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    AW: Patchworking ... aus der Sicht des Patchworkvaters

    Zitat Zitat von JohannRinn Beitrag anzeigen
    Ja und nein. Solche Situationen sind es doch, die einen mehr oder weniger direkt in "die Erziehung" mit einbeziehen, ohne das man es will.
    Eins weiß ich: Patchwork kommt für mich nur in Frage,
    wenn ich aus der Erziehung der Kinder des Partners komplett raus bin.

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    AW: Patchworking ... aus der Sicht des Patchworkvaters

    Zitat Zitat von JohannRinn Beitrag anzeigen
    Aber im Grunde sind es ja diese zusätzlichen Reibungspunkte, um die es mir ursprünglich ging und gerade die kann man als "Eindringling" halt manchmal nicht erkennen, bzw. braucht da eben Hilfe.
    Wir leben genau das von dir beschriebene Patchworkmodell und bei uns klappt es hervorragend.

    Du hast hier viel Theorie und Beschreiben einer nicht erlebten Situation gelesen, ich kann dir nur schildern, wie wir es handhaben. Vorab: Meiner Meinung nach lagen die Fehler nicht bei dir, sondern deiner Partnerin.

    Wenn man als Familie mit den Kindern lebt, muss der Mann sich auch in die Erziehung einbringen, sonst nehmen ihn weder die Kinder noch die Außenstehenden ernst. Ich habe meinem Mann in dieser Richtung immer voll vertraut und er ist es wert. Allerdings ist auch klar, dass ihr ähnliche Erziehungsvorstellungen haben müsst.

    Bei uns läuft es so, dass wir gegenseitig wissen, was uns in der Erziehung wichtig ist, welche Werte wir haben und wo unsere Grenzen liegen. Er hat genau die gleichen Rechte wie ich (auch ohne biologische Vaterschaft), er darf genauso entscheiden, belohnen oder Konsequenzen aussprechen.

    Wenn wir uns mal nicht einig sind, dann besprechen wir das abends alleine. Wir sind uns gegenseitig noch nie in den Rücken gefallen.

    Er sagt immer, wenn das so nicht gelaufen wäre, dann wären wir nie zusammengezogen oder hätten nie geheiratet. Das Warten, bis die Kinder aus dem Haus gewesen wären, hätte keiner von uns mitgemacht. Es gibt ein Leben vor der Rente und das wollten wir gemeinsam haben.

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    AW: Patchworking ... aus der Sicht des Patchworkvaters

    ah

    Danke @makrele
    .

    Segne die Gegenwart

    Vertraue Deinem Selbst

    Erwarte das Beste


  4. Inaktiver User

    AW: Patchworking ... aus der Sicht des Patchworkvaters

    Ich denke auch- es kann nur funktionieren, wenn die Erwachsenen eine Linie fahren und damit ein stabiler Pfeiler demonstriert wird.

    Bei dem beschriebenen PC-Verbot....wieso gibts dann Stress?
    Na und- dann hat der Mann im Haus dieses Verbot eben eine Stunde länger durchgezogen.....dem Kind schadet das mal sicher nicht!

    Wer lange alleinerziehend war, wird sich natürlich schwer tun abzugeben.....
    Auch mal den anderen machen zu lassen.

    Wer IM Haushalt mit lebt braucht eine feste Position und die muss er auch wollend einnehmen.
    Entweder er hat dann nix zu sagen.....das muss dann für alle Beteiligten ok sein- oder er gestaltet das Leben aktiv mit.
    Natürlich gibt es Entscheidungen, die die direkten Eltern fällen müssen, aber seien wir ehrlich.......die allermeißten Entscheidungen sind nicht dramatisch sondern alltäglich und können von beiden ERwachsenen ausgesprochen und getragen werden.

    Wenn jemand das so nicht möchte- ist es ja auch weniger ein Problem, wenn man dann getrennte Wohnungen hat. Wurde ja hier auch schon erzählt.
    So kann man die nötige Distanz aufbauen und sich auch jederzeit zurückziehen, wenn es einem zu viel wird.

    kenzia

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    AW: Patchworking ... aus der Sicht des Patchworkvaters

    Zitat Zitat von clochedepaques Beitrag anzeigen
    Ich versuche, die kinderfreien Wochenenden viel Zeit mit meinem Partner zu verbringen. An den Wochenenden mit Kind machen wir auch öfter mal was zu dritt, oder ich gehe mal mit meinem Freund Kaffee trinken.
    Sonst mache ich auch Sachen mit meinem Sohn allein. Wir machen einmal im Jahr ein paar Tage Urlaub nur zu zweit.
    Generell muss man halt Wege finden, die für das Kind / die Kinder und die Partner funktionieren.

    Zitat Zitat von clochedepaques Beitrag anzeigen
    Ich halte es nicht für nötig, quasi eine neue Familie aufzumachen. Mein Exmann tut das, und mein Sohn ist davon ziemlich genervt. Familie, das sind für ihn immer noch sein Vater und ich, primär nur ich, weil ich immer da bin und mit ihm lebe.

    Trotzdem darf mein Partner sehr wohl äußern, wenn ihm was nicht passt, insbesondere dann, wenn es um ihn selbst geht. (was er nur selten in Anspruch nimmt). Allgemeine ERziehungsregeln überlässt er mir. Mein Sohn hat, wenn überhaupt, Stress mit mir, nicht mit ihm "der... würde NIE mit mir schimpfen, Mama!"
    Das mit einer neuen Familie sehe ich nicht kritisch, solange das Kind die Chance hat daran teilzunehmen. Das es ggf. nicht einfach ist, wenn man auf einmal nicht mehr "der einzige Prinz" ist, das geht ja größeren Geschwistern generell so. Optimal wäre es, wenn die neue Konstellation als Bereicherung gesehen wird.

    Zitat Zitat von clochedepaques Beitrag anzeigen
    Aber die oben beschriebene Situation finde ich auch Mist. Sie kann nicht so eine Ansage machen, Du hältst Dich daran, und dann revidiert sie sie. Sie lässt Dich damit wirklich im Regen stehen.

    Der Patchworkpartner hat es da meiner Meinung nach echt nicht leicht: er soll die Kinder mögen, er soll nett mit ihnen umgehen, gleichzeitig soll er ein guter Partner sein, soll sich raushalten aus der Erziehung.... Und wo ist er dabei?
    Ja, nicht nur er, es wurde ja schon aufgeführt, dass die Kinder quasi in die Patchworksituation gezwungen werden, sie haben da keine Wahl, aber die haben ältere Geschwister auch nicht wenn auf einmal kleinere Geschwister da sind. Vor allem aber: es gibt dem Kind doch nicht umgekehrt das Recht dem Elternteil einen neuen Kontakt mehr oder weniger zu untersagen. Im Bekanntenkreis gibt es eine Dame, die alleine lebt weil ihr kleiner Prinz niemanden duldet und das halte ich auch für ein ungutes extrem.

    Andererseits darf man nicht vergessen, das man ja meistens nur mitbekommt wenn es nicht wirklich gut läuft, wenn alles funktioniert achtet ja kaum jemand darauf... von da aus bin ich der Überzeugung das Patchworking durchaus funktioniert, es gilt halt immer nur ein Modell zu finden, das auf die Konstellation passt... und vor allem eine Konstellation zu finden die zusammen passt. :)

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    AW: Patchworking ... aus der Sicht des Patchworkvaters

    Zitat Zitat von Makrele Beitrag anzeigen
    Wir leben genau das von dir beschriebene Patchworkmodell und bei uns klappt es hervorragend.

    Du hast hier viel Theorie und Beschreiben einer nicht erlebten Situation gelesen, ich kann dir nur schildern, wie wir es handhaben. Vorab: Meiner Meinung nach lagen die Fehler nicht bei dir, sondern deiner Partnerin.

    Wenn man als Familie mit den Kindern lebt, muss der Mann sich auch in die Erziehung einbringen, sonst nehmen ihn weder die Kinder noch die Außenstehenden ernst. Ich habe meinem Mann in dieser Richtung immer voll vertraut und er ist es wert. Allerdings ist auch klar, dass ihr ähnliche Erziehungsvorstellungen haben müsst.

    ...
    Danke für diesen Beitrag!

    Ich habe mir auch nochmal Gedanken darüber gemacht ob es einen "perfekten" Zeitpunkt zum kennenlernen für Kinder und neuen Partner/neue Partnerin gibt... und bin der Ansicht, das "früher" im Grunde besser ist (natürlich muss man nicht jeden Flirt vorstellen!): denn was bringt es, wenn man Abseits von den Kindern eine Beziehung aufbaut und Kinder und PartnerIn dann beim ersten Treffen nach Monaten feststellen, dass sie gar nicht miteinander können?

  7. Inaktiver User

    AW: Patchworking ... aus der Sicht des Patchworkvaters

    Zitat Zitat von JohannRinn Beitrag anzeigen
    Danke für diesen Beitrag!

    Ich habe mir auch nochmal Gedanken darüber gemacht ob es einen "perfekten" Zeitpunkt zum kennenlernen für Kinder und neuen Partner/neue Partnerin gibt... und bin der Ansicht, das "früher" im Grunde besser ist (natürlich muss man nicht jeden Flirt vorstellen!): denn was bringt es, wenn man Abseits von den Kindern eine Beziehung aufbaut und Kinder und PartnerIn dann beim ersten Treffen nach Monaten feststellen, dass sie gar nicht miteinander können?
    das ist besser als umgekehrt.

  8. Inaktiver User

    AW: Patchworking ... aus der Sicht des Patchworkvaters

    Zitat Zitat von JohannRinn Beitrag anzeigen
    .... denn was bringt es, wenn man Abseits von den Kindern eine Beziehung aufbaut und Kinder und PartnerIn dann beim ersten Treffen nach Monaten feststellen, dass sie gar nicht miteinander können?
    Würdest du tatsächlich eine Paarbeziehung bzw. eine sich anbahnende Beziehung komplett beenden, nur weil du mit den Kindern der Frau nicht kannst ?

    Womit wir beim Thema wären: "können" ist ein weites Feld. Ab und an sich begegnen ist nochmal etwas anderes als täglich in einem Haushalt zusammenleben. Wobei sich letzteres meist erst nach einer gewissen Zeit rausstellt..... Wenige Treffen sagen garnichts, weder im positiven noch im negativen.

    Gruß Elli

  9. Inaktiver User

    AW: Patchworking ... aus der Sicht des Patchworkvaters

    insgesamt kommt es mir übrigens ziemlich sinnlos vor, nach regeln und rezepten für gelingendes patchworking zu suchen.

    die einzige regel für mich lautet: sich auf die realen menschen einstellen.

    die kinder sind ja oft schon älter, und da wächst man eben nicht mehr so zusammen wie bei leiblichen eltern-kind-beziehungen, wo sich die beteiligten ja auch gegenseitig prägen.

    es ist also möglich, dass mein partner ein kind hat, das ich nicht besonders mag. dann gestalte ich die beziehung halt etwas distanzierter. ober eben umgekehrt, der neue partner und mein kind kommen viel besser aus als ich dachte, dann kann man näher zusammenrücken als erst geplant.
    außerdem spielen die vorstellungen von erziehung eine rolle, das gewachsene eltern-kind-verhältnis, und auch die vorerfahrungen der kinder mit anderen partnern. und nicht zuletzt das verhältnis zum getrennten leiblichen elternteil.

    mit einem schema im kopf, welches familienmodell ich leben will, in eine patchwork-beziehung zu gehen, davon kann ich nur dringend abraten.

  10. Moderation

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    AW: Patchworking ... aus der Sicht des Patchworkvaters

    Hallo Johann,

    danke für das Beispiel.

    Allerdings sehe ich darin gar keine spezielle Patchworkproblematik, oder bin ich begriffsstutzig? Deine Freundin hat da einfach unvernünftig und inkonsequent gehandelt. Da hättest du gar nichts richtig machen können.

    Anders gesagt: Wärest du der leibliche Vater gewesen, hättest du genau so blöd dagestanden.

    Ich kann dich in diesem Punkt verstehen, bei meinem Ex (Vater meiner Kinder) war es oft ähnlich: Je nach Tagesform schaffte er es mal, konsequent zu bleiben, oder auch nicht - wenn es ihm gerade zu anstrengend war. Der Partner badet diese Inkonsequenzen dann oft aus.

    Diese Problematik hat aber mit dem Familienzuschnitt eher weniger zu tun. Erschwerend für dich kam hinzu, dass dein Status beim Kind ein anderer war, als wenn du der leibliche Vater gewesen wärst - aber das Grundproblem scheint im Verhalten der Mutter zu liegen (jedenfalls bei diesem Beispiel).
    Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.

    ... und seit dem 16.11. unter demselben Nick bei Be Friends Online unterwegs

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