispiele zu finden ohne zu sehr auf die konkrete Situation einzugehen... und dadurch wird das Beispiel dann auch wieder zu allgemeingültig.

    Ich kann vielleicht so konkret werden und schreiben, dass das Kind in der Schule einen Integrationsplatz hat.
    man muss in so einem fall vermutlich den schluss ziehen, dass eine distanziertere beziehung besser ist und man eben nicht jeden lebensbereich teilen kann.

    ich kenne ein paar, da war verhältnis zwischen mutter und tochter sehr schwierig. für den neuen partner unmöglich, eine gute rolle zu finden. also sind sie wieder auseinandergezogen, haben sich durch urlaube u.ä. durchgewurschtelt und in kauf genommen, dass es nicht perfekt lief.
    sie sind aber bis heute zusammen, weil sie sich sehr lieben und das wichtiger fanden als eine bestimmte lebensform.

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    AW: Patchworking ... aus der Sicht des Patchworkvaters

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    man muss in so einem fall vermutlich den schluss ziehen, dass eine distanziertere beziehung besser ist und man eben nicht jeden lebensbereich teilen kann.

    nicht in allen Lebensbereichen ? eher gar kein Lebensbereich :-(
    .

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  6. Inaktiver User

    AW: Patchworking ... aus der Sicht des Patchworkvaters

    Zitat Zitat von Jolanda_40 Beitrag anzeigen
    nicht in allen Lebensbereichen ? eher gar kein Lebensbereich :-(
    ok, wenn das leben nur aus kindern besteht, dann kein lebensbereich.

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    AW: Patchworking ... aus der Sicht des Patchworkvaters

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ok, wenn das leben nur aus kindern besteht, dann kein lebensbereich.
    Das meine ich mit lebensfremde Theorie.

    Kinder sind für einige Jahre nicht der einzige Lebenszweck, aber durchaus der größere Teil des Alltags und des normalen Lebens.

    Wenn ich das hätte ausklammern wollen, dann wäre ein großer Teil meines Privatlebens weg gewesen. Meine Kinder waren auch an den Wochenenden immer bei mir.

    Dann hätte ich mich wahrscheinlich mit dem Typen alle paar Wochen im Hotel getroffen, Sex gehabt und nur über meinen Job oder die Weltpolitik quatschen können.

    Völlig sinnbefreit.

  8. Inaktiver User

    AW: Patchworking ... aus der Sicht des Patchworkvaters

    Zitat Zitat von Makrele Beitrag anzeigen
    Das meine ich mit lebensfremde Theorie.

    Kinder sind für einige Jahre nicht der einzige Lebenszweck, aber durchaus der größere Teil des Alltags und des normalen Lebens.

    Wenn ich das hätte ausklammern wollen, dann wäre ein großer Teil meines Privatlebens weg gewesen. Meine Kinder waren auch an den Wochenenden immer bei mir.
    lebensfremd ist vor allem, davon auszugehen, dass es bei allen anderen so läuft wie bei dir.

    mein kind hat z.b. einen vater, wo es auch zeit verbringen kann, so dass durchaus viel zeit für zweisamkeit mit einem neuen partner übrig bleibt.
    unter umständen hat auch die freundlichkeit eines kindes etwas damit zu tun, ob es einen aktiven leiblichen vater gibt oder nicht.

    deswegen meinte ich ja, dass man sehen muss, wie die verhältnisse sind.

    ich persönlich fand es ein paar jahre auch sehr ok, mich "nur" meinem job und meinem kind zu widmen.

    was ist daran lebensfremd?

    Dann hätte ich mich wahrscheinlich mit dem Typen alle paar Wochen im Hotel getroffen, Sex gehabt und nur über meinen Job oder die Weltpolitik quatschen können.

    Völlig sinnbefreit.
    entspann dich mal.

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    AW: Patchworking ... aus der Sicht des Patchworkvaters

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    lebensfremd ist vor allem, davon auszugehen, dass es bei allen anderen so läuft wie bei dir.
    Aber es gibt eben Situationen, wo es genauso ist. Auch Deine Situation ist doch nicht die einzige Norm, die es gibt ...?


    mein kind hat z.b. einen vater, wo es auch zeit verbringen kann, so dass durchaus viel zeit für zweisamkeit mit einem neuen partner übrig bleibt.
    Ja, und was, wenn es ein anderes Elternteil gibt, wo das Kind aber keinesfalls hin will ? Nie ?



    ich persönlich fand es ein paar jahre auch sehr ok, mich "nur" meinem job und meinem kind zu widmen.
    ja, das funktioniert sicher schon mal ne Weile ganz gut. Und wenn Du dann jemanden triffst, in den Du Dich verliebst ? Mit dem Du Dir die große Liebe vorstellen kannst ? Dann sagst Du, ist aber doch ganz ok so, nur mit Job und Kind, was soll ich denn mit großer Liebe ?
    .

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    AW: Patchworking ... aus der Sicht des Patchworkvaters

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich persönlich fand es ein paar jahre auch sehr ok, mich "nur" meinem job und meinem kind zu widmen.
    was ist daran lebensfremd?

    entspann dich mal.
    Wenn man einen netten Mann gefunden hat, mit dem man leben möchte und kann, dann ist man sehr schnell entspannt. Wenn man den nicht hat, dann ist ausklammern nicht so schwer.

    Du kannst nicht deine Situation, dass du keinen Partner hattest, auf den den TE überstülpen. Er war bereit, mit der Mutter und ihren Kindern zu leben.

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